(Allensbach, 30. Dezember 2011) Trotz aller Unsicherheiten in Bezug auf die Schuldenkrise in der Euro-Zone und die weitere konjunkturelle Entwicklung überwiegt in der Bevölkerung der Optimismus: 49 Prozent der Bevölkerung blicken dem neuen Jahr mit Hoffnungen entgegen, nur 17 Prozent äußern Befürchtungen. 26 Prozent sind skeptisch. Zwar hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr, als mit 56 Prozent der Bürger ein außergewöhnlich großer Teil der Bevölkerung optimistisch für das neue Jahr gestimmt war, etwas eingetrübt. Aber gerade im Vergleich zu früheren Jahren ist auch der aktuelle Wert als hoch zu bewerten. Eine Erklärung für die gute Stimmung liegt sicherlich darin, dass das alltägliche Leben der Bürger von den globalen Risiken bislang weitgehend abgeschirmt bleibt: Die Arbeitslosigkeit liegt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, die wirtschaftliche Situation der Bevölkerung insgesamt hat sich in den zurückliegenden Jahren stabil bis positiv entwickelt.
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Die Frage, die das Institut für Demoskopie Allensbach traditionell seit 1949 jeweils zum Jahreswechsel an die Bevölkerung richtet, lautet: “Sehen Sie dem neuen Jahr mit Hoffnungen oder Befürchtungen entgegen?” Die Ergebnisse der Langzeitbetrachtung bilden ein Stimmungsbarometer der Bundesrepublik. In 36 der 63 Jahre zwischen 1949 und heute sagte die absolute Mehrheit der Bürger, dass sie mit Hoffnungen auf das neue Jahr blicke. Besonders in den 1950er, 1960er und auch noch den 1970er Jahren zeigte sich in der Bevölkerung ein ausgeprägt positives Stimmungsbild. Seit 1990 waren es hingegen nur 8 von 22 Jahren, in denen die Bevölkerung für das darauf folgende Jahr positiv gestimmt war, seit 2000 sogar nur drei Jahre (2000, 2007 und 2010), in denen 50 Prozent und mehr der Bürger dem neuen Jahr mit Optimismus entgegensahen.
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Die Stimmungslage am Jahresende war in der Vergangenheit häufig ein zuverlässiger Indikator, wie sich die Konjunktur im darauf folgenden Jahr entwickelt. Angesichts der optimistischen Aussichten für das neue Jahr ist daher für 2012 von einer soliden Konjunkturentwicklung auszugehen, wie dies auch viele Wirtschaftsexperten erwarten.
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Einzelne Bevölkerungsgruppen blicken sehr unterschiedlich auf das neue Jahr. So ist die jüngere Generation besonders optimistisch: 72 Prozent der 16- bis 29-Jährigen schauen mit Hoffnungen auf das neue Jahr, von den 30- bis 59-Jährigen ist es rund die Hälfte, von den 60-Jährigen und Älteren hingegen nur jeder Dritte, der dem Jahr 2012 mit Hoffnungen entgegensieht. Auch die eigene Einkommenssituation hat teilweise Einfluss auf die Erwartungen für das neue Jahr. In den unteren Einkommensgruppen blickt mit 51 Prozent die Mehrheit mit Befürchtungen oder Skepsis auf das kommende Jahr, in den mittleren und vor allem in den oberen Einkommensgruppen überwiegt dagegen der Optimismus. In diesen Bevölkerungsgruppen blicken 47 bzw. 55 Prozent mit Hoffnungen auf 2012.
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Mit Zuversicht ins neue Jahr: Trotz aller Unsicherheiten überwiegt in der Bevölkerung der Optimismus
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HOTELIER TV Magazin: Dorint wieder in Hamburg – Preis für Hotelnachwuchs – Internorga-Zukunftspreis – Green Hospitality – Accor Azubi Award – Wellness-Konzepte
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Inhalt der Magazinsendung vom 30. Dezember 2011
Dorint zurück in Hamburg: Das neue Businesshotel am Universitätsklinikum Eppendorf kommt gut an.
Dazu im Interview: Olaf Mertens (Geschäftsführer Dorint Hotels & Resorts), Dirk Iserlohe (CEO E&P Holding), Jürgen von Massow (Vice President Operations Dorint), Andreas Rühlicke (Direktor Dorint Hotel Hamburg-Eppendorf)
Deutscher Hotelnachwuchs-Preis: HDV-Vorsitzender Alexander Aisenbrey und AHGZ-Verlagsleiter Joachim Eckert stellen den neuen Award vor
Internorga-Zukunftspreis: Messeleiterin Claudia Johannsen erklärt das Konzept
Accor Azubi Award: Glanzvolle Preisverleihung an die besten Nachwuchs-Kräfte von Deutschlands größtem Hotelkonzern
Green Hospitality: Progros-GF Jochen Oehler zur Nachhaltigkeit in der Hotellerie
Das richtige Wellness-Konzept: Spa-Berater Franz Linser rät zur Fokussierung
Mein erster Tag – dieses Mal: GM Andreas Rühlicke -
DIHK-Tourismusreport Winter 2011/2012: Viele Betriebe müssen Preise erhöhen – Branche nach Rekordsommer verhalten optimistisch
(Berlin, 30. Dezember 2011) Nach einem Top-Sommer rechnet die deutsche Tourismuswirtschaft für den Winter nur mit leichten Zuwächsen. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in seinem jüngsten Branchenreport. Wie DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben berichtet, erwartet die Tourismuswirtschaft, dass viele Bürger in diesem Winter ihren Urlaub in Deutschland verbringen werden.
“Allerdings gibt es selbst in den klassischen Wintersportregionen große regionale Unterschiede”, sagte Wansleben zu den Ergebnissen der DIHK-Saisonumfrage, die auf knapp 6.500 Antworten von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, Campingplätzen, Reisebüros, -veranstaltern und Busunternehmen beruht. So seien “die Gastgeber im Sauerland und Schwarzwald besonders optimistisch – im Gegensatz zu den Betrieben im Thüringer Wald”. Die Erwartungen im Städtetourismus seien hingegen “durchweg gut”, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer.
Nachdem sich die Hoffnungen auf einen Rekordsommer 2011 erfüllt haben, erwartet die Branche für den Winter jetzt nur noch ein leichtes Plus. “Als Hauptrisiko wird der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise gesehen”, sagt Wansleben. “Viele Betriebe müssen daher die Preise erhöhen. Zudem verteuert die Luftverkehrsabgabe Flugreisen. Für die Branche wird deswegen das Thema Energieeffizienz immer wichtiger.”
Der DIHK-Erhebung zufolge will das Gastgewerbe weiter Beschäftigung aufbauen. “Wir rechnen hier mit einem Zuwachs von bis zu 10.000 Arbeitsplätzen”, berichtet Martin Wansleben. Allerdings hätten die Betriebe große Schwierigkeiten, Fachkräfte zu finden. Und noch ein weiterer Trend fällt ins Auge: “Mehr als 70 Prozent der Hotels und Restaurants verwenden inzwischen bewusst regionale Produkte.”
Der DIHK-Tourismusreport Winter 2011/2012 steht hier zum Download bereit: -
Hotelmarkt Hamburg – Erfolgsstory setzt sich fort: Rund 9,5 Mio. Übernachtungen in 2011 realistisch
(Hamburg, 30. Dezember 2011) Der Hamburger Hotelmarkt setzt seine Erfolgsstatistik unvermindert fort, so der Tenor des aktuellen Hotel-Marktberichtes der Dr. Lübke Experten. In den ersten drei Quartalen zeigte sich bereits ein Plus von 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei insgesamt 7,2 Millionen Übernachtungen. Auch der Oktober punktete mit nochmals drei Prozent Wachstum. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet Alexander Trobitz, Leiter Hotel der 1, mit mindestens 9,5 Millionen Übernachtungen.
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„Der milde Herbst bis in die Vorweihnachtszeit sorgt für eine positive Ausschöpfung des Städtetourismus und damit auch gute Wochenendauslastung“, so Trobitz. Bereits in den ersten neun Monaten hat sich die Hansestadt bei der durchschnittlichen Zimmerauslastung in der Kettenhotellerie mit 74,3 Prozent auf Platz 1 der Top 10-Städte geschoben. Der durchschnittliche Netto-Zimmerertrag (+3,8%) sowie der Revpar (+9,0%) haben sich in dem Zeitraum ebenfalls erfreulich entwickelt. Durch ausländische Gäste konnten dabei in den ersten drei Quartalen 11,3 Prozent mehr Übernachtungen generiert werden. Das Übernachtungswachstum bei deutschen Gästen betrug 6,4 Prozent. Hamburg gilt unangefochten als einer der stabilsten deutschen Hotelmärkte und entwickelt sich zu einer zunehmend gefragten europäischen Destination.
Moderates Bettenwachstum, Entwicklungsschwerpunkt im Budget-Segment
Im Zeitraum 2000 bis 2010 stand dem Übernachtungswachstum von +81 Prozent eine Zunahme des Bettenangebots um lediglich 70 Prozent gegenüber. In diesem Jahr sind mit drei Erweiterungen sowie drei neuen Hotels insgesamt 728 Zimmer hinzugekommen. In 2012/2013 werden es kumuliert rund 3.780 weitere Zimmer in 21 Projekten sein. Von den zehn Hotelprojekten, die in 2012 realisiert werden sollen, sind bereits acht Gebäude im Bau. Die Zuwachsrate beim Bettenangebot liegt in den nächsten zwei Jahren zwar deutlich über dem zehnjährigen Mittelwert von fünf Prozent. Die Nachfragedynamik lässt jedoch eine gute Absorption im Markt zu. Der Großteil (46,5%) der projektierten Zimmer entsteht im Budget-Segment.
Hansestadt erschließt sich neue Incoming-Märkte
Stärkster Auslandsmarkt mit einem Plus von 23,3 Prozent in den ersten drei Quartalen 2011 ist, verstärkt durch den Wechselkurseffekt, die Schweiz (171.800 Übernachtungen) vor Österreich (150.000, +10%) und Großbritannien (144.500, +9%). Spannend ist jedoch die Entwicklung bei den BRICS-Staaten Brasilien (+9%), Russland (+28%), Indien (+58%), China (+23%) und Südafrika (+23%). Das Fluggastaufkommen verzeichnete in den ersten drei Quartalen einen Anstieg um 4,7 Prozent und wird voraussichtlich im Gesamtjahr die 13-Millionen-Marke überschreiten. Für 2012 ist aufgrund des Ausbaus der Flugverbindungen (Marseille, Shanghai, Drehkreuz Dubai), diversen internationalen Leitmessen und Kulturhighlights mit einem weiteren Anstieg an ausländischen Gästen zu rechnen.
Spitzenwert bei der Auslastung, dritter Platz beim Revpar
Die durchschnittliche Zimmerauslastung der Kettenhotellerie in Hamburg ist in den ersten drei Quartalen um 4,9 Prozent auf 74,3 Prozent gestiegen – Platz 1 unter den deutschen Top 10-Hotelstandorten. Beim durchschnittlichen Zimmerpreis konnte die Hansestadt ebenfalls ein solides Plus (+3,8%) verbuchen. Gäste zahlten im Schnitt 103,57 Euro. Der Revpar als Produkt von Zimmerpreis und Auslastung lag bei 77,00 Euro und somit einem Plus von 9 Prozent. Nur in München (84,23 Euro) und Frankfurt (77,38 Euro) konnte ein höherer Zimmerpreis durchgesetzt werden. Das letzte Quartal des Jahres wird mit dieser positiven Bilanz enden und einen neuen Gesamtjahresrekord aufstellen, ist sich Alexander Trobitz sicher. „Im Dezember liegen die Übernachtungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast 3 Prozent höher. Vor dem Hintergrund der finalen Preissprünge anlässlich Sylvester im Vergleich zum Dezember-Durchschnitt um rund 29 Prozent auf 145 Euro pro Zimmer pro Nacht werden die Hamburger Hoteliers wohl ein sehr zufrieden stellendes Jahr 2011 abschließen“, so der Experte.
Jahresbilanz 2011 lässt vorerst rosige Zeiten für 2012 erwarten
In der Betreibergunst liegt Hamburg derzeit ganz vorn. Der Optimismus beflügelt die Markteintrittschance für neue Konzepte und Marken. Laut dem Dr. Lübke Betreiberklima erwarten 91 Prozent der befragten Hotelbetreiber für 2012 steigende Übernachtungszahlen und 82 Prozent höhere Durchschnittsraten. Was dafür spricht, sind im Business-Segment diverse zweijährlich stattfindende Leitmessen wie z.B. die SSM, Get North, HansePferd Hamburg sowie Hauptaktionärsversammlungen und Großkongresse. Zudem gelingt es der Kulturmetropole, durch das professionelle Tourismus-Marketing auch im Freizeitsegment vom zunehmenden internationalen Städtetourismus zu profitieren. „Entscheidend sind die zu hebenden Übernachtungspotenziale durch ausländische Gäste, deren Anteil mit unter 21 Prozent im nationalen Vergleich nur etwa die Hälfte ausmacht. Allein durch die Direktflugverbindung der China Eastern Airline nach Shanghai rechnet Hamburg derzeit mit einer Steigerung auf 100.000 Übernachtungen durch Chinesen, was eine Verdopplung des jetzigen Übernachtungsaufkommens darstellt“, resümiert Trobitz. -
Bettensteuer: Erste Klage gegen Lübecks neue Bettensteuer
(Lübeck, 30. Dezember 2011) Ob die Klage gegen die geplante Bettensteuer hilft? In Lübeck hat nun Jens Musche vom Hotel Excelsior Lübeck eine Normenkontrollklage beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig eingereicht. Die Matratzen-Maut (5% vom Übernachtungspreis) gilt ab 01. Januar 2012 für Privatreisende.
„Diese Satzung ist desolat. Man kann sie nicht umsetzen“, sagte Musche laut „Lübecker Nachrichten“. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) sehe die Angelegenheit gelassen, heißt es. Die Stadtverwaltung geht nach vorheriger Prüfung davon aus, dass die neue Satzung rechts- und verfassungskonform sei.
Die Stadt Lübeck rechnet mit Sondereinnahmen von rund einer Million Euro im Jahr. -
holidaycheck.de: Deals schon wieder gestoppt
(Bottighofen/Schweiz, 30. Dezember 2011) Es dauerte nur ein halbes Jahr: Das Bewertungsportal holidaycheck.de stoppte nun nach Informationen der „1“ das „Deals“-Portal. Offenbar ist der Handel mit Coupons gefloppt.
Alle bisher verkauften Coupons behielten ihre Gültigkeit und könnten nach wie vor beim Hotelpartner gemäß den Konditionen eingelöst werden, heißt es. „Wir haben festgestellt, dass das Couponing-Modell einer sehr eigenen Geschäftsmechanik folgt, die nicht den Kernkompetenzen von Holidaycheck entspricht. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, erst einmal keine neuen Deals zum Kauf anzubieten“, liess Jörg Trouvain, CEO der zum Burda-Konzern gehörenden HolidayCheck AG, mitteilen.
Der Start der „1“ hatte in einem Verfahren zwischen A&O Hotels und holidaycheck.de dazu geführt, dass das bisher „unabhängige“ Bewertungsportal nun als kommerzielle Verkaufsplatform gesehen werden müsse. -
"Öko Test": Honig – Gen-Pollen sind allgegenwärtig / Putenfleisch – Vollgepumpt mit Antibiotika
(Frankfurt/Main, 02. Januar 2012) Dass ein Nebeneinander von Gen-Technik und Nicht-Gen-Technik nicht mehr möglich ist, zeigt der neue Honig-Test, den das Frankfurter Verbrauchermagazin “Öko Test” durchgeführt hat. 14 der insgesamt 20 Blütenhonige waren mit Gen-Pollen verunreinigt. Die gute Nachricht ist jedoch, dass deutscher Honig derzeit noch weitgehend sicher ist.
1In allen Gen-Honigen stecken Pollen der Pflanze Roundup Ready Soja. Diese gentechnisch veränderte Soja-Bohne, die vor allem in Brasilien und Argentinien angebaut wird, hat in der EU eine uneingeschränkte Zulassung als Lebensmittel. Deshalb dürfen auch alle Honige, die mit diesen Pollen verunreinigt sind, verkauft werden. Verbraucher sollten außerdem wissen, dass Produkte mit dem Aufdruck „Ohne Gentechnik“ nicht komplett gentechnikfrei sein müssen – geringe Gen-Tech-Spuren sind hier erlaubt.
Bei den Laboruntersuchungen hat sich herausgestellt, dass in deutschen Honigen keine Gen-Pollen stecken. Überraschend ist dies nicht, weil grüne Gen-Technik hierzulande noch keine große Rolle spielt. Das könnte sich jedoch ändern, da derzeit ein Antrag auf Neuzulassung der problematischen Maissorte MON810 läuft und auch andere Zulassungen in Vorbereitung sind.
Putenfleisch – Vollgepumpt mit Antibiotika
Putenfleisch gilt als gesunde Alternative zu Schwein und Rind und kommt auch bei denen auf den Tisch, die Hähnchenfleisch wegen der unwürdigen Haltungsbedingungen ablehnen. Das ist jedoch eine Illusion, wie die aktuelle Untersuchung von ÖKO-TEST zeigt. Fast jede der getesteten Puten wurde zumeist mehrfach mit Antibiotika behandelt, auch die meisten Bio-Puten.
Teilweise waren die Antibiotikagaben zudem zu kurz für eine effektive Krankheitsbehandlung. Dadurch entsteht die Gefahr, dass ein Teil der vorhandenen Krankheitskeime überlebt und sich resistente Keime entwickeln, gegen die im Ernstfall auch beim Menschen keine Mittel mehr helfen. Tatsächlich waren die meisten gefundenen Keime resistent gegen Penicillin, Tetracylin und andere Antibiotika. In einer Probe fand sich ein MRSA-Keim, der gegen fast alle Antibiotika resistent ist, in einer anderen Probe Salmonellen, die noch auf alle Medikamente ansprachen.
Schlimm sind auch die Lebensbedingungen der Tiere. Das Tierschutzgesetz verbietet das vollständige oder teilweise Amputieren von Körperteilen eines Wirbeltieres. Die Praxis sieht anders aus: Den konventionell aufgezogenen Küken werden kurz nach der Geburt die Schnäbel gekürzt. In der Folgezeit verursachen die durchtrennten Nervenbahnen bei jeder Berührung Schmerzen. Das Abschneiden der Schnäbel ist die Regel, weil die Tiere auf engstem Raum zusammengepfercht werden. Üblich sind in der konventionellen Mast über 50 Kilogramm Lebendgewicht auf einem Quadratmeter, was fast drei ausgewachsenen Hähnen oder fast sechs weiblichen Hennen entspricht. Diese Enge macht die Tiere nicht nur krankheitsanfällig, sondern auch aggressiv – sich hacken sich gegenseitig tot.
“Öko Test” rät deshalb von konventionellem Putenfleisch ab. Bio-Putenfleisch kostet zwar deutlich mehr, dafür unterstützt man aber eine artgerechtere Tierhaltung. Diese Puten erhalten hochwertigeres Futter, leben in kleineren Beständen, haben mehr Stallfläche zur Verfügung und dürfen ins Freie. Außerdem werden ihnen die Schnäbel nicht beschnitten.
Das “Öko Test”-Magazin Januar 2012 gibt es seit dem 30. Dezember 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro. Mehr: 1 -
Grand Hotel Heiligendamm: Marc-André Uhlenbrock neuer Küchenchef
(Heiligendamm, 02. Januar 2012) Marc-André Uhlenbrock ist seit Kurzem neuer Küchenchef im 1 und damit verantwortlich für die Speisenkonzepte aller Restaurants und Veranstaltungen. Dazu zählt das „Kurhaus Restaurant”, die „Baltic Sushi Bar”, die „Nelson Bar”, das italienische Restaurant „Medini´s” und die „SPA Bar”. Ausgenommen ist nur das Gourmetrestaurant „Friedrich Franz”, welches eigenverantwortlich von Sterne-Koch Ronny Siewert geführt wird.
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Der gebürtige Westfale begann seine Karriere 1999 im „Gräfliches Parkhotel” in Bad Driburg und kletterte dort nach seiner Ausbildung die Karriereleiter bis zum Sous Chef herauf. Eine weitere Station folgte 2006, wo er im Hotel „Zur Bleiche Resort & Spa”, im Gourmetrestaurant „17-Fuffzig” anheuerte. 2009 zog es Marc-André Uhlenbrock dann nach Berlin, wo er bereits nach knapp einem halben Jahr zum Executive Sous Chef befördert wurde.
Marc-André Uhlenbrock freut sich sehr auf seine neue Aufgabe: „Besonders das Gut Vorder Bollhagen in Verbindung mit Spitzengastronomie hat es mir angetan. Der direkte Zugriff auf hochwertige Bioprodukte vom Gut, schafft dem Grand Hotel eine zusätzliche Einmaligkeit.“ Henning Matthiesen, Geschäftsführender Direktor des Grand Hotel ist sich sicher: „Wir haben mit Herrn Uhlenbrock einen erfahrenen Küchenchef verpflichten können. Unter anderem erkochte er mit seiner Brigade im Gourmetrestaurant ‚17-Fuffzig’ den ersten Stern.“ -
Hotelmarkt Malediven: Wellness-Verbot bloß ein kurzer Spuk?
(Malé, 02. Januar 2012) Viel Aufregung um fast nichts: Das von der Regierung der Malediven kurz vor dem Jahreswechsel verkündete Wellness-Verbot in den Resorts des paradiesischen Inselreichs wird offenbar nicht umgesetzt. Die Spa-Anlagen werden lediglich für Einheimische gesperrt. Ausländische Gäste können die wichtigen Hotelangebote weiterhin nutzen, heißt es.
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Auf Treiben der einflussreichen islamistischen Gerechtigkeitspartei hatte die Regiering in Malé die Wellness-Center verbieten wollen. Man vermutet darin einen „Hort der Prostitution“, wurde berichtet. Die bei Luxus- und Hochzeitsreisen sehr beliebten Top-Resorts auf den Malediven – darunter das Conrad Rangali Island – sind allerdings auf ihre Wellness-Angebote angewiesen. Der Tourismus ist die größte Einnahmequelle des aus über 1.000 Inseln bestehenden Landes. Der sunnitische Islam ist die offizielle Religion, wird aber tolerant ausgelegt. So verfügen die Resorts über Alkohollizenzen.
Die „fvw“ berichtete, dass etliche Hoteliers in Kürze vor Gericht eine Unterlassung dieses Beschlusses beantragen wollen. Es sei zu erwarten, dass die Anordnung der Regierung schnell wieder zurückgenommen werde. Offenbar sind etliche Parlamentsmitglieder auch Mit-Eigentümer oder gar Betreiber von Resorts mit Spa-Anlagen.
Bereits im Dezember hatte die Regierung der Malediven eine für Urlauber nicht erfreuliche Regelung in Kraft gesetzt. Seit Jahresbeginn müssen alle Touristen 25 US-Dollar Ausreisegebühr zahlen. -
Hotels in Bad Griesbach: Brandstiftung in Tiefgaragen – Top 5 zur Brandbekämpfung
(Bad Griesbach, 02. Januar 2012) Erst brannte nur ein Auto, wenige Tage dann sieben: In den Bad Griesbacher Hotels 1 und 1 hat offenbar ein Brandstifter Feuer jeweils in den Tiefgaragen gelegt. Die Polizei bittet nun die Bevökerung im Mithilfe. Die Gäste der betroffenen Hotels seien ruhig geblieben und nicht abgereist, berichtete die „Passauer Neue Presse“.
Aufruf der Polizei:
Wer hat am 22. Dezember von 17 bis 17.30 Uhr bzw. am 27. Dezember von 18 bis 18.30 Uhr verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Thermalbadstraße gesehen? Hinweise nimmt die Kripo Passau unter Tel. 0851/9511-0 entgegen.
In den vergangenen Tagen erregten Großfeuer in Hotels wie in Bad Griesbach, in Saalbach-Hinterglemm oder am Titisee im Schwarzwald – wir berichteten – Aufsehen. Hotel-Experte Ulrich Jander (1) bemängelt den Umgang der Gastbetriebe mit Brandschutz und vorbeugenden Maßnahmen wie Feuerwehrübungen.
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„Etliche Hoteldirektoren gehen immer fahrlässiger mit den Themen Prävention und Brandschutz um. Äußerungen wie ‚Bei uns hat’s noch nie gebrannt’ oder ‚Dann kriegen wir halt eine Renovierung von der Versicherung bezahlt’ sind nur ein paar der obligatorischen Aussagen“, berichtet Jander.
Brandschutz ist ein kostenintensiver Faktor, der gerne von den verantwortlichen Personen unter den Teppich gekehrt werde. Von den Behörden haben Hotels offenbar kaum etwas zu befürchten, denn in vielen Regionen lassen die Kontrollen der Feuerwehren – die Brandverhütungsschau – nach, da Personalmangel herrscht. Auch das Amt für Arbeitsschutz kommt oftmals nicht mehr hinterher, entsprechende Kontrollen durchzuführen. „Somit haben dann Hotels gute Chancen, solche Kontrollen zu umgehen. Brandschutztechnische Prüfungen wie Kontrolle von Brandabschnittstüren, Dunstabzug, Brandschottungen, Elektroverteilung etc. fallen weg oder werden einfach mal hinausgezögert. Somit hat man dann auch viel Geld gespart“, beklagt der aus dem TV bekannte „Hotelchecker“. Jander begleitet seit rund 20 Jahren Hotels und Versicherungen bei sicherheitsrelevanten Themen.
„Wir überprüfen Hotels im Auftrag von Banken und Versicherungen, und kontrollieren, ob die entsprechenden Vorschriften eingehalten werden. Es kommt hin und wieder vor, dass die Verantwortlichen des Hotels den Sinn dieser Sicherheitschecks nicht verstehen, und uns ein entsprechendes Hausverbot erteilen – so geschehen in einem Wellness-Hotel, in dem wir eine erhebliche Menge leicht entzündliche Reinigungsmittel im Technikraum der Sauna vorfanden. Gefühlte Temperatur: 60 Grad Celsius!“, so Janders Bericht.
Top 5 Maßnahmen zur Brandbekämpfung
Um auf der sicheren Seite zu sein, müssen folgende Punkte beachtet werden:- Unterweisung der Mitarbeiter bezüglich Brandschutz gemäß den gesetzlichen Bestimmungen
- Wartungen der brandschutztechnischen Einrichtungen wie Brandmeldeanlage, Brandabschnittstüren etc.
- Evakuierungsübung: Verbringen der Gäste in einen gesicherten Bereich, wie Nachbarhotel oder ähnlich
- Einweisung der Feuerwehr: Darauf achten, dass die Feuerwehrzufahrten frei sind und die Hydranten klar erkennbar und frei zugänglich sind
- Räumungsübungen sollten mit der örtlichen Feuerwehr regelmäßig geübt werden, damit sie sich im Brandfall entsprechend auskennt
„Wenn diese Dinge soweit eingehalten werden, dann sind Sie relativ sicher. Schicken Sie keine Mitarbeiter in den Brandbereich, denn 95 Prozent der Brandopfer sind Rauchgastote. Dreimal tief Luft geholt und Sie haben sich vergiftet“, rät Jander. Und weiter: „Bedenken Sie den feinen Unterschied zwischen einem Feuerwehrmann und einem Hotelmitarbeiter: Der Feuerwehrmann trägt persönliche Schutzausrüstung, der Mitarbeiter nicht.“