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  • Hoteliers drehen an der Preisschraube

    Hamburg, 27. August 2007
    Hotellerie und Gastronomie in Europa profitieren zunehmend vom Konjunkturaufschwung. “Geiz ist nicht mehr geil, die Sorge um ausbleibende Gäste und Insolvenz passe”, fasst der Geschäftsreiseanbieter American Express (Amex) die Ergebnisse seines aktuellen “Trendbarometers 2007” zusammen. Befragt worden waren Top-Manager von Spitzen-Hotels und Restaurants in Deutschland, Frankreich, Großbritannien , Italien und Spanien in den wichtigsten Tourismus-Destinationen.
    Im deutschen Markt ist der Stimmungswandel im Jahr nach der Fußball-Weltmeisterschaft besonders deutlich ausgeprägt. Der Untersuchung zufolge blicken 76 Prozent aller Hoteliers und 70 Prozent aller Gastronomen optimistisch in die Zukunft; im Vorjahr waren es lediglich 43 beziehungsweise 37 Prozent gewesen.
    Der Hotelverband Deutschland (IHA) hatte den Optimismus bereits in seiner Studie Hotelmarkt Deutschland 2007 mit Zahlen untermauert. Die durchschnittliche Zimmerauslastung und auch die Durchschnittspreise bewegten sich “eindeutig nach oben”, hatte der Bonner Hotelier und IHA-Vorsitzender Fritz Dreesen bereits festgestellt.
    Verbandsermittlungen ergaben, dass der durchschnittliche Zimmerertrag nach langjähriger Abwärtsbewegung im letzten Jahr um 10,7 Prozent geklettert war. Die Zahl der Übernachtungen war laut Angaben der Deutschen Zentrale für Tourismus im letzten Jahr um fast zehn Prozent auf knapp 53 Millionen gestiegen.
    Dem Amex-Trendbarometer zufolge nutzen die gastlichen Branchen den Aufwind für Preiserhöhungen. Europaweit bestätigte dies die Hälfte der befragten Manager. In Deutschland habe sich die um drei Prozentpunkte gestiegene Mehrwertsteuer als Preistreiber erwiesen: Jeder fünfte Betrieb habe gleich ab Januar mehr Geld eingefordert, 55 Prozent hätten d ann im Laufe des Jahres mit vorsichtigen Anpassungen reagiert.
    Der insbesondere in Deutschland anhaltende Hotel-Bauboom – nach IHA-Ermittlungen nimmt die ohnehin hohe Investitionstätigkeit in der Branche im Konjunkturaufwind noch weiter zu – verschärft den Wettbewerbsdruck, zeigte die Amex-Studie: Fast die Hälfte der Befragten empfinde die direkte Konkurrenz als größte Herausforderung. Im Jahr zuvor hatten lediglich 30 Prozent die Konkurrenz so stark empfunden.
    So beobachtet das Trendbarometer eine neue Investitionswelle insbesondere in der Hotellerie. Mehr als jedes zweite Haus biete heute den drahtlosen W-Lan-Internet-Zugang zumindest in öffentlichen Bereichen an. Erheblich investiert werde auch in Flachbildschirme und Spielekonsolen in den Zimmern und – nicht zuletzt – in bessere Betten.
    Gelesen im “Handelsblatt”
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  • AmEx Trendbarometer 2007: Europas Hotellerie und Gastronomie im Aufwind

    Frankfurt/Main, 27. August 2007
    Die wirtschaftliche Stimmung in Europas Hotellerie und Gastronomie ist nicht mehr gedrückt, Geiz ist nicht mehr „geil“, die Sorge um ausbleibende Gäste und Insolvenz passé. Angesichts wachsender Gästezahlen und einer höheren Ausgabebereitschaft blickt die überwältigende Mehrheit der Hoteliers und Gastronomen in Deutschland und Europa optimistischer in die Zukunft als noch zwölf Monate zuvor. So das Ergebnis des aktuellen American Express Hospitality Monitor 2007, der die Stimmungen, Trends und Erwartungen internationaler Hotel- und Restaurantmanager der wichtigsten europäischen Tourismusdestinationen abbildet.
    Der Wettbewerbsdruck in Hotellerie und Gastronomie hat keineswegs nachgelassen. Beinahe die Hälfte (47 Prozent) aller Hotel- und Restaurantmanager empfindet die direkte Konkurrenz als größte Herausforderung in ihrem Business. 2006 waren dies nur 30 Prozent. Trotz zunehmenden Wettbewerbs ist die Branche aufgrund des stabilen wirtschaftlichen Aufschwungs positiv gestimmt: Allein in Deutschland blicken 76 Prozent aller Hoteliers (2006: 43 Prozent) und 70 Prozent (2006: 37 Prozent) aller Gastronomen optimistisch in die Zukunft. Ganz oben auf der Prioritätenskala europäischer Hotels (82 Prozent) und Restaurants (57 Prozent) steht heute die Neukundengewinnung, gefolgt von dem Ziel, Kosten zu reduzieren (Hotels: 69 Prozent, Restaurants: 54 Prozent).
    Klare Profilierung als Chance im Wettbewerb
    „Es zeigt sich, dass Hotellerie und Gastronomie auf eine klare Differenzierung und Profilierung innerhalb eines übersättigten und schnelllebigen Marktes setzen“, so Carola Paschola, Vice President bei American Express. „Galt im Jahr zuvor noch die Umsetzung immer neuer Trends und Innovationen als adäquates Mittel, um sich von der Konkurrenz zu unterscheiden, besinnen sich immer mehr Manager auf die Kernkompetenzen ihres Gewerbes. Das heißt: Der Gast soll bekommen, was er will, wann er es will und zu einem dem Service angemessenen Preis“, so Paschola.
    Gute Leistung für gutes Geld
    Was wie selbstverständlich klingt, ist die Reaktion auf eine gewandelte Wertementalität auf Seiten des Konsumenten. Die Erwartung eines unvergleichlichen Erlebnisses im Hotel (89 Prozent) oder Restaurants (82 Prozent) gehört nach wie vor zu den größten Herausforderungen an das Gastgewerbe. Davor aber steht aus Sicht der befragten Manager der Wunsch nach einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis (Hotellerie: 93 Prozent, Gastronomie: 90 Prozent) und einwandfreiem Service (Hotellerie: 92 Prozent, Gastronomie: 87 Prozent).
    Aber: Was ist guter Service? Was ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis? Auf den ersten Blick liegen die Einschätzungen der befragten Manager in Hotellerie und Gastronomie weit auseinander: Während Hoteliers großen Wert legen auf zuvorkommenden (77 Prozent) und freundlichen (71 Prozent) Service, sehen sich hier nur 48 bzw. 55 Prozent der Restaurantmanager gefordert. Übereinstimmung besteht jedoch in der Erfüllung individueller Kundenwünsche: Sowohl Hotels (61 Prozent) als auch Restaurants (56 Prozent) sehen hierin eine der größten zukünftigen Herausforderungen für das Gastgewerbe.
    Dies gilt auch in punkto Ausstattung. Insbesondere in der Hotellerie hat sich innerhalb der vergangenen 12 bis 18 Monate eine neue Investitionswelle in Bewegung gesetzt: Entsprechend der rasant gewachsenen Ansprüche einer multimedia-affinen Klientel bieten inzwischen mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Hotels in Europa einen WLAN-Zugang in öffentlichen Bereichen wie der Lobby an. In den Gastzimmern wurde nicht nur das Entertainmentangebot, z.B. die Ausstattung mit Flachbildschirmen, Spielekonsolen sowie das Spielfilmprogramm, erweitert (37 Prozent). 43 Prozent der Manager nahmen auch das Herz des Hotels – das Bett – ins Visier und investierten in Matratzen, Bettdecken und Kissen.
    Wirtschaftlicher Optimismus manifestiert sich in Preiserhöhungen
    Die Erwartung steigender Umsätze ist inzwischen so gefestigt, dass die Branche Preiserhöhungen ins Auge fasst. Die Hälfte der befragten Hotels und Restaurants (49 Prozent) in Europa hat ihre Preise gegenüber dem Vorjahr erhöht. Parallel dazu entscheiden sich immer mehr dazu, ihre Preise künftig regelmäßig anzupassen. Als Preistreiber in Deutschland erwies sich insbesondere die um drei Prozentpunkte gestiegene Mehrwertsteuer: Immerhin jeder fünfte Manager hat seine Preise mit Einführung der Mehrwertsteuer im Januar 2007 erhöht; 55 Prozent reagierten im Laufe der folgenden Monate mit einer vorsichtigen Anpassung.
    Mehr über die Studie: Das American Express Trendbarometer 2007 ist die zweite internationale Befragung von Hotel- und Restaurantmanagern. Insgesamt wurden 300 verantwortliche Manager aus dem Hotel- und Restaurantgewerbe in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu den Trends und Entwicklungen befragt. In die Studie einbezogen wurden Hotels, deren Jahresumsatz mindestens 1 Million Euro beträgt und Restaurants, die 200.000 Euro und mehr pro Jahr umsetzen. Durchgeführt wurde die jährliche Studie von Loudhouse Research und International Communications Research (ICR) im Auftrag von American Express.

  • Starwood: Weltweite Expansion mit Marke Aloft

    München, 28. August 2007
    Starwood Hotels & Resorts Worldwide plant für die neue Designmarke aloft in den nächsten Jahren über 50 weltweite Neueröffnungen. Dies gibt ArabellaStarwood, München, bekannt. Mit mehr als 20 erwarteten Grundsteinlegungen in 2007 nähert sich aloft seinem Ziel, 500 Hotels bis 2012 zu eröffnen. Mit Sinn für schönes Design und hoher Funktionalität, den loftartigen, lichtduchfluteten Zimmern mit hohen Decken und riesigen Fensterelementen bringt aloft mit Stil und Atmosphäre frischen Wind in das Langzeit-Segment der Hotelindustrie. Die geplanten Neueröffnungen für 2008/2009 sind:
    • aloft Chicago O’Hare, USA
    • aloft Montreal Airport, Kanada
    • aloft Beijing, China
    • aloft Sydney Airport, Australien
    • aloft Brussels, Belgien
    • aloft Las Vegas, Nevada, USA
    Die Marke aloft wird künftig auch in Südostasien vertreten sein, wobei das aloft Bangkok, Sukhumvit 2010 den Grundstein für insgesamt drei Häuser in Asien legen wird. Mit 308 Zimmern wird es eine erfrischende Alternative zu bestehenden Übernachtungsangeboten bieten. Zentral an der Sukhumvit Road gelegen, bietet das Hotel als Oase der Erholung ein geräumiges Spa, ein Restaurant, eine Bar, ein Fitnesscenter und einen Indoor-Swimmingpool sowie 180 Quadratmeter Konferenzfläche.
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  • Hospitality Alliance geht in den Pflegemarkt

    Bad Arolsen, 28. August 2007
    Alexander Fitz hat ein neues Geschäftsfeld gefunden: Zusammen mit Klinikotel will der Chef von Hospitality Alliance (Ramada Hotels) Patientenhotels betreiben. In einer Pressemitteilung heißt es dazu: “Hospitality Alliance will mit den Ramada Hotels, Beherbergungs-, Dienst- und Gastronomieleistungen in speziell dafür ausgestatteten Patientenhotels anbieten.” Ergänzend dazu bietet die Klinikotel GmbH – neben dem Bau- und Entwicklungs-Management – Finanzierungs-, Planungs- und Bauträgerleistungen für die Errichtung von Patientenhotels an. Klinikotel GmbH entwickelt und betreibt Patientenhotels, deren Gesellschafter die Paracelsus-Kliniken Deutschland, die Firma Allbau und der Dorfner-Gruppe sind.

  • Rocco Forte The Carles München eröffnet am 4. Oktober

    München, 29. August 2007
    Innerhalb von eineinhalb Jahren hat Erfolgshotelier Sir Rocco Forte drei Häuser in Deutschland gestartet. Am 4. Oktober wird sein jüngstes Hotel, das 160-Zimmer-Haus The Charles München unweit des Hauptbahnhofes eröffnet.
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    Der 71,5 Millionen Euro teure Neubau in den Lenbach-Gärten wird von Frankonia Eurobau entwickelt und gehört der Wiener Immofinanz, die u.a. auch das Kempinski Hotel Des Bains St. Moritz besitzt und mit Frankonia in Düsseldorf ein weiteres Hotelareal entwickelt. Zur Rocco Forte Collection in Deutschland gehören auch die Villa Kennedy Frankfurt/Main (eröffnet im März 2006) und das Hotel de Rome Berlin (eröffnet im Oktober 2006). Über deren Geschäftsentwicklung ist bislang nichts bekannt. Das Wiedererstarken des Vier- und Fünf-Sterne-Hotelmarktes Deutschland dürfte den mutigen Schritt von Forte, gleich drei Hotels in kurzer Zeit zu eröffnen, begünstigen. Gerade München gilt als umsatz- und mittlerweile auch ertragsträchtiger Standort für ein High End Luxury Hotel. Allgemein wird erwartet, das The Charles die Durchschnittsrate in der Münchner Fünf-Sterne-Hotellerie anheben wird.

  • 41% der Deutschen buchen online

    Wiesbaden, 29. August 2007
    In Deutschland kaufen mittlerweile rund 25 Mio. Menschen im Internet ein. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis, Wiesbaden) haben sich im ersten Quartal 2006 52 Prozent der Internetnutzer online geordert. 41 Prozent haben im Beobachtungszeitraum ihren Urlaub über das Internet gebucht. Der größte Teil der Onlineshopper findet sich in der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen. 63 Prozent der Internetnutzer in diesem Alter kaufen Waren über das Netz ein. Doch auch in der Altersgruppe der über 65-Jährigen ist Shopping im Internet bereits weit verbreitet. 32 Prozent bzw. fast jeder Dritte nutzte schon die Möglichkeit des Online-Einkaufs. Betrachtet man die Verteilung nach Geschlechtern, kaufen die männlichen Internetnutzer etwas mehr im Web ein als Frauen. Bei den Männern liegt der Anteil bei 54, bei den Frauen bei 49 Prozent. Generell sind die Deutschen sehr eifrige Online-Shopper. Wie bereits Erhebungen zu Beginn des Jahres zeigten, liegen die deutschen Internetnutzer in punkto Geldausgeben im Internet an der europäischen Spitze.

  • Accor startet neue Luxusmarke „Pullmann“

    Paris, 29. August 2007
    Europas führender Hotelkonzern Accor S.A., Paris, holt die Hotelmarke „Pullmann“ zurück. Bis 2015 sollen 300 Häuser, die im Management betrieben werden oder Franchisepartner sind, mit dieser Linie für Geschäftsreisende entstehen. Zunächst werden 45 Hotels in 23 Ländern, die derzeit als Sofitel oder Grand Mercure Hotels geführt werden, als Pullman Hotels positioniert. Zudem wird die Marke „All Seasons“ im nicht-standardisierten Economy-Bereich eingeführt. Bis Juni 2008 sollen 14 bestehende Accor-Hotels in „All Seasons“-Häuser umgewandelt werden. Bislang wurden 31 Franchise-Verträge unterzeichnet. Die Marke soll bis 2010 über Franchiseverträge und die Umwidmung bestehender Häuser auf 10.000 Zimmer ausgebaut werden. Aus den Halbjahresergebnissen des börsennotierten Hotel- und Tourismusunternehmens geht zudem hervor, dass 186 Millionen Euro für die Übernahme der Kontrollmehrheit bei Dorint investiert worden waren. Am 30. Juni 2007 betrug die Nettoverschuldung des Konzerns insgesamt 928 Millionen Euro. Der Umsatz der Accor-Gruppe im ersten Halbjahr 2007 stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 8,8 Prozent auf 4 015 Millionen Euro. Bei konstantem Portfolio und bereinigt um Wechselkurseinflüsse erhöhte sich der Umsatz um 6,1 Prozent und bestätigte das günstige Geschäftsklima in der Dienstleistungsbranche und in der Hotellerie. Die Umsatzrendite betrug 27,3 Prozent. In der Hotellerie der Luxus- und Mittelklasse stieg die Umsatzrendite auf vergleichbarer Basis um 0,7 Prozentpunkte, in der Economy-Hotellerie in Europa um 1,5 Punkte und in den USA um 1,6 Punkte. Nach dem Verkauf der US-Kette Red Roof Inn (für 1,32 Mrd. US-Dollar an Global Special Situations Group und Westbridge Hospitality Fund, L.P.) und des italienischen Catering-Geschäftes (für 135 Millionen Euro an Barclays Private Equity) veräußert Accor auch weiterhin Hotelimmobilien: Von 2005 bis Ende Juni 2007 erlöste Accor mehr als 3,2 Milliarden Euro durch die Veräußerung von 459 Häusern, davon 1,3 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten 2007 (155 Hotels). 1,9 Milliarden Euro (350 Häuser) dürften zusätzlich bis Ende 2008 verbucht werden. Im Zeitraum 2008 und 2009 will der Konzern die operativen Strukturen von weiteren 550 Hotels anpassen. Zudem beschloss die Konzernführung ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro, das den vorhergehenden und bereits abgeschlossenen Programmen folgt (500 Millionen Euro in 2006 und 700 Millionen bis Ende August 2007). Der Geschäftsverlauf in diesem Jahr verläuft zufriedenstellend: Im Juli 2007 stiegen der bereinigte RevPAR (durchschnittlicher Ertrag je Hotelzimmer) der Mittel- und Luxusklasse und der Economy-Hotels in Europa um 8,4 bzw. 7,8 Prozent. Der RevPAR der Economy-Hotels in den USA war rückläufig um -0,4 Prozent. In Frankreich lief das Geschäft besonders erfreulich. In der Mittel- und Luxusklasse erhöhte sich der RevPAR um 15 Prozent und in der Economy-Klasse um 8,6 Prozent.

  • ANF kauft 159 B&B-Hotels für 471 Mio. Euro

    Wiesbaden, 29. August 2007
    Bis Ende Oktober dieses Jahres wird die französische Hotelkette B&B Hotels 159 ihrer in Frankreich liegenden Häuser zu einem Gesamtpreis von 471 Millionen Euro an die Investmentgesellschaft ANF verkaufen. Außerdem wird ANF in den nächsten drei Jahren weitere 58 Millionen Euro in die Hotelkette investieren. Alle Häuser werden auch nach der Übernahme weiter von B&B betrieben. Sowohl ANF als auch B&B gehören mehrheitlich dem Investment­fond Eurazeo. 34 Millionen Euro des Erlöses wird B&B für ein auf drei Jahre angelegtes Renovierungsprogramm der Budgethotels nutzen. Zusätzlich plant die Hotelkette die Eröffnung neuer Häuser: 17.500 Zimmer soll das B&B Portfolio bis 2010 betragen. Hier wird die Hotelkette zunächst das vorhandene Angebot in Deutschland und Polen weiter ausbauen. Weitere Neuerwerbungen sind in Italien und Spanien geplant, in diesen Ländern war B&B bisher nicht vertreten.

  • Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie verdienen weit unter Durchschnitt

    Hamburg, 30. August 2007
    Über 24 Prozent unter dem mittleren Gehaltsniveau aller deutschen Berufsgruppen verdienen die Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie in Deutschland. Dies geht aus einer Untersuchung von Personalmarkt Services hervor. Damit sind die Kellner, Köche & Co. sogar noch schlechter bezahlt als Mitarbeiter in Sozialbranchen, die für ihre Niedriglöhne bekannt sind. Um einen gesetzlichen Mindestlohn bundesweit durchsetzen zu können, hofft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun auf die Hilfe des Dehoga-Bundesverbandes. Im September will der Dehoga-Vorstand die dann bekannten Pläne der großen Koalition für einen Mindestlohn analysieren und gegebenenfalls die bisherige Blockadehaltung revidieren. Dies äußerte zumindest NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg gegenüber dem „Handelsblatt“.

  • Bio boomt auch im Außer-Haus-Markt

    Hamburg, 30. August 2007
    Wer auswärts essen geht, lebt gesund: Rund 50 Prozent der Profiküchen in Hotellerie und speiseorientierter Gastronomie verwenden regelmäßig Bio-Produkte. Hauptsächlich Gemüse und Obst, Fleisch sowie Brot und Backwaren werden von Öko-Lieferanten bezogen. Dies geht aus einer Untersuchung* des internationalen Marktforschungsinstitutes Marktplatz Hotel / CHD Expert im deutschen Gastgewerbe hervor. Der erhöhte Einkaufsaufwand wird durch Wünsche der Gäste nach mehr Bio und die Hoffnung auf neue Gästekreise begründet. Damit ist Bio im Außer-Haus-Markt längst eine wichtige Größe. Dies trägt auch dem Trend zu gestiegener Bio-Nachfrage der Verbraucher im Einzelhandel (vermehrt auch in Supermärkten und Discountern) Rechnung.
    „Die Restaurantbetreiber erwarten mit mehr Bio auch neue Gäste, jedoch nicht im gleichen Maße eine Umsatzverbesserung“, analysiert Geschäftsführer Thilo Lambracht. „In der gehobenen Gastronomie ist es ganz klar die Kundenorientierung und der Blick auf positive Presseveröffentlichungen.“
    Bio im Außer-Haus-Markt – das Wichtigste in Kürze
    • 54 Prozent der Hotelrestaurants setzen regelmäßig Bio-Produkte ein. Bei der Speisegastronomie sind dies 44 Prozent. Anteil der Bio-Produkte in folgenden Foodsegmenten: Obst/Gemüse (83%), Eier (72%), Kartoffeln (63%), Rindfleisch (51%), Molkereiprodukte (50%), Brot & Backwaren (48%), Geflügel (47%), Schweinefleisch (46%), Nährmittel (32%), Bier/Wein (26%).
    • Hotelküchen besonders von Vier- und Fünf-Sterne-Häusern setzen besonders stark auf Öko-Food: Bei den Nutzern von Bio-Produkten stammen bereits 62 Prozent aller verwendeten Eier aus der Bio-Herstellung. Weitere Bio-Anteile: Kartoffeln (57%), Schweinefleisch (45%), Geflügel (48%), Brot & Backwaren (42%). In der speise-orientierten Gastronomie ist Bio ebenso hoch im Kurs: Wenn man sich für Bio entschieden hat, dann kommen schon 63% aller verbrauchten Eier von Ökobauern. Weitere Bio-Anteile: Kartoffeln (63%), Schweinefleisch (48%), Rindfleisch (46%), Geflügel (45%), Brot & Backwaren (41%).
    • Größere und teurere Profiküchen setzen auch mehr Bio ein. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Der Anteil an Bio-Produkten in den Foodsegmenten Eier, Kartoffeln, Schweine-/Rindfleisch, Geflügel, Brot & Backwaren steigt sowohl bei zunehmendem Essenausstoß wie auch steigendem Durchschnittsbon. Beispiele: Der Bio-Anteil an Kartoffeln steigt bei Bio-Nutzern von 57 Prozent bei Betrieben mit unter 25 täglichen Speisenausgaben auf über 62 Prozent bei bis zu 200 Speisenausgaben pro Tag. Ebenso verhält sich beim Durchschnittsbon: Der Bio-Anteil an Eiern steigt von 48 Prozent bei Gastrobetrieben mit einem Durchschnittsbon von unter fünf Euro auf über 73 Prozent bei Restaurants mit einem Durchschnittsbon von über 30 Euro.
    • Warum mehr Bio-Produkte? Hauptargument für den Einsatz von Öko-Lebensmitteln sind zu 60 Prozent die persönliche Zufriedenheit der Einkaufsentscheider (Hotellerie: 55%, Speisegastronomie: 60%). Bessere Produktqualität ist für 56 Prozent der Chefköche/Wirtschaftsdirektoren (Hotellerie: 59%, Speisegastronomie: 56%) das Signal für mehr Bio. Weitere Ergebnisse im Überblick – Motivation für Bio-Produkte:
    Gäste wollen es – 42% (Hotellerie: 48%, Speisegastronomie: 44%)
    Besseres Image – 33% (Hotellerie: 41%, Speisegastronomie: 33%)
    Neue Gäste – 21% (Hotellerie: 24%, Speisegastronomie: 23%)
    Trend (alle tun es) – 12% (Hotellerie: 8%, Speisegastronomie: 13%)
    • Weitere Argumente für mehr Bio-Produkte zusammen gefasst:
    In der gehobenen Gastronomie ist die Motivation für mehr Bio-Anteil an allen Rohprodukten eindeutig kundenorientiert; 48 Prozent stellen vermehrt Nachfrage bei ihren Gästen fest.
    Je großer der Betrieb, desto wichtiger wird Bio für die Profilierung und Anwerbung neuer Gästekreise; 62 Prozent der Restaurants mit mehr als 200 Speisenausgaben pro Tag erwarten durch mehr Bio eine Steigerung ihres Image, 42 Prozent erhoffen sich dadurch neue Gäste.
    Je anspruchsvoller das Restaurant desto wichtiger sind Bio-Produkte für Qualitätsanspruch und Image. Über 78 Prozent der Gastrobetriebe mit einem Durchschnittsbon von über 30 Euro setzen Bio-Rohwaren aus Qualitätsgründen ein. Über 50 Prozent dieser hochpreisigen Restaurants erwarten sich dadurch auch eine Aufbesserung ihres Images.
    Je luxuriöser das Hotelrestaurant um so wichtiger sind positive Presse-veröffentlichungen über die Bio-Ausrichtung; jeweils rund 20 Prozent der Vier- und Fünf-Sterne-Hotelküchenchefs hoffen durch den Einsatz von Öko-Rohprodukten auf freundlich gesonnene Restaurantkritiker und Reisejournalisten.
    Über den Bio-Markt
    Der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln in Deutschland betrug 2006 rund 4,6 Milliarden Euro, fast 20 Prozent höher als im Vorjahr. 49 Prozent der Bio-Verkäufe finden im Lebensmitteleinzelhandel statt, 23 Prozent in Naturkostfachgeschäften. Zehn Prozent der Bio-Produkte werden von den Erzeugern direkt vermarktet. In den nächsten Jahren wird im LEH immer mehr Bio verkauft, der Anteil soll auf bis 2011 auf über 60 Prozent steigen.
    Die großen Lebensmittel-Handelsketten haben sich zu wahren Bio-Experten entwickelt. Häufige Einkäufer von Öko-Lebensmitteln kaufen ihre Waren zu 45 Prozent in Supermärkten und zu sieben Prozent bei Discountern ein.
    (Quellen: Universität Kassel, Fachzeitschrift „BioPress“, Unternehmensberater Christoph Soika, Produkt+Markt)
    * Der „CHD-Detailreport Convenience- und Bioprodukte im Gastgewerbe 2006“ ist erhältlich bei Marktplatz Hotel / CHD Expert Group, Tel. 0049 (0)4263 301300, info@chd-expert.de
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