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  • MKG Hospitality: Hilton führt in Nordamerika, Accor in Lateinamerika

    (Paris, 17. Juni 2011) Hilton führt in den USA: Mit 505.654 Hotelzimmern ist die gute alte Hotelkette die größte in Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko). Das starke Wachstum (11.824 mehr Zimmer im Vergleich zum Vorjahr) sichert den Spitzenplatz im aktuellen Hotelketten-Ranking von 1. Auf Platz zwei steht die Wyndham Hotel Group, die um 18.122 Zimmer zulegte. In Lateinamerika steht Europas führender Hotelkonzern Accor auf Platz eins der Hotelketten, noch vor Meliá Hotels International.
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    Hotelriese Marriott steht in Nordamerika nur an dritter Stelle (486.787 Zimmer). Die britische InterContinental Hotels Group (IHG) sackte mit 422.726 Zimmern auf Platz vier, da über 5.500 Zimmer durch ehamlige Holiday-Inn-Hotelpartner verloren gingen. Choice Hotels liegt mit 419.918 Zimmern auf dem fünften Platz.

  • Lodging Econometrics: 790 neue Hotels werden in Europa noch gebaut

    (London, 17. Juni 2011) Massiver Zuwachs in ganz Europa: Aktuell sind 790 Hotelprojekte mit insgesamt 125.296 Zimmern in Bau bzw. in Entwicklung. Allein 208 Projekte (27.607 Zimmer) zählt der Bauinformationsdienstleister Lodging Econometrics (LE) in Großbritannien. Damit sind in Westeuropa neun Prozent mehr Hotelprojekte in der Pipeline (als im Vorjahresquartal). Die Zahl der in Bau befindlichen Hotelzimmer stieg um drei Prozent. Dies zeigt, dass die zum Teil erheblichen negativen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise überstanden sind.
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    Die Hotelplanungen in Europa werden in der Anzahl der Hotelzimmer etwas zurück gefahren. 77 Prozent der geplanten Häuser werden weniger als 200 Zimmer haben. Aktuell sind 405 Projekte (69.456 Zimmer) in Bau. 204 Hotelprojekte (29.588 Zimmer) sollen noch in diesem Jahr eröffnet werden.
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    Im Nahen Osten zählt LE aktuell 425 Hotelprojekte (114.618 Zimmer), zwei Prozent weniger als zuletzt. Die meisten Hotels werden nachwievor in Dubai und Abu Dhabi gebaut, auch wenn etliche Projekte durch Finanzierungsschwierigkeiten erheblich verzögert wurden. In Afrika werden aktuell 190 größere Hotels (37.141 Zimmer) geplant, sieben Prozent mehr als im erstes Quartal des Vorjahres. Allein 64 Hotelbau-Projekte (11.955 Zimmer) entstehen in Marokko, 19 (3.979 Zimmer) in Nigeria und 17 (2.492) in Südafrika. Die Umstürze und Unruhen in Libyen, Tunesien und Ägypten bremsten den Ausbau der Hotellerie stark.

  • Touristiker Stefan Seidl: „Bayerische Tourismusgeschichte darf nicht in Vergessenheit geraten!“

    (Starnberg, 17. Juni 2011) Als am 21. Januar 1961 im Bonner Presseclub der Studienkreis für Tourismus gegründet wurde, ging es schon damals nicht nur um die Fragen der Erholung, sondern auch um die der Bildung und internationalen Begegnungen während der Urlaubsreise. Die an diesen Fragen interessierten Persönlichkeiten aus recht verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen hatten eine gute Wahl getroffen, als sie den Sozialwissenschaftler Heinz Hahn beauftragten, die Gründung dieser Institution vorzubereiten und in die Wege zu leiten. Sitz des Studienkreises wurde Starnberg, eine gute Entscheidung, denn als Reiseland spielte Bayern in Deutschland schon immer eine wichtige Rolle. Davon zeugt ein Blick in die Tourismusgeschichte. Diese Geschichte des Tourismus in Bayern festzuhalten und fortzuschreiben, gehörte zu den unerlässlichen Aufgaben dieser Branche.
    Doch wer kümmert sich hier darum? Es gibt seit vielen Jahren Bemühungen um die Bayerische Tourismusgeschichte, aber an einer generellen, zielgerichteten Darstellung, verbunden mit einer geordneten Übersicht, mangelte es. Dieser Problematik hat sich der Arbeitskreis von Stefan Seidl, Touristiker mit Leib und Seele, gestellt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, alles, was über die Tourismusgeschichte Bayerns zu finden ist, in einem Archiv zu sammeln und übersichtlich zu ordnen.
    „Gerade Bayern als Reiseland Nr. 1 in Deutschland hat genug Interessantes zu bieten, das es gilt festzuhalten,“ meint der gelernte Tourismusfachwirt. Er ist ständig auf der Suche nach historischen Berichten, erwähnenswerten Tourismuspionieren und persönlichen Zeitzeugen. Wichtig sind Seidl unter anderem die Anfänge des Tourismus in Bayern und Berichte der ersten „Sommerfrischler. „Mittlerweile habe ich zwar einen guten Bestand  und gute Kontakte“ meint er. „Da ich mein Projekt jedoch rein privat finanziere, benötigt ich dringend Unterstützung.“ 
    Er fordert daher alle Interessierten auf :  „Helfen Sie mit und werden Sie zum Tourismusforscher!“
    Weitere Infos gibt es unter: 1

  • HOTELIER TV Exklusiv: Gastro Premium Night auf dem Hamburger Süllberg

    (Hamburg, 17. Juni 2011) Die “Gastro Premium Night” auf Karlheinz Hauser’s Süllberg ist sicherlich ein Highlight zur Fachmesse Internorga. Eingeladen sind nur Spitzenköche und Topgastronomen. Präsentiert werden seltene Spezialitäten, serviert werden feinste Speisen und edelste Getränke und das Show- und Partyprogramm kann sich nun wirklich sehen lassen.
    Abonnieren Sie HOTELIER TV auf Youtube und verpassen keine Sendung mehr: www.youtube.com/user/hoteliertv
    HOTELIER TV ist der erste Branchensender für das internationale Hotelmanagement und Spitzengastronomie. Macher sind der bekannte Fachjournalist Carsten Hennig und aspirer media aus Hamburg. HOTELIER TV bringt spannende Interviews, exklusive Bilder von Topevents, interessante Gespräche und heiße Themen auf den Bildschirm. Mehr: www.hoteliertv.net

  • Hotelmarkt Berlin: Budget und Boarding im Trend – Deloitte-Studie prognostiziert verstärkten Preisdruck

    (Berlin, 16. Juni 2011) Mit über 20 Mio. Übernachtungen konnte Berlin letztes Jahr einen historischen Rekord aufstellen. Die deutsche Metropole überraschte selbst Tourismusexperten. Berlin ist hip, sexy und hat jedem was zu bieten – mit diesem Image gelingt es sogar, Schwergewichten wie Rom, Madrid oder London den Rang strittig zu machen. Dies geht aus einer aktuellen Hotelmarkt-Studie von Deloitte hervor.
    Auch die aktuelle touristische Bilanz des ersten Quartals 2011 gestaltet sich mit 1,8 Millionen Ankünften und 4,077 Millionen Übernachtungen positiv und lässt auf ein weiteres Erfolgsjahr hoffen. Dennoch haben die Hoteliers der Hauptstadt zu kämpfen: Durch zahlreiche Neueröffnungen ist das Berliner Bettenangebot überproportional gewachsen – und es wird weiter geplant. Bereits jetzt wird es zunehmend schwieriger, Auslastung und Zimmerpreise auf einem wirtschaftlichen Niveau zu halten.
    “Budget und Boarding Häuser liegen voll im Trend. Sie profitieren einerseits von überdurchschnittlichen Auslastungszahlen und andererseits von reduzierten Betriebs- und Nebenkosten”, erläutert Kay Heimerer, Manager Hospitality bei Deloitte. “Darüber hinaus sind diese beiden Marktsegmente in Deutschland bisher noch nicht so umkämpft wie die traditionelle Mittelklassehotellerie.”
    Markenranking: Die Aufholjagd hat begonnen
    Accor stellt mit rund 14 Prozent den größten Anteil am gesamten Zimmeraufkommen in Kettenhotels, gefolgt von InterContinental (ca. 9%). Motel One, NH, Best Western und Rezidor sind dabei aufzuschließen, sie besetzen Anteile zwischen 5,5 bis 7 Prozent am Gesamtzimmerbestand der Ketten.
    Hotelgesellschaft / Anteil an markengebundenen Zimmern
    Accor – 13,7%
    InterContinental Hotels – 8,8%
    Motel One – 7,0%
    NH Hoteles – 5,8%
    Best Western – 5,6%
    Rezidor – 5,5%
    Grand City Hotels – 4,0%
    Marriott International – 3,0%
    Maritim Hotels – 2,9%
    Ramada – 2,9%
    Quellen: Hotelverzeichnis der Stadt Berlin 2010
    (Zahlen inkl. Hotel/Hotel garni ohne Pensionen, Gästehäuser und
    Gasthöfe), Deloitte Recherche
    Blickt man auf die zahlreichen Projekte, die in Berlin realisiert werden sollen, erscheint es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage zunehmend unausgewogen entwickelt – erste Anzeichen machen sich bereits jetzt bemerkbar. Eine Gesamteinschätzung des Berliner Entwicklungsvolumens gestaltet sich aufgrund der Ungewissheit vieler Projekte schwierig – Branchenexperten gehen aber in den nächsten Jahren von 49 neuen Hotels mit über 11.000 Betten aus.
    Budget und Boarding auf dem Vormarsch
    Das Boardinghaus-Konzept hat sich als krisenresistent bewiesen, einige Firmen haben Reiserichtlinien herausgegeben, die für längere Aufenthalte die Prüfung entsprechender Unterkunftsangebote vorschreiben. “Erfolgskriterien sind zentrale Lage und attraktive Infrastruktur. Das flexible Beherbergungskonzept gewährt die Balance zwischen Freiraum und Unterstützung/Entlastung des Gastes. Ausstattung, personalisierte Dienstleistungen und Preis spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, um das Konzept nachfragegerecht umzusetzen”, weiß Kay Heimerer. Zu den internationalen Betreibern, die mit Boardinghäusern in Berlin vertreten sind, zählen die australische Vier-Sterne-Kette Adina Apartment Hotels der Toga Hospitality, Ascott Limited mit Citadines sowie die Adagio City Aparthotels (Joint Venture von Accor und Pierre & Vacances).
    Die Riege der Budgethotels wurde in 2010 u.a. durch das easyHotel Berlin nahe des Hackeschen Marktes (125 Zimmer), das all seasons Hotel Berlin Mitte (145 Zimmer) und das Motel One Berlin-Spittelmarkt (303 Zimmer) erweitert. Im Juni 2011 hat das Motel One Berlin-Hauptbahnhof (505 Zimmer) seine Pforten geöffnet. Motel One betreibt gegenwärtig acht Häuser in der Hauptstadt – künftig könnten noch weitere hinzukommen.
    “Vor einigen Jahren noch als Nischenkonzept bekannt, haben Budgethotels und Boardinghäuser ihre Präsenz massiv ausgebaut. Dieser Trend macht sich auch in Berlin bemerkbar”, resümiert Kay Heimerer. “Doch die Nachhaltigkeit dieser Produkte muss sich in den kommenden Jahren noch zeigen.”
    Der kompletten Report steht unter zum kostenfreien Download zur Verfügung.

  • Hotelgäste – Norweger sind Nacktschläfer, der Deutsche bevorzugt Textil

    (Berlin, 15. Juni 2011) Hüllenlos im Hotelbett: Immerhin 13 Prozent der Deutschen schlafen auf Reisen am liebsten wie Gott sie schuf, bei den Italienern sind es nur neun Prozent, während sich gut jeder dritte Norweger im Adamskostüm auf dem Hotelbettlaken räkelt. Das ist eines der Ergebnisse, die eine weltweite Kundenumfrage von hotels.com im April 2011 ergeben hat.
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    Kaum zu glauben, dass die oft als heißblütig geltenden Südeuropäer gar nicht so offenherzig sind, wie vermutet und dagegen die eher reservierten Skandinavier im Hotelbett am liebsten alle Hüllen fallen lassen? 49 Prozent der Norweger gaben bei der Umfrage an, im Hotelbett bevorzugt in der eigenen Unterwäsche zu schlafen, 31 Prozent der Wikinger-Nachkommen betten sich sogar ganz nackt auf das Hotellaken. Auch 22 Prozent der Schweden und 21 Prozent der Dänen schlafen bevorzugt im Adamskostüm, nur die Finnen zeigen sich etwas zurückhaltender, mit nur 17 Prozent FKK-Schläfern. Bei den Briten trägt jeder Vierte zur Nacht den aktuellen Nude-Look während bei 26 Prozent der Franzosen Dessous besonders en vogue sind. Mit 13 Prozent Nacktschläfern bilden deutsche Urlauber zwar nicht das europäische Schlusslicht, dennoch hat der traditionelle Schlafanzug bei 69 Prozent hierzulande noch immer einen festen Platz im Reisegepäck. Italiener sind im Hotelbett noch zugeknöpfter als die Deutschen, nur neun Prozent der Südeuropäer träumen sich vollkommen ohne Pyjama durch die Nacht. Auch die Spanier gehören mit 14 Prozent Nacktschläfern nicht gerade zu den freizügigsten Hotelgästen Europas.
    Die Matratze ist entscheidend
    Wie wohl sich der Europäer im Hotelbett fühlt und wie gut er schläft, steht und fällt mit der Matratze. Für 59 Prozent der Befragten ist besonders wichtig, dass diese vom Härte- beziehungsweise Weichegrad her den eigenen Vorlieben entspricht. 30 Prozent der Europäer möchten am liebsten in einem Meer aus Kissen versinken und setzen daher eine möglichst große Anzahl der weichen Kopfpolster voraus. Dass es beim Hotelbett doch auf die Größe ankommt, gaben 18 Prozent der Reisenden als essentiell für die nächtliche Erholung an, Sauberkeit der Laken und des Rests des Bettes stehen für zehn Prozent der Befragten aus Europa an erster Stelle.
    Bisweilen können auch äußere Einflüsse das Schlafvergnügen in der Herberge stören. So fühlen sich interessanter Weise viele Briten (54 Prozent) durch die Lautstärke anderer Gäste oder des Hotelpersonals in ihrer Ruhe gestört, deutsche Hotelgäste sind eher in Sachen Straßenlärm empfindlich (69 Prozent). Reisende Iren fühlen sich in der Fremde des Hotelzimmers besonders verloren (20 Prozent) und versuchen sich mit dem lokalen TV-Programm oder einem Buch abzulenken.
    Zweckentfremdung des Hotelbetts
    Dass das Hotelbett nicht nur dem Schlafen dient, wird durch seine vielseitige Verwendung deutlich. Am häufigsten vertreiben sich Europäer die Zeit im Hotelbett mit Fernsehen (74 Prozent) und Lesen (58 Prozent). Interessanter Weise nutzen 62 Prozent der sich anfänglich so zurückhaltend gezeigten Spanier das Hotelbett am liebsten für romantische Stunden zu zweit und auch Dänen (51 Prozent), Norweger und Schweden (48 Prozent), sowie Franzosen (47 Prozent) und Italiener (46 Prozent) sind einem derartigen Hotelrendezvous nicht abgeneigt. Der deutsche Gast nutzt das Hotelbett mit Vorliebe als TV- und Lesesessel und erst dann für amouröse Abenteuer, zum onlinesurfen und essen.

  • Hotellerie: Viele Profiköche tun sich schwer mit dem Thema HACCP

    (Rüsselsheim, 14. Juni 2011) Der nächste Lebensmittel-Skandal kommt bestimmt. Nach der EHEC-Krise ist die Fachdiskussion im Küchenhygiene neu entbrannt. „Viele Hotels und Restaurants tun sich mit dem Thema HACCP noch immer schwer“, bekennt der aus dem TV bekannte Hygienekontrolleur und Hotelsicherheits-Experte Ulrich Jander aus Rüsselsheim. Er verweist auf die DIN EN ISO-Norm 22000 über Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit. „Wenn ich diese Vorschriften kenne und mich daran halte, kann mir eigentlich nicht viel passieren, egal ob es um Rückstellproben geht oder um die Reinigung“, so Jander. Die DIN-Norm sagt auch, dass interne Audits durchgeführt werden müssen. „Aber wer macht das denn?“, fragt sich der Gastroexperte.
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    Welcher Koch könne von sich sagen, dass er in den Rechtsvorschriften der Lebensmittelverordnung sattelfest sei. Küchen sind ein hochsensibles Thema und wenn das Thema Lebensmittelsicherheit ins Spiel kommt, würden viele Entscheider gleich abblocken, berichtet Jander. „Da sind viele beratungsresistent und nehmen sachliche Kritik gleich sehr persönlich“, beklagt sich der Hygienetester. Da ging es auch um Hinweise auf Schädlinge aus dem Ausland, die beispielsweise mit Rohwaren aus exotischen Ländern in die Küchen geraten. Kaum jemand wisse, wie man damit umzugehen habe, so Jander.
    Dabei entwickelt sich das Hygienemanagement im Gastgewerbe schnell weiter. Der jüngste politische Beschluss, ab 2012 ein staatliches Hygiene-Kontrollbarometer („Restaurant-Hygieneampel“) zu starten rief lauten Protest hervor. Dabei wurde dies bereits im November 2007 mit der Novellierung des Verbraucherinformationsgesetz eingeführt.
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    Seit 2005 gilt die DIN-Norm für Lebensmittelsicherheit, in Anlehnung an die Bundeswehrvorschrift ZDV 36/1. „Wenn man mal die Armee mit der Hotellerie vergleicht, stellt sich heraus, dass die Bundeswehr mit ihren Vorschriften Meilen voraus war und und nur sehr wenige Beanstandungen zu verzeichnet hatte“, so Jander.
    Seit nunmehr drei Jahren werden Gastbetriebe von Jander in Sachen Sauberkeit und Hygiene zertifiziert. „Ein wichtiger Faktor bei der Auditierung war Küchenhygiene, was viele Betriebe begrüßt haben“, so der Hygienechecker. Seit dem vergangenen Jahr vergibt Jander den „Gastro-Smiley“ in der klassischen Gastronomie.
    „Wir werden nicht umhinkommen, immer mehr Kontrollen durchführen zu müssen“, so Jander. Immer wieder fallen schwarze Schafe unter den Gastronomen und Hoteliers auf. In anderen Wirtschaftsbereichen, z.B. der Logistik mit „Schrottlastern“, heißt der Umstand dann „rechtswidrige Gewinnabschöpfung“. Diese Anschuldigung könnte bei einem Rechtstreit den Gastronomen eventuell auch treffen, gibt Jander zu bedenken.

  • Gefährliche Keime – “Panorama Nord” findet MRSA-Bakterien in Fleisch aus dem Supermarkt

    (Hamburg, 14. Juni 2011) Reporter des NDR-Politmagazins “Panorama Nord” sind bei einem Test von Fleisch aus dem Supermarkt auf gefährliche MRSA-Keime gestoßen. Bei Laboruntersuchungen im Auftrag des Magazins wurde der Keim im Auftauwasser von tiefgefrorenem Hähnchenfleisch zweifelsfrei nachgewiesen. Experten gehen davon aus, dass eine größere Menge an Fleisch belastet sein könnte. Im vergangenen Jahr hatten Wissenschaftler des Robert-Koch-Instituts bei Untersuchungen von Mastgeflügel in fast jeder dritten Probe MRSA-Bakterien im Auftauwasser gefunden.
    Zwar hatte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in der Vergangenheit den Verzehr von Fleisch von MRSA-positiven Tieren für unbedenklich erklärt. Auch das Robert-Koch-Institut hält Fleisch, das erhitzt wurde, für ungefährlich. Dennoch sind die Keime im Auftauwasser des rohen Fleisches für den Verbraucher potentiell gesundheitsschädigend. So können die Bakterien bei der Zubereitung – etwa über eine kleine Wunde an der Hand – in den menschlichen Körper gelangen und dort laut Robert-Koch-Institut im schlimmsten Fall tiefgehende Entzündungen auslösen: “Wenn ich ein solches Masthähnchen zubereite, dann fasse ich es ja an und dann habe ich auch die Hände damit kontaminiert. Und wenn ich Wunden an den Händen habe – kleine Schnittwunden, kleine Eintrittspforten – können daraus natürlich tiefgehende Hautweichgewebeinfektionen resultieren”, sagte der Mikrobiologe Wolfgang Witte vom Robert-Koch-Institut gegenüber “Panorama Nord”. Zum Schutz rät das Robert-Koch-Institut bei der Fleischzubereitung Einweg-Handschuhe zu benutzen.
    MRSA-Bakterien sind multiresistente Keime, die gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent sind, sich also sehr schlecht behandeln lassen. Bisher ist vor allem die Gefahr von multiresistenten, so genannten “Krankenhauskeimen”, bekannt, die vor allem in Kliniken auftreten. Nach Schätzungen des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung verläuft für 15 000 Patienten eine Infektion mit diesen Keimen jedes Jahr tödlich.
    Darüber hinaus geht auch von so genannten Tier-MRSA-Bakterien, die von Nutztieren auf den Menschen übertragen werden können, mittlerweile eine große Gefahr aus. Experten sehen einen Zusammenhang zwischen dem massiven Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung und dem vermehrten Auftreten von MRSA-Keimen bei Tieren. “Mit Antibiotika im Stall züchten wir ungewollt Resistenzen, Antibiotika sind das Schwert im Kampf gegen Infektionskrankheiten. Dieses Schwert wird durch täglichen Gebrauch stumpfer”, so der Chirurg Burkhard Kursch im Interview mit “Panorama Nord”.
    Experten befürchten für die Zukunft eine Einschleppung des Tier-MRSA in Krankenhäuser und damit eine weitere Ausbreitung von MRSA-Keimen und die Entstehung neuer Antibiotika-Resistenzen. Thomas Fein, Facharzt für Allgemeinmedizin, warnte gegenüber “Panorama Nord”: “Wenn wir irgendwann nicht mehr in der Lage sind, bakterielle Infektionen vernünftig mit Antibiotika zu behandeln, dann kann so etwas wie eine mikrobiologische Apokalypse ins Haus stehen.”
    “Panorama Nord” wird am Dienstag, 14. Juni, um 21.15 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt. Mehr: 1

  • EHEC: Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat aufgehoben

    UPDATE (Hamburg, 10. Juni 2011) Die wegen der EHEC-Epidemie geltende Warnung vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalat wurde aufgehoben. Die für die Suche nach dem EHEC-Erreger zuständigen Behörden – Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 1), das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und das Robert Koch-Institut (RKI, 1) – halten Ihre Wanrung vor dieser Rohkost nicht mehr aufrecht. Dies wurde heute vormittag in Berlin mitgeteilt. Die Warnung vor Sprossen bleibe dagegen bestehen, heißt es.
    Über die üblichen Hygienemaßnahmen hinaus solle man vorsorglich bis auf weiteres Sprossen nicht roh verzehren, heißt es. Gastronomiebetrieben wird empfohlen noch vorrätige Sprossen sowie möglicherweise damit in Berührung gekommene Lebensmittel zu vernichten. Zudem sollte alle Lebensmittel, die aus einem bestimmten Betrieb in Bienenbüttel/Niedersachsen stammen, aus dem Verkehr gezogen werden, wurde mitgeteilt. Ausdrücklich weisen die Behörden darauf hin, dass die üblichen Hygieneempfehlungen im Umgang mit Lebensmittel streng zu befolgen seien.
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    Sprossen, eine Gefahr für die Gesundheit?
    In jüngster Zeit stehen Sprossen im Verdacht, für die zahlreichen EHEC-Erkrankungen verantwortlich zu sein, die seit einigen Tagen überwiegend im norddeutschen Raum auftreten. Dies verunsichert den Verbraucher, denn bislang hatten Sprossen den Ruf eines besonders gesunden Nahrungsmittels. Rohe Sprossen sind deshalb bei Personen, die sich gesundheitsbewusst ernähren, besonders beliebt. In Lebensmittelgeschäften und v. a. in Bioläden wird eine Vielzahl von Sprossen angeboten: am meisten verbreitet sind Alfalfa-Sprossen und Mungo-Sprossen. Aber auch Soja-, Adzuki-, Brokkoli-, Rucola-, Radieschen-, Linsen- und Weizensprossen sind im Angebot.
    Sprossen werden positive Effekte auf die Gesundheit nachgesagt. Sie sind reich an essentiellen Aminosäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Enzymen, Vitamin A, C, E, B-Komplex, Rutin, Ballaststoffen und Spurenelementen. Weniger seriös sind Anpreisungen als „Vitalstoffbomben“ oder gar als „Wundermittel“ gegen Muskelerkrankungen, Haarprobleme, Verdauungsstörungen und Stoffwechselstörungen. Unbestritten ist jedoch der hohe ernährungsphysiologische Wert der Keimlinge.
    Mehr dazu: 1
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    Anhaltende Konsumzurückhaltung bei Gemüse
    Nach Angaben der Agrarmarkt Informations GmbH verursacht die EHEC-Epidemie weiterhin eine erhebliche Kaufzurückhaltung bei vielen Gemüsearten. Nach einer Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) verloren Salatgurken schon in Woche 21 gegenüber der Vorwoche knapp 40 Prozent aller Käufer. Ab Donnerstag (26.05.2011) brach der Gurkenmarkt dann völlig zusammen. In Woche 22 war die Käuferschaft gegenüber Woche 20 schon um über 70 Prozent geschrumpft. Bei Salaten waren in Woche 22 schon 60 Prozent der Käufer abgewandert. Bei Rispentomaten betrug der Rückgang zwischen Woche 20 und Woche 22 immerhin noch fast 50 Prozent. Von der rückläufigen Zahl der kaufenden Haushalte kann man recht gut auf den Rückgang der eingekauften Mengen schließen, denn die durchschnittliche Menge je Käuferhaushalt schwankt nur in sehr engen Grenzen.
    Aber auch Arten, die nicht ausdrücklich in den Warnungen genannt wurden, wurden in deutlich geringerer Menge verkauft. Bei Radieschen ging die Zahl der Käuferhaushalte um ein Drittel zurück. Bei Möhren und Broccoli liegt der Anteil der Käuferhaushalte in den letzten beiden Wochen am unteren Rand der normal üblichen Werte. Bemerkenswert ist auch die Entwicklung bei Erdbeeren, die ausgehend von einem Spitzenwert in Woche 20 bis Woche 22 ein Drittel der Käufer verloren.
    Produzenten im In- und Ausland müssen einen erheblichen Teil ihrer Ernten vernichten, da es für ihre Produkte keine Käufer gibt. Obwohl deutsche Gemüseerzeuger schon frühzeitig durch eine Vielzahl von Analysen nachweisen konnten, dass ihre Ware frei von EHEC Erregern ist, konnten sie den Umsatzeinbruch nicht verhindern. 
    EHEC-Untersuchungen: Bisher keine positiven Ergebnisse
    Die Ermittlungen der Lieferbeziehungen des Sprossen-Erzeugers in Bienenbüttel werden mit Hochdruck fortgesetzt. Die Indizienkette konnte durch weitere Klärung von Verbindungen zu Erkrankungsfällen weiter abgesichert werden. Durch Rückmeldungen von Erkrankten ergaben sich weitere Hinweise zum Zusammenhang mit dem Verzehr von Sprossen, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium mit. In Folge der Meldungen und im Zusammenhang mit neuen Erkrankungsfällen konnten Proben von Sprossen, die in den Haushalten noch vorhanden waren, für die Untersuchung gewonnen werden. Auch Proben anderer Hersteller wurden beprobt.
    Ein Expertenteam hat in dem Erzeugerbetrieb mehrere hundert Proben entnommen. Dabei wurden alle Produkte und Betriebsbereiche einschließlich Wasser- und Abwasserversorgung berücksichtigt. Bisher wurden insgesamt 853 Proben eingeliefert. Eine EHEC-positive Probe lag zuletzt noch nicht vor. Bei 471 Proben war das Untersuchungsergebnis negativ. 382 Proben sind noch in Bearbeitung oder bedürfen weiterer Absicherung. Von den 17 bisher ausstehenden Proben der zunächst aus dem Bienenbütteler Betrieb entnommenen 40 Proben sind bisher neun Untersuchungen abgeschlossen worden, die Ergebnisse sind negativ. Acht Untersuchungen laufen noch.
    Verfahren des Fraunhofer FEP desinfiziert sicher und effizient Saatgut
    Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden haben ein Verfahren etabliert, um zuverlässig und effizient Saatgut von Krankheitserregern, wie Bakterien und Pilzen, zu befreien. Pathogene EHEC-Bakterien haben in den letzten Wochen in Deutschland und Europa zahlreiche Krankheitsfälle und große Verunsicherung bei Verbrauchern ausgelöst. Neuen Meldungen zufolge steht Saatgut von Sprossen im Verdacht mit EHEC-Bakterien belastet zu sein. Welcher Auslöser auch gefunden wird, in den letzten Wochen ist deutlich geworden, welche Auswirkungen kontaminierte Lebensmittel haben können und wie wichtig die zuverlässige Behandlung von Saatgut und die Sterilisation von Lebensmitteln sind.
    Bei der Saatgut-Behandlung des Dresdener Institutes können die Schädlinge keine Resistenzen ausbilden, wie es bei Verwendung von Antibiotika geschehen kann, da es sich um ein rein physikalisches Verfahren handelt. Zudem kommt es ohne Chemikalien aus, die belastend für die Umwelt und die Gesundheit des Anwenders sein können.
    In Deutschland konnte die Wirksamkeit für viele Arten von Getreidesaatgut gegen unterschiedliche Krankheitserreger (u.a. auch Pseudomonas-Bakterien) nachgewiesen werden und in langjähriger Zusammenarbeit mit dem Julius-Kühn-Institut als geeignete Saatgutbehandlungsmethode für unterschiedliche Anbaubedingungen bestätigt werden. Neben dem Julius-Kühn-Institut empfiehlt auch die europäische und mediterrane Planzenschutzorganisation EPPO (European and Mediterranean Plant Protection Organization) das Verfahren für die konventionelle als auch für die ökologische Landwirtschaft.
    Für die Anwendung steht bereits ein mobiles System mit einer Stundenleistung von bis zu 30 Tonnen Saatgut zur Verfügung. Bisher werden in Deutschland 4.000 bis 5.000 Tonnen Saatgut pro Jahr, vorrangig Getreide (Weizen, Gerste, Hafer), aber auch Raps, Leguminosen und Gemüsesaatgut mit der Technologie behandelt und in der konventionellen sowie in der ökologischen Landwirtschaft angebaut. Frank-Holm Rögner, Leiter der Abteilung »Elektronenstrahl-Prozesse« am Fraunhofer FEP, bekräftigt: »Die Elektronenbehandlung von Saatgut ist technologisch ausgereift und in Sachsen bereits auf dem Markt. Eine Erweiterung der Technologie auf die Sterilisation von Lebensmitteln ist technologisch auf jeden Fall machbar.«
    In Deutschland ist die Behandlung von Lebensmitteln mit beschleunigten Elektronen nicht gestattet. Eine aktuelle Studie der EU konnte jedoch belegen, dass beschleunigte Elektronen gegenüber konventionellen Sterilisationsverfahren keine negativen Auswirkungen auf die Lebensmitteleigenschaften haben.
    Hintergrund: Was macht das BfR im aktuellen EHEC-Ausbruchsgeschehen?
    Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist in Deutschland für wissenschaftliche Risikobewertungen im gesundheitlichen Verbraucherschutz zuständig. Das Institut bewertet gesundheitliche Risiken, erarbeitet Empfehlungen zur Risikobegrenzung und kommuniziert diese Prozesse transparent an die Öffentlichkeit. Das BfR ist aktuell an der Aufklärung des derzeitigen EHEC-Ausbruchsgeschehens beteiligt. Dabei stützt es seine Arbeit auf mehrere Säulen: Entwicklung von Labortests und Untersuchungen von Isolaten und Proben, Analyse des Ausbruchsgeschehens sowie gesundheitliche Risikobewertung des Keims EHEC O104:H4. Darüber hinaus übernimmt es eine wichtige Rolle in der Risikokommunikation zwischen den Behörden und Gremien des Bundes, der Länder und der Europäischen Union.
    Das BfR wurde im November 2002 errichtet, um den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu stärken. Es ist die wissenschaftliche Einrichtung der Bundesrepublik Deutschland, die Gutachten und Stellungnahmen zu Fragen der Lebens- und Futtermittelsicherheit sowie zur Sicherheit von Chemikalien und Produkten erarbeitet. Das BfR gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). In seiner wissenschaftlichen Bewertung, Forschung und Kommunikation ist es unabhängig.
    Das BfR arbeitet unter anderem gemeinsam mit dem Robert Koch-Institut (RKI) am aktuellen Ausbruchsgeschehen. Das RKI ist ein Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit und für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten, insbesondere der Infektionskrankheiten, zuständig.
    Das am 01. Januar 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz (IfSG) regelt, welche Krankheiten bei Verdacht, Erkrankung oder Tod und welche labordiagnostischen Nachweise von Erregern meldepflichtig sind. Weiterhin legt das Gesetz fest, welche Angaben von den Meldepflichtigen gemacht werden und welche dieser Angaben vom lokalen Gesundheitsamt weiter übermittelt werden. Mit der Einführung des IfSG wurden in Deutschland Falldefinitionen zur routinemäßigen Übermittlung der meldepflichtigen übertragbaren Krankheiten eingeführt.
    Im aktuellen EHEC/HUS-Ausbruchsgeschehen arbeiten die Überwachungsbehörden der Länder auf Hochtouren, um die Ausbruchsquelle ausfindig zu machen. Das BfR ist an dieser Ausbruchsaufklärung durch umfangreiche Analysen, Datenlieferungen und gesundheitliche Risikobewertungen beteiligt. Ein wesentlicher Baustein in der Klärung des Ausbruchsgeschehens ist es, die Kontaminationsquelle für die betroffenen Lebensmittel ausfindig zu machen und zu verschließen. Dazu muss auf dem Gemüse der Ausbruchsstamm nachgewiesen werden, der im Stuhl der Erkrankten als Krankheitsursache identifiziert wurde.
    Das BfR führt Laboruntersuchungen durch und entwickelt ein Test-System zur Identifikation von EHEC-Keim O104:H4 in Lebensmitteln
    Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli des BfR ist eng in die Aufklärung eingebunden. Es hat den Untersuchungslaboratorien der Länder eine neue Untersuchungsmethode zur Verfügung gestellt, um den Ausbruchsstamm in verdächtigten Isolaten identifizieren zu können. Diese Methode wurde zusammen mit Experten der französischen Lebensmittelagentur ANSES entwickelt und evaluiert.
    Damit die Infektketten schnellstmöglich aufgeklärt werden können, untersucht derzeit das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli außerdem Isolate aus dem Ausbruchsgeschehen, die von den Überwachungsbehörden der Länder an das BfR eingesandt werden. Als Referenzlabor hat es die Funktion, die Untersuchungsergebnisse der Labore der Landesüberwachungsbehörden zu bestätigen.
    Weiterhin führt das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli Untersuchungen an unterschiedlichen Proben durch, die es von den amtlichen Überwachungsbehörden bekommt: Umfeldproben, Bodenproben, Tupferproben aus Gullis, Wasserproben aus verdächtigten Betrieben sowie Proben aus Haushalten, in denen Menschen an dem EHEC-Keim O104:H4 erkrankt sind. Im Referenzlabor werden diese Proben mit aufwändigen analytischen Verfahren systematisch untersucht, um den vermuteten Erreger zweifelsfrei nachweisen zu können.
    Das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli arbeitet auch eng mit dem europäischen Referenzlabor für Escherichia coli zusammen. Zur zweifelsfreien Typisierung von Isolaten werden diese nach Untersuchung im BfR an das europäische Referenzlabor geschickt. So konnte bei den verdächtigten Lebensmitteln wie Gurken mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sie den Keim tragen.
    Das BfR arbeitet an der Aufklärung des Lebensmittelausbruchs
    In Deutschland werden jährlich mehr als 200 000 Erkrankungsfälle beim Menschen gemel-det, von denen anzunehmen ist, dass sie über Lebensmittel übertragen wurden. Der Verdacht auf einen lebensmittelbedingten Krankheitsausbruch besteht bei Erkrankungen von zwei oder mehr Personen, welche im Zusammenhang mit demselben Lebensmittel aufgetreten sind.
    BfR-Experten unterstützen derzeit die für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden bei Betriebsbesichtigungen vor Ort und bei der Datenerhebung zur Identifizierung von ursächlich beteiligten Lebensmitteln. Sie führen ebenso Interviews im Rahmen der epidemiologischen Fallkontrollstudien des Robert Koch-Instituts (RKI) durch.
    Teams des BfR und des RKI reisen in die Städte und Kommunen, in denen der verdächtigte Erreger vermutet wird, um gemeinsam mit den Lebensmittelüberwachungsbehörden und den Untersuchungsämtern vor Ort Erkenntnisse zu möglichen Kontaminationswegen zu gewinnen. Dabei werden Proben von Rohstoffen und Arbeitsgegenständen genommen, die u.a. an das Nationale Referenzlabor für Escherichia coli im BfR zur Abklärung geschickt werden.
    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfR versorgen eine diesbezüglich eingerichtete „Task Force“ kontinuierlich mit aktuellen Daten, um die Ausbruchsaufklärung voran zu bringen. An dieser „Task Force“, in der die länderübergreifende Aufklärungsarbeit koordiniert und systematisiert wird, ist unter anderem auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) beteiligt. Dort werden die gesammelten Daten zu Lieferlisten und Vertriebswegen, Erkrankungsfällen, Interviewangaben, etc. betrachtet und gewichtet. Durch eine sog. Clusterbildung von Erkrankungen und verdächtigen Lebensmittelbefunden erhoffen sich die Experten, das Ausbruchsgeschehen zurück zu verfolgen und auf die Quelle des Erregers schließen zu können.
    Die Ursachenforschung bei Ausbruchsgeschehen ist wichtig, um die Lebensmittelsicherheit in Deutschland und der Europäischen Union weiterhin zu verbessern und die Anzahl von Lebensmittelinfektionen und -intoxikationen reduzieren zu können. Dazu führt das BfR das bundesweite System zur zentralen Erfassung von Lebensmitteln, die bei Krankheitsausbrüchen beteiligt sind (BELA).
    Das BfR führt gesundheitliche Risikobewertung zu EHEC-Keim O104:H4 durch
    Das BfR führt regelmäßig mikrobiologische Risikobewertungen für an Ausbrüchen beteiligten Lebensmitteln und Erregern durch.
    Im gegenwärtigen Fall hat das BfR frühzeitig aufgrund der vorliegenden Daten zum Ausbruchsgeschehen gemeinsam mit dem RKI eine Verzehrsempfehlung erlassen. Diese stützt sich auf Hypothesen aus den epidemiologischen Fallstudien des RKI und folgt dem Ansatz des vorsorgenden Gesundheitsschutzes, da die Datenlage noch keine abschließende Bewertung zulässt.
    Die Experten des BfR geben Teilrisikobewertungen zu Einzelfragen, u.a. zur Sicherheit von Tiefkühlkost, Stillen, Dekontamination und Desinfektion von Lebensmitteln hinsichtlich einer Erkrankung mit dem EHEC-Keim O104:H4.
    Wenn die Quelle des aktuellen Ausbruchsgeschehens identifiziert worden ist, kann das BfR auf Grundlage der epidemiologischen Daten des RKI und einer Expositionsschätzung eine Risikobewertung zum EHEC-Keim O104:H4 vornehmen.
    Zur Minimierung des Risikos hat das BfR auch Empfehlungen zum richtigen Umgang mit Lebensmitteln und zur Küchenhygiene erarbeitet.
    Das BfR wird von den BfR-Kommissionen für Hygiene und für Expositionsabschätzung beraten
    Die Komplexität des Phänomens „Lebensmittelinfektionen“ erfordert erfolgreiche Strategien zur Prävention. Deswegen wurden 2008 die BfR-Kommissionen für Hygiene und für Expositionsabschätzung eingerichtet. Sie koordinieren ein multidisziplinäres Zusammenwirken von verschiedenen externen Experten (Epidemiologen, Mikrobiologen, Lebensmitteltechnologen, Human- und Veterinärmediziner).
    Das BfR betreibt aktive Risikokommunikation
    Das BfR hat auch den gesetzlichen Auftrag, die Öffentlichkeit über mögliche, identifizierte und bewertete Risiken zu informieren, die Lebensmittel für den Verbraucher bergen können. Das BfR aktualisiert täglich seine Internetseite zu den Ergebnissen des aktuellen Ausbruchsgeschehens.
    Die Risikokommunikation richtet sich aber nicht nur an die Öffentlichkeit. Auch im Rahmen der nationalen, europäischen und internationalen Zusammenarbeit (in die auch die WHO eingebunden ist) der verschiedenen Gremien von Bundesministerien und -behörden, Landesministerien und -behörden sowie der europäischen und internationalen Ebene übernimmt das BfR eine wichtige Mittlerfunktion im Austausch der Daten und Informationen zum aktuellen EHEC-Ausbruch. Als nationale Kontaktstelle für die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) versorgt es die europäischen Mitgliedsstaaten kontinuierlich mit aktuellen Informationen zum Stand der Ausbruchsaufklärung.

  • Göttinger Gourmet Festival: gelungener Auftakt für noch mehr große Küche – Vorbereitungen für Köche-Treffen im Juni 2012 laufen bereits

    (Göttingen, 10. Juni 2011) Taittinger-Champagner, „Fine de claire“-Austern und ganz große Küche: Das erste „Göttingen Gourmet Festival“ war mit rund 120 Gästen und fünf Spitzenköchen ein gelungener Erfolg. Im Park des Fine-Dining-Restaurant „Planea“ versammelten sich die Liebhaber außergewöhnlicher Küche aus Göttingen, Südniedersachsen und Nordhessen. Die hochsommerlichen Temperaturen, Sonnenhüte und Sommerkleider erinnerten an den Filmklassiker „Pretty Woman“ und verbreiteten eine entspannte Atmosphäre auf Loungemöbeln im Garten bei kühlem Champagner, fantastischem Riesling und wunderbaren Kleinigkeiten aus den Töpfen der Küchenchefs, die sich im Laufe des Nachmittags zu den Gästen gesellten. Auch im nächsten Jahr wird das „Göttingen Gourmet Festival“ wieder stattfinden. Der Termin wird voraussichtlich im Juni 2012 sein und wird rechtzeitig bekannt gegeben.
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    „Mit dem Köche- und Genuss-Festival haben wir einen erfolgreichen Auftakt zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen der besonderen Art erlebt“, sagte Olaf Feuerstein, Geschäftsführender Gesellschafter der Freizeit In Unternehmensgruppe, zu der das „Planea“ gehört. Im nächsten Jahr soll das „Göttinger Gourmet Festival“ weiter ausgebaut werden – mit noch mehr Gastköchen, Lieferantenpartnern und zusätzlich einem attraktiv gestaltetem Rahmenprogramm.
    Aktuelle Fotos vom „Göttingen Gourmet Festival“ sind hier abrufbar:
    Ein Exklusivvideo von Branchensender „Hotelier TV“ ist bei Youtube erschienen:
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    Und das war das erste „Göttinger Gourmet Festival“:
    Ingo Bockler, Chefkoch im Relais & Chateaux Hotel Hohenhaus Herleshausen, kochte:

    • Lackierter Bauch vom Milchferkel mit Flusskrebsschaum und Ingwer
    • Mediterranes Gemüse mit Pecorino dolce im Sariette-Brotmantel

    Jürgen Reidt, Küchendirektor im Hotel Traube Tonbach, ließ servieren:

    • Filet vom Schwäbisch Hällischem Eichelmastschein mit Speck und Heu gegart
    • Sandwich von Zander und geräuchertem Schwarzwälder Bachsaibling mit Senfeierschaum auf Iffezheimer Stangenspargel

    Alexander Frien, „Chef“ im Schloss Wilkinghege Münster, kredenzte:

    • Froschschenkel mit Aal, Pfifferlingen und Mandarine
    • Jacobsmuschel Wellington mit Krustentiergel

    Peter Scharff, Kräuterexperte, TV-Koch und Patissier, brillierte mit:

    • Hausgebeizter Wildkräuterlachs mit Limonenkaviarcreme an Wiesenkräutersalat, Meeresluft
    • Dessert: gelierte Waldmeisterbowle mit zweierlei von der Erdbeere und Mandelmilch als Gläserfood serviert

    Kirill Kinfelt, Chefkoch im „Planea“ in Göttingen und Gastgeber beim ersten „Göttinger Gourmet Festival“, empfahl mit seinem Team:

    • Rinder Tartar
    • Gazpacho Thunfisch
    • Tomaten Luft
    • Ochsenbacke – Spargel – Kerbel
    • Perlhuhn Consommé – Ravioli – Erbsen
    • Minz Granite (Mojito)
    • „Planea“-Torte
    • Marzipan ° Schoko
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    Weitere Spitzen-Genüsse waren (Auswahl):

    • Vier ausgewählte Tropfen von Starwinzerin Tina Pfaffmann (2009 STEINGUT Riesling trocken / 2010 T Cuvée weiss trocken / 2010 Ü 40 Riesling trocken / 2010 Weisser Burgunder trocken)
    • Champagner von Taittinger
    • „Fine de claire“-Austern von Herrscher Impex
    • Feine Backwaren von Bäckerei Hildebrand
    • Erlesene Weinspezielitäten vom Weingut Dressigacker

    Das Fine-Dining-Restaurant „Planea“ wurde Ende Mai 2010 eröffnet und ist ein Unternehmen der Hotel Freizeit In GmbH, Göttingen. Über 400.000 Euro wurden in den kubus-artigen Neubau neben der historischen Sternwarte am Rander der Innenstadt investiert. Das Team des „Planea“ umfasst rund 18 Mitarbeiter.