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  • hotel.de: Umweltfreundliche Unterkünfte vermehrt gefragt

    (Nürnberg, 16. Mai 2011) Die jüngsten Landtagswahlen haben es gezeigt: Grün ist wieder verstärkt im Kommen. Das Nürnberger Hotelbuchungsportal 1hat im April rund 2.400 Buchungskunden befragt, inwieweit sie im Alltag und im Urlaub auf eine umweltbewusste Lebensweise achten. Die Resultate zeigen: Bürger wünschen nicht nur von der Politik einen Richtungswechsel, sie werden auch selbst beim Thema Umweltschutz aktiv.
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    Die Mülltrennung steht dabei ganz oben auf der Liste der eigenen Umweltschutzaktivitäten und rund 90 Prozent der Befragten versuchen im Alltag, Energie und Wasser einzusparen. Darüber hinaus ist auch die vermehrte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sehr beliebt. Bei den aktuellen Kraftstoffpreisen wird dabei nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel erheblich geschont. Über ein Drittel nutzt zudem alternative Energien, entweder durch eigene Anlagen oder durch den Bezug von Ökostrom und Biogas.
    Aber wie genau sehen es die Deutschen im Urlaub, wenn Erholung und vielleicht auch Bequemlichkeit im Vordergrund stehen? Auch hier stehen die Mülltrennung und -vermeidung an erster Stelle des bewussten Umgangs mit der Umwelt. Auf diese Art und Weise leisten 86,2 Prozent der Befragten auch im Urlaub ihren Beitrag und damit fast so viele wie zu Hause. Dabei achtet beispielsweise die Mehrheit der Umfrageteilnehmer vor allem darauf, ihren Abfall nicht in der Natur liegen zu lassen.
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    Im Urlaubsort sparen zwar nicht ganz so viele deutsche Touristen Energie und Wasser wie zu Hause, aber immerhin noch fast zwei Drittel. Hierzu gehören unter anderem die nur seltene Nutzung von Klimaanlagen oder ein besonnener Handtuch- und Wäscheverbrauch. Zudem reist die Hälfte ressourcen- und klimaschonend durch das Urlaubsland. Hier werden insbesondere die öffentliche Verkehrsmittel genutzt, statt mit einem Auto zu fahren. Aber auch die An- und Abreise gestalten viele umweltbewusst. Einige Umfrageteilnehmer gaben zudem an, Flugreisen weitestgehend zu vermeiden und beispielsweise mit der Bahn zu fahren.
    Die Hälfte der Touristen achtet sogar darauf, eine Unterkunft zu buchen, die sich im Bereich Natur und Umwelt engagiert, sei es beispielsweise durch die Nutzung alternativer Energien oder ökologisch angebauter Speisen.
    Die Ergebnisse der hotel.de-Umfrage zeigen, dass eine umweltbewusste Lebensweise nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub wichtig ist. „Eine Chance für Hoteliers, einen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und damit gleichzeitig für viele Gäste attraktiver zu werden“, so Reinhard Wick, Vertriebsvorstand bei der börsennotierten hotel.de AG.

  • Studie von Ulysses Web-Tourismus – Umsätze so hoch wie nie zuvor: 20,1 Mrd. Euro Umsatz im Online-Tourismus

    (München, 16. Mai 2011) Das Tourismusjahr 2010 war aus Sicht der Branche ausgesprochen erfreulich. 2010 setzte die deutsche Tourismuswirtschaft insgesamt 48,05 Milliarden Euro um – soviel wie nie zuvor. Dies geht aus einer Untersuchung des Münchner Marktforschungsinstitutes 1 hervor. Gegenüber dem von den Auswirkungen der Wirtschaftskrise stark betroffenem Jahr 2009 wuchs der Tourismusumsatz um rund 2,8 Milliarden Euro (+6,1%), während der Online-Tourismus im gleichen Zeitraum sogar um 7,9 Prozent auf nun 20,1 Milliarden Euro anstieg. Das bedeutet, daß in Deutschland inzwischen 41,7 Prozent aller im Tourismus erzielten Umsätze über webbasierte Lösungen erwirtschaftet werden. Im Endkonsumentenbereich (B2C) ist allein der Tourismus für über ein Viertel des gesamten deutschen Ecommerce von rund 50 Milliarden Euro verantwortlich.
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    Die allgemeine Entwicklung des Tourismus war 2010 sehr vielversprechend. Die Deutschen selbst zeigten sich gewohnt reisefreudig. Von Krisenstimmung oder Auswirkungen der Krise konnte nicht die Rede sein. „Am besten entwickelten sich 2010 die Reiseveranstalter“, erklärte Ulysses-Chef Dominik Rossmann. Die deutschen Veranstalter konnten im Vergleich zu 2009 ein hervorragendes Umsatzwachstum von über neun Prozent auf rund 21,1 Milliarden Euro verzeichnen – auch das ein Rekordwert.
    Die Transportbranche hingegen stagnierte, was vor allem der eher unterdurchschnittlichen Entwicklung des Flugsektors geschuldet war. Während sich der Linienflug noch einigermaßen positiv entwickelte, mußten vor allem die Billigflieger – struktur- und marktbedingt – erneut Einbußen hinnehmen. Auch die Hotellerie verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr ein deutliches Plus von fast sechs Prozent. „Hätte der Flugsektor 2010 nicht geschwächelt, wäre der Online-Gesamtumsatz sicherlich deutlich höher ausgefallen“, so Rossmann. „Denn bisher war gerade der Transportbereich stets die Lokomotive im Online-Tourismus.“ Befragt nach ihren Zukunftsaussichten und Prognosen ist sich die gesamte Branche zumindest darin einig, daß vor allem die sozialen Netzwerke eines der wichtigsten Investitionsfelder der nächsten Zeit darstellen. Die Dynamik in diesem Bereich war 2010 außergewöhnlich hoch und viele Unternehmen haben den Schritt inzwischen gewagt. „Als sehr vielversprechende Innovations- und Investitionsfelder gelten der M-Commerce und die Apps“, sagte Rossmann weiter. „Diese spielen vor allem bei den primären Leistungsträgern, also bei Hotels und im Transport, eine wichtige Rolle für Zukunftsinvestitionen.“
    Transport schwächelt – Veranstalter online stark
    Obwohl sich der Transportsektor eher schwach entwickelte, ist er nach wie vor für fast die Hälfte alle Online-Umsätze verantwortlich. Die Hotellerie entwickelt sich weiter sehr gut im Onlinegeschäft und erwirtschaftet mehr als ein Viertel aller touristischen Web-Umsätze. Die Veranstalter erzielten zwar das stärkste Online-Wachstum, liegen aber dennoch rund 0,5 Milliarden Euro hinter der Hotellerie. Das spiegelt sich auch in den Aussagen der Branche wieder. Befragt danach, was denn die profitabelsten Reiseleistungenseien, nannten 21,4 Prozent die reine Hotelleistung knapp vor der reinen Transportleistung (20,5%). Deutlich in der Einschätzung ist auch wieder die klassische Pauschalreise gestiegen, die in der Vergangenheit eher als unlukrativ betrachtet wurde. „Das Bild bleibt seit Jahren nahezu gleich“, so Rossmann, „die beiden Primärleistungen Transport und Hotel sind für rund die Hälfte der Touristiker stets die lukrativsten Leistungen. Dafür sprechen deren Einfachheit und Selbsterklärbarkeit. Alles was nicht kompliziert ist beim Buchen wird von den Kunden schnell verstanden und gerne angenommen.“ In bezug auf die Top-Tourismus-Trends 2011, äußerte sich die Branche recht eindeutig. Rund drei Viertel der Tourismusmanager nannten die Städtereisen gefolgt mit deutlichem Abstand von den Wellnessreisen. Was deren mittelfristige Zukunftschancen anbelangt, ist sich die Branche ebenfalls einig. Sowohl der Städte- als auch der Wellnesstourismus werden in ihrer Bedeutung in den nächsten drei Jahren abnehmen, während insbesondere der höherwertige Gesundheitstourismus, genauso wie der Abenteuer- und Kulturtourismussteigen werden.
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    M-Commerce und Apps sind Investitionsfelder der näheren Zukunft
    Die deutschen Reiseveranstalter erholten sich nach dem sehr schwierigen Krisenjahr 2009 hervorragend. Dies spiegelt sich auch in ihrer Online-Performance wieder. Für den Markt der Veranstalter hatte die Krise durchaus auch positive Effekte. Sie half bei der Marktbereinigung einerseits und drängt andererseits die Veranstalter dazu längst überfällige Änderungen in Angriff zu nehmen. Während manche Veranstalter das Jahr nicht „überlebten“ gingen einige gestärkt aus der Krise hervor. „Die Veranstalter haben in den letzten Jahren viel in ihr Online-Geschäft investiert und deutlich aufgeholt“, erklärte Dominik Rossmann, „es bleibt interessant zu beobachten wie es weitergeht“. Denn während die Veranstalter noch damit beschäftigt sind, den Abstand zu den anderen Branchen zu verringern, haben diese bereits damit begonnen neue Felder zu erschließen, wie den M-Commerce oder die Apps. „Die Veranstalter müssen aufpassen, hier nicht den gleichen Fehler zu machen wie schon vor zwölf Jahren im E-Commerce“, warnte Rossmann. „Ende der 90er haben viele von ihnen das Internet regelrecht verschlafen und dachten das sei nur ein Trend, der irgendwann vorbei ist.“ Die Hotellerie und die Transportbranche, und selbst die Online-Reiseportale, sind sich hingegen der kommenden Bedeutung von webbasierten Mobilanwendungen bewußt und basteln bereits an Lösungen.
    Online-Reisebüros/Portale im Aufwind – fast 50%-Anteil
    Der Online-Reisevertrieb entwickelte sich auch 2010 sehr erfolgreich. Die Online-Portale konnten weiter Marktanteile hinzugewinnen. „Mit knapp 47 Prozent wurde fast – aber noch nicht ganz – die Hälfte des touristischen Online-Umsatzes 2010 durch den Online-Reisevertrieb erwirtschaftet“, so Studienleiter Rossmann. „Wenn die Entwicklung weiter so voranschreitet, könnte schon in diesem Jahr mehr als die Hälfte aller Online-Umsätze über die Vermittler laufen.“
    Allerdings ist der Online-Vertrieb bei der Art der vermittelten Leistungen unterschiedlich erfolgreich. Wie schon 2009 wurden auch 2010 rund 40 Prozent aller Portalumsätze durch die Vermittlung vonTransportleistungen erzielt. Die Portale konnten hier ihren Anteil nicht weiter ausbauen und stagnierten im gleichen Maße wie das auf die gesamte Transportwirtschaft zutraf. Sehr deutlich hingegen wuchs 2010 der Anteil von vermittelten Pauschalreisen, denn die Online-Portale erzielten fast 32 Prozent ihres Umsatzes dadurch. Dieser Wert stieg um ganze sechs Prozentpunkte und zeigt, daß das klassische Reisegeschäft für die Portale immer mehr zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Umsatzes wird.
    Das Dynamic Packaging (Baukastenprinzip) kommt insbesondere den großen Online-Reisebüros/Portalenzu Gute. Der Umsatzanteil der eigenerstellten Leistungen im Sinne eines Reiseveranstalters, die über Online-Reisebüros vertrieben wurden, wird hauptsächlich geprägt durch die großen Online-Portale und bewegt sich seit drei Jahren stabil um die 20 Prozent. Die Zahl der touristischen Portale schrumpfte auch 2010, was den inzwischen enormen Wettbewerb in der Branche widerspiegelt. „Äußerst interessant ist, daß Veranstalterleistungen zwar nur etwa 31 Prozent der Portalumsätze ausmachen, die Portale 2010 aber erstmals für mehr als die Hälfte aller online abgesetzten Veranstalterleistungen verantwortlich waren“, merkt Rossmann an. Daß die Portale den Veranstaltern ständig Online-Anteile abjagen, zeigt sich schon seit einigen Jahren. Waren 2003 die Portale für nur 33 Prozent aller Online-Umsätze von Veranstaltern verantwortlich, waren es 2007 bereits 43 Prozent und 2010 sind es schon bald 60 Prozent. Durch verstärkte Direktvertriebsmaßnahmen seitens der Veranstalter wird versucht diesem Umstand entgegenzuwirken, um wieder mehr Kontrolle über dieses Geschäftsfeld (zurück) zu gewinnen. Daher ist der Wert Jahr für Jahr ein wenig schwankend, der Trend spricht allerdings derzeit eindeutig für die Portale.
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    Social Media sehr wichtig – aber nicht sehr umsatzträchtig
    Mehrheitlich zwei Drittel der Tourismuswirtschaft ist sich darin einig, daß Social Media Elemente für ihr zukünftiges Online-Geschäft wichtig sind. Für immerhin 12,3 Prozent der Befragten sind diese Elemente sogar vonelementarer Wichtigkeit. Die Breite Mehrheit, insgesamt 80,3 Prozent der Befragten, bezeichnen sie als bedeutsam oder elementar. 6,6 Prozent sehen in Social Media Elementen lediglich eine überbewertete Modeerscheinung, die langfristig für das Online-Business bedeutungslos ist.
    Interessant ist auch die sehr unterschiedliche Einschätzung des ökonomischen Erfolgsbeitrags von Social Media Elemente. Während sich die Transportwirtschaft zu fast zwei Dritteln darin einig ist, daß die Social Media Elemente zusätzlichen Umsatz generieren (können), sehen das die Veranstalter konträr. Die Online-Portale sind in ihrer Einschätzung indifferent. Befragt man die Branche explizit nach Umsatzgenerierungdurch das mobile Internet / Apps – der sogenannte M-Commerce – , so geben 69,9 Prozent an, darüber bisher kein signifikantes Umsatzplus erzielt zu haben. 14,7 Prozent hingegen bestätigten durch M-Commerce Maßnahmen schon Umsatz generiert zu haben.
    Suchmaschinenmarketing „wau“ – Kundenbindung „lau“ – Social Media mit interessanter Zukunft
    Der Werbemarkt hat sich in den letzten Jahren sehr deutlich verändert. Einerseits fließen immer mehr Budgets in die webbasierte Werbung und zum anderen spielt auch das Thema Social Media eine immer wichtigere Rolle, glaubt man den vielen Studien und Erfahrungsberichten. Insbesondere dieTourismuswirtschaft erhofft sich von Social Media Maßnahmen einen deutlichen Schub für ihr Onlinegeschäft, für ihre Marke und zu guter Letzt auch für ihren Umsatz. Ebenso das seit Jahren sehr stiefmütterlich behandelte Thema Kundenbindung versucht die Tourismusindustrie durch ein beherztes Social Media Engagement zu verbessern und zu emotionalisieren. „Das Thema emotionale Kundenbindung ist jedoch für die meisten Tourismusunternehmen nach wie vor eben kein Thema“, bemängelt Studienleiter Rossmann. „Insbesondere in nachhaltige Maßnahmen zur emotionalen Kundenbindung sollte in den nächsten Jahren investiert werden. Stattdessen aber wird mit aller Gewalt versucht Kunden durch Sonderpreise, Rabatte und Gutscheine zu binden“, erklärt Rossmann weiter. „Das aber hat sich bisher allenfalls nachhaltig auf die Kostenstruktur einiger Unternehmen ausgewirkt.“
    Fast alle befragten Unternehmen (85,4%) haben schon einmal kostenpflichtige Online-Werbung eingesetzt, um so ihr eigenes Angebot zu vermarkten. Am häufigsten verwenden Portale kostenpflichtige Internetwerbung, mit einer Quote von 87,5 Prozent nutzen fast alle dieses Instrument. Die Reiseveranstalter legten 2010 deutlich zu, denn 85,7 Prozent griffen auf kostenpflichtige Online-Werbung zurück. „Die Veranstalter erhöhen sukzessive ihren Online-Werbedruck und schließen zu den Online-Portalen auf“, erläutert Rossmann die Entwicklung. „Hier läßt sich erkennen, daß sie den Online-Reisevertrieb den Portalen nicht kampflos überlassen wollen.“
    Befragt man die Tourismuswirtschaft welches Online-Werbemittel das wirksamste ist, ist sich die Branche seit Jahren mit überwiegender Mehrheit einig. Über 60% sehen das Suchmaschinenmarketing (SEO/ AdWords/ AdSenses) als erfolgreichstes Medium an, allerdings ist dieser Wert im Vergleich zum Vorjahr um fast zehn Prozentpunkte gesunken. Mit deutlichem Abstand folgt der Newsletter, den rund 15 Prozent als am wirksamsten für ihre Belange betrachten. Die Hälfte der Branche sieht auch in Zukunft das Suchmaschinenmarketing als am erfolgreichsten, allerdings schätzen rund 20 Prozent Social Media Maßnahmen und mobile Applicationen (Apps) als am zweitstärksten in Zukunft ein. Beiden Werbeelementen bescheinigt die Branche mittelfristig das größte Wachstum.
    Das komplette Werk „Web-Tourismus 2011“, besteht aus 7 Modulen, die individuell zusammengestellt werden können. Die gesamte Studie (alle Module) hat 535 Seiten und 363 Farbabbildungen. Die Studie und ihre Module sind als Ringbuch bei Ulysses Web-Tourismus zu beziehen.

  • Hotelmarketing – Interview mit Revenue-Management-Experte Bruno Wolf: „Wer Ratenparität nicht begriffen hat, hat die neue Distributionswelt nicht begriffen“

    (Frankfurt am Main, 11. Mai 2011) Der Mix macht’s: Beim elektronischen Zimmervertrieb machen es die Hotelketten vor und nutzen GDS, Online-Reisebüros und traditionelle Offline-Vertriebswege gleichermaßen. Entscheidend dabei sei die Ratenparität, betont der sehr erfahrene Hotelmarketing-Berater Bruno Wolf im Interview.
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    Herr Wolf, die Revolution im Buchungsgeschäft geht ja immer noch weiter. Wer wird siegen: die Hotels mit ihren eigenen Buchungstools, Hotel-Buchungsportale wie z.B. hrs.de, die Online-Reisebüros oder die GDS?
    Bruno Wolf: „Ich hoffe, dass die Hotels mit ihren eigenen Websites – mit allen Möglichkeiten, die es dem Kunden vereinfachen zu suchen, zu planen und zu buchen – werden klar an Gewicht gewinnen. Schon aus den so wichtigen Rentabilitätsgründen. Allerdings werden die GDS, die stationären und Online-Reisebüros Ihren Stellenwert auch in Zukunft behalten. In diesem Fall ist der richtige Mix absolut wichtig. Auch hier sind die großen Hotelketten klare Vorreiter und die Mittelständler sollten hier etwas mehr über ihren Tellerrand schauen und sehen was die Grossen tun und es dann für sich besser, schneller und persönlicher machen. Dann siegen alle Beteiligten!“
    Immer mehr Hoteliers versuchen händeringend mehr Buchungen über die eigenen Websites zu generieren – und schrecken dabei nicht vor überbordendem Zeitaufwand für Facebook oder wenig rentablen Marketingaktionen bei groupon.com zurück. Bringt das denn etwas?
    Wolf: „Das hängt wohl sehr vom einzelnen Hotel ab. Um es gleich vorwegzunehmen: Von Groupon oder ähnlichen Businessmodellen halte ich sehr wenig. Die Hotellerie wird überschüttet damit und nur wenige blicken bei diesem extremen Überangebot von sogenannten Distributionsplattformen noch durch!
    Zum Thema Social Media, also Facebook, Twitter etc: Das Ganze muss man sehr differenziert sehen. Ein Standard-Stadthotel oder Airport-Hotel braucht diese Kanäle ganz bestimmt nicht, denn es gibt viel zu wenig zu kommunizieren. Und es gibt nichts schlimmeres als Facebook-Seiten, die nicht laufend gepflegt werden und mit neuen, für die Nutzer interessanten Informationen belebt werden.
    Ein Luxusresort, ein Trendhotel etc. kann durchaus seinen Vorteil bei diesen Medien nutzen. Man kann neue Trends oder Angebote, die sich laufend verändern, sehr schnell an diese Nutzergruppe kommunizieren. Mit traditionellen Medien wie Broschüren oder mit Reiseveranstaltern kann man das nur sehr eingeschränkt.
    Diese Diskussion kann aber leicht abendfüllend sein …“
    Ratenparität spielt bei vielen Hotels offenbar immer noch nicht eine gewichtige Rolle. Warum wollen die Hoteliers einfach nicht dazu lernen?
    Wolf: „Ein Hotel, das das Prinzip der Ratenparität nicht begriffen hat, hat die neue Distributionswelt nicht begriffen! Das ist als ob ich einem Kunden am Telefon sagen würde: Gehen Sie auf die Website xy, denn dort bekommen Sie das Zimmer günstiger als bei uns direkt … Und dann stellt auch noch das leidige Provisionsproblem. Diese Diskussion habe ich fast täglich mit vielen Hotelkunden.
    Was ich allerdings keineswegs empfehlen kann, ist die sogenannte Verfügbarkeitsparität! Wieso sollte ein Hotel einem Vertriebskanal mit weit überzogenen Provisionssätzen – und davon gibt es leider viele! – die gleiche Verfügbarkeit wie einem korrekten, partnerschaftlichen nach dem Reisebüromodell vorgehenden Vertriebspartner geben? Wieso soll die Hotelbranche, genau wie das Airlines schon immer erfolgreich praktiziert haben, und komischerweise vom Kunden seit vielen Jahren als etwas marktgegebenes akzeptiert haben, auch in Zukunft so unprofitabel arbeiten?
    Das ist die Diskussion bei der HSMA!“
    Der “Hospitality Jungle” wird immer dichter – jeden Tag kommen neue Buchungsportale oder neue wichtige Funktionen heraus – wer hat da noch den Durchblick?
    Wolf: „Nach meiner mehr als 17-jährigen Erfahrung bei Marriott muss ich erkennen, dass nur die bei solchen großen Hotelketten angesiedelten Distributions- und Revenue-Manager die wahren Fachleute sind – wenn ich ehrlich bin … Es ist sogar für diesen Personenkreis fast unmöglich, immer auf dem Laufenden zu bleiben und die Spreu vom Weizen zu trennen. Meistens testet man bei den Großen der Branche im kleinen Rahmen mit einzelnen Hotels und entscheidet dann nach einigen Monaten, ob man das auf höherer Ebene weiterführt oder ob man das lautlos sterben lässt. Meist ist das Letztere der Fall!
    Bevor man aber überhaupt solche Tests durchführt, erwägt man zuallererst ganz genau ob und wie man mit dem Vertriebskanal zusammenarbeitet und ob dieser überhaupt Profitabilität verspricht. Leider haben die Mittelständler diesen Luxus nicht und machen hier leider sehr oft große Fehler und merken, genau wie die Großen auch irgendwann, daß es der falsche Weg war. Aber dann ist es entweder zu spät und das Hotel hat sehr viel Geld verloren oder man kommt aus Verträgen kurzfristig nicht heraus.“
    Es heißt ja öfters, Hotelbewertungen seien ein wichtiger Treiber für Onlinebuchungen. Jetzt berichten immer mehr Leitmedien wie zuletzt die “Bild” über manipulierte Rezensionen. Verlieren Bewertungsportale wie trivago.com oder holidaycheck.de dadurch wieder an Bedeutung?
    Wolf: „Ich persönlich bin ein großer Verfechter von Bewertungsportalen, denn es hat sich mittlerweile in der breiten Bevölkerung durchgesetzt. Man bewertet inzwischen alles, was auch nur im weitesten Sinn mit Service zu tun hat. Ob das jetzt die Hotelbranche, Kliniken, Ebay, Myhammer, Ärzte, Lehrer etc. sind.
    Natürlich bleibt es nicht aus, daß – wie überall im Leben – auch mal Missbrauch getrieben wird. Aber ich denke, der Prozentsatz ist im untereren Rahmen und der User kann meiner Meinung nach auch sehr gut unterscheiden, ob eine Hotelkritik berechtigt ist oder nicht. Er liest ja meistens eine ganze Auswahl von Bewertungen und wenn 98 Prozent gut sind und zwei Prozent schlecht oder nicht so positiv, dann kann er als mündiger Kunde sehr wohl entscheiden ob er das Hotel nun bucht oder nicht und weiß auch, dass es keine hundertprozentigen Hotels gibt.
    Auch vor den Zeiten des Internet galt das alte Motto, dass man ein Hotel besser auf Empfehlung bucht.
    Ich habe einen Hotelkunden, der Bewertungen absolut hervorragend findet und all seine Qualitäts- und Servicebemühungen danach ausrichtet. Die Mitarbeiter sind unglaublich motiviert und können es gar nicht erwarten, dass ich ihnen laufend ihren Stand mitteile und auf Bewertungen intern und extern reagiere. Ich denke, ‚Reputation Management’ ist auch in Zukunft absolut wichtig und der Markt wird schlechte Bewertungsportale, welche nicht genug auf Missbrauch kontrollieren, von der Bildfläche verschwinden lassen!“
    Bruno Wolf war seit 1992 zunächste für Renaissancem später für Marriott als Director International eCommerce Distribution tätig. Seit 1. Januar agiert er als selbstständiger Hotelberater mit Sitz in Frankfurt/Main. Wolf gilt als einer der führenden Experten für elektronischen Zimmervertrieb.

  • Spitzentechnik für den mobilen Reisevertrieb – GIATA bringt buchbare Reisekataloge auf's iPad

    (Berlin, 12. Mai 2011) Die Zukunft des Reisevertriebs ist digital: Mit über einer halben Million verkauften iPads in Deutschland bieten sich für Reiseveranstalter, Portale und Reisebüros neue professionelle Absatzwege. Bis Ende 2012 soll es mehr als zwei Millionen iPads hierzulande geben. Der Berliner Content-Lieferant für die Touristik GIATA setzt hier an und startet nun mit „GIATA CatPad“ eine weitere innovative Anwendung für den Reisevertrieb. Hierbei handelt es sich um nichts weniger als die Darstellung der bereits existierenden blätterbaren Flip-Cats auf dem iPad. Über 1.000 (Print-)Kataloge werden originalgetreu und lupenrein scharf dargestellt. Jeder Veranstalterkatalog verfügt über ein interaktives Inhaltsverzeichnis, Hilfestellungen sowie Lesezeichen- und Zoomfunktion. Obendrein ist die iPad-Anwendung optional mit der Buchungsstrecke des Reisevertriebs verknüpft – vom iPad kann somit direkt über die Webseite des Veranstalters oder Portals gebucht werden. Aktuell stehen über 1.000 Kataloge zum Download zur Verfügung.
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    Die individualisierte iPad-App wird mit ausgewählten Reisekatalogen vorab befüllt und ständig aktualisiert. Für Reisebüro-Ketten und -Kooperationen gibt es eine spezielle App, die sich über eine Code-Eingabe für jedes Reisebüro der Kette oder Kooperation individualisieren lässt. Der Clou ist die vakanzgeprüfte Anzeige der Preise und die direkte Verlinkung in die Buchungsstrecke des Veranstalters, Reisebüros oder Portals. Diese wird innerhalb der App im Browser auf Hotel-Ebene geöffnet und ermöglicht es dem Kunden somit direkt aus der iPad-App heraus zu buchen.
     
    Die Vorteile von „GIATA CatPad“ liegen auf der Hand: Kunden können Reisen zuhause auf dem iPad in Ruhe aussuchen, Vakanzen prüfen und sofort buchen. Im mobilen Vertrieb eignet sich die iPad-App für emotional betonte Präsentationen. Die multimediale Darstellung bietet eine sehr flexible Produktdarstellung – die vielfältigen Funktionen des iPad von Apple gelten unter den modernen Tablet-Handhelds bislang als unübertroffen.
    iPad-User können die App direkt hier abrufen:
    Alle Fachinformationen über „GIATA CatPad“ sind hier abrufbar: 1
    Die GIATA GmbH wurde 1996 in Kassel gegründet und hat heute mit über 150 Mitarbeitern ihren Hauptsitz in Berlin. Gesellschafter sind drei Privatpersonen aus Deutschland sowie die Sabre-Holding (Dallas/USA). GIATA ist international als Content-Lieferant für Reiseangebote touristischer Leistungsträger gefragt. Zu den mehr als 18.000 Kunden gehören namhafte Unternehmen wie TUI, Thomas Cook, Hotelbeds, ITS, FTI, Alltours, Öger Tours, Expedia, Opodo und Lastminute.com. Zudem sorgt GIATA für Verteilung von Bild- und Textdaten der von den Veranstaltern vertriebenen 220.000 Hotels via Internet in über 18.000 Reisebüros, in allen namhaften CRS/GDS (Amadeus, Sabre, Travelport) sowie allen relevanten Internet-Booking Engines und namhaften Reiseportalen. Seit November 2006 bietet GIATA neben den klassischen Veranstalterbeschreibungen zusätzlich auch über 35.000 unique Hotelbschreibungen (Fließtexte in acht Sprachen) sowie Fact-Sheets (in weiteren 22 Sprachen) und Hotelbilder via XML an. Der „Multilingual Hotel Content“ wird zum Beispiel auf hotelopia.com präsentiert.

  • Hotelmarketing – Social Media: ROI ungewiss

    (Wien, 11. Mai 2011) Social Media haben aktuell nur die wenigsten Unternehmen im deutschen Sprachraum auf der Agenda. Auf der Prioritätenliste von IT- und Marketing-Entscheidern finden sich die Netzwerke weit hinten, sollten sie überhaupt Thema sein. Wie die Unternehmensberatung Capgemini aufzeigt, besteht an den sozialen Medien zwar auch in Firmen zunehmend Interesse und Informationsbedarf. Die meisten scheuen jedoch zusätzlichen Aufwand und Kosten. Schließlich benötigt im Social Web jedes Unternehmen seinen individuellen Maßanzug.
    “Social Media ist ein breites Thema, das nicht einfach implementiert werden kann”, sagt Capgemini-Experte Omri Bergmann gegenüber der Nachrichtenagentur Pressetext. “Jede Firma muss ihr eigenes Potenzial erkennen und jeder Auftritt muss maßgeschneidert sein.” Laut dem Datendienstleister Gartner haben jedoch auch 2015 noch immer rund 80 Prozent der Unternehmen keine durchgängige Social-Media-Strategie. Zwar beschäftigen sich einige Betriebe mittlerweile sehr intensiv mit dem neuen Kommunikationskanal. Die weit verbreitete Unsicherheit ist jedoch womöglich nicht unbegründet.
    Ein Return on Investment (ROI) ist für die meisten Firmen im Social Web nach wie vor eine ungewisse Komponente, die viele vor höheren Engagements zurückhält. Zudem zeigen gerade junge User, die Unternehmen in Social Networks in der Regel zu erreichen suchen, Firmen und ihren Marken etwa bei Facebook häufig die kalte Schulter. Die weltgrößte Community ist mittlerweile allgegenwärtig. “Social Media ist aber nicht nur Facebook”, meint Bergmann.
    Business-Relevanz unerkannt
    Nur die wenigsten Unternehmen erkennen derzeit das Potenzial der Netzwerke für ihr Geschäft. Den meisten fehlt die Verbindung zu Business-relevanten Themen, wobei laut Capgemini eine Verknüpfung der Social Networks mit Business-Benefits möglich ist. Den Angaben nach werden 74 Prozent der Kaufentscheidungen von anderen Usern auf den Plattformen beeinflusst. 14 Prozent der Konsumenten finden Capgemini zufolge außerdem offizielle Unternehmenswerbung als glaubwürdig.
    In den meisten Betrieben ist das Marketing für Social Media verantwortlich, gefolgt von der IT. Rund ein Drittel hat seine Kompetenzen hingegen nicht klar definiert, ein weiteres Drittel hat keinen Zuständigen für den Bereich. Die Unternehmen sind sich weitgehend darüber einig, dass auch sie um das Thema nicht mehr herumkommen und sich damit auseinandersetzen müssen. Für sie bedeutet Social Media aber auch Investment – ob in der IT, im Marketing oder der PR. Gewinnbringendes Potenzial und Kostenbremsen orten die Firmen vor allem in den Bereichen Marketing und Kundenservice, aber auch in der internen Kommunikation, Human Resources, Knowledge Management und Product Development.

  • hotel.de Preis-Leistungs-Index: Kundenzufriedenheit im Westen gestiegen – München weiterhin Schlusslicht

    (Nürnberg, 11. Mai 2011) Führungswechsel in den deutschen Top 20: Westdeutsche Städte holen im Preis-Leistungs-Verhältnis von hotel.de auf. Die Berliner Hotellerie behauptet sich trotz höherer Kundenzufriedenheit im Ranking. Im Vergleich der deutschen Großstädte zeigten sich die Übernachtungsgäste mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis der Hoteliers in Dresden besonders zufrieden. Sie wählten das Elbflorenz mit 7,99 Punkten auf Position 1 der Top 20, gefolgt von Chemnitz, dem vormaligen Spitzenreiter. Gegenüber der vorherigen Beurteilung verringerte sich hier die Wertung von 8,09 auf 7,96 und somit das Ranking auf Platz 2. Halle an der Saale behauptete den dritten Platz, knapp vor der Nachbarstadt Leipzig.
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    Deutlich aufgeholt haben die Städte der alten Bundesländer, allen voran Oberhausen. Die kreisfreie Stadt aus dem Ruhrgebiet machte zwei Plätze auf Rang 6 gut. Die Hotellerie von Augsburg verbesserte sich sogar um drei Positionen auf den 9. Platz. Der Rheinmetropole Düsseldorf bestätigten die Buchungskunden einen Platz im Mittelfeld. Hier wird es nicht nur in den kommenden Tagen beim Eurovision Song Contest 2011 spannend, sondern auch darüber hinaus, wenn noch vermehrt internationale Übernachtungsgäste ihre Hotelbewertungen vornehmen.
    In Freiburg/Breisgau waren die Gäste mit der gebotenen Leistung im Verhältnis zum Zimmerpreis weniger zufrieden. Für die an der Dreisam liegende Stadt im Breisgau genügte eine Beurteilung von nunmehr 6,97 nicht mehr für einen Verbleib in den deutschen Top 20. Dafür ist die Hansestadt Bremen wieder im Ranking vertreten. Das auch bei ausländischen Touristen sehr beliebte München bleibt das Schlusslicht unter den zwanzig besten Großstädten in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis.
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    Tallin, die Kulturhauptstadt 2011, erreichte die Spitzenposition beim Vergleich der Metropolen weltweit. Die Hauptstadt Estlands, die bereits in diesem Frühjahr mit einer Vielzahl kultureller Angebote lockt, verbesserte sich bei der Betrachtung der 2- bis 5-Sterne-Hotellerie mit einem Anstieg von 7,68 auf 7,86 Punkten gleich um drei Plätze. Mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis in Hanoi waren die hotel.de-Buchungskunden zwar etwas weniger zufrieden, nach 7,85 Punkten im Februar gelang den Hoteliers der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi mit einer aktuellen Beurteilung von 7,81 allerdings noch ein guter zweiter Platz, gefolgt von Wilna.
    In der Hauptstadt Tschechiens waren die Hotelgäste im Vergleich zur vorherigen Wertung zwar deutlich zufriedener mit der gebotenen Leistung im Verhältnis zum geforderten Preis, dennoch konnte Prag keinen Platz gut machen. Der Berliner Hotellerie bescheinigten die hotel.de-Buchungskunden ebenfalls ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis, doch auch hier gab es keine Positionsveränderung im internationalen Ranking. Der Grund: In vielen Metropolen waren die Gäste zufriedener mit dem, was ihnen für ihr Geld im Hotel geboten wurde.
    Mexiko-Stadt und Luxemburg genügten die aktuellen Bewertungen von 6,77 und 6,89 dieses Mal nicht für eine Aufnahme in die Top 20. Stattdessen befinden sich die finnische Hauptstadt Helsinki und Seoul unter den Metropolen mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Während die ewige Stadt Rom und Athen, eine der ältesten Städte Europas, das internationale Ranking nur knapp verpassten, sind Paris, London und vor allem Moskau mit nur 5,77 Punkten weit abgeschlagen.
    Der Preis-Leistungs-Index von hotel.de, eines der seriösen Marktforschungsinstrumente, wertet die Gästebewertungen der buchbaren Zwei- bis Fünf-Sterne-Hotels aus. Bewerten können nur Gäste, die auch vor Ort waren – und dies nach einem Punktesystem (0 bis 10) u.a. für Zimmerqualität und Freundlichkeit des Personals.

  • American Express Business Insights: Touristen kehren nach Europa zurück

    (Frankfurt am Main, 10. Mai 2011) Vor allem Touristen aus dem nicht-europäischen Ausland und das Luxussegment haben Europas Hotels wieder steigende Umsätze beschert. Insgesamt sind die Ausgaben nach der Wirtschaftskrise gestiegen. Die Märkte in Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben sich am besten entwickelt. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von American Express, die den Hotelsektor in den fünf größten europäischen Märkten – Italien, Deutschland, Frankreich, Spanien und Großbritannien – betrachtet. Analysiert wurde die Entwicklung von 2007 bis zum Ende des ersten Quartals 2011.
    Die europäische Hotelindustrie zeigt Anzeichen stetigen Wachstums, auch wenn das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht wurde. Im vergangenen Jahr sind die Ausgaben für Hotels in Europa um sieben Prozent gestiegen. Im ersten Quartal 2011 ist bereits ein Wachstum um vier Prozent erreicht worden – noch vor der Hochsaison im Sommer.
    Großbritannien ist größter Gewinner
    Von den fünf größten europäischen Märkten ist der in Großbritannien am stärksten gewachsen: Dort stiegen die Ausgaben für Hotels im vergangenen Jahr um 10 Prozent. Damit befinden sie sich in Großbritannien, Frankreich (7 Prozent) und Deutschland (4 Prozent) fast wieder auf dem Niveau von 2008. Spanien (8 Prozent) und Italien (4 Prozent) wurden von der Rezession stärker getroffen und erholten sich langsamer. “Das starke Wachstum im europäischen Hotelsektor ist eine gute Nachricht in einem Umfeld, in dem das Vertrauen der Verbraucher weiter gering ist und das Wirtschaftswachstum auf wackligen Beinen steht”, sagt Sujata Bhatia, Vice President Business Insights Europe bei American Express. “Das trifft vor allem auf Großbritannien zu, wo die Touristen aus dem Ausland wieder mehr Geld ausgeben und so einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft leisten. Das Interesse an Großbritannien ist derzeit weltweit größer als sonst. Verstärkt wurde dies sicherlich durch die Vorberichterstattung zur königlichen Hochzeit.”
    Touristen kehren nach Europa zurück
    Die Touristen aus dem nicht-europäischen Ausland haben in 2010 das zweistellige Ausgabenwachstum über alle Märkte hinweg angetrieben. Sie stellen derzeit ein Drittel aller Freizeitreisenden, nachdem sie während der Krise Europa fernblieben. Ihre Hotelausgaben befinden sich bereits wieder auf dem Niveau von 2008. Pro Aufenthalt gaben sie 88 Prozent mehr aus als die europäischen Urlauber, nicht zuletzt da es sich meist um längere Aufenthalte handelte. In Italien (15 Prozent), Spanien (14 Prozent) und Frankreich (13 Prozent) sind die Ausgaben von Touristen aus dem nicht-europäischen Ausland im Vergleich zum Vorjahr am stärksten gestiegen. Mit jeweils 12 Prozent war der Zuwachs in Großbritannien und Deutschland jedoch nur unwesentlich geringer. Quellmarkt der Reisen ist vor allem Nord-Amerika. Auch 2011 sorgen die Touristen aus dem nicht-europäischen Ausland für Wachstum: Im ersten Quartal blieb das Gesamtwachstum durch nicht-europäische Touristen mit 12 Prozent über alle Märkte hinweg stark. Die Ausgaben von Europäern blieben konstant. Sowohl für europäische als auch nicht-europäische Touristen war Frankreich im vergangenen Jahr das beliebteste Reiseziel und hat damit Großbritannien überholt. Deutschland belegt unter den europäischen Touristen Platz vier auf der Beliebtheitsskala, bei den nicht-europäischen Touristen kommt Deutschland auf den fünften Platz.
    Luxus erlebt ein Comeback
    Ein positives Signal für die europäische Wirtschaft ist der bedeutende Zuwachs bei den Ausgaben für Luxus- bzw. 5-Sterne-Hotels. Über alle Märkte hinweg sind die Ausgaben für Luxushotels im vergangenen Jahr um durchschnittlich 9 Prozent gestiegen. Bei den gehobenen Hotels stiegen sie nur um 3 Prozent, bei den Hotels mit bis zu 3 Sternen sogar nur um 2 Prozent. In Deutschland sind die Ausgaben im Luxussegment um drei Prozent gestiegen, im gehobenen und mittleren Segment um 1 bzw. 2 Prozent. Dabei hat sich nicht die Anzahl der Reisenden erhöht, sondern die Ausgaben pro Kopf. Das heißt, Luxus-Reisende sind besonders ausgabefreudig. Dies liegt zum einen natürlich an wieder höheren Zimmerpreisen, aber auch an Upgrades und längeren Aufenthalten. Einzige Ausnahme ist hier Spanien. Hier stieg die Anzahl der Reisenden, nicht die Pro-Kopf-Ausgabe.
    Neue “Generation Y” zunehmend zu Gast in Luxushotels
    Insbesondere eine Altersgruppe hat das Wachstum beflügelt: Die sogenannte “Generation Y” (die 20- bis 30-Jährigen) gibt heute 20 Prozent mehr Geld für eine Hotelübernachtung aus als vor der Rezession – in den ersten drei Monaten dieses Jahres 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr als die Hälfte der Generation Y-Reisenden übernachtete in Luxus- und Mittelklassehotels. “Die Generation Y macht zwar nur einen kleinen Teil der Bevölkerung aus, hat der Krise jedoch weitestgehend getrotzt. Ihr steht immer mehr Geld zur Verfügung, und die Mitglieder dieser Generation verhalten sich bereits jetzt wie Reisende aus dem Premium-Segment”, sagt Bhatia. Gen Y Reisende sind auf sozialen Aufstieg und nicht auf Sparen bedacht. Für Restaurantbesuche geben sie 20 Prozent, im Handel rund 15 Prozent mehr aus als andere Segmente. Zwei von drei Reisenden stammen von außerhalb Europas. Sie sind zu 42 Prozent weiblich. Ihre beliebtesten Reiseziele waren Großbritannien, Frankreich und Italien. Wie zu erwarten, ist diese Gruppe sehr stark im Online-Segment anzutreffen.
    Geschäftsreisen in Europa nehmen zu
    Auch Geschäftsreisen haben an Bedeutung gewonnen: Derzeit machen Business Travelers ein Drittel aller Reisenden in Europa aus. In Deutschland sind es sogar fast 50 Prozent. Im vergangenen Jahr stiegen die Ausgaben von Unternehmen für Hotelaufenthalte um insgesamt 10 Prozent, im ersten Quartal 2011 um 4 Prozent. Das Wachstum wurde vor allem durch die steigende Zahl von Reisenden angekurbelt, weniger durch höhere Ausgaben pro Kopf. “Bei den Unternehmensausgaben für Geschäftsreisen haben wir einen langsameren Rückgang und eine schnellere Erholung beobachtet, was zeigt, wie wichtig Geschäftsreisende für den Aufschwung im europäischen Hotelsektor sind”, so Bhatia. “Wir verfolgen mit großem Interesse, ob die Technologien für virtuelle Meetings, die in der Rezession zum Einsatz kamen, für Geschäftsreisende Normalität geworden sind.”
    Als Teil der Global Merchant Service Organization von American Express liefert American Express Business Insights detaillierte und praxisnahe Einblicke in Kunden- und Geschäftsausgaben bezogen auf Unternehmen, Branchen und Regionen. Dabei stützt sich American Express Business Insights auf die Transaktionsdaten des American Express Netzwerkes mit über 92 Millionen Karten in über 125 Märkten.

  • Beherbergung: Übernachtungen steigen um März um 3%

    (Wiesbaden, 10. Mai 2011) Im März 2011 gab es in den Beherbergungsbetrieben in Deutschland 25,2 Millionen Gästeübernachtungen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis, Wiesbaden) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, war dies ein Plus von drei Prozent gegenüber März 2010. Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland erhöhte sich um elf Prozent auf 4,1 Millionen. Bei Gästen aus dem Inland stieg die Übernachtungszahl um zwei Prozent auf 21,1 Millionen.
    Im Zeitraum Januar bis März 2011 erhöhte sich die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 66,5 Millionen. Davon entfielen 55,3 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Inland (+2%) und 11,2 Millionen auf ausländische Gäste (+9%).

  • Das Top-Event für Feinschmecker: Start für 1. Göttingen Gourmet Festival

    Kirill Kinfelt vom „Planea“ lädt namhafte Gastköche zu außergewöhnlichem Küchenfestival am 05. Juni – Erstes Feinschmecker-Treffen in Südniedersachsen
    (Göttingen, 09. Mai 2011) Großer Genießer-Bahnhof in Göttingen: Zum ersten „Göttingen Gourmet Festival“ hat Chefkoch Kirill Kinfelt vom aufstrebenden Fine-Dining-Restaurant „Planea“ namhafte Gastköche gewinnen können. Am Sonntag, 05. Juni, verwöhnen Ingo Bockler (Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus), Peter Scharff (Sternekoch, Food-Entwickler und TV-Patissier), Alexander Frien (Schloss Wilkinghege) und Jürgen Reith (Traube Tonbach Baiersbronn) die Gäste. Das „Göttingen Gourmet Festival“ wird erstmals anlässlich des einjährigen Bestehens des „Planea“ veranstaltet und soll künftig jedes Jahr stattfinden.
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     „Auf Anhieb gehen wir mit dem Göttingen Gourmet Festival auf Betriebstemperatur“, freut sich Chefkoch Kinfelt. Unter dem Slogan „Die Essenz der Lebensfreude“ präsentieren er und seine Gastköche etliche kleine Gerichte an verschiedenen Verwöhnstationen auf hohem Gourmetniveau. Ausgeschenkt werden ausgewählte Weine, Taittinger Champagner und „Planea“ Sommer-Drinks.
    Das „Göttingen Gourmet Festival“ findet im „Planea“ und bei schönem Wetter auf der sonnigen Terrasse und im Park neben der historischen Sternwarte in Göttingen statt. „Mit dieser Top-Veranstaltung für Genießer und Gourmets schließen wir eine Lücke in Südostniedersachsen – das Göttingen Gourmet Festival wird sicherlich rasch in der gesamten Region seinen Namen machen“, ist sich Olaf Feuerstein, Geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensgruppe um das Tagungshotel Freizeit In und „Planea“, sicher.
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    Göttingen Gourmet Festival | Die Essenz der Lebensfreude
    Sonntag, 05. Juni 2011 | 11:30 – 16 Uhr
    Folgende Sterneköche kochen für Sie beim 1. Göttingen Gourmet Festival:

    • Ingo Bockler, Küchenchef, Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus (14 Punkte Gault Millau)
    • Peter Scharff, Food-Entwickler, TV-Patissier bei SWR 3
    • Alexander Frien, Küchenchef, Schloss Wilkinghege (14 Punkte Gault Millau)
    • Jürgen Reidt, Küchendirektor, Traube Tonbach (16 Punkte Gault Millau)

    Das Fine-Dining-Restaurant „Planea“ wurde Ende Mai 2010 eröffnet und ist ein Unternehmen der Hotel Freizeit In GmbH, Göttingen. Über 400.000 Euro wurden in den kubus-artigen Neubau neben der historischen Sternwarte am Rander der Innenstadt investiert. Das Team des „Planea“ umfasst rund 30 Mitarbeiter.