(Hamburg, 03. Mai 2011) Zurück ins brummende Hamburger Hotelbusiness: Passend zum 102. Geburtstag werden die ersten 131 komplett restaurierten Zimmer im 1 fertig. GM Peter Pusnik und sein Team – neu dabei ist Nina Grünert-Witt als PR- und Marketing-Managerin – können endlich wieder Gas geben und richtig Umsatz machen. Ab 239 Euro ist ein Zimmer aktuell zu haben – und am Wochenende zum Hafengeburtstag ist das Haus voll ausgebucht.
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Mit dem Abschluss des ersten Bauabschnitts, der mindestens 22 Millionen Euro verschlungen hat, geht eine lange Durststrecke für das Grand Hotel zu Ende. Anfang vergangenen Jahres konnten die Renovierungsarbeiten nach mehrjähriger Verzögerung (wir berichteten) beginnen – und wurden schließlich noch um drei Monate zwangsverlängert, da eine Sprenkleranlage aufwändig eingebaut werden musste.
Ergebnis sind gelungene Zimmerkonzepte aus einem ursprünglichen Konzept der Erfolgsarchitekten Peter Joehnk und Corinna Kretschmar-Joehnk (JOI-Design) und Baumann Dekor Austria. Moderner Luxus wird hier herausragend übersetzt – mit großen Räumen (ab ca. 40 Quadrameter) und kleinen Highlights wie beheizte Marmorwände an den Handtuchhaltern und türgroßen Spiegeln im Badezimmer. „Serienmäßig“, d.h. in allen Zimmern verfügbar, sind übergroße Schränke, die dem einst üblichen Übersee-Schrankkoffer (aus sündhaft teurem, in Indonesien geschlagenem Makassar-Ebenholz) nachempfunden sind, Deckenleuchter aus schwarzem Murano-Glas und extrabreite Betten mit angenehmer Einstieghöhe. Für alle Gäste gibt es Nespresso-Maschinen und Apple-Dockingstations.
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Themenzimmer für Überseereisende
Die neuen Etagen erinnern entfernt an ein Themenhotel. Die „Afrika“-Zimmer sind in erdigen Farbtönen gestaltet. In „Amerika“ dominiert Violett und ein Art-Deco-Muster. „Europa“ kommt maritim-blau daher. „Asien“ wurden mit leuchtendem Rot-Gold dargestellt. Die Farbkonzepte werden durch unterschiedliche Materialien und korrespondierenden Malereien der Hamburger Künstler Carsten Westphal und Heinke Böhnert verstärkt. Übrigens verzichtete man auf „Australien“-Zimmertypen, da es vor hundert Jahren keine regelmäßigen Schiffspassagen von Hamburg nach Down Under gab.
Wie sich Langzeit-Dauergast Udo Lindenberg im neuen Schick wohlfühlt, wird natürlich nicht verraten. Doch der Rockmusiker wird wohl auch weiterhin in „seinem“ Atlantic wohnen bleiben; anderslautende Gerüchte können nicht bestätigt werden.
Die Tradition der Kreuzfahrtgäste, eine Nacht vor dem Ablegen im Alantic zu verbringen, soll nun wieder belebt werden. Direktor Pusnik lässt dazu die Gäste am Flughafen abholen, lädt zu einem „Captain’s Dinner“ und liefert sie am nächsten Morgen wohlbehalten an einen der beiden Hamburger Kreuzfahrt-Anlegeplätze ab. Wer eine Atlantik-Passage an Bord der „Queen Mary 2“ bucht, muss auch im Atlantic absteigen.
Das 1909 eröffnete Grand Hotel hatte diese aufwändige und äußerst feinsinnige Renovierung längst verdient. Die strahlende Fassade in Weiß und der Status als geschütztes Denkmal begeistern nachwievor viele – selbst kritische Beobachter können sich von einer emotionalen Bindung zu dieser „Hamburgensie“ kaum trennen. Nun geht es nahtlos in den zweiten Bauabschnitt: die restlichen Suiten sollen bis Jahresende tutti completti restauriert sein. Ab 2012 darf man dann über den fälligen Abriss eines Anbaus und dessen Neuerrichtung nachdenken. Das wird eine weitere unternehmerische Entscheidung der heimlichen Atlantic-Chefin zeigen. Die Witwe des überraschend verstorbenen Immobilieninvestors Dieter Bock (Octavian Gruppe) redet tonangebend mit. So ordnete sie nun angeblich an, bei künftigen Zimmerarbeiten etwas mehr vom verzierenden Deckenstuck zu erhalten.
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Geheimraum entdeckt
Ihre „alte Dame der Grand Hotellerie“ bedarf eben der besonderen Pflege. Und ist stets für Überraschungen gut: Bei Aufräumarbeiten auf dem weitläufigen Dachboden wurde ein längst vergessener Geheimraum wieder entdeckt. Der einst zugemauerte Archiv barg einen „Schatz“: Regale voller Exemplare der einstigen Hauszeitschrift „Zwischen Alster und Elbe“ aus den 1950er-Jahren erzählen ganz andere Kapitel aus einer wundersamen Epoche im Atlantic, als Prinzessinnen und Stars sich die Klinken in die Hand gaben. Hier werden wohl etliche Geschichten verwahrt, die noch nicht in den bisherigen zwei Hotelchroniken zu lesen waren.
Das Atlantic gilt nun als modernstes Luxushotel in Hamburg. Und die Modernisierung ist noch nicht beendet. Für viele Hotel- und Restaurantfachleute hat das Haus seine legendäre Anziehungskraft dadurch noch verstärkt – immer wieder kehren auch junge Mitarbeiter gern und rasch wieder zurück. (car.)
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102 Jahre Atlantic Hotel Kempinski Hamburg: Endlich 131 frisch renovierte Zimmer
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Der große Schummel mit den Light-Produkten
(Berlin, 04. Mai 2011) Kekse und Kuchen mit „weniger Zucker“, Chips und Eis mit „weniger Fett“ können Kalorienfallen sein. Die Stiftung Warentest warnt in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift „1“ davor, leichten Genussmitteln zu vertrauen. Bei diesen Light-Produkten werden Zucker oder Fette um mindestens 30 Prozent reduziert, aber durch andere Substanzen wie Fruchtzucker, Sirupe oder andere Kohlehydrate ersetzt. Unterm Strich ist die Kalorieneinsparung im Vergleich zum herkömmlichen Pendant oft nicht vorhanden oder nur gering. Leichte Genussmittel erleichtern höchstens das Gewissen, man greift unbedacht zu und isst mehr.
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Beim exemplarischen Einkauf von Light-Produkten fiel den Testern das Kakaogetränkepulver Nesquick zuckerreduziert besonders negativ auf: Dem Etikett nach liefert es nämlich 1 Prozent mehr Kalorien als das Original. Die Leibniz Butterkekse „30 Prozent weniger Zucker“ bieten nur 4 Prozent weniger Kalorien. Außerdem hat die Light-Packung 25 Prozent weniger Inhalt, kostet aber 30 Cent mehr als das herkömmliche Pendant. „30% weniger Fett“ versprechen die „Naturals Leicht“ Chips von Lorenz. Tatsächlich bieten sie aber nur 10 Prozent weniger Kalorien. Und auch die Aufschrift „Leichter Genuss“ und „40 Prozent weniger Fett“ der Vanille-Eiscreme „Langnese Cremissimo Leichter Genuss“ ist ein Ablenkungsmanöver: Zwei große Kugeln der Light-Version haben nur 15 Prozent weniger Kalorien als die original Langnese Cremissimo Eiscreme.
Doch es gibt auch Light-Produkte, die tatsächlich helfen, Kalorien zu reduzieren. So waren fettgeminderte Milchprodukte und Wurst-wirklich leichter. Die Stiftung Warentest rät dennoch, natürliche Light-Produkte wie Wasser, Obst, Gemüse, Joghurt, Quark oder Schinken zu bevorzugen. -
Karl Lagerfeld designt für „Magnum“ Hotelsuite aus Schokolade!
(Paris, 05. Mai 2011) Das ist doch eine süße Suite: Kein geringerer als 1 himself hat mit dem berühmten französischen Chocolatier Patrick Roger eine ganze Hotelsuite entworfen – aus Schokolade. Im Paris Tophotel La Réserve wurde diese PR-Aktion für die neue Langnese-Sorte „1“ gestartet – Schreibtisch, Teppich, Bett und sogar Tagesdecke und Kissen mit Spitze hat der Stardesigner entworfen und von dem Meister- Chocolatier Patrick Roger aus feinster, belgischer Schokolade modellieren lassen. Als Höhepunkt setze Roger Lagerfelds Muse Baptiste Giabiconi Schokoboy in Szene. Wie süß …
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„Es war ein absolutes Vergnügen, die Magnum Schokoladen-Suite zu designen. Meine Idee war, mit einem Mix aus modernen und traditionellen französischen Einflüssen zu flirten und etwas Bemerkenswertes aus dieser feinen, belgischen Schokolade zu erschaffen“, so Karl Lagerfeld über seine Vision der Magnum Schokoladen-Suite. Umgesetzt hat Lagerfelds außergewöhnliche Entwürfe in tagelanger Kleinstarbeit der Meister-Chocolatier Patrick Roger. Es war das erste Mal, dass der erfahrene Schokoladenkünstler ein ganzes Zimmer aus Schokolade modelliert hat. Das Ergebnis hat vor allem den Designer selbst begeistert: Jedes noch so kleine Detail der von Lagerfeld entworfenen Möbel und Wohn-Accessoires hat Patrick Roger aus Magnum-Schokolade nachempfunden.
„Wir fühlen uns sehr geehrt, dass der große Karl Lagerfeld mit uns arbeiten wollte. Mit Magnum Temptation Chocolate möchten wir alle Menschen ermutigen, jeden Tag zu genießen – denn wir von Magnum finden: Ein Tag ohne Genuss ist ein verlorener Tag. Die Magnum Schokoladen-Suite veranschaulicht diese Vision eindrucksvoll“, so Marlies Gebetsberger, Category Leader und Brand Manager Magnum.
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„Magnum“ wurde im Jahr 1987 als erstes Premium-Eis am Stiel speziell für Erwachsene eingeführt. Heute ist „Magnum“ eine der weltweit führenden Eis-Marken, mit einem Verkauf von über einer Milliarde Stück pro Jahr weltweit und die größte Eis-Marke von Unilever.
Patrick Roger ist bekannt für seine kreativen Innovationen. Er kombiniert eine Subtilität der Aromen mit Texturen und erhabener Ästhetik, bis hin zu majestätischen Skulpturen. Seine Zutaten kommen aus aller Welt – Orangen aus Korsika, Kakaobohnen aus Ecuador und Vanuatu, Kastanien aus Turin, Whisky aus Schottland. Patrick Roger hat Boutiquen in Sceaux und Saint Germain en Laye sowie fünf Filialen in Paris und eine weitere Dependance in Brüssel, die in diesem Jahr eröffnet wurde (September 2011). -
Blick hinter die Kulissen des Leonardo Royal Hotel Munich: Hotel Interior Designer Andreas Neudahm im Interview
(München, 05. Mai 2011) Modern. Innovativ. Leidenschaftlich. Verlässlich – mit diesen Eigenschaften überzeugt Andreas Neudahm, Hotel Interior Designer, seit nun mehr als 20 Jahren in über 460 Projekten. Gerade erst fertiggestellt hat der Ausnahme-Designer das neue Leonardo Royal Hotel Munich – ein 424-Zimmer Design-Hotel, das schon jetzt als das neue „In“- bzw. „Szene-Hotel“ Münchens gefeiert wird. Im Interview ermöglicht Andreas Neudahm nun einen Blick hinter die Kulissen eines solch einzigartigen Hotelprojektes und spricht über seine Inspiration, die Bedeutung von Farben und Formen, als auch seine Herangehensweise.
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Herr Neudahm, wie sind Sie zum Hotel Interior Design gekommen? Wollten Sie schon immer Designer werden oder würden Sie dies eher als Aneinanderreihung von Zufällen bezeichnen?
Ich war schon immer sehr kreativ und wusste eigentlich sehr schnell, dass ich Interieur Design machen möchte. Noch mit Beginn meines ersten Semesters im Studium der Innenarchitektur habe ich dann den Grundstein meiner unternehmerischen Aktivitäten gelegt. Ich nahm damals an einem Wettbewerb für Hotel Design teil, den ich dann tatsächlich auch für mich entscheiden konnte. Danach wurde ich sofort mit der Planung eines Lifestyle-Konzeptes für eine internationale Hotelgruppe beauftragt. Das war dann der Startschuss, aus dem sich auch meine Spezialisierung auf Interior Design ergab. Mit jedem neuen Hotel lernte ich dann neue Bauherren, Investoren und Entwickler kennen. Und das Ganze nahm einfach seinen Lauf. Heute beschäftige ich über 35 Mitarbeiter in Büros in Berlin, München, Paris, London, Wuppertal und seit kurzem auch in Tel Aviv.
Wie geht man bei einer Hotel-Projekt-Entwicklung eigentlich vor?
Wenn ich ein neues Projekt angehe, mache ich mir zuerst Gedanken darüber, wie das Hotel funktionieren kann. Bieten sich an dem Standort vielleicht Service-Apartments an oder sind gute Voraussetzungen für ein Tagungshotel gegeben. Wenn das fest steht, geht es darum, diese Idee in dem jeweiligen Baukörper unterzubringen sowie die funktionalen Details zu berücksichtigen. Und dann kommt das Allerwichtigste: Das Design. Dabei gilt: Ein Hotel ist exakt so gut, wie der Gast sich darin fühlt. Deshalb versuche ich wie ein Gast und ein Hotelbetreiber zu denken, mich in seine Bedürfnisse und Gewohnheiten hineinzuversetzen. Mein Ziel ist dabei immer, ein Hotel zu schaffen, in das sich der Gast auf den ersten Blick verliebt. Um jedem Hotel zudem seinen eigenen Charakter zu geben, wird bei mir alles individuell entworfen und gefertigt. Angefangen bei der Rezeption, über jeden Stuhl und Tisch, bis hin zu den Gebrauchsgütern wie Handtücher und Geschirr. Auf diese Weise spiegelt jedes Hotelzimmer bis ins Detail die Corporate Identity des Auftragsgebers wider. Und genau dieser Aspekt stand beim Design des Leonardo Royal Hotel Munich im Vordergrund. Im Gegensatz zum Leonardo Royal Hotel in Berlin, wo es sich um die Umwandlung einer Bestandsimmobilie handelte, ist das Leonardo Royal Hotel Munich das erste Leonardo Hotel in Deutschland, das komplett neugebaut wurde und somit nach unseren eigenen Vorstellungen gestaltet werden konnte. Ziel war es also, der Kette ein Gesicht, eine Seele bzw. eine Identity zu geben. Das Design des Leonardo Royal Hotel Munich gilt nun als „Master“ für alle weiteren Leonardo Hotels die folgen werden.
Wie würden Sie Ihren eigenen Design-Stil beschreiben?
Eigentlich muss ich sagen, dass ich keinen festgefahrenen Design-Stil in dem Sinne habe. Wichtig ist für mich viel mehr, dass ich den passenden Design-Stil für das Produkt bzw. das Hotel oder die Hotelkette finde. Das heißt, dass ich mich vor jedem Projekt zuallererst intensiv mit dem Kunden, dem Standort und der Marke beschäftige und dann, abgestimmt darauf, ein Design-Konzept entwickle. Das ist dann natürlich bei jedem Hotelprojekt variabel. Beim Leonardo Royal Hotel Munich war es z.B. wichtig, dass wir der Lage des Hotels, etwas außerhalb des Zentrums, gerecht werden. Wir wollten folglich ein Hotel schaffen, dass die Leute animiert, im Hotel zu verweilen ohne umständlich andere Restaurants, Bars etc. aufsuchen zu müssen. Somit haben wir ein riesiges Entrée geplant, dass mit seinen vielen gemütlichen Ecken, der Bar und dem Restaurant sofort einlädt einen Drink einzunehmen oder sich hier mit Freunden zu verabreden.
Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?
Durch meine weltweiten Aufträge reise ich natürlich enorm viel und bin selbst oft Gast in Hotels. Dadurch kann ich mich sehr gut in Hotelgäste hineinversetzen und kenne Ihre Bedürfnisse genau. Darüber hinaus sammle ich natürlich auf allen Reisen Eindrücke, Stimmungen, Farben und Formen. Wenn ich ein Hotel designe, schöpfe ich dann aus dem Potpourri an gesammelten Eindrücken und suche mir diejenigen heraus, die zum Standort und zur Hotelkette passen. Auch beim Leonardo Royal Hotel Munich habe ich mir dieses Sammelsurium zu Nutze gemacht. So habe ich in vielen Hotels erlebt, dass Bar, Restaurant etc. in je eigenen, abgetrennten Räumen zu finden sind. Dies stellt aber für Gäste in einem fremden Umfeld oft eine Art Hemmschwelle dar. Folglich wollte ich selbst ein Hotel kreieren, bei dem alles offen ist, bei dem man sofort die Orientierung hat und bei dem man sich bereits beim Betreten zugehörig fühlt. Ich denke, das ist mir gelungen.
„Wie erschaffen Sie Atmosphäre in einem Raum?“
Das Beleuchtungskonzept ist der Schlüssel zur Gemütlichkeit. Durch die Verwendung von LED-Licht können wir mittlerweile verschiedenste Licht-Szenarien erzeugen und auch steuern. Je nach Verwendung bestimmter Farben, entsteht so ein völlig neues Raumgefühl, dass entsprechend der Tageszeit oder für ein Event verändert werden kann. Dieses Konzept ist nicht nur in das Leonardo Royal Hotel Munich, sondern auch sehr stark in unsere anderen Realisierungen wie z.B das Courtyard Bremen oder das Sol Melia Luxembourg eingeflossen.
„In wie weit spielen Farben eine Rolle?“
Generell verwendet man heute im Interior Design eher dezente Farben. Plakative Farben hingegen werden allen voran als „Eyecatcher“ eingesetzt und geben den Räumen erst ihr ganz eigenes Ambiente. Eine rote Vase in einem sonst farblich eher zurückhaltenden Restaurant kann z.B. die komplette Innenarchitektur des Raumes bestimmen, der Blick sofort auf die Vase fällt. Tauscht man die rote Vase gegen eine Blaue aus, wird die Stimmung von Grund auf verändert. Accessoires und Farben ermöglichen es also, einem Raum eine gewisse Atmosphäre und somit eine „Seele“, sprich eine Coporate Identity, zu verleihen. Im Leonardo Royal Hotel Munich ist es so, dass wir eine relativ klare und puristische Formensprache gewählt haben und eigentlich nur durch die Verwendung plakativer Farben dieses szenische, enorm moderne Ambiente erzeugen. Das gelbe Sofa in der Lobby z.B. ist nicht aufgrund der Form auffällig, sondern allen voran aufgrund der Farbe, die sofort alle Blicke auf sich zieht.
„Welche Textilien erscheinen Ihnen besonders bedeutsam?“
Bei einem guten Hoteldesign werden normalerweise alle Sinne angesprochen, Textilien sorgen dabei sowohl für optische Reize als auch für die Haptik. Es gibt Materialien, die aussehen wie Krokodilleder, andere wie Metallflächen und wieder andere können mit eigenen Fotos bedruckt werden und so einen ganz persönlichen Touch besitzen. Besonders bedeutsam sind bei uns synthetische Fasern, die es ermöglichen, bestimmte Oberflächen optisch nachzuempfinden aber gleichzeitig viel strapaziöser bzw. kostengünstiger sind als deren echte Materialien. Auch eingescannte Fotos auf Textilien finden bei uns häufig Verwendung. Besonders gut kommt dies z.B. bei den Headboards von Betten zur Geltung. Auf diese Weise erhält jedes Zimmer, seinen eigenen individuellen Charakter.
„Welche Design-Trends können Sie derzeit ausmachen?“
Ein Trend den ich derzeit beobachte, ist die Herstellung von Bezügen eines Hotels zu dessen Lage sowie zu dessen Geschichte. Dies hat den Grund, dass Hotelgäste zwar die Corporate Identity eines Kettenhotels sehen und spüren, dennoch aber auch erkennen sollen, in welcher Stadt bzw. in welchem Land sich das Hotel befindet und welche
Geschichte das Gebäude prägt. Möglich wird dies allen voran durch die gezielte Verwendung von Accessoires. Ich verwende z.B. hauptsächlich Bilder oder Kunstdrucke mit lokalen Motiven. Im Falle des Leonardo Royal Hotel Munich z.B. mit Motiven des Olympiaparks und verschiedener Münchner Sehenswürdigkeiten.
Welcher Raum gefällt Ihnen am besten und warum?
Der gelungenste Bereich ist für mich eigentlich das Entrée mit seinen verschiedenen kuscheligen Ecken und gemütlichen Rückzugsmöglichkeiten. Kräftige, harmonische Farben in Schwarz-, Grün- und Rottönen, wechselfarbige Lichtvouten und das ausgefallene Interieur schaffen hier ein besonders stylisches, kosmopolitisches Ambiente, einen Ort der inspiriert und stimuliert. Hier begegnet man sich zum Drink verabredet sich für geschäftliche Besprechungen oder erholt sich von einer spannenden Sightseeingtour in München – fast wie im eigenen „living-room“ zuhause.
1 engagiert sich seit mehr als 20 Jahren in über 450 Projekten als Partner der internationalen Hotellerie. Mit seinen Büros in Wuppertal, Berlin, München, London und Paris und neu in Tel Aviv überzeugt er durch eine ideenreiche, individuelle Gestaltung, sorgfältige Planung und gewissenhafte Umsetzung von Business- und Ressorthotels weltweit. -
Foodwatch fordert Kennzeichnung aller Zutaten auf Speisekarten
(Berlin, 07. Mai 2011) Thilo Bode fährt schwere Geschütze auf: Der Chef der Berliner Lebensmittel-Verbraucherorganisation Foodwatch fordert eine Kennzeichnung aller Zutaten auf Speisekarten in der Gastronomie. „Die ungekennzeichnete Verwendung von Fertigprodukten in der Gastronomie halten wir für eine grobe Verbrauchertäuschung. Besonders weil die Kennzeichnungsregeln für die Gastronomie extrem lasch sind“, heiß es in einem aktuellen Rundschreiben von Foodwatch.
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So fordert man bei Foodwatch, die Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel in der Gastronomie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen und dass in Restaurants und Kantinen eine vollständige Zutatenliste aller Gerichte inklusive aller verwendeten Zusatzstoffe gut sichtbar aushängt oder auf Nachfrage für den Gast einsehbar sind. Werden in der Gastronomie Convenience-Produkte verwendet, muss die komplette Zutatenliste in der Speisekarte wiedergegeben werden, heißt es in dem Mailing.
Foodwatch nimmt immer häufiger Convenienceprodukte der Lebensmittelprodukte unter die Lupe. So seien in der „Mousse Cassis“ von Nestlé keine „deklarierungspflichtigen Zusatzstoffe auf der Speisekarte“enthalten, heißt es von Foodwatch. Dafür seien „alle möglichen unappetitlichen, aber nicht deklarierungspflichtigen Zusatzstoffe- von E472b über Rindergelatine bis Xanthan – sowie Aromen in dem Chemiepudding drin.“ Oder: Das „Knorr Gemüse Bouillon pastös“ mit „vollem, ausgeprägtem Gemüsegeschmack“ bestehe in Wahrheit hauptsächlich aus Salz und Geschmacksverstärker mit einem Schuss Aroma zu ganzen sechs Prozent Gemüse. Das dies alles längst bekannt ist und trotzdem nicht den massiven Umsatzzuwachs bei Convenienceprofukten schmälert, wird von Foodwatch nicht betont.
Foodwatch (Slogan „Die Essensretter“) startete nun eine Kampagne mit dem Titel „1“. Bislang haben über 6.700 Menschen ihre Unterstützung bekundet. -
Yourcareergroup/IHA: Neuauflage der beliebten arbeitsrechtliche Seminare im Mai und Juni
(Düsseldorf, 09. Mai 2011) Im Mai und Juni veranstaltet wieder die Düsseldorfer Yourcareergroup in Zusammenarbeit mit dem Hotelverband Deutschland (IHA) und dem Anwaltsbüro Claus deutschlandweit arbeitsrechtliche Halbtagesseminare, die sich an Personalverantwortliche der Hotellerie, Gastronomie und Touristik richten. Die Themen des diesjährigen „Wunsch-Seminars“ stammen aus einer im Frühjahr durchgeführten Umfrage unter Personalverantwortlichen. Die am häufigsten genannten Vorschläge wurden zu Schwerpunktthemen wie befristete Arbeitsverträge, Krankheit im Arbeitsverhältnis, Abmahnung, Elternzeit, Kündigung etc. zusammengefasst.
Die Teilnehmer des Seminars erhalten einen Überblick über aktuelle arbeitsrechtliche Themen, um in Zukunft wirksame Personalentscheidungen treffen zu können. Prägnante Beispiele vermitteln Lösungsansätze, die die Teilnehmer auf Fragestellungen aus ihrem Berufsalltag übertragen können.
Das Seminar wird gehalten von Uwe Claus, der seit 1993 auf Rechtsangelegenheiten in der Hotellerie spezialisiert ist. Er hat in der Vergangenheit zahlreiche Vorträge vor Erfa-Gruppen oder Personalleitertagungen zu aktuellen Themen des Arbeitsrechts gehalten. Aufgrund der anschaulichen Darstellungsweise sind seine Vortrags- und Seminarveranstaltungen bundesweit sehr beliebt.
Interessenten können auf www.hotelcareer.de/arbeitsrecht.html weitere Details sowie ein Anmeldeformular zur Veranstaltung downloaden.
Termine & Veranstaltungsorte:
18.05.2011 – Düsseldorf – Hyatt Regency Düsseldorf
19.05.2011 – Hamburg – Grand Elysée Hamburg
24.05.2011 – Berlin – Steigenberger Hotel Berlin
26.05.2011 – Frankfurt/Main – Welcome Hotel Frankfurt/Main
07.06.2011 – München – Tryp Hotel München
Die Teilnahmegebühr beträgt 149 Euro (zzgl. MwSt) für Kunden der Yourcareergroup oder Mitglieder des Hotelverbandes Deutschland (IHA) und 179 Euro (zzgl. MwSt) für Nicht-Kunden bzw. Nicht-Mitglieder. -
Grand Spa Resort A-Rosa Kitzbühel: Uwe Schramm übernimmt Leitung von Holger Hutmacher
(Kitzbühel/Österreich, 09. Mai 2011) Uwe Schramm ist seit April neuer Direktor im Grand Spa Resort A-Rrosa Kitzbühel. Er führte bisher das Royal Spa Kitzbühel Hotel. Geschäftsführer Holger Hutmacher, der das Luxusdomizil kommissarisch geleitet hat, kehrt in die Hamburger Zentrale der DSR Holding zurück und übernimmt dort neue Aufgaben.
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Er hat die Resortleitung in den vergangenen Monaten zusätzlich zu seinen Tätigkeiten in der Geschäftsleitung der A-Rosa Resort & Hotel GmbH bewältigt. „Ich bedanke mich bei Herrn Hutmacher für sein Engagement, denn er hat neben seiner umfangreichen Arbeit als Geschäftsführer der A-Rosa Resort Management GmbH das Hotel in Kitzbühel für zwei Jahre kommissarisch und erfolgreich geleitet,“ sagt Horste Rahe, Geschäftsführender Gesellschafter der Deutschen Seereederei, zu der die Schlosshotel Kitzbühel GmbH als Tochterunternehmen gehört. A-Rosa habe lange nach der richtigen Besetzung für das exklusive Resort gesucht. „Nun freuen wir uns, gemeinsam mit Herrn Schramm die Herausforderungen in Kitzbühel zu meistern.“
Uwe Schramm ist ein erfahrener Hotelier. Der gebürtige Bamberger wurde nach seinem Studium als Diplom-Betriebswirt an der Berufsakademie Ravensburg Clubdirektor bei Robinson. In dieser Funktion führte er mehrere Robinson Clubs, unter anderem in der Türkei, Spanien, Ägypten und Österreich. Ab 2007 hatte Uwe Schramm die Position des Director of Operations bei der Robinson Club GmbH in Hannover inne. Im September 2010 übernahm der 44-Jährige als Direktor die Leitung des Royal Spa Kitzbühel Hotel. -
A&O Hotels: Kampf gegen holidaycheck.de geht in nächste Runde
(Berlin, 06. Mai 2011) Nun geht es ans Eingemachte: A&O-Hotel-Chef Oliver Winter geht nun gerichtlich gegen holidaycheck.de (Burda-Konzern) vor. Ziel ist es, alle A&O-Betriebe von den Bewertungsplattformen nehmen zu lassen, damit diese nicht öffentlich bewertet werden können. Dies kündigte Winter nun in einem Interview mit „Top hotel“ an.
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Das zu erwartende Urteil könnte zu einem bedeutenden Präzedenzfall für alle Online-Bewertungsplattformen werden. Wenn A&O mit seiner Forderung Recht zugesprochen bekäme, könnte dies das Geschäftsmodell von holidaycheck.de grundlegend verändern. Denn es ist zu erwarten, dass etliche Hotels sich bei holidaycheck.de verabschieden würden.
Das ausführliche Interview ist hier zu lesen: 1
Aktuell bei HOTELIER TV: Carsten Hennig zum Kampf zwischen A&O Hotels und holidaycheck.de – zu sehen bei www.youtube.com/user/hoteliertv