Author: holedo_wp_admin

  • Horst Schulze: „Über den Preis konkurrieren kann jeder Dummkopf“

    Hamburg, 29. Oktober 2007

    Mit dem Breidenbacher Hof Düsseldorf eröffnet Horst Schulze im Frühjahr 2008 das erste Haus seiner neuen Hotelkette Capella. Nach Castlematyr/Irland und Schloss Velden/Kärnten ist es das dritte Luxuskette der 2002 gegründet Hotelgesellschaft West Paces. Mit dem Neubau, das eigentlich als Ritz-Carlton wieder eröffnet werden sollte und Ex-Ritz-Carlton Chef Schulze für sich „reservierte“, soll pro Nacht einen einen Durchschnittspreis von 350 Euro erwirtschaften. Dies sagte Schulze in einem Interview mit der „Wirtschaftwoche“ (Ausgabe vom 29.10.07). Dies ist eine enorm hohe Rate angesichts der aktuellen Durchschnittsrate der Düsseldorfer Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie in Höhe von 111 Euro (Quelle: JLL Hotels). Aber Schulze ist überzeugt: „Im Luxussegment kommt der Kunde nicht wegen des Preises, sondern weil ihn das Produkt überzeugt. Über den Preis konkurrieren kann jeder Dummkopf.“

    1

    Harte Worte, aber dafür ist der aus Deutschland stammende charismatische Hotelier bekannt. Er will seine alte Stärke im Service weiter ausbauen und setzt daher bei Capella gewissermaßen auf eine Alleinstellung: „Wir verzichten gänzlich auf das Gruppengeschäft und haben ausschließlich Häuser mit maximal rund 100 Zimmern im Portfolio.“ Im Interview mit der „Wirtschaftswoche“ geht er mit Wettbewerbern, großen Hotelketten wie Accor und Marriott (bei deren Übernahme von Ritz-Carlton Schulze es vorzog, dort seinen Chefsessel zu räumen), ins Gericht: „Was häufig fehlt, ist die Verlässlichkeit des Produkt sim Hinblick auf den Service. Das gilt vor allem für Hotelkonzerne, die unter einem Dach alle Segmente von Budget bis Luxus bedienen wollen. Ich habe meine Zweifel, ob das wirklich funktionieren kann – Luxusgäste passen bei denen nichts ins Konzept.“

  • Blackstone schließt 26-Mrd.-Hilton-Übernahme ab

    Beverly Hills/Kalifornien, 26. Oktober 2007
    Am 24. Oktober war es soweit. Die Blackstone Group konnte die 26 Mrd. US-Dollar schwere Übernahme der Hilton Hotels Corp. abschließen. Die Hilton-Aktionäre erhielten je Papier 47,50 Euro, das Unternehmen trat von der Börse New York ab. Die Übernahme war eine der größten in der Kettenhotellerie der letzten Jahrzehnte und wurde durch zahlreiche Großbanken begleitet. Die gesamte Hilton-Gruppe umfasst weltweit 2.896 Hotels mit rund 490.000 Zimmern und ist damit eine der größten Hotelketten.
    Lesen Sie hier die Baclkstone-Mitteilung (englisch/PDF)

  • Accor hofft auf steigende Marge durch Konzentration im Hotelgeschäft

    Paris/München, 25. Oktober 2007
    Der französische Hotelkonzern Accor (Paris/München) will sich künftig auf das Management von Hotels konzentrieren und dazu den Verkauf seiner Immobilien beschleunigen. Ferner sollen die Konzernmarken klarer abgegrenzt werden und der Hotel-Park von rund 4 000 auf 5 000 Hotels bis 2010 ausgebaut werden. Das sind die Eckpunkte der neuen Accor-Strategie, die Konzern-Chef Gilles Pélisson Investoren vorstellte.
    Dank der neuen Strategie mit Fokus auf den Betrieb von Hotels will Accor seine operative Marge um drei Prozent bis 2010 ausbauen. Ende 2006 lag die Marge bei rund 27 Prozent. Analysten und Anleger begrüßten die Pläne: Die Accor-Aktie legte mit fast drei Prozent stärker als der Gesamtmarkt zu. Die Analysten des Brokers Cheuvreux halten die Ziele für erreichbar und bestätigten ihre Kaufempfehlung für die Aktie.
    Accor ist Europas größter Hotelbetreiber, der 2006 rund 7,6 Mrd. Euro umsetzte und 500 Mill. Euro netto verdiente. Zu Accor zählen die Marken Sofitel (Oberklasse), Mercure, Novotel (Business-Hotels), Allseason, Ibis (Economy) sowie Formule-1, Etap und Motel6 in den USA. Daneben ist Accor im Service-Geschäft aktiv und betreibt unter anderem das “Ticket Restaurant” mit einen von Unternehmen bezuschussten Restaurant-Gutschein für Mitarbeiter. Seit Januar 2006 leitet Pélisson den Hotelriesen. Er hat Randbeteiligungen wie das Reisebüro-Geschäft oder die Club Med-Anteile verkauft. Inspiriert durch den US-Großaktionär Colony Capital initiiert Pélisson ein umfassendes Verkaufsprogramm für Hotelimmobilien an.
    Bis zum Jahr 2010 will Accor nur noch 23 Prozent seiner Hotels besitzen. 2006 waren es noch rund 50 Prozent. Dank dieser Konzentration auf den Betrieb von Hotels sollen die Gewinne von Accor in Zukunft deutlich weniger schwanken, verspricht das Accor-Management.
    Ferner will der Hotelriese sein Portfolio optimieren: Sofitel soll als Luxusmarke oberhalb des Business-Segments etabliert werden. Im Business-Segment wurde die neue Marke “Pullman” geschaffen. Damit Sofitel den Luxus-Anspruch entspricht, sollen beispielsweise schlecht gelegene Sofitel-Häuser in niedrigere Markenkategorien überführt werden. Damit hofft Accor, steigende Preise rechtfertigen zu können: Bei Sofitel sollen sie pro Nacht im Schnitt von 111 auf 172 Euro bis zum Jahr 2010 steigen. Branchenexperten sind angesichts des harten Wettbewerbs in dem Segment skeptisch, ob die Sofitel-Kette im Luxus-Segment Platz findet. Um das Economy-Segment neu zu beleben, will Accor das Zimmer-Design der Formule-1-Häuser auffrischen.
    In den standardisierten Hotels sieht Accor vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften Wachstumspotenzial. Nach einer Schätzung der Experten von Estin & Co. sollen die Übernachtungszahlen in Ketten-Hotels von 2006 bis 2012 um 5,7 Prozent pro Jahr wachsen. Dem Gesamtmarkt stellen sie nur Wachstumsraten von 3,7 Prozent in Aussicht.
    Gelesen im „Handelsblatt“

  • “Grünes” Gastgewerbe – Deutsche Hotels und Restaurants setzen am stärksten in Europa auf Energieeffizienz

    Frankfurt, 25. Oktober 2007
    Die Klimaschutzdebatte ist angekommen in Hotellerie und Gastronomie: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate haben 39 Prozent aller Hotels und Restaurants in Europa Energie-Einsparungen als ein Unternehmensziel definiert. Dennoch wird Umweltschutz längst nicht überall in Europa mit dem gleichen Nachdruck betrieben. Deutschlands Hotel- und Restaurantmanager sind im europäischen Vergleich deutlich sensibilisierter in punkto Energie- und Umweltbewusstsein: Bei 47 Prozent von ihnen steht effizienter Energieeinsatz ganz oben auf der Prioritätenliste. Die deutsche Hotellerie (63 Prozent) sticht im europäischen Vergleich besonders hervor (Restaurants: 30 Prozent), wie der American Express Hospitality Monitor 2007 zeigt.
    Umweltengagement folgt wirtschaftlichem Kalkül
    Frei von wirtschaftlichem Kalkül ist das Umweltengagement freilich nicht: Europaweit begründen 79 Prozent der Hotel- und Restaurantmanager ihre Nachhaltigkeitsstrategie mit Kostenreduzierung, während 21 Prozent ihr Image stärken möchten. Von den Hoteliers zielen 88 Prozent auf Kosteneinsparungen im Energiebereich, bei den Gastronomen sind es 69 Prozent. Dass umweltfreundliches Engagement nicht nur Kosten senken, sondern gleichzeitig das Image steigern kann, haben vor allem die Restaurantmanager in Europa erkannt: 31 Prozent der befragten Gastronomen versprechen sich ein Plus fürs Image. In der Hotellerie sind dies bislang erst 12 Prozent.
    Der “grüne” Weg führt über den Kunden
    “Umweltschonend wirtschaften und auf die individuellen Wünsche der Kunden eingehen, muss kein Widerspruch sein”, so Carola Paschola, Vice President bei American Express. “Der ,grüne’ Weg der Gastronomie und Hotellerie zielt direkt auf die Wünsche des Gastes”, so Paschola weiter. Das setzen vor allem europäische Hotelmanager um. Ihr umweltbewusstes Engagement mündet in drei Angebote an den Gast: Verzicht auf die tägliche Wäschereinigung (93 Prozent), Einsatz energiesparender Lampen (75 Prozent) sowie Vermeidung von Einzelpackungen zugunsten von Seifenspendern (59 Prozent). Ganz anders Europas Restaurantbranche: Ihre Bemühungen konzentrieren sich in erster Linie auf ein umweltgerechtes Abfallmanagement (72 Prozent).
    Transparenz auf der Speisekarte
    Auch in punkto Speisenangebot stellt sich die Branche immer mehr auf den umweltbewussten Konsumenten ein, der zunehmend wissen will, was er isst und woher die Produkte kommen. Transparenz und Offenheit haben daher Hochkonjunktur in Europas Gastronomie. Informationen über Inhaltsstoffe, Nährwert, Herkunft und Zubereitung der Speisen gehören immer öfter zum Standard. Sechs von zehn befragten Managern in europäischen Hotels und Restaurants informieren ihren Gast zudem über allergene Inhaltsstoffe.
    Auch “Bio” ist im Gastgewerbe auf dem Vormarsch: 40 Prozent der europäischen Restaurants und 24 Prozent der Hotels bieten ihren Gästen inzwischen mehr biologische Artikel an als noch vor zwölf Monaten. Schwach ist das Ergebnis allerdings noch in Deutschland: Hier liegt die Verwendung biologischer Produkte derzeit bei 17 (Hotels) bzw. 27 Prozent (Restaurants).
    Mehr über die Studie: Das American Express Trendbarometer 2007 ist die zweite internationale Befragung von Hotel- und Restaurantmanagern. Insgesamt wurden 300 verantwortliche Manager aus dem Hotel- und Restaurantgewerbe aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zu den Trends und Entwicklungen befragt. In die Studie einbezogen wurden Hotels, deren Jahresumsatz mindestens 1 Million Euro beträgt und Restaurants, die 200.000 Euro und mehr pro Jahr umsetzen. Durchgeführt wurde die jährliche Studie von Loudhouse Research im Auftrag von American Express.

  • Gastwirte in Baden-Württemberg beklagen Umsatzrückgang nach Rauchverbot: Rund 40 Prozent sehen ihre Existenz bedroht

    Bielefeld, 24. Oktober 2007
    Über die Hälfte der Gastwirte in Baden-Württemberg (51 Prozent) musste seit Einführung des Rauchverbots in der Gastronomie Umsatzrückgänge verzeichnen. Rund 40 Prozent der Gastronomen sehen durch das Rauchverbot sogar ihre unternehmerische Existenz bedroht. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid in Bielefeld im Auftrag der Reemtsma Cigarettenfabriken GmbH.
    46 Prozent der Gaststättenbetreiber geben weiter an, durch das Rauchverbot viele rauchende Gäste verloren zu haben. Lediglich 13 Prozent stimmen der Aussage zu, dass sie nicht rauchende Gäste dazu gewonnen hätten. 23 Prozent der Befragten planen aufgrund des Rauchverbots Personal abzubauen.

    1
    TNS Emnid hat vom 17. bis zum 19. September 2007 insgesamt 100 gastronomische Betriebe per Zufallsverfahren telefonisch befragt. Seit dem 1. August 2007 ist das Rauchen in der Gastronomie in Baden-Württemberg nur in vollständig abgetrennten Raucherzimmern erlaubt.

  • Die Mehrheit der Deutschen lädt den Flirtpartner zu einer Tasse Kaffee ein

    Hamburg, 24. Oktober 2007
    Wer sich in jemanden verguckt hat, möchte den oder die Angebetete natürlich besser kennenlernen. Wohin geht man bei einem Rendezvous? Wo ist der beste Platz, um sich näherzukommen? Eine repräsentative Gewis-Umfrage im Auftrag des Deutschen Kaffeeverbands kommt zu dem Ergebnis: Nur jeder Fünfte bevorzugt es, zusammen ein Glas Wein oder Bier in einer Kneipe zu trinken. Kaffeetrinken im Lieblingscafé ist dagegen für 63 Prozent der Befragten erste Wahl bei der Frage „Wenn Ihnen jemand gefällt – wozu laden Sie ihn ein?“ Kaffee ist der Klassiker unter den Flirthelfern: Schließlich ist ein Plausch bei einem Kaffee unverbindlich, der Einladende offenbart damit keine Hintergedanken.
    1
    Der Liebling in deutschen Tassen ist gleichzeitig der Liebling der Flirtwilligen. 73 Prozent der Frauen, die sich verguckt haben, und 54 Prozent der Männer, die eine Dame anhimmeln, laden ihn oder sie zum Kaffeetrinken im Lieblingscafé ein. Schließlich ist Kaffee noch vor Bier und Mineralwasser das meistgetrunkene Getränk in Deutschland. Kaum Chancen bei einem Rendezvous haben das Dinner in einem Restaurant (fünf Prozent), die Einladung zur kulturellen Veranstaltung (drei Prozent) oder das gemeinsame DVD-Gucken zu Hause. „Daran sieht man: Kaffee ist nicht nur das Lieblingsgetränk der Deutschen, sondern auch der liebste Helfer in Sachen Liebe“, schlussfolgert Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbands.
    Kaffee im Alltag: Am liebsten zu Hause oder bei der Arbeit
    Gerade in Großstädten sieht man an jeder Ecke Kaffeefans, die einen Pappbecher in der Hand tragen oder plaudernd in einem Café sitzen. Mehr als 1.200 Coffeeshops haben mittlerweile in Deutschland eröffnet – doch trotzdem wird der Kaffee am häufigsten bei der Arbeit (41 Prozent) oder zu Hause (38 Prozent) getrunken. Den Kaffee auswärts gönnen sich die Deutschen seltener: Elf von hundert Befragten sagen, dass sie ihren Kaffee überwiegend „im Café oder Coffeeshop“ trinken.
    Klönen und Kennenlernen: Kaffee als Kommunikationsmittel
    Ob an der Bürokaffeemaschine, auf dem heimische Balkon oder im Stehcafé: Mit der Tasse Kaffee in der Hand lässt sich am besten plaudern. So sagt auch jeder dritte Deutsche: „Ich trinke Kaffee, weil er eine Gelegenheit für nette Gespräche und Kontaktaufnahme bietet.“ Der Genuss des Frühstückskaffees findet üblicherweise am heimischen Tisch statt. So verbinden 43 Prozent der Befragten das Kaffeetrinken mit dem „Kick zum Wachwerden/Wachbleiben.“ Fast jeder Fünfte assoziiert damit „Genuss im Alltag“ und „Treffen mit Freunden und Familie“. Der Hauptgrund, warum die Deutschen Kaffee trinken, lautet: „Weil er munter macht und belebt.“ Aber auch das Kaffeearoma weckt positive Gefühle. Denn 44 Prozent sagen: „Ich trinke Kaffee, weil er gut duftet.“
    „Die Umfrage zeigt, dass Kaffee in keiner Lebenssituation wegzudenken ist“, so Preibisch. „Vor allem nicht, wenn es um die intensivsten und schönsten Stunden im Alltag geht.“
    Befragt wurden 1.064 Frauen und Männer zwischen 18 und 65 Jahren, Erhebungszeitraum: September 2007

  • Neue deutsche Küche im Trend

    Hamburg, 24. Oktober 2007
    Leichte und pfiffige Kreationen aus heimischen Lebensmitteln mit Top-Qualität – die sogenannte „neue deutsche Küche“ liegt voll im Trend. Mittlerweile jeder vierte Gastronomiebetrieb in Deutschland bietet Geschmacksüberraschungen aus Rohwaren regionaler Herkunft an. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Deutsche Küche – sowohl traditionell/gut-bürgerlich als auch neu/jung – ist damit die mit Abstand beliebteste Geschmacksrichtung im deutschen Gastgewerbe. Internationale Küchenrichtungen, darunter Italienisch oder Asiatisch, stehen hinter den heimischen Rezepten im Gastronomieangebot weit zurück.
    „Deutsche Profi-Küchen bieten heute eine Geschmacksvielfalt aus beliebten Klassikern. Da werden heimische Fleisch- und Fischsorten raffiniert gewürzt und mariniert, regionales Gemüse pfiffig mit Kräutern aus dem Garten angerichtet“, fasst Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert, zusammen. Eine weitere Beobachtung des Gastromarkt-Experten: Neue deutsche Küche begeistere sowohl Männer als auch Frauen und über alle Altersgrenzen hinweg.
    Der deutsche Gastromarkt ist stark mittelständisch geprägt. Der Durchschnitt der Restaurants, Gaststätten und Kneipen erwirtschaftet einen Jahresumsatz von bis zu 250.000 Euro (maximal 50 Sitzplätze) und beschäftigt nicht mehr als vier Mitarbeiter. Im Großteil der Betriebe beträgt der Durchschnittsbon zwischen 12 und 17 Euro. Interessant dabei: Der Durchschnittsbon im Hauptteil der italienischen Gastronomie ist mit acht bis zwölf Euro vergleichsweise niedrig, im Großteil der asiatischen Restaurants mit 12 bis 17 Euro vergleichsweise hoch.
    Die „Gesamtmarktbefragung Hotellerie-Gastronomie 2007“ kann zum Einzelpreis von €590 zzgl. MwSt. bezogen werden bei: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, Tel. (04263) 301300, info@chd-expert.de.

    Was ist die „neue deutsche Küche“?
    Heinz Horrmann, Deutschlands meistgedruckter Hoteljournalist und Gastrokritiker definiert die Fachbegriffe:
    • „Neue deutsche Küche“ steht für neue Einflüsse, Kreativität und baut auf alte Rezepte auf. Vorreiter der „neuen deutschen Küche“ war Gerhard Gartner, ehemaliger Starkoch mit zwei Michelin-Sternen, der Großmutters Regionalküche wieder entdeckte, aber leichter, gesünder, aromastärker und kalorienärmer gestaltete. Vorbild der „neuen deutschen Küche“ ist die Nouvelle Cuisine, die mit deutschen Regionalelementen neu umgesetzt wurde.
    1
    • „Traditionelle deutsche Küche“ steht für zweierlei: Positiv für die Basisküche, wie sie einst Karl Walterspiel und Lorenz Adlon pflegten und daher zu einem Begriff in ganz Europa wurde. Negativ für Mehlpampe und Eisbein oder Schweinebraten mit brauner Soße. Wie aus der „traditionellen deutschen Küche“ die „neue deutsche Küche“ wurde, beschreibt ein feiner Spott auf die gute alte Currywurst, die als „Boudin vom Landschwein an Curry-Tomaten-Coulis“ auf die Tageskarte kam. Aus der Currywurst wurde eine Création, aus der traditionellen Küche die neue deutsche Küche.
    • Fusion Food / Crossover ist die Vermengung von verschiedensten Geschmacks- und Küchenrichtungen, oft mit Elementen aus japanischen, chinesischen oder Thai-Küchen, aber auch mit speziellen Grillmarinaden z.B. aus Australien. Prominentes Beispiel für Fusion Food ist der japanische Koch Nobu, der in Südamerika aufwuchs, von dort Einflüsse in die traditionelle japanische Küche importierte und in New York ein Star wurde. Die „Nobus“, trendige Restaurants u.a. in Tokio, New York City, London oder Mailand, stehen als Synonym für Fusion Food par excellence.
    Heinz Horrmann ist einer der besten Hotelautoren und Gastrokritiker mit internationaler Reputation. Mit seinen Kolumnen u.a. für „Welt“, „Welt am Sonntag“ und „Berliner Morgenpost“ bewegt er Gourmands und Gourmets. Seine Rezensionen genießen im Top-Management höchste Priorität und üben entsprechenden Einfluss aus. Gerade veröffentlichte der meistverbreitete Hotelautor Deutschlands sein 30. Buch: „In fremden Betten – Hotelgeschichten von Heinz Horrmann, Band III“ (erschienen im Klocke Verlag, 240 Seiten, ISBN 978-3-934170-40-7).

    Gutes Essen mehr denn je gefragt
    Die Anzahl der neuen TV-Kochshows weist darauf hin: Genuss und gesunde Ernährung sind ein Megatrend. Über die Hälfte der Deutschen legen Wert auf „gutes Essen“ und die Qualität der Lebensmittel. Dies geht aus der aktuellen Apollinaris-Studie „Geschmack 2007“ (Stand: September 2007 / Quelle: Coco Cola GmbH, Berlin) hervor. Der Untersuchung zufolge gehen 61 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Monat in ein Restaurant, dabei liegt der Anteil der berufstätigen Männer mit 69 Prozent etwas höher.
    Für nahezu Jeden (91%) stehen die Frische der Zutaten sowie eine frische Zubereitung beim Restaurantbesuch an erster Stelle. Und rund 83 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass guter Service und freundliche Bedienung fast genauso wichtig sind, wie das Essen selbst. 68 Prozent schätzen vor allem ein schönes Ambiente. Auf eine gute Beratung bei der Speisen- und Weinauswahl legen etwa 40 Prozent Wert.
    Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
    1

  • Zahl des Monats: 11,2 Mrd. €

    Hamburg, 24. Oktober 2007
    Der Jahresumsatz im Außer-Haus-Markt in Österreich beträgt rund 11,2 Milliarden Euro (Angabe von 2006). Zwei Drittel entfallen auf die Gastronomie, ein Drittel auf verschiedene Formen der Gemeinschaftsverpflegung.
    Der Anteil der Außer-Haus-Ausgaben der österreichischen Haushalte steigt überproportional im Verhältnis zu den Lebensmittelausgaben. Zudem gehen die rund acht Millionen Österreicherinnen und Österreicher häufiger außer Haus zum Essen. So gibt es auch mehr Restaurants der Spitzenklasse und Gourmetlokale in der führenden Hotellerie. Die traditionelle österreichische Küche hat dabei vor allem durch die vielen ausländischen Einflüsse stark an Qualität gewonnen. In der Gemeinschaftsverpflegung (GV) stehen die Küchenchefs zunehmend unter Erfolgsdruck: Die traditionelle Versorgungsphilosophie wird zunehmendobsolet, im Vordergrund stehen Kundenorientierung und Kostenwirksamkeit.
    In Österreich gibt es über 55.000 Gastronomiebetriebe und mehr als 18.000 Übernachtungsbetriebe.
    (Quelle: CHD Expert – Marktplatz Hotel GmbH / Lebensministerium Wien/WKO)

    1

  • Hamburg: +10% mehr Gäste aus dem Ausland

    Hamburg, 23. Oktober 2007
    Auch 2007 scheint für Hamburg ein Boomjahr in Sachen Tourismus zu werden. In den ersten acht Monaten des Jahres stieg die Zahl der deutschen Gäste um 2,3 Prozent (auf 308.000), die der Auslände um fast zehn Prozent auf 77.000. Dies teilt das Statistikamt Nord mit. Allein im August kamen 385.000 nach Hamburg, 3.7 Prozent mehr als Vorjahresmonat. Die Zahl der Gäste aus Europa stieg innerhalb der ersten acht Monate um 3,5 Prozent auf rund 397.000. Dagegen sank die Zahl der Gäste aus den USA um über 13 Prozent auf knapp 40.000, die Zahl der japanischen Gäste sank ebenfalls um 13 Prozent auf rund 9.000. Immer mehr Besucher werden aus Österreich (+11,4% auf knapp 38.000) und der Schweiz (+20% auf knapp 46.000) in Hamburg begrüßt; eine Folge der zahlreichen Billigfluglinien aus dem Alpenraum in die Hansestadt. Zum Vergleich: In Schleswig-Holstein sank die Zahl der Übernachtungen im August um 2,4 Prozent auf 4,1 Millionen.

  • American Express: Weltweit deutlich höhere Hotel- und Flugpreise in 2008

    Frankfurt am Main, 22. Oktober 2007
    Nach einem Anstieg der Hotel- und Flugpreise im Jahr 2007 werden sich die Tarife auch im Jahr 2008 weltweit weiter verteuern, so das zentrale Ergebnis des Global Business Travel Forecast 2008 von American Express, dem weltweit führenden Anbieter von Geschäftsreisen. Im Hotelsektor ist mit Teuerungsraten bis zu 14 Prozent zu rechnen. Vor allem in Europa und Nordamerika ziehen die Preise für Kurz- und Langstrecke mit bis 5 bzw. 10 Prozent an. In Deutschland werden die Preise für Inlandsflüge moderater steigen, die Kosten für Hotelübernachtungen dagegen deutlich zulegen.
    “Wir erwarten, dass im weltweiten Durchschnitt die Kosten für eine Inlandsreise inklusive Flug, Mietwagen und Hotelübernachtung um sechs Prozent oder 63 US-Dollar zunehmen werden. Dadurch erhöhen sich die Durchschnittsreisekosten auf rund 1.110 US-Dollar. Für eine internationale Reise rechnen wir mit einem Zuwachs um annähernd sieben Prozent oder rund 205 US-Dollar. Der Gesamtpreis steigt dadurch auf 3.171 US-Dollar”, so Marc Hildebrand, Vice President und General Manager American Express für Mitteleuropa.
    Nachfrage-Boom bei Flügen
    2008 werden die Inlands- und Kurzstreckenflüge in der Economy Class weltweit zwischen einem und vier Prozent anziehen. Bei den Langstreckentarifen in der Business Class werden Steigerungsraten zwischen fünf und acht Prozent erwartet. In Nordamerika und Europa fallen die Preissteigerungen am stärksten aus. Zu den wichtigsten preistreibenden Faktoren zählen das verbesserte Leistungsangebot der Fluggesellschaften, die hohen Treibstoffpreise sowie die Konsolidierung in der Luftfahrtbranche. Demgegenüber stehen preissenkende Faktoren wie effizientere Flugzeuge mit höheren Kapazitäten und optimierte Arbeitsprozesse der Fluggesellschaften, das Wachstum der Billigflieger, der stärkere Wettbewerb und die größere Freiheit durch das “USA-EU Open Skies”-Abkommen.
    Im europäischen Raum wird dennoch von einer spürbaren Erhöhung der Flugtarife 2008 ausgegangen. Die starke Wirtschaft und die hohe Nachfrage nach Reisen in die Regionen Osteuropa, Fernost, Südasien sowie nach transatlantischen Reiserouten tragen wesentlich zu den Preiserhöhungen bei. Größere Erweiterungen der Kapazitäten auf den bedeutenden Reiserouten werden nicht erwartet – von daher wird das Angebot an Flügen weiterhin begrenzt bleiben. Die Einführung des neuen Airbus A380 wird sich kurzfristig nicht bemerkbar machen.
    Gebremst wird der Preisanstieg jedoch durch die weiterhin wachsende Bedeutung von Billigflug-Anbietern, die ihre Marktanteile im Segment der Kurzstreckenflüge ausbauen. Dies gilt insbesondere für die klassischen Billigflieger-Standorte Großbritannien und Deutschland. In Großbritannien werden aufgrund dieser Entwicklung sogar sinkende Tarife um bis zu zehn Prozent für Kurzstrecken erwartet. In Deutschland dürfte sich der Preisanstieg für Kurzstrecken bei bis zu vier Prozent bewegen. In Frankreich bleiben die Preise für Inlandsflüge aufgrund mangelnder Konkurrenz der nationalen Fluggesellschaft und durch die Zunahme an Hochgeschwindigkeitszügen nahezu unverändert.
    Stark wachsende Hotelpreise
    Nach den Ergebnissen des Global Business Travel Forecast wird der internationale Hotelmarkt auch 2008 ein Verkäufermarkt bleiben. Die weiterhin hohe Nachfrage nach Hotelübernachtungen und das nur gering wachsende Angebot an verfügbaren Zimmern werden – mit Ausnahme von Nordamerika – die Hoteltarife weltweit um zweistellige Zuwachsraten steigen lassen. So sind in den Regionen Asien-Pazifik und Lateinamerika & Karibik Preissteigerungen zwischen 18 und 22 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten.
    Insbesondere Hotels der gehobenen Kategorie konnten in der Vergangenheit hohes Wachstum verbuchen – es ist deshalb davon auszugehen, dass gerade die Hotelketten der unteren Kategorien ihre Häuser künftig ausbauen und renovieren werden. Die Reisenden profitieren von den neuen Annehmlichkeiten, werden hierfür jedoch auch höhere Preise zahlen müssen.
    In Europa sind infolge der steigenden Nachfrage nach Geschäftsreisen und der hohen Belegungsrate der Hotels ebenfalls hohe Preissteigerungen zwischen 12 und 14 Prozent in der mittleren und Premium-Kategorie zu erwarten. In Deutschland wird mit Preiserhöhungen zwischen sieben und neun Prozent in der mittleren Kategorie gerechnet; in der Premium-Kategorie zwischen zehn bis zwölf Prozent. Damit werden die Preise aber weniger stark steigen als 2007, als die Mehrwertsteuer erhöht wurde. Die Hoteltarife in den größten deutschen Städten werden um bis zu vier Prozent teurer. Berlin bildet die Ausnahme – hier können die Tarife wegen Überkapazitäten um bis zu zehn Prozent zurückgehen.
    Mietwagen-Markt durch Konkurrenzkampf geprägt
    Trotz höherer Fahrzeugkosten, zusätzlichen lokalen Verbrauchssteuern und Abgaben wird für 2008 nur mit moderat steigenden Mietwagentarifen gerechnet. In Europa steigen die Mietwagenpreise zwischen einem und drei Prozent. Der Grund hierfür ist der weiterhin sehr intensiv geführte Wettbewerb auf dem Mietwagen-Markt.
    Insbesondere in den großen US-Städten wird mit Hoteltarifsteigerungen von bis zu 14 Prozent gerechnet. Preistreibend wirkt hier insbesondere die hohe Nachfrage gegenüber den begrenzten Kapazitäten. Darüber hinaus haben die Hotels ihre Methoden zum Ertragsmanagement verbessert, um ihren Profit zu maximieren.
    Die Tariferhöhungen sind auch hier auf die hohe Nachfrage und die hohen Treibstoffpreise zurückzuführen. Preissenkend wirken sich hingegen die wachsenden Kapazitäten bei Flügen, die Expansion der Billig-Airlines und die für Ende 2008 geplanten neuen Hotelanlagen der mittleren Kategorie aus.
    Zu erwarten ist, dass die Olympischen Spiele in China die Preise und das Wirtschaftswachstum in der Region ankurbeln werden. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung selbst zunehmend mobiler wird. Im Luftfahrtbereich werden vor allem die hohen Treibstoffkosten, die verbesserte Ausstattung der Flugzeuge, die rapide zunehmende Nachfrage sowie die Konsolidierung der Fluggesellschaften für Preissteigerungen sorgen. Abhilfe bei den Kapazitätsproblemen soll insbesondere der Airbus A380 schaffen. Dem entgegen steht die Expansion der Billigflieger. Die hohen Grundstück- und Baukosten gepaart mit dem Wettkampf zwischen Freizeit- und Geschäftsreisenden sorgen für steigende Preise im Hotelsektor.
    Weitere Trends für das Jahr 2008
    Änderungen bei Prozessen und Unternehmensrichtlinien
    “Um steigende Kosten besser in den Griff zu bekommen, sollten Unternehmen ihre Geschäftsabläufe im Reisemanagement überdenken, und bei der Implementierung von neuen Prozessen insbesondere das Top-Management stärker involvieren”, sagt Marc Hildebrand. Details einer neuen Geschäftsreise-Politik müssten in Zukunft noch besser kommuniziert werden.
    Mögliche Maßnahmen zur Kontrolle von Kosten und Compliance
    – Weniger Nutzung von erstattungsfähigen Flugtarifen
    – Verstärkte Nutzung von Frühbucherrabatten
    – Konkretere Bestimmung, wann First- bzw. Business-Class Raten genutzt werden können
    – Stärkerer Fokus auf Online-Buchungen
    – Verstärkte Zusammenarbeit mit bevorzugten Dienstleistern, insbesondere im Hotelbereich
    Von Öko-Initiativen zur “nachhaltigen Geschäftsreise”
    Von Unternehmen wird erwartet, dass sie sich stärker für Nachhaltigkeit auch auf dem Sektor Geschäftsreisen engagieren. Dazu zählt nicht nur umweltbewussteres Reisen, sondern auch die Sicherheit der Reisenden.
    Vor allen Dingen werden Unternehmen zunehmend berücksichtigen müssen, welche Schadstoffemissionen bei einer Geschäftsreise anfallen. Zwar wird diese Gegenrechnung von Reisen und Klimaschutzbeiträgen kurzfristig ein bestimmender Faktor bleiben, doch ist davon auszugehen, dass dies zukünftig stärker mit langfristigen Unternehmensstrategien kombiniert wird.
    Methodik
    Die Prognosen des Global Business Travel Forecast beruhen auf einer Kombination aus statistischen Vorhersagen, einer genauen Untersuchung der Branchen und der Beobachtung regionaler Wirtschaftsentwicklungen. Hinzu kommen Interviews mit Branchenanalysten von American Express sowie die Auswertung interner und externer Daten. Darüber hinaus wurde die Firma Smith Travel Research für Untersuchungen der Hotelbranche und spezielle Märkte und Trends beauftragt.
    Die Voraussagen dieses Reports basieren auf einer Vielzahl interner und externer Informationen – es kann keine Garantie für den Eintritt der Prognosen gegeben werden. Die tatsächliche Entwicklung der Geschäftsreisepreise kann darüber hinaus auf Grund von unerwarteten politischen, wirtschaftlichen und / oder Umweltereignissen von den prognostizierten Zahlen abweichen.