Author: holedo_wp_admin

  • Sol Melia kauft Hotelkette InnSide

    Palma/Mallorca, 09. November 2007
    Die spanische Sol Meliá, nach eigenen Angaben die drittgrößte Hotelgruppe Europas, hat die Hotelkette Innside Premium Hotels gekauft. Innside verfügt über zwölf Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Berlin, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, München und Wien und machte im ersten Halbjahr 2007 einen Umsatz von 16,1 Mio. Euro. Sol Meliá besitzt nun 28 Hotels in Deutschland. Beraten wurde das Unternehmen bei der Transaktion von CMS Hasche Sigle.
    Weitere Informationen zu Sol Melia

  • Firmen-Weihnachtsfeiern: Vorsichtiger Optimismus in der Gastronomie

    Hamburg, 07. November 2007
    Rund ein Drittel der Restaurants in Deutschland erwartet steigende Umsätze mit Firmen-Weihnachtsfeiern im Advent 2007. Die Erwartungshaltung ist bei den Restaurateuren, die einen Durchschnittsbon zwischen 30 bis 40 Euro je Firmengast erwirtschaften, besonders hoch. Dies geht aus einer aktuellen Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Rund 40 Prozent der Profi-Gastgeber gehen von gleich bleibenden Umsätzen mit Firmenfeiern im Advent aus. Bei rund 24 Prozent der Restaurants wird mit Umsatzrückgängen gerechnet.
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    „Unter den Gastronomen macht sich vorsichtiger Optimismus breit“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. Zwei Drittel der Betriebe, die eine steigende Anzahl von Firmen-Weihnachtsfeiern für den Advent 2007 verzeichnen, rechnen auch mit leicht steigenden Umsätzen. Lediglich ein Drittel erwartet keine weiteren Umsatzsteigerungen: „Zahlreiche Firmen laden zwar zu Weihnachtsfeiern ein, aber gestalten diese durchaus bescheidener“, so Lambracht.
    Der Durchschnittsbon bei Firmen-Weihnachtsfeiern im vergangenen Jahr betrug bei rund 45 Prozent der befragten Restaurantbetreiber bis zu 30 Euro. Immerhin fast 20 Prozent der Gastronomen kassierten einen Durchschnittsbon zwischen 30 und 40 Euro. Über 40 Euro je Firmengast konnten nur rund drei Prozent der Befragten in Rechnung stellen.
    Umsatzwachstum bei Firmen-Weihnachtsfeiern flacht ab
    Führende Restaurants, die bereits im Hochpreissegment (Durchschnittsbon über 40 Euro) Firmen-Weihnachtsfeiern ausrichten, erwarten nur zu 25 Prozent eine Umsatzsteigerung für diesen Advent. Bei Anbietern im mittleren Preissegment (Durchschnittsbon zwischen 30 und 40 Euro) erwarten rund ein Drittel Umsatzsteigerungen und lediglich 14 Prozent der Befragten Umsatzeinbrüche.
    Über die Studie: Im November 2007 wurden in einer Blitzumfrage 140 repräsentativ ausgewählte Restaurants zu ihren Erwartungen im Geschäft mit Firmen-Weihnachtsfeiern/-essen im Vergleich zu 2006 befragt.
    Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
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  • Hamburger Empire Riverside Hotel öffnet die ersten Zimmer am Elbhang

    Hamburg, 05. November 2007
    Seit 1. November empfängt das Empire Riverside Hotel in Hamburg seine ersten Gäste. 138 von 328 Zimmern sind bezugsbereit. Die restlichen sollen bis Ende November bewohnbar sein. Das mit Baubronze verkleidete Haus nach einem Entwurf des britischen Architekten David Chipperfield öffnet seine Räume häppchenweise. Am 5. November eröffnet der 305 qm große Ballsaal seine Türen, Mitte November die Bar „20up“ in der 20. Etage. 65 Millionen Euro investieren die Familien Fraatz und Bartels in das sogenannte Hotel der Extraklasse, das ohne Sternekategorisierung ins Rennen geschickt wird.
    Hamburger Immobilientycoon Willi Bartels gestorben
    Der bekannte Hamburger Gastronom und Immobilienunternehmer Willi Bartels ist heute morgen im Allgemeinen Krankenhaus Altona verstorben. Noch in der vergangenen Woche war der 92jährige seinen Geschäften in dem vom ihm 1979 aus dem ehemaligen Seemannsheim entwickelten “Hotel Hafen Hamburg” nachgegangen. Der gelernte Fleischer und Gastronom zählte zu den Menschen, die das Gesicht St. Paulis nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich prägten. Er erwarb zahlreiche Häuser in der “Großen Freiheit”, dazu Wohnungen, Mietshäuser, Gaststätten und Hotels. Sein bislang größtes Projekt war die Umnutzung der ehemaligen Brauerei Bavaria mit dem Empire Riverside Hotel sowie Wohn- und Büroflächen. Erst im vergangenen Dezember war Bartels hierhin umgezogen.

  • NH Hoteles legt in Deutschland leicht zu

    Berlin, 05. November 2007
    Die spanische Hotelgruppe NH Hoteles hat im 3. Quartal 2007 durch einen Anstieg von jeweils vier Prozent bei Umsatz und RevPar (Umsatz pro verfügbarem Zimmer) die nach der Fußball-Weltmeisterschaft im Vergleich schwächere Entwicklung im ersten Halbjahr wieder ausgleichen können. Mit 158 Millionen Euro lag der Umsatz des Konzerns in den ersten neun Monaten 2007 um zwei Prozent über dem Vorjahreswert. Beim RevPAR konnte mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 40,39 Euro die Zimmerpreise aus dem WM-Jahr gehalten werden. Weltweit konnte NH Hoteles allerdings einen Umsatzanstieg um 39,5 Prozent auf knapp über eine Milliarde Euro verbuchen. Das EBITDA steigerte sich um 65,5 Prozent auf 197,7 Millionen Euro.

  • Fachwerbung bringt neue Kunden

    Hamburg, 01. November 2007
    Gut gemachte Fachwerbung bringt neue Kunden. Über 80 Prozent der führenden Zulieferunternehmen im Außer-Haus-Markt schaltet Anzeigen in Fachzeitschriften. Dies geht aus einer Untersuchung des internationalen Marktforschungsunternehmens CHD Expert hervor. Fachwerbung rangiert im Mediamix noch vor Direktmarketing, Hausmessen oder Newsletters.
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    “Die gute alte Fachanzeige ist aus dem Kommunikations- und Medienkonzept der Zulieferer und Ausstatter nicht wegzudenken“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. Regelmäßige Veröffentlichungen in der Fachpresse – nicht nur zu Fachmessen – korrespondieren mit Produkt- und Firmeninfos auf der UnternehmensWebsite, so Lambracht. Insbesondere für Anbieter aus den Bereichen Dienstleistung und Ausrüstung sind Fachanzeigen ein zentrales Element der Marktkommunikation.
    Fachzeitschriften sind für die Zulieferer und Ausstatter auch eine wichtige Informationsquelle. Über 70 Prozent der befragten Unternehmen werten Branchenmagazine auf neue Marktdaten aus. Dagegen liegt die Nutzung der Internetportale noch zurück: Nur 56 Prozent der Zulieferer und Anbieter suchen Marktinfos online. „Doch die Bedeutung der Onlinerecherche steigt stark an“, berichtet Lambracht. Internetarchive und Onlinedatenbanken rücken immer mehr in den Fokus der Entscheider in Marketing und Business Development.
    Über die Studie: Über 600 Entscheider aus führenden Zuliefer- und Ausstattungsfirmen im Außer-Haus-Markt wurden im Sommer 2007 schriftlich zu ihrer Markt- und Unternehmenseinschätzung befragt. 76 Prozent der führenden Zulieferunternehmen berichten von einer erheblich positiveren Marktstimmung in den ersten sechs Monaten des Jahres. „Die Konjunkturlage hat merklich angezogen und lässt die Absatzprognosen der Zulieferer für das zweite Halbjahr noch einmal ansteigen“, analysiert GF Thilo Lambracht die Marktstudie. Lediglich fünf Prozent der befragten Marketingentscheider haben mit einer Verschlechterung der Marktlage bei ihren Kunden in Hotellerie, Gastronomie und GV zu kämpfen gehabt. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Erwartungen an das eigene Unternehmen für Umsatz- und Ertragssteigerungen im zweiten Halbjahr steigen: 78 Prozent rechnen mit einer Verbesserung in ihren Marktanteilen.
    Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.

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  • Holiday Inn Dresden verweigert Buchung von NPD-Funktionären

    Dresden, 01. November 2007
    Johannes H. Lohmeyer hat viel Feingefühl. Mit einem deutlichen, aber nicht unhöflichen Brief stornierte der Direktor des Holiday Inn Dresden nun die Buchungen von zwei NPD-Funktionären. Die rechtsgerichteten Politiker Holger Apfel, NPD-Fraktionschef im sächsischen Landtag, und Alexander Delle hatten für eine Plenar-Sitzungswoche eine Bleibe gesucht und das Hotel online gebucht. Als dies im Management bekannt, zog Lohmeyer die Notbremse. Das Geschäftsreisehotel wird häufig von farbigen und israelischen Gästen bevorzugt. NPD-Gäste seien daher nicht akzeptabel. „Die NPD verbreitet sich im Reiseland Sachsen krakenhaft“, beklagt Lohmeyer die politischen Auswirkungen der Wahlerfolge der Rechtsradikalen. Ein Mann, ein Wort. Lohmeyer hatte die Stornierung sinnigerweise als offenen Brief deklariert. Dies brachte ihm nun viel Zustimmung ein.

  • G8 bringt Mecklenburg-Vorpommern mehr ausländischen Gäste

    Schwerin, 01. November 2007
    Der G8-Gipfel Anfang Juni im Kempinski Grand Hotel Heiligendamm hat für positive, internationale Reise-PR für Mecklenburg-Vorpommern gesorgt. Nach Angaben des Landestourismusverbandes kamen von Januar bis August über elf Prozent mehr Gäste aus dem Ausland in das nördliche Bundesland. Insgesamt wurden rund 520.000 Übernachtungen in diesem Zeitraum gezählt, darin enthalten sind allerdings auch die Nächtigungen der Gipfelteilnehmer und der zahlreichen internationalen Journalisten. Ob der G8-Gipfel auch für nachhaltige Aufmerksamkeit bei internationalen Reisenden gesorgt hat, wird erst die Tourismusstatistik Ende nächsten Jahres zeigen. Kritiker befürchten, dass die Bilder von den Krawallen gegen das Gipfeltreffen der acht größten Industriestaaten, eher haften bleiben als die mittlerweile weltweit bekannte Aufnahme der G8-Staatschef im XXL-Strandkorb an der Ostsee. Ein positives Ergebnis aber ist sicher: Das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm wird dieses Wirtschaftsjahr wesentlich besser abschließen als die verlustreichen Jahre zuvor. Noch sind keine Zahlen bekannt, aber in puncto Auslastung und Ertrag wird der G8-Gipfel den RevPAR für Juni – und damit für das gesamte Jahr – stark anheben. Das Hotel, ein Fundus-Projekt, hatte in den Monaten vor dem G8-Gipfel negative Schlagzeilen geliefert – von sehr geringer Auslastung über Rücktritt des Direktors bis Dumpingraten für Aldi-Reisen. Das 225-Zimmer-Hotel wurde 1999 für ein Volumen von rund 171 Millionen Euro eröffnet. Der Fundus Fonds 34 steckt derzeit in der finanziellen Klemme. Ein Kredit der HypoVereinsbank über 15 Millionen Euro wurde gekündigt und muss nun zurück bezahlt werden. Eine Zwischenfinanzierung, z.B. über eine Anleihe bei den Fonds-Investoren, ist aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Noch gibt es keine Lösung. Dies stellt die weiteren geplanten Investitionen in Heiligendamm unter ein großes Fragezeichen. Ausgebaut werden/soll noch der Golfplatz, um den Resortcharakter herauszustellen.

  • Lübeck-Grünstrand: Neues Resort mit elf Stockwerken geplant

    Lübeck, 31. Oktober 2007
    Extravagantes Großprojekt für Travemünde: Investor Heinrich Thelosen aus Kleve will in Lübecks Seebad 130 Millionen Euro verbauen. Auf dem 13 500 Quadratmeter großen Grünstrand soll das „Mövenstein Resort“ entstehen – eine Anlage direkt an der Ostsee mit maritimem Flair. “Wir sind überzeugt, dass dieser Standort der richtige ist”, so Thelosen. Das Projekt steht unter dem Motto: Segelstadt Travemünde.
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    Herzstück des Resorts ist ein Vier-Sterne-Hotel mit 300 Betten, hinzu kommen 400 Hotelappartements und Ferienwohnungen. Insgesamt bietet das Resort 1400 Betten und 400 Arbeitsplätze. Zudem gehört ein Yachthafen mit 400 Liegeplätzen zu dem Mega-Projekt. Der spektakuläre Clou: Für den Hafen muss das Meer um ein bis zwei Meter tief ausgebaggert werden. Mit diesem Material wird dann ein neuer Grünstrand im Wasser aufgebaut. Dort soll auf 16 000 Quadratmetern eine Liegewiese entstehen – für jedermann.
    Thelosen will mit dem Resort den Grünstrand als neues touristischen Zentrum im Seebad aufwerten. “Travemünde ist ein aufstrebendes Ostseebad”, begründet er sein Engagement. Seit einem Jahr plant Thelosen an dem Projekt. Er hofft, dass die Bürgerschaft noch Ende des Jahres grünes Licht dafür gibt. Dann könnte Ende 2008 oder Anfang 2009 gebaut werden. Der Investor rechnet damit, dass 2011 oder 2012 die ersten Gäste im Resort übernachten können.
    Die CDU-Mehrheitsfraktion hat sich am Montagabend bereits einstimmig für das Großprojekt ausgesprochen. Fraktionschef Andreas Zander: “Das ist eine riesige Chance für Travemünde und eine enorme touristische Aufwertung.” Durch den Verkauf des Grünstrandes will die Stadt zehn Millionen Euro einnehmen. Zander will das Geld in die Entschuldung stecken: “Das entlastet den Haushalt um jährlich 500 000 Euro an Zinsen.”
    Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) ist ebenfalls angetan: “Ich freue mich sehr, dass Bewegung in die Angelegenheit Grünstrand kommt.” Über Einzelheiten müsse verhandelt werden, aber Saxe will, dass das Mega-Projekt “zügig umgesetzt wird”. Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) freut sich: “Das ist ein gewaltiges Projekt für Travemünde – ein wirklicher Quantensprung.” Er unterstreicht die Verbindung zwischen Hotel und Yachthafen. “Das Projekt bringt auch die Travemünder Woche nach vorn.” Aber man müsse die Bürger bei diesem Bauvorhaben mitnehmen, warnt Halbedel.
    Eines der aufsehenerregenden Details dürfte die Höhe der Gebäude sein. Zwischen sechs und elf Stockwerke sollen die insgesamt sechs Häuser in den Himmel ragen, wobei das höchste im Zentrum des Resorts das Hotel ist. “Die Höhe des dahinter liegenden Waldhügels wird hier aufgenommen”, sagt Thelosen. Die Gebäude sind vertikal zum Meer angeordnet, so dass “weniger als 50 Prozent des Grünstrandes bebaut werden”, so Thelosen. Die Architektur soll an fächerförmige Segel erinnern. Der Investor will “keine Plastikbunker”, sondern hochwertige Häuser errichten. Für die Bauphase setzt er auf Firmen aus der Region.
    In den Erdgeschossen der Häuser sollen Gastronomie und maritimer Handel angesiedelt werden. Eine ähnliche Nutzung stellt sich der Investor für die drei Pavillons auf dem neuen Grünstrand vor. Thelosen weiß, dass er sich in einem “empfindlichen Bereich” mit seinem Projekt bewegt. Durch den neu aufgeschütteten Grünstrand hofft er, dass sich die Gegner einer Bebauung beruhigen lassen.
    Gelesen in „Lübecker Nachrichten“

  • Europäische Hotels und Restaurants setzen auf E-Commerce und Hospitality 2.0

    Frankfurt/Main, 29. Oktober 2007
    Die Individualisierung von Dienstleistungen ist einer der Schlüsseltrends im europäischen Gastgewerbe: 58 Prozent der Hotel- und Restaurantmanager in Europa gehen davon aus, dass sie in Zukunft stärker auf die individuellen Wünsche ihrer Gäste eingehen müssen. Mehr denn je sucht die Hotel- und Restaurantbranche dazu den Dialog mit dem Gast. Die zahllosen Möglichkeiten rund um das World Wide Web werden dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Folge, so das Ergebnis des jüngsten American Express Hospitality Monitor 2007, ist ein regelrechter Investitions-Boom in die Funktionalitäten der eigenen Website, in Partnernetzwerke und Hospitality 2.0. Die Mehrheit der Befragten bewertet das Word Wide Web inzwischen als das entscheidende Tool zur direkten Kommunikation mit der umworbenen Klientel, und damit als wichtigen Umsatzbringer.
    Homepages: Funktionalität vor Schönheit
    Vorbei sind die Zeiten, als die eigene Website als reines Präsentationsmedium gesehen wurde. Vielmehr nutzt die Branche den eigenen Internet-Auftritt zur Markenpflege und Kundenbindung. Es ist vor allem die Hotellerie, die in diesem Punkt mächtig aufholt und ihre Websites sukzessive aufrüstet von reinen “Lookers” zu “Bookers”: Schreckte die Branche 2006 noch mehrheitlich (74 Prozent) davor zurück, vorhandene Verfügbarkeiten zu kommunizieren, gehört der so genannte Availability Check heute weitgehend zum Standard (59 Prozent) – ebenso wie die Möglichkeiten der Online-Buchung, die sich binnen einen Jahres von 21 auf 51 Prozent mehr als verdoppelt haben.


    Der Gast goutiert die Entwicklung: Durchschnittlich zwölf Prozent aller Buchungen werden heute durch die eigene Website generiert, weitere 17 Prozent über verlinkte Partner. “Die Branche entdeckt das Web zunehmend als Instrument zu Kundenbindung und Imageaufbau”, so Carola Paschola, Vice President bei American Express. Online-Buchungen dürften in Zukunft noch deutlich zunehmen, je mehr sich diese Erkenntnis in der Branche durchsetzt, und sich zu einem wesentlichen Umsatzbringer entwickeln, erwartet Paschola. Ein gemeinsamer Report von Deloitte und der New York University (Hospitality 2010) prognostiziert dem Gastgewerbe zudem Einsparungen von 180 Millionen Dollar pro Jahr für jedes zusätzliche Online-Buchungsprozent.


    Als zuverlässigen Erfolgsmesser nutzt eine Mehrheit inzwischen die so genannten “Hits”-Listen: 80 Prozent der befragten Hotels (2006: 18 Prozent) und 77 Prozent der Restaurants (2006: 48 Prozent) in Europa verfügen heute über die Möglichkeit, die Zahl der Zugriffe auf den eigenen Seiten zu verfolgen (Deutschland: 80 Prozent Hotels, 70 Prozent Restaurants).
    E-Commerce im Fokus
    Die Hotel- und Restaurantmanager in Europa machen bereits vielfältigen Gebrauch von E-Commerce-Instrumenten, wie beispielsweise Suchmaschinen-Marketing (Hotels: 39 Prozent, Restaurants: 37 Prozent), Direkt-Mailings (Hotels: 58 Prozent, Restaurants: 18 Prozent) und Online-Werbung (Hotels: 43 Prozent, Restaurants: 29 Prozent). Ganz oben auf der Prioritätenliste im europäischen Web-Marketing steht jedoch die Investition in Partnernetzwerke (Hotels: 71 Prozent, Restaurants: 54 Prozent). Vorreiter in punkto Verlinkungen und Crossmarketing sind Deutschlands Hotels und Restaurants (73 Prozent), vor Spanien (72 Prozent), Frankreich (62 Prozent), Großbritannien (53 Prozent) und Italien (52 Prozent).
    Im Visier: Hospitality 2.0
    Euphorie hinsichtlich des neuesten Boomsektors Web 2.0 herrscht vor allem unter Italiens Managern: Während eine große Mehrheit von 84 Prozent aller Befragten in Europa die starke Verbreitung von verbrauchergenerierten Inhalten als einmalige Chance für das eigene Business bewertet, sind dies in Italien sogar 95 Prozent. Als eher unentschlossen in punkto Web 2.0 erweisen sich deutsche und britische Entscheider: In beiden Ländern empfinden 20 Prozent der Restaurant- und immerhin 23 Prozent der Hotelmanager das von Kunden getragene Hospitality 2.0 derzeit eher als Bedrohung denn als Chance (insgesamt: 78 Prozent).


    Trotz aller Euphorie ist die Branche derzeit noch damit beschäftigt, die Möglichkeiten zu evaluieren, die sich mit Hospitality 2.0 verbinden: Zwar geben sieben von zehn Managern in Europa an, die entsprechenden Webseiten stets im Blick zu haben (Deutschland: 62 Prozent). Negative Bewertungen auf unabhängigen Online-Communities werden derzeit jedoch noch gern ignoriert: Nur sieben bzw. neun Prozent der europäischen Hotels und Restaurants reagieren auf – berechtigte oder unberechtigte – Kritik.
    Mehr über die Studie: Das American Express Trendbarometer 2007 ist die zweite internationale Befragung von Hotels und Restaurantmanagern. Insgesamt wurden 300 verantwortliche Manager aus dem Hotel- und Restaurantgewerbe in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu den Trends und Entwicklungen befragt. In die Studie einbezogen wurden Hotels, deren Jahresgesamtumsatz mindestens 1 Million Euro beträgt und Restaurants, die 200.000 Euro und mehr pro Jahr umsetzen. Durchgeführt wurde die jährliche Studie von Loudhouse Research im Auftrag von American Express.

  • Bei den Russen sitzt die Urlaubskasse am lockersten

    München, 29. Oktober 2007
    Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres – und das lässt man sich gerne auch mal richtig was kosten. Wie viel sich europäische Urlauber ihren Hotelaufenthalt kosten lassen und welche Ausgaben sie andererseits von Hotelgästen in ihrem eigenen Land erwarten, dass hat der Hotelexperte hotels.com im aktuellen Hotel Price Index (HPI) für das zweite Quartal 2007 ausgewertet.
    Als spendabelste Nation in Europa zeigten sich zwischen April und Juni 2007 die Russen, denn diese ließen sich ihren Hotelaufenthalt durchschnittlich 146 Euro pro Zimmer und Nacht kosten. Allerdings erwiesen sich Reisende aus Russland nicht nur als besonders großzügig, sondern setzten diese Eigenschaft auch bei Besuchern ihres Heimatlandes voraus. Schließlich war Moskau die mit Abstand teuerste Stadt während des Untersuchungszeitraums. Besucher der Hauptstadt wurden mit durchschnittlich 284 Euro pro Zimmer und Nacht zur Kasse gebeten.

    Deutschsprachige Reisende nächtigen im Urlaub eher preisbewusst
    Dass der gemeine Deutsche einen ausgeprägten Trieb zur Schnäppchenjagd hat, ist bekannt. Dabei macht er nicht einmal vor seinem größten Hobby – dem Reisen – halt. In Sachen Hotelübernachtung zeichnet er sich mit Übernachtungskosten von durchschnittlich 113 Euro pro Zimmer als einer der preissensibelsten Europäer aus. Aber auch Reisende in Deutschland konnten preisgünstig übernachten, lag der durchschnittliche Hotelpreis während des zweiten Quartals 2007 hier bei 105 Euro pro Zimmer und Nacht. Bei den Österreichern ist das Preisniveau insgesamt höher, allerdings hielten sich Ausgaben und Einnahmen hier eher die Waage. Auf ihren Reisen ließen sich die Österreicher ihre Hotelübernachtung durchschnittlich 133 Euro pro Zimmer und Nacht kosten, setzten bei Touristen im eigenen Land durchschnittlich 130 Euro für die gleiche Leistung an.
    Schweizer messen mir zweierlei Maß
    Ganz anders allerdings verhielt es sich während des Untersuchungszeitraums in der Schweiz. Mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis in Schweizer Hotels von 151 Euro pro Zimmer und Nacht mussten Reisende relativ tief in die Tasche greifen. Wenn sie selber aber eine Reise tun, übten sich die Schweizer allerdings in vornehmer Zurückhaltung und knauserten bei ihren Hotelübernachtungen mit durchschnittlich gezahlten 127 Euro pro Zimmer und Nacht.
    Überraschend: Sparsame Gäste aus Skandinavien
    Die sparsamsten Reisenden Europas kamen im zweiten Quartal 2007 aus Finnland. Mit einem Übernachtungsbudget von lediglich 111 Euro pro Zimmer und Nacht zahlten sie so wenig, wie keine andere Nation Europas. Insgesamt zeichneten sich die Skandinavier eher durch Sparsamkeit aus, denn auch die Dänen und Schweden lagen mit 119 Euro bzw. 123 Euro pro Zimmer und Nacht im unteren Drittel aller analysierten europäischen Nationen. Andererseits erwarten Skandinavier eine wesentlich größere Zahlungsbereitschaft bei Besuchern ihrer Länder. In Schweden zum Beispiel lag der durchschnittliche Hotelzimmerpreis bei 132 Euro pro Nacht, in Dänemark sogar bei 147 Euro. Einzige Ausnahme ist Norwegen. In Norwegen zahlten Reisende für eine Hotelübernachtung mit durchschnittlich 148 Euro pro Zimmer einen relativ hohen Preis, aber auch die Norweger selbst waren bereit für ihre Urlaubsunterkunft ein Budget von 132 Euro pro Zimmer und Nacht zu investieren.