Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
auch wir haben uns nicht zäumen können- dem Verlangen nach einem Aprilscherz sind wir erlegen. Ja, die unten stehende “Breaking News” vom einem Stützfonds der Gastronomie für notleidende Banken ist eine reine Erfindung. Kaum zu glauben, aber wahr … Wir haben Sie damit in den April geschickt und hoffen weiterhin auf Ihre Aufmerksamkeit. Für Ihr treue Leserschaft bedanken wir uns einfach hier und heute herzlich!
Die Redaktion
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Aktuelle Meldung zum 1. April: Gastronomen und Hoteliers gründen Auffangfonds für kreditgeplagte Finanzinstitute
Wirtschaft einmal anders herum: Das deutsche Gastgewerbe – vital und prosperierend – will notleidende Banken unterstützen. 77 Prozent der Gastronomie- und Hotelbetriebe wollen sich an einem Auffangfonds für kreditgeplagte Finanzhäuser beteiligen. Der Stützungsfonds soll ohne staatliche Hilfe aufgestellt werden und ein mittleres Volumen aufweisen.
Wie aus internen Kreisen verlautet, müssen interessierte Banken allerdings bei der Wahl ihres Mittagstischs flexibel auftreten, um in den engeren Kreis der Bewerber aufgenommen zu werden. Doch das Projekt hat auch Tücken: Nicht wenige einflussreiche Gastronomen und Hoteliers sehen die Sicherheiten der Banken angesichts Basel II kritisch. Auch das bisherige Geschäftsmodell „Bank“ werde als „hoch risikoreich“ bewertet.
Nach mehreren Gesprächsrunden zwischen Gastgewerbe und Banken, die nicht genannt werden möchten, wurde eine Lösung gefunden: Die Gastronomen zeigen sich bereit für finanzielle Stützungen, wenn die Geschäftsführerhaftung im Bankwesen mit der Unternehmerhaftung in Hotellerie und Gastronomie harmonisiert werde, heißt es aus Verhandlungskreisen. Die Gespräche würden baldmöglichst bei einem guten Glas Riesling fortgesetzt.
Author: holedo_wp_admin
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APRIL, APRIL — Breaking News: Gastgewerbe stützt Banken
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Gastronomie: Rauchverbot in Sachsen und Saarland teilweise ausgesetzt
Die in den meisten Bundesländern eingeführten Rauchverbote in Gaststätten sorgen weiter für Streit. Während das Deutsche Krebsforschungszentrum auf weiter bestehende Gefährdungen für Mitarbeiter hinwies, ließen Gerichte in Sachsen und im Saarland Ausnahmen von den Verboten zu.
In kleinen Kneipen in Sachsen darf vorerst weiter geraucht werden. Das Landesverfassunsgericht setzte am Donnerstag in einem Eilverfahren das seit 1. Februar im Freistaat geltende Nichtraucherschutzgesetz für sogenannte inhabergeführte Ein-Raum-Gaststätten aus. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass den Gastronomen durch ein Rauchverbot schwere, nicht wieder gut zu machende Nachteile entstehen könnten. Bereits der Ausfall eines Teils der Stammgäste könne zu einer existenzgefährdenden Situation führen. Allerdings gilt diese Ausnahme nur dann, wenn die betreffende Gaststätte vom Inhaber selbst geführt wird.
Das Gericht gab damit vorerst den Klagen von Gastronomen gegen das Gesetz statt. Sie hatten argumentiert, dass sie bei einem Rauchverbot gegenüber Gaststätten mit mehreren Räumen, welche separate Räume für Raucher einrichten können, benachteiligt werden. Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband Dehoga wertete die Entscheidung als Teilerfolg. “Wir sehen es als Bestätigung, dass nach Rheinland-Pfalz auch ein hiesiges Gericht die besondere wirtschaftliche Betroffenheit von inhabergeführten Ein-Mann-Kneipen festgestellt hat”, sagte Hauptgeschäftsführer Frank Lehmann. Allerdings hat die Eilentscheidung nur vorläufigen Charakter. Ein Urteil im Hauptsache-Verfahren steht noch aus.
In Wasserpfeifen-Cafés im Saarland darf weiter geraucht werden.
Saarland: Ausnahme für Wasserpfeifen-Cafés
Im Saarland setzte das Landesverfassungsgericht am Donnerstag das Rauchverbot in sogenannten Wasserpfeifen-Cafés aus. Es gab der Verfassungsbeschwerde von Betreibern eines sogenannten Shisha-Cafés vorerst Recht. Diese hätten, so die Richter, ihr Gewerbe einstellen müssen, um den gesetzlichen Vorgaben zum Nichtraucherschutz gerecht zu werden. Shisha-Cafés würden fast ausschließlich von Wasserpfeifen-Rauchern besucht. Auch in diesem Verfahren steht eine endgültige Gerichtsentscheidung noch aus.
Krebsforscher sorgen sich um Gaststättenmitarbeiter
Scharfe Kritik an den derzeit geltenden Ländergesetzen mit Rauchverboten für Gaststätten kam indes am Donnerstag vom Deutschen Krebsforschungszentrum. “Nach wie vor arbeiten viele Beschäftigte der Gastronomie in Raucherräumen oder bei Veranstaltungen, in denen geraucht wird, oder gar in Raucherclubs”, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Krebsforschungszentrums, Otmar Wiestler. Der Bund solle diese Ausnahmen als “eklatante Missachtung des Gesundheitsschutzes” abschaffen.
Lesen Sie hier die aktuelle Veröffentlichung des Verfassungsgerichtshofes Sachsen:
Verfassungsgerichtshof setzt die Anwendung des Nichtraucherschutzgesetzes für inhabergeführte Ein-Raum-Gaststätten vorläufig aus
Mit Beschluss vom heutigen Tage setzte der Verfassungsgerichtshof § 2 Abs. 2 Nr. 8 des Sächsischen Nichtraucherschutzgesetzes bis zur Entscheidung über die in der Hauptsache noch anhängigen Verfassungsbeschwerden außer Anwendung, soweit das Rauchverbot Ein-Raum-Gaststätten erfasst, in denen neben dem Inhaber keine weiteren Personen im laufenden Gastronomiebetrieb tätig sind und in deren Eingangsbereich deutlich sichtbar darauf hingewiesen wird, dass das Rauchverbot nicht gilt.
Mit den im Februar 2008 eingegangenen Anträgen begehrten mehrere Inhaber von Ein-Raum-Gaststätten, das Rauchverbot im Wege des Erlasses einstweiliger Anordnungen vorläufig au-ßer Anwendung zu setzen. Zur Begründung führten sie an, aufgrund der geringen Größe ihrer Gasträume sei die Einrichtung eines separaten Raucherraumes ausgeschlossen. Wegen der daher fehlenden Möglichkeit, in ihren Gasträumen das Rauchen zu gestatten, seien ihre rau-chenden Stammgäste, die 75 bis 95% ihrer Gäste ausgemacht hätten, seit dem In-Kraft-Treten des Sächsischen Nichtraucherschutzgesetzes weitgehend ausgeblieben. Aufgrund des hiermit verbundenen Umsatzrückgangs von 20 bis 50%, vereinzelt bis 70%, seien sie in naher Zu-kunft nicht mehr in der Lage, die monatlichen Betriebsausgaben zu bedienen. Die Antragstel-ler sahen hierin einen Verstoß gegen ihre Berufsfreiheit (Art. 28 Abs. 1 SächsVerf) sowie gegen die Eigentumsgarantie (Art. 31 Abs. 1 Satz 1 SächsVerf). Ferner werde durch ihre Be-nachteiligung gegenüber Mehrraum-Gaststätten der Gleichbehandlungsgrundsatz (Art. 18 Abs. 1 SächsVerf) verletzt.
Die Anträge hatten Erfolg. Die für den Erlass einer einstweiligen Anordnung allein maßge-bende – vom Ausgang der Hauptsacheverfahren unabhängige – Folgenabwägung fiel zuguns-ten der Antragsteller aus. Die Aussetzung des allgemeinen Rauchverbots in inhabergeführten Ein-Raum-Gaststätten, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten kein Raucherraum eingerichtet werden könnte, sei aus Gründen von besonderem Gewicht geboten. Erginge die einstweilige Anordnung nicht und hätten die Verfassungsbeschwerden in der Hauptsache spä-ter Erfolg, so könnten den Antragstellern schwere, nicht wieder gut zu machende Nachteile entstehen; denn bereits der Ausfall eines nicht unerheblichen Teils der Stammgäste könnte angesichts der unverändert bleibenden monatlichen Betriebsausgaben zu einer existenzge-fährdenden Situation führen. Deren tatsächlichen Eintritt abzuwarten, hätte die Versagung effektiven Rechtsschutzes zur Folge. Demgegenüber käme den Nachteilen, die entstünden, wenn die einstweilige Anordnung erginge und die Verfassungsbeschwerden später ohne Er-folg blieben, weniger Gewicht zu. Das gesetzgeberische Ziel, die Gesundheit vor Gefahren des Passivrauchens zu schützen und den Tabakkonsum bei Kindern und Jugendlichen zu ver-ringern, könne zwar vorübergehend nicht erreicht werden. Die einstweilige Aussetzung des Rauchverbots beschränke sich aber auf Gaststätten, zu deren Kunden ohnehin kaum Kinder und Jugendliche zählten und die im Wesentlichen von Rauchern frequentiert würden. Nicht-raucher könnten in der Übergangszeit aufgrund des anzubringenden Hinweises bewusst ent-scheiden, ob sie die Gaststätte aufsuchten.
Die einstweilige Anordnung entfaltet Geltung für alle vom Entscheidungstenor erfassten Ein-Raum-Gaststätten.
Mit der Entscheidung wurde keine Aussage über den voraussichtlichen Ausgang der Verfas-sungsbeschwerdeverfahren getroffen.
Verfassungsgerichtshof des Freistaates Sachsen, Beschluss vom 27. März 2008 – Vf. 25-IV-08 (e.A.)/Vf. 27-IV-08 (e.A.)/Vf. 29-IV-08 (e.A.)/Vf. 31-IV-08 (e.A.)/Vf. 33-IV-08 (e.A.)/Vf. 35-IV-08 (e.A.)/Vf. 37-IV-08 (e.A.)/Vf. 43-IV-08 (e.A.)/Vf. 45-IV-08 (e.A.)
§ 2 Allgemeines Rauchverbot
(1) Das Rauchen ist in folgenden Einrichtungen untersagt:
(…)
(2) Soweit nicht von Absatz 1 erfasst, gilt das Rauchverbot auch in folgenden Einrichtungen:
(…)
8. Gaststätten im Sinne von § 1 des Gaststättengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 20. November 1998 (BGBl. I S. 3418), das zuletzt durch Artikel 149 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407, 2424) geändert worden ist, in der am 1. März 2007 geltenden Fassung, sowie Einrichtungen, die den Vorschriften des Gaststättengesetzes unter-liegen;
(…)
§ 3 Ausnahmen
Das allgemeine Rauchverbot gilt nicht in
(…)
3. abgetrennten Nebenräumen von Gaststätten, sofern diese als Räume, in denen das Rauchen zugelassen ist, gekennzeichnet sind, mit Ausnahme von Diskotheken;
(…).
Die Zulassung von Raucherräumen sei ein “kardinaler Konstruktionsfehler” der meisten Landesgesetze, so Wiestler. Wegen der außerordentlich hohen Belastung der Atemluft mit Tabakrauch seien sie für Beschäftigte der jeweiligen Gaststätten eine ernstzunehmende Gesundheitsgefahr. Wiestler forderte eine bundeseinheitliche Regelung und die Einführung einer komplett rauchfreien Gastronomie. -
Hotel-Wolkenkratzer in Warschau geplant
Quelle: bfai, 26. März 2008
Orbis will eines der höchsten Gebäude Europas erreichten
Die größte polnische Hotelkette, Orbis, will in der Hauptstadt ein 350 m hohes Hotel mit integrierten Büroflächen errichten. Diesem spektakulären Projekt muss noch die Stadtverwaltung zustimmen. Der Orbis-Tower soll wie 500 weitere Hotels bis zur Fußball-EM 2012 fertiggestellt werden. Während der Vorbereitungen zur EM erwarten Experten Investitionen von knapp 5 Mrd. Zl (rund 1,4 Mrd. Euro, 1 Euro = 3,54 Zl) in Hotelprojekte (ohne Orbis-Tower).
Partner von Orbis soll die Firma Orco sein, die auch das von Daniel Libeskind entworfene Gebäude in der Nähe baut. In dem Orbis-Tower sind laut der Tageszeitung “Polska” 250 luxuriöse Hotelzimmer in den oberen Etagen geplant. Das Gebäude soll auf einem Grundstück der Orbis-Gruppe entstehen, auf dem sich derzeit noch das Holiday Inn befindet. Die Lizenz für dessen Betreibung läuft Ende 2009 aus.
In Warschau bestehen bereits Vorhaben zur Errichtung von 37 sehr hohen Gebäuden; noch fehlen allerdings Baugenehmigungen. Hotelzimmer sind auch in dem sehr hohen Wohnhaus Big Boy Building der Firma Hossa an der Danziger Küste geplant.
Bis zur Fußball-EM 2012 sind weitere rund 500 weniger spektakuläre Hotels mit 32.000 Zimmern geplant. In- und ausländischen Investoren werden dabei einfache und auch Luxushäuser im Gesamtwert von 4,7 Mrd. Zl errichten. Nachdem 2007 das erste Hilton mit fünf Sternen in Warschau eröffnet wurde, folgen solche in Lodz und Wroclaw. Auch weitere Mariott- sowie Sheraton-Häuser sind geplant, und Louvre Hotels will unter anderem seine Marke Campanile noch stärker etablieren.
Die neue polnische Kette Hotel De Silva eröffnet zur Zeit ihr erstes Dreisternehaus in Piaseczno bei Warschau; ein weiteres soll Mitte 2008 beim Flughafen von Katowice folgen, und ab 2018 will De Silva rund 100 solche Objekte betreiben. Das Unternehmen für Hotel- und touristische Dienste PUHiT vergrößert die Kette seiner einfacheren Start-Häuser und will Ende 2010 bereits 150 solche Objekte betreiben. Die Franchising-Kette Chaber der Polnischen Hotelkammer PIH soll 2017 etwa 500 Häuser umfassen. Die börsennotierte Warimpex S.A. errichtet ebenfalls Familienhotels.
Auch ausländische Investoren expandieren. Die an Orbis beteiligte französische Accor-Gruppe konzentriert sich auf einfachere Marken wie Ibis mit zwei Sternen und Etap mit einem Stern. Diese Kategorie soll mittelfristig die Hälfte aller Orbis-Häuser ausmachen. Orbis führt auf dem polnischen Markt mit rund 12.000 Betten deutlich vor Gromada mit 5.000, Golebiewski mit 2.500, Qubus Hotel mit 2.100, Starwood Hotel&Resorts (Sheraton, Westin, Bristol) mit 2.000, Inter Continental Hotel Group mit 1.600 Betten und anderen.
Zahl und Einnahmen der Hotels (in Mrd. Zl)2002 2003 2004 2005 2006 2007* Einnahmen 2,6 3,2 3,9 4,3 4,6 5,2 Zahl 1.071 1.155 1.202 1.231 1.295 1.390 *Schätzung
Quelle: Instytut TurystykiDie steigenden Einnahmen erzielte die Hotelbranche trotz letztens sinkender Touristenzahlen. Dieser Trend soll mit weiteren Werbemaßnahmen wieder umgekehrt werden. In Mode kommen Wellness-Hotels, die unter anderem die Firma Hotele Spa Dr Irena Eris errichtet. Noch 2008 will die Salwator-Gruppe zwei solche Fünfsterne-Einrichtungen am Meer in Dzwirzyn und in den Bergen in Zakopane eröffnen. Salwador betreibt bereits vier einfachere Hotels der Marke “System”; 2008 soll noch eines in Katowice hinzu kommen, anschließend weitere in anderen Großstädten.
2003 2004 2005 2006 2007* Ausländische 13,7 14,3 15,2 15,7 15 Inländische 19,7 17,6 16,8 16,4 16 *Schätzung
Quelle: Instytut Turystyki
Die Fußball-EM dürfte 2012 mehr als 0,5 Mio. ausländische Fans nach Polen locken. Als Reaktion bietet die Hauptstadt Warschau als erste Steuervergünstigungen für Projekte an, die in Zusammenhang mit der Euro 2012 stehen. So entfällt ab 1.1.08 für maximal fünf Jahre die Grundsteuer für neue Investitionen in Hotels, Pensionen, touristische und sportliche Aktivitäten etc. Bedingung dabei ist, dass die Objekte bis Ende 2011 fertig gestellt werden. -
Zwischenbilanz zum Rauchverbot: Ältere bleiben zu Hause, Jüngere trinken mehr
Quelle: Pressemitteilung von 1, 26. März 2008
Während ältere Kneipengänger seit der Einführung des Rauchverbots öfter zu Hause bleiben, wechseln die jüngeren häufiger die Bar und trinken mehr Alkohol: Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Veranstaltungskalenders venyoo.de.1
Rauchverbot in Restaurants: Zustimmung selbst bei Rauchern
Das Rauchverbot in Restaurants findet fast ungeteilte Zustimmung: In allen Altersgruppen befürworten mehr als drei Viertel der Befragten das Rauchverbot (78 Prozent). Selbst jeder zweite Raucher (48 Prozent) bevorzugt rauchfreie Restaurants.
Dennoch haben Restaurants keinen Vorteil davon: Nur bei den 30-40-jährigen gibt knapp jeder Vierte (23 Prozent) an, seit dem Rauchverbot häufiger ins Restaurant zu gehen.
Rauchverbot in Kneipen: Jung und Alt geteilter Meinung
In Kneipen, Bars und Diskotheken, in denen nur getrunken wird, zeigt sich ein anderes Bild. 86 Prozent der Raucher lehnen das Rauchverbot in Kneipen ab. Auch bei den Nichtrauchern bevorzugt nur jeder Dritte (38 Prozent) rauchfreie Kneipen und Bars. Am deutlichsten ist die Ablehnung bei Rauchern über 50 Jahren (92 Prozent), jüngere Raucher unter 30 sind rücksichtsvoller (63 Prozent).
Je nach Altersgruppe können Kneipen also vom Rauchverbot profitieren oder Umsatzeinbußen erleiden. Bei den 50-65-Jährigen reduzieren fast zwei Drittel (65 Prozent) die Anzahl der Kneipenbesuche, bei den Rauchern sogar mehr als drei Viertel der Befragten (81 Prozent).
Überraschend die Reaktion der Jüngeren: fast die Hälfte (42 Prozent) der 18-30-Jährigen wechselt an einem Abend häufiger die Bar als vor der Einführung des Rauchverbots, und fast jeder Dritte (30 Prozent) gibt an, dabei insgesamt mehr Alkohol zu trinken.Über die Studie
Der bundesweite Veranstaltungskalender venyoo.de befragte im März 2008 1138 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Die Umfrage ist repräsentativ in Alter, regionaler Herkunft und Nichtraucheranteil der Befragten.
Die Ergebnisse der Studie können als PDF-Datei unter https://venyoo.de/presse heruntergeladen werden. Download der Ergebnisse der Studie als PDF-DateiÜber das Rauchverbot in Deutschland
Das Rauchen in Kneipen und Gaststätten ist inzwischen in 14 Bundesländern verboten.
Nur in zwei Ländern ist das Rauchen noch erlaubt: In Rheinland-Pfalz ist das Rauchverbot wegen einer Verfassungsbeschwerde einstweilig ausgesetzt, in Thüringen gilt das Rauchverbot erst ab dem 1. Juli 2008.
In fast allen Bundesländern sind abgetrennte Raucherräume gestattet. -
Rauchverbot in der Gastronomie: Zahlen lügen nicht – Umsätze sind erheblich eingebrochen – Stellungnahme zur Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums
Quelle: Pressemitteilung von CHD Expert, 25. März 2008
Die Umsätze in der Gastronomie sind infolge des Rauchverbotes weiter eingebrochen. Dies geht aus den Veröffentlichungen der Landesstatistikämter und des Statistischen Bundesamtes hervor. Die offiziellen Statistiken stehen im Gegensatz zu den aktuellen Behauptungen von Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Die Krebsforscherin hatte gegenüber dem „Spiegel“ (Ausgabe 12/2008 vom 17. März) behauptet, je länger das Gastro-Rauchverbot gelte, „umso positiver entwickeln sich die Umsätze“. In Niedersachsen und Baden-Württemberg – hier gilt das Gastro-Rauchverbot (seit August 2007) am längsten – erlitten 58 Prozent der Gastronomen zum Teil erhebliche Umsatzrückgänge. Nach einer aktuellen Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert Deutschland, Scheeßel bei Hamburg, vermeldeten sogar über 40 Prozent der Restaurant- und Kneipenbetreiber einen Gästerückgang von über zehn Prozent.
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Die jüngsten Veröffentlichungen des Landesstatistikamtes in Baden-Württemberg untermauern dies: Im letzten Quartal 2007 musste die speisegeprägte Gastronomie einen Umsatzverlust von -5,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) hinnehmen. In der getränkeorientierten Gastronomie betrug das Umsatzminus sogar -6,7 Prozent.
In Niedersachsen ergibt sich ein ähnliches düsteres Bild: Die Jahresumsätze der getränkegeprägten Gastronomie fielen um über 13 Prozent (im Vergleich zu 2006). Den Zahlen des Landesstatistikamtes zufolge sank 2007 der Umsatz von Schankwirtschaften um rund zwölf Prozent, der von Restaurants noch um -2,5 Prozent.
Auch aus der bundesweiten Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) geht der allgemeine Umsatzrückgang hervor: Im vergangenen Jahr musste das Gaststättengewerbe in Deutschland ein Minus von -4,9 Prozent verzeichnen. Allein im Dezember betrug der Umsatzverlust -8,1 Prozent.
„Die offiziellen Statistiken ergeben ein eindeutiges Bild“, konstatiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. „Die Umsätze in der Gastronomie sind gegen Ende des vergangenes Jahres zum Teil erheblich eingebrochen, hauptsächlich infolge des Rauchverbotes.“ Die Nichtraucherschutzgesetze sind nicht der alleinige Grund für das teilweise existenzbedrohende Umsatzminus (vor allem in der Einraum-Gastronomie), wohl aber der Auslöser. „Der Nichtraucherschutz ist ein wichtiges Ziel“, so Lambracht, „jedoch die aktuellen Zahlen als positives Ergebnis umzudeuten, ist unangebracht.“
CHD Expert untersucht regelmäßig die Umsatzentwicklung im deutschen Gastgewerbe. Die Zahlen werden regelmäßig in der Fachzeitung „AHGZ“ veröffentlicht. Die aktuelle Studie „Die Folgen des Rauchverbots – Sechs Monate Erfahrungen mit dem Nicht-raucherschutz in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“ (113 Seiten, erschienen Ende Februar 2008, EUR3.050 zzgl. MwSt.) ist zu bestellen per Telefon (04263/301300) oder eMail (1).
Über CHD Expert Deutschland: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert Deutschland gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
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Tophotelprojects.com: Alle großen Hotelprojekte im Überblick
Quelle: Pressemitteilung tophotelprojects.com, 20. März 2008
Relaunch der Datenbank – Über 1.600 Bauvorhaben abrufbar
Frühzeitig wissen, wo welches neue Hotel entsteht: Die international bekannte Datenbank 1 bietet neue Recherchemöglichkeiten zu den großen Hotelprojekten weltweit. Mit dem Relaunch des Onlineauftritts wurden die Auswahlmöglichkeiten für professionelle Nutzer verfeinert – so können die Hotelprojekte noch genauer auf die Anforderung des Zulieferers oder Ausstatters selektiert werden. International stehen rund 1.600 Hotel-Neubauprojekte als komplette Datensätze mit allen wichtigen Projektangaben, Beschreibungen und Ansprechpartnern zur Verfügung – und dies für eine Jahrespauschale von 950 bis maximal 2.500 Euro. „Im Laufe dieses Jahres kommen rund 1.000 neue Hotelprojekte in die Datenbank – so kostet der Abruf eines kompletten Datensatzes nur rund einen Euro“, sagt Andreas Rohde, Salesmanager tophotelprojects.com. Allen am Hotelmarkt interessierten Unternehmen – vom Architekten und Planer bis zum Luxusausstatter – bietet tophotelprojects.com eine wertvolle Fachinformation und damit den entscheidenden Vorsprung vor dem Wettbewerb.
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Verbesserter Rechercheservice
Die Datenbank von tophotelpojects.com wurde um nützliche Funktionen erweitert. So lässt sich die Recherche zum Beispiel genau einstellen, um „Business Hotels“ in der Region „Asien“ mit „bis zu 500 Gästezimmern“ zu selektieren. Die Datensätze werden übersichtlich in einer Tabelle angezeigt und können entweder gesammelt oder einzeln exportiert werden – zum Beispiel als Excel-Tabelle oder PDF-Datenblätter. „Für komplexe Recherchevorhaben stehen wir auch gern telefonisch zur Verfügung“, sagt Rohde. Anruf genügt: Tel. +49 (0)4263 301-300.
Professionelle Researcher
Das Researchteam von tophotelprojects.com wird ständig erweitert. Am Deutschland-Sitz der Herausgebers, die Unternehmensgruppe CHD Expert, hält das Rechercheteam um Andreas Rohde die Fäden in der Hand – aus allen internationalen Niederlassungen der CHD Expert Group werden täglich neue Hotelprojekte gemeldet. Jeder Datensatz wird sorgfältig in Primärquellen nachrecherchiert und erst nach eingehender Prüfung frei geschaltet. Zudem werden alle publizierten Datensätze regelmäßig aktualisiert.
Service auch für potentielle Abonnenten
Neu bei tophotelprojects.com ist auch der eMail-Newsletter, der kostenfrei bezogen werden kann. Monatlich wird darin über neue Hotelprojekte aus dem Datenbestand von tophotelprojects.com und über Entwicklungen auf den Hotelmärkten berichtet. Der Service steht auch potentiellen Abonnenten zur Verfügung. Zur Bestellung senden Sie ein eMail mit Betreff „Newsletter“ an 1.
Kurzstudien über Hotelmärkte
Regelmäßig publiziert das Team von tophotelprojects.com auch Kurzstudien über wachsende Hotelmärkte wie zum Beispiel China, Dubai oder auch Berlin und Frankfurt/Main. Die Reports werden auf tophotelprojects.com veröffentlicht.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
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Neuer starker Marktplatz für Urlaub: Kostenfreies Marketing bei “Rita“
Quelle: Pressemitteilung, hotelier.com – 17. März 2008
Rea-Ta.com startet nun auch in Deutschland – Keine Gebühren für Start von Onlineauktionen von Reisegutscheine – Geringe Erfolgsprovision
Onlineauktionen von Reisepackages sind endlich kostenfrei – mit „Rita“ (www.rea-ta.com) können nun Urlaubsreisen, Hotelzimmer und Vermietung von Ferienimmobilien ohne Einstellgebühren international vermarktet werden. Die Auktionsplattform startet nun auch in Deutschland. Bei „Rita“ sind alle Auktionen im Wert bis zu 99.999 Euro kostenfrei. Lediglich bei einer erfolgreichen Verauktionierung fällt eine geringe Erfolgsprovision an. Der Internetmarktplatz wird von hotelier.com, eines der ältesten Webportale für Hotellerie und Touristik, betrieben.
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„Für die professionelle Vermarktung von Reisegutscheinen müssen nun nicht mehr hohe Einstiegsgebühren wie bei anderen Internetmarktplätzen gezahlt werden“, so Carsten Hennig, Chefredakteur von hotelier.com. Die Provision (5% des Auktionswertes) wird nur bei einer erfolgreich abgeschlossenen Auktion erhoben – und ist im Vergleich der marktüblichen Reiseprovisionen sehr niedrig. Der weltweite Vertrieb übers Internet erhalte damit eine neue Bedeutung, so Hennig weiter.
Schon jetzt werden monatlich rund 180.000 Visits auf der Portalseite hotelier.com gezählt, Tendenz stark steigend. „In der Onlinepräsentation stehen wir mit ‚Rita’ in nichts den bekannten Marktplätzen nach“, so Hennig. Die Reisegutscheine können ausführlich in Text und mit zahlreichen Fotos oder auch Kurzvideos präsentiert werden. Ein gut durchdachtes Menü sorgt für Übersichtlichkeit.
Bei „Rita“ kosten lediglich die Auktionen von Ferienimmobilien (Verkauf von Ferienhäusern oder –wohnungen ab 100.000 Euro) eine Jahresgebühr von nur 59 Euro. Die Flatrate beinhaltet beliebig viele Auktionen. Bei einem erfolgreichen Verkauf wird zusätzlich eine Provision von einem Prozentpunnkt erhoben. Im Vergleich mit den zum Teil hohen Maklergebühren bietet „Rita“ auch hier einen echten Preisvorteil.
„Rita“ ist die Kurzform der Webadresse rea-ta.com, die wiederum für „Real Estate & Travel Auctions“ steht. „Rita“ ist der neueste Service der auf Hotel- und Tourismus-Multimedia spezialisierte Relocation Ltd. mit Sitz in London. Weitere Niederlassungen von Relocation bestehen in Hamburg und Malaga/Spanien.
Die Webplattform www.hotelier.com ist das Portal für rea-ta.com, die Branchen-community Hospitality-Friends.com und das Onlinemagazin magazine.hotelier.com. Das Webunternehmen ist seit 1996 erfolgreich am Markt tätig. -
CHD Expert: Gezielte Investitionen im Gastgewerbe – Knapp jeder fünfte Hotelbetrieb will Gästezimmer modernisieren – Weiterhin Boom in der Gemeinschaftsverpflegung
11Quelle: Pressemitteilung/CHD Expert, 14. März 2008
Die Gäste sind anspruchsvoller geworden: Bei Renovierungen von Gästezimmern und Neuanschaffungen investieren die deutschen Hoteliers gezielter. Groß angelegte Modernisierungen in den Hotels werden zurück gestellt. Insgesamt fällt die Investitionsplanung im Gastgewerbe im Frühjahr 2008 verhalten aus. Insbesondere bei den Restaurants, Kneipen und Bars fallen die Budgets für neue Ausstattung geringer aus – Hauptgrund ist ein abermals negatives Wirtschaftsjahr 2007, das einen Umsatzverlust von drei Prozent (Quelle: Destatis, Wiesbaden) bescherte sowie eine anhaltende Umsatzdelle infolge des Gastro-Rauchverbotes. In der Hotellerie ist die Konjunkturlage etwas besser: Immerhin knapp 20 Prozent der Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels haben Modernisierungen bei Gästezimmern für dieses Jahr fest eingeplant. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren dies rund 29 Prozent der Hotelbetriebe. Die positivsten Einschätzungen haben Betriebe des Gemeinschaftsverpflegung: Rund 60 Prozent der GV-Entscheider haben Neuanschaffungen bei Küchentechnik und Tischausstattungen vor (Quelle: Synovate).
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Trotz des starken Interesses an Neuheiten bei der wichtigsten Fachmesse Internorga treten die Entscheider in Hotellerie und Gastronomie in punkto Neuanschaffungen gezielter auf und investieren gezielt in die wichtigsten Gästebereiche, um den gestigenen Ansprüchen weiterhin gerecht werden zu können“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. Nach einem eher verhaltenen Wirtschaftsjahr 2007 passen auch die Hoteliers ihre Investitionsplanungen den Ergebnissen an. Für das laufende Jahr haben nur noch rund 19 Prozent der Drei- bis Fünf-Sterne-Hotels Modernisierungen von Gäste- und Badezimmern fest eingeplant. Vor einem Jahr hatten noch rund 29 Prozent Renovierungen im gesamten Haus vorgesehen. Vor allem die Luxushotels halten sich zurück: Rund elf Prozent planen Modernisierungen ihrer Gästezimmer. Bei den Vier-Sterne-Hotels steigt der Anteil auf über 22 Prozent und in der mittleren Komfortklasse liegt er bei knapp 17 Prozent. Offensichtlich löst sich dagegen der Investitionsstau bei den kleineren Häusern (bis 100 Zimmer): Etwa 45 Prozent der kleinen und mittelgroßen Hotels haben Modernisierungen fest vorgesehen. Dies geht aus einer Studie des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert hervor. Dafür wurden Mitte Februar 317 Hotelbetriebe in ganz Deutschland befragt.
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„Die Investitionsplanungen fallen zaghaft aus, da die gesamtwirtschaftliche Lage und die Konjunkturaussichten für die Hotellerie nicht sehr verheißungsvoll sind“, fasst Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert, zusammen. Zwar wird investiert, aber begrenzt. Knapp 20 Prozent der geplanten Renovierungen sind zunächst nur für bis 25 Zimmereinheiten vorgesehen. Der Hauptaugenmerk liegt dabei auf Modernisierungen im Sanitärbereich – bei 83 Prozent der Investitionsplanungen sind neue Badezimmer oder teilweise Erneuerungen an Dusche & Co. terminiert. Bei den Gästezimmern selbst liegt der Fokus auf neuen Betten (rund 60%) und neuen Teppichen/Bodenbelägen (66%).
Über zehn Prozent der Hotels haben Erweiterungen und Modernisierungen in der Küche geplant. Mehr als vier Prozent wollen sogar in neue Küchengeräte, wie z.B. Heißluftdämpfer, investieren. Rund 17 Prozent der Häuser wollen auch ihrem Restaurantbereich einen neuen Auftritt verpassen – über sieben Prozent planen, neue Tische und Stühle anzuschaffen. „Der Investitionszyklus für den Restaurantbereich ist bei den meisten Häusern noch nicht erfüllt – daher muss das bisherige Ambiente noch ein Jahr länger halten“, kommentiert Lambracht.
Bei den Hotels, die über einen Tagungsbereich verfügen (rund 80%), ist die Investitionsbereitschaft ebenfalls gedämpft. Lediglich rund sieben Prozent dieser Hotels wollen in neue Bestuhlung und Tagungstische investieren. Neue Tagungstechnik steht nur bei rund fünf Prozent der Betriebe auf dem Plan.
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Auch im Segment Wellness ist ein gewisser Sättigungsgrad erreicht. Von den Hotels mit Wellness- oder Fitnessbereich (knapp über 50%) planen knapp elf Prozent, Fitnessgeräte anzuschaffen oder zu ersetzen. Interessant: Acht Prozent der befragten Hotels wollen in diesem Jahr erstmals einen Wellness-Bereich mit Fitnessgeräten einrichten. „Das Thema Erstinvestitionen bei Wellness ist noch lange nicht ad acta gelegt“, so Lambracht (Foto). „Die Nachfrage der Gäste steigt und der Haupttrend Wellness, insbesondere Medical Wellness, ist insgesamt als investitionsträchtig zu bezeichnen.“
In der Hotellerie wird auch weiterhin in technische Anlagen investiert. „Rund sechs Prozent der Betriebe wollen innovative Gäste-Technologie wie WLAN oder neue Hotel-TV-Systeme anschaffen“, sagt Lambracht. Rund fünf Prozent der Hotels haben Elektroinstallationen z.B. in neue Lichtanlagen budgetiert. Bei moderner Buchungstechnik ist die Ausgabenbereitschaft immer noch zurück haltend: Nur rund drei Prozent der Hotels wollen in neue Reservierungssysteme für Internet und elektronische Plattformen investieren. Ebenso sieht es bei Modernisierungen von Umweltsystemen, z.B. modernen Heizungen, aus – auch hier ist bei nur rund drei Prozent der Hotels Geld bereit gestellt. „Das Thema ‚Green Hotelier‘ sollte man noch nicht überbewerten“, konstatiert Lambracht. „Die Investitionsplanungen konzentrieren sich zunächst auf Gäste-relevante Bereiche, ehe der Umweltgedanke verfolgt wird.“
GV-Boom: Kantinen wollen immer mehr modernisieren
In der Gemeinschaftsverpflegung (GV) herrscht laut „GV-Barometer 2008“ (Herausgeber: Synovate, München) in weiten Teilen euphorischer Optimismus. Rund 68 Prozent der Betriebsrestaurants (Kantinen) planen Neuanschaffungen. Gleichzeitig wird das Investitionsklima von 66 Prozent der Kantinen als „gut“ (2007: 63%) bezeichnet. Damit liegt der Wert so hoch wie noch nie seit Einführung der Branchenuntersuchung vor fünf Jahren. Der Großteil der Investitionen sind größere Budgets für neue Kochanlagen, Herde und Spülmaschinen, aber auch Kassensysteme. In der Klinik- und Heimverpflegung wollen 61 Prozent der Betriebe investieren, hauptsächlich in Kochanlagen und Speisentransport-/Serviersysteme. Dabei wird im Care-Bereich aber das Investitionsklima verhaltener bewertet: nur 55 Prozent der Großküchen (Vorjahr: 58%) haben an die Bereitschaft für Investitionen im eigenen Betrieb eine „gute“ Erwartungshaltung.
Wachstum im Außer-Haus-Markt
Als führende Quelle für alle Daten aus dem sogenannten Außer-Haus-Markt gilt CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH. Das Marktforschungsinstitut wurde vor zehn Jahren gegründet und ist seit 2002 Teil der internationalen CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert wird in der Branche als Marktführer für Beschaffung, Bearbeitung und Analyse von Marktdaten im Außer Haus Markt bezeichnet und zählt namhafte Unternehmen u.a. aus der Lebensmittel- und Getränkebranche, Küchentechnik und Konsumgüterindustrie zu seinen Kunden.
Die Experten verfügen über eine Datenbank der Betriebe des Außer-Haus-Marktes, vom Kiosk über Szenegastronomie bis zum Grandhotel – mit detaillierten Angaben zu allen einzelnen Betrieben. „Wir recherchieren, pflegen und aktualisieren mehr als 2,5 Millionen Adressen in Europa, davon rund 400.000 in Deutschland“, so Rolf W. Schmidt, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter der Marktplatz Hotel GmbH.
Der Außer-Haus-Markt (alle Übernachtungs- und Verpflegungsleistungen, die Menschen außerhalb ihrer eigenen Wohnung in Anspruch nehmen) zählt zu den wenigen globalen Wachstumsmärkten. Allein in Europa werden hier pro Jahr mehr als 500 Milliarden Euro ausgegeben, mit rund 1.500 Euro pro Einwohner und Jahr etwa 30 Prozent aller Gesamtausgaben für Essen und Trinken. In den USA liegt die Quote des Außer Haus Verzehrs bereits bei über 50 Prozent; dieser Wert wird für die nächsten Jahre auch in Europa erwartet. Aus diesem Grund richten fast alle internationalen Unternehmen der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mehr und mehr ihren Fokus auf diesen dynamischen Markt. Da jedoch die Strukturen und Prozesse vielfach anders sind als im klassischen Groß- und Einzelhandel, benötigen diese Unternehmen spezialisierte und professionelle Unterstützung in der Analyse und Bearbeitung des Außer Haus Marktes.
Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
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Nordzypern will Tourismuspotenzial stärker nutzen: Investitionen in Hotelanlagen / Republik Zypern baut Flughäfen aus
Quelle: bfai, März 2008
Das unter türkischer Verwaltung stehende Nordzypern will sein großes touristisches Potenzial besser nutzen. Insgesamt 15 Grundstücke wurden jetzt für den Bau von Ferienhotels zugeteilt. Bislang ist der Tourismus in Nordzypern noch wenig entwickelt. Trotz des vergleichbaren Angebots landschaftlicher und historischer Attraktionen erreicht sowohl die Zahl der Reisenden als auch deren Ausgaben im Nordteil der Mittelmeerinsel nur etwas mehr als ein Zehntel des in der Republik Zypern verzeichneten Niveaus. (Kontaktanschrift)
Wie in der Südhälfte der Mittelmeerinsel hat der Tourismus in Nordzypern einen Anteil von über 10% am Bruttoinlandsprodukt. Absolut gesehen ist die Branche aber noch wenig entwickelt. Die überwiegende Mehrheit der Besucher kommt aus der Türkei, daneben nutzen Reisende aus dem Süden die Möglichkeit, Ausflüge in den Norden der Insel zu unternehmen.
Beide Inselhälften setzen auf einen Ausbau des Fremdenverkehrs. Die Republik Zypern will die Zahl der Besucher bis 2010 auf 3,5 Mio. steigern (2007: 2,4 Mio.). Dazu sollen zwei neue internationale Flughäfen in Paphos (geplante Eröffnung im November 2008) und Larnaka (November 2009) in Betrieb genommen werden. Stärker als bisher sollen auch in der Nebensaison Gäste ins Land kommen und außerdem länger bleiben. Besucher aus Großbritannien bilden im Süden der Insel mit über der Hälfte der Übernachtungen die mit Abstand wichtigste Besuchergruppe.
Trotz eines vergleichbaren Angebots von landschaftlichen und historischen Attraktionen wird das Potenzial Nordzyperns mit rund 335.000 Touristen im Jahr bisher noch deutlich weniger genutzt als das der Südhälfte der Insel. Ende 2007 gab es in Nordzypern 130 touristische Einrichtungen, die Bettenzahl lag bei 15.800. Unter den Hotels gehören elf in die Luxuskategorie mit fünf Sternen. Auch in Nordzypern entfällt auf Besucher aus dem Vereinigten Königreich nach den Türken die größte Zahl der Ankünfte. Der Flughafen Ercan wird regelmäßig von der Türkei aus angeflogen.
Trotz der vergeblichen Bemühungen um eine Beilegung des Konflikts zwischen den beiden Hälften der Insel stieg nach Aussagen des Wirtschafts- und Tourismusministers der Türkischen Republik Nordzypern, Erdogan Sanlidag, die Bauaktivität im Fremdenverkehr in den vergangenen drei Jahren deutlich an. Besonderes Interesse findet dabei das Gebiet Bafra, wo 15.000 neue Hotelbetten entstehen sollen. In der Provinz Karpaz sollen Naturschutzgebiete im Rahmen eines sanften Tourismus erschlossen werden. In sechs Dörfern der Region entstehen bis Ende 2008 insgesamt 180 Betten in Pensionen, zusätzlich entsprechende Restaurationsbetriebe.Investor Bettenzahl Geplante Fertigstellung Wert (Mio. US$) Eksen Tur. AS 1.350 2009 65 Yayöz Tur. Ltd. k.A. k.A. k.A. Göctur Yat. Ltd. 1.200 2009 63 Kya Turis. AS 1.484 In Betrieb 60 Simsekler Ltd. 1.200 2010 70 Akfen Ins. Tur. k.A. k.A. k.A Ada Kibris Ltd. 1.100 2009 50 Sunny Valley Ltd. 600 k.A. k.A. Kocoglu Tur. AS 1.300 2010 60 Bilgili Tur. AS k.A. k.A. k.A. Güral Por. Tur. k.A. k.A. k.A. Quelle: KKTC Ekonomi ve Turizm Bakanligi
In größerem Maßstab denkt die Net Holding, die bereits seit dem Jahr 2000 das Luxushotel Merit Crystal Cove mit Kasino und Kongresszentrum betreibt. Im April 2008 soll das Merit Lefkosa Hotel seine Pforten öffnen, womit die Gruppe auf eine Kapazität von 1.300 Betten in Nordzypern kommt. Weitere Projekte des Unternehmens sind das Luxushotel Monte Mare, das Angebote sowohl für Kongressreisende als auch für Wellness-Touristen bereitstellen soll und darüber hinaus auch ein Kasino enthalten wird sowie das Merit Afrodit Thalassotherapie-Zentrum und Hotel mit 400 Betten.
Presseberichte über bevorstehende Investitionen in den Fremdenverkehrssektor der Nordhälfte Zyperns und zum Teil kurz darauf folgende Dementis der potenziellen Bauherren illustrieren gleichzeitig den spekulativen Charakter des Engagements in der international nur von der Türkei anerkannten Inselrepublik.
Kontaktanschrift:
KKTC Ekonomi ve Turizm Bakanligi (Wirtschafts- und Tourismusministerium der Türkischen Republik Nordzypern)
Selcuklu Yolu, Lefkosa
Tel.: 0090 392/228 96 29; Fax: -228 56 25
Internet: www.ekonomiveturizmbakanligi.com -
Tourismus auf den Seychellen boomt: Etliche Luxushotels werden gebaut / Deutsche Lieferchancen sind gut
Quelle: bfai, März 2008
Nach einer langen Rezession hellt sich die wirtschaftliche Lage der Seychellen deutlich auf. Im Jahr 2007 wurde mit voraussichtlich rund 5,3% ein ungeahnt hohes BIP-Wachstum erreicht. Landeskenner prognostizieren auch für die kommenden Jahre 2008 und 2009 reale Steigerungsraten von mehr als 5,0%. Verantwortlich für den Aufschwung sind in erster Linie zahlreiche Investitionen in Hotels. Insbesondere auf der Hauptinsel Mahé ist die Bautätigkeit enorm hoch.
Im Jahr 2007 sind die Investitionen deutlich gestiegen. Bis 2009 hat die Regierung 34 neue Projekte bewilligt, etwa die Hälfte davon sind Luxusresorts. Sie verteilen sich wie folgt auf die Inseln: Mahé (23), Praslin (5), La Digue (2), Silhouette (2), Long Island (1) und Round Island (1). Darüber hinaus werden auf Eden Island Häuser sowie Geschäftszentren für geschätzte 450 Mio. US$ errichtet, welche von gutsituierten Ausländern erworben werden sollen, die dafür Aufenthaltsgenehmigungen erhalten.
Das angeblich größte Investitionsprojekt, das die Seychellen je gesehen haben, wird wohl noch im 1. Halbjahr 2008 begonnen. Dann will die südafrikanische Pinnacle Point Holdings (PPH) die Entwicklung des Luxusressorts Ile Aurore Nouvelle beginnen. Die kleine, fast unbewohnte Insel liegt im Nordosten der Hauptinsel Mahé. Auf ihr sollen zudem ein Kasino, ein Golfplatz, 144 Villen, 90 Eigentumswohnungen, ein Fünf-Sterne-Hotel sowie eine Flaniermeile am Wasser entstehen. Die Fertigstellung ist für 2012 geplant. PPH muss, um genügend Platz zu haben, etwa 60 ha Land gewinnen. Vor allem die zahlungskräftige Kundschaft aus dem Ausland soll von der Anlage angelockt werden. Ähnlich wie bei dem im Bau befindlichen Eden-Island, ist geplant, dass Käufer von Eigentumswohnungen eine ständigen Aufenthaltsgenehmigung von den Behörden erhalten.
Auch einige Fluggesellschaften engagieren sich im Hotelsektor. Seit Anfang 2005 fliegen die Emirates und Qatar Airlines die Seychellen an. Qatar Airways will nun ein Luxusresort bei Anse a La Mouche (West-Mahé) bauen, Emirates plant Ähnliches: Für etwa 253 Mio. US$ soll eine Luxusanlage bei Cap Ternay (Nordwest-Mahé) entstehen. Auf Desroches Island (ca. 230 km von Mahé entfernt) engagiert sich die südafrikanische Great Plans Safari und investiert in 28 Villen.Projekt Wert Stand Anmerkung Ile Aurore Nouvelle 9,2 Mrd. R Baubeginn 2008 Luxusresort inkl. Golfplatz wird von südafrikanischen Investoren gebaut La Passe 25 Mio. US$ Im Bau Hotelanlage auf Silhouette Island mit 100 Chalets von der maledivischen Gruppe Universal Enterprises Per Aquum Resort 22 Mio. US$ In der Planung Hotelanlage auf Silhouette Island. Investor: Universal Enterprises (Malediven) Eden Island 450 Mio. US$ Im Bau Häuser sowie Geschäfte für Ausländer Qatar Airways-Luxusresort k.A. In der Planung Anse a La Mouche (West-Mahé) Emirates-Luxusresort 253 Mio. US$ In der Planung Cap Ternay (Nordwest-Mahé) Der aufstrebende Tourismus ist der Hauptgrund, weshalb die Seychellen nach Jahren der wirtschaftlichen Stagnation inzwischen wieder auf Wachstumskurs sind. Im Jahr 2007 dürfte das BIP ein Plus von 5,8% erreicht haben. Um fast 15% nahm die Anzahl der Touristenankünfte im selben Jahr zu; es kamen über 161.000 Besucher ins Inselreich. Grund für die steigende Beliebtheit dürfte auch der Wertverfall der heimischen Währung Rupee sein. Diese verlor zwischen Oktober 2006 und Oktober 2007 etwa 43% zum US-Dollar.
Für deutsche Lieferanten von Elektrotechnik oder Haushaltsarmaturen dürften die Projekte auf den Seychellen durchaus Lieferchancen mit sich bringen. Importiert werden muss ohnehin alles, da lokal nichts hergestellt wird. Gefragt sein werden zudem hochwertige Produkte, bei denen deutsche Firmen zum Teil Marktführer sind. Mitunter interessante Lieferchancen werden von deutschen Unternehmen bislang allerdings kaum wahrgenommen.
Sie überlassen die Zuständigkeit für die Marktbeobachtung der Seychellen meist ihren Handelsvertretern in Südafrika. Ob sie dort gut aufgehoben ist, wird von Beobachtern jedoch bezweifelt. In den südafrikanischen Medien sind die Seychellen schlichtweg nicht existent, die Geschäftswelt in Südafrika hat damit fast keine Möglichkeit, sich über das Wirtschaftsgeschehen auf den Seychellen auf dem Laufenden zu halten. Ein Handelsvertreter aus Mauritius ist meist sehr viel besser über die Region informiert.
Deutsche Unternehmen könnten alternativ auch erwägen, sich durch französische Außenhändler vertreten zu lassen, die zu den Seychellen oft intensive Beziehungen unterhalten. Französische Vertreter erhalten zudem kräftige Unterstützung vor Ort durch ihre französische Botschaft. Einige wenige deutsche Unternehmen nutzen bereits diesen französischen Vertriebsweg.