Author: holedo_wp_admin

  • Italiens Hotelsektor investiert über 1 Mrd. Euro: Investitionen vor allem in Mailand und Rom

    Quelle: bfai, Februar 2008
    Bis 2012 sollen 5 Mrd. Euro in den Erwerb von Hotels, deren Umbau oder der Errichtung neuer Anlagen in Italien investiert werden. Die Beratungsgesellschaft Jones Lang LaSalle Hotels rechnet im laufenden Jahr mit Akquisitionen im Wert von 600 Mio. Euro und neuen Projekten von 500 Mio. Euro. Laut Experten werden deutsche Fondsgesellschaften zum wichtigen Player am italienischen Markt avancieren. Italiens Attraktivität soll auch durch neue Infrastrukturen und eine Erweiterung des Niedrigpreisangebots aufpoliert werden.
    Zweifellos hat Italiens Tourismusjahr 2008 unter negativen Vorzeichen begonnen. Der Müllskandal von Neapel hat dem Image ebenso geschadet wie der Flop der Internet-Plattform 1 Ziel war es, für Italien als Tourismusland einen einheitlichen Internetauftritt zu schaffen, der allerdings niemals funktionierte. Nun werden die Regionen wieder gesondert für ihre Gäste werben müssen.
    Auch die internationale Finanzkrise und der allgemeine Liquiditätsmangel werden sich negativ auf die Finanzierung auswirken. So erwarten die Experten von Jones Lang LaSalle Hotels nach einem Rekordjahr 2007 für Investitionen in den Sektor für 2008 einen leichten Rückgang. Dieser betreffe aber nur sekundäre Standorte. Die Investitionen sollen sich großenteils auf Mailand und Rom konzentrieren, während Turin, Bologna und Neapel bereits an Terrain verloren haben. Auch die Berater von Cb Richard Ellis Hotels rechnen 2008 mit einem Investitionsrückgang gegenüber dem Vorjahr. Statt Akquisitionen im Wert von 900 Mio. Euro werden 2008 Abschlüsse im Wert von rund 700 Mio. Euro, aber neue Projekte von mindestens 500 Mio. Euro erwartet. Im Frühjahr 2008 will auch Cushman&Wakefield in das italienische Hotel-Immobiliengeschäft einsteigen.
    Die französische Fonciere de Murs Italy plant nach eigenen Angaben, bis 2010 rund 1 Mrd. Euro in das italienische Beherbergungsgewerbe zu investieren. An der Gesellschaft ist die Mailänder Immobiliengruppe Beni Stabili zu 20% beteiligt. Das Unternehmen hat in den letzten Monaten Hotels in Florenz, Rom, Mailand und Turin erworben und ist eine Partnerschaft mit der US-Hotelkette Metha Group (Holiday Inn) eingegangen. Fonciere de Murs plant, auch in Italien die hier noch wenig verbreiteten Studentenheime zu bauen und ist auf der Suche nach geeigneten Objekten.
    Sorgen bereitet den Experten vor allem die geringe Qualifikation im Fremdenverkehrssektor. Italiens Wettbewerbsfähigkeit im Tourismus rangierte in der Rangliste des World Economic Forum an 33. Stelle. Grund für die schwache Performance sind unübersichtliche Normen, schlecht ausgebildetes Personal sowie die geringe Aufmerksamkeit, die die Politik de Branche widmet.
    Über hundert Luxushotel-Projekte werden derzeit umgesetzt. Der Immobilienunternehmer Giuseppe Statuto errichtet mit der spanischen Hotelkette Acto in der neuen Mailänder Modecity Garibaldi ein neues Luxushotel und hat im Mailänder Künstlerviertel Brera bereits den Grundstein für das W-Hotel gelegt, Partner ist dabei die Hotelkette Starwood Hotels & Resorts. Die chinesische Mandarin Oriental Hotel Group will in Mailand ihr erstes Hotel in Italien eröffnen und baut derzeit den ehemaligen Sitz der lombardischen Sparkasse Cariplo in ein Fünf-Sterne-Hotel um.
    Auch wenn der Stellenwert des Mailänder Airports Malpensa infolge des Exodus von 180 Alitalia Langstreckenflügen ab März 2008 geschmälert wird, baut Sheraton ein neues Vier-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des Flughafens. Die Starwood Hotels & Ressorts Worldwide, Inhaber der Marke Sheraton, haben dem Bauunternehmen Degennaro aus Bari den Auftrag für das 72 Mio. Euro-Projekt erteilt. Das Hotel verfügt über eine Kapazität von 140 Zimmern und zwölf Appartements. Ein Fitnesszentrum und zwei 24 Stunden geöffnete Restaurants flankieren das Angebot. Zusätzlich wird das Hotel über eine eigene Jogging-Piste verfügen und einen direkten Zugang zum Flughafen haben. Es wird mittels Projekt-Finanzierung errichtet. Banca Intesa Sanpaolo, Unicredit Group und Centrobanca garantieren die Finanzierung. Die Rückzahlung wird nach zwölf Jahren erwartet. Die Bauarbeiten starten im kommenden Sommer, die Fertigstellung soll 2010 erfolgen.
    Inzwischen hat die Betreibergesellschaft des Flughafens Malpensa, SEA, bestätigt, 2008 rund 140 Mio. Euro für die Verbesserung der Dienstleistungen zu investieren. Unter anderem sollen neue Check-in-Schalter für den direkten Zugang der Sheraton-Hotelgäste errichtet werden.
    Die Stadt Mailand wird für 40 Mio. Euro am alten Messegelände ein neues Kongresszentrum errichten. Nachdem die Messegesellschaft bereits zwei Drittel des Geländes an das Konsortium Citylife (Bauunternehmen Ligresti) für den Bau eines neuen Wohn- und Büroviertels abgetreten hatte, sollen nun auch die restlichen 50.000 qm veräußert und zum großen Teil für das Kongresszentrum verwendet werden. Bevor es zur Ausschreibung kommt, muss noch geklärt werden, ob in Mailand zwei Kongresszentren entstehen oder ob das im neuen Urbanistikprojekt Sangiulia vorgesehene Kongresszentrum durch das neue Projekt in Portello-Fiera ersetzt wird. Der Kongresstourismus bestreitet in Mailand einen Anteil von 25% am gesamten Fremdenverkehr.
    Die spanische Kette Nh Hoteles will die Anzahl der Italienhotels bis 2010 von derzeit 58 auf 70 erhöhen. Unter anderem soll eine Luxusherberge auf Amalfi entstehen, wo ein Ex-Kapuzinerkloster mit einem Aufwand von rund 70 Mio. Euro umgebaut wird. Weitere 100 Mio. Euro sollen für die Modernisierung und den Umbau der vor drei Jahren erworbenen italienischen Hotelkette Jolly investiert werden. Zwei neue Hotels sollen in Mailand, eines in der Provinz Mailand beim Flughafen Linate (Peschiera Borromeo) entstehen. Weitere Standorte sind Palermo und Florenz. Auch baut Nh Hoteles neue Fremdenverkehrsdörfer in Ragusa (Sizilien) und Bari. Partner ist dabei die Weinfirma Donnafugata.
    Um das Image als veraltetes Tourismusland aufzupolieren, haben zwei Adriaorte, (Riccione und Cesenatico) beschlossen, ihre Strandstrukturen zu verbessern. In Riccione entsteht ein neuer Strandweg: ein mit Palmen umgebener Meeresspazierweg von etwa 10 km wird von einem neuen Parkplatz und Vergnügungszentrum flankiert. In Cesenatico entsteht ein Luxushotel, das die Diskothek Nuit ersetzt. Zwölf lokale Unternehmer wollen die Requalifizierung des Zentrums vornehmen und unter anderem auch die ehemaligen Kinder-Feriendörfer in Touristen-Appartements, Grünflächen, Joggingwege und neue Parkplätze umbauen. Die italienische Luxushotelgruppe Boscolo mit einem Umsatz von 110 Mio. Euro im Jahr 2007 will hingegen neue Hotels im europäischen Ausland (wie Paris, London, Madrid) errichten. In Italien besitzt die Boscolo Group bereits 13 Luxushotels und betreibt acht weitere Herbergen. Zwei neue Hotels in Padua und Bari werden in den nächsten Monaten eröffnet.

  • Polnische Kreisstädte erhalten moderne Kinobauten

    Quelle: bfai, Februar 2008
    Kinokomplexe steigern Umsatz / Traditionellen Kinos haben das Nachsehen
    Da die polnischen Großstädte mit Kinos schon relativ gut ausgestattet sind, drängen die Betreiber verstärkt in mittlere Agglomerationen. Dort entstehen kleinere Bauten, so dass 2008 lediglich sechs große Komplexe eröffnet werden dürften nach noch 13 im Jahr 2007. Multikino baut seine Position aus, indem er seinen Konkurrenten Silver Screen übernimmt. Mit 32,6 Mio. Zuschauern wurde 2007 eine Rekordzahl erreicht, die künftig noch weiter steigen dürfte.
    In Polen erscheint es inzwischen lohnend, ein Kino pro 60.000 Einwohner zu errichten. Somit rücken mittlere Städte verstärkt ins Blickfeld der Betreiber, die dort etwas kleinere Kinokomplexe planen. Als besonders attraktiv gelten Standorte, an denen sich bedeutende Verkehrswege kreuzen.
    Der zweitgrößte Betreiber, Multikino, konzentriert sich inzwischen laut seinem Vorsitzenden Maciej Baginski auf Städte mit bis zu 100.000 Einwohnern. Multikino eröffnete 2007 sechs Kinokomplexe; 2008 baut er weitere in Sopot (Zoppot) und Lublin, die 2009 eröffnet werden sollen. Standorte für künftige Objekte befinden sich auch in Gliwice (Gleiwitz) und Poznan (Posen).
    Anfang September 2007 nahm Multikino den größten Saal der Hauptstadt mit 777 Plätzen und der landesweit größten digitalen Leinwand von 29×12 m in Betrieb. Dieser gehört zu dem eine Gesamtfläche von über 7.000 qm belegenden Kinokomplex mit insgesamt acht Sälen in dem prestige-trächtigen Handels-, Büro- und Freizeitzentrum “Zlote Tarasy” (Goldene Terrassen) beim Warschauer Zentralbahnhof.
    Marktanteile der Kinoketten gemäß verkauften Eintrittskarten im 1. Halbjahr 2007 (in %)

    Cinema City Multikino Helios* Silver Screen Atlantic Nove Kino
    Marktanteil 43,7 22,1 21,5 10,9 1,0 0,8
    Kinozahl 23 20 14 5 k.A. k.A.

    *einschließlich Kinoplex
    Quelle: Boxoffice.pl
    Berücksichtigt man auch die traditionellen Kinos, so reduzierte sich der Marktanteil (gemäß verkaufter Eintrittskarten) von Cinema City Mitte 2007 auf 34,3%, gefolgt von Multikino (17,4%), Helios (16,8%; einschließlich Kinoplex, ohne traditionelle Kinos), Silver Screen (8,5%), Atlantic (0,9%), Nove Kino (0,6%) und traditionelle Kinos (21,4%).
    Die zu ITI gehörende Gesellschaft Multikino will ihren bisherigen Marktanteil im Bereich der Kinokomplexe von 22,1% noch kräftig erhöhen. Sie unterzeichnete daher Mitte Februar 2008 mit ihrem Konkurrenten Silver Screen einen Übernahmevertrag. Dieser Transaktion, über deren Wert keine Angaben gemacht werden, muss nun noch die Kartellbehörde Urzad Ochrony Konkurencji i Konsumentow zustimmen. Multikino strebt an die Warschauer Börse, um ihre Investitionsprojekte im Wert von 200 Mio. Zl finanzieren zu können. Allein bis Mitte 2009 will Multikino 100 Mio. bis 150 Mio. Zl aufbringen und fünf bis acht Objekte eröffnen.
    Nach Beendigung des Zusammenschlusses mit Silver Screen wird Multikino über 19 Kinobauten mit 174 Leinwänden und knapp 40.000 Plätzen verfügen. Bisher hat der Betreiber 14 Kinokomplexe. Silver Screen gehört bislang den US-amerikanischen Fonds Apollo Real Estate Advisors und betreibt fünf Multiplexe. In den kommenden Jahren will er noch vier weitere eröffnen, darunter in Radom und Koszalin (Kößlin). Ein Projekt hat er im ukrainischen L’viv (Lemberg).
    Der Konsolidierungsprozess auf dem Kinomarkt hatte bereits zuvor eingesetzt. Im Sommer 2007 übernahm der Betreiber Helios aus Lodz (Lodsch) die Kinoplex-Kette mit ihren fünf Objekten. Helios eröffnet 2008 zwei Kinokomplexe in Bialystok und je einen in Plock (Plozk) sowie Dabrowa Gornicza. Anschließend will der Betreiber in Legnica (Liegnitz), Lublin und Slupsk (Stolp) investieren. Bis 2010 plant Helios, zehn Objekte in Betrieb zunehmen. Um das notwendige Kapital dafür zu generieren, bereitet der Betreiber seinen Gang an die Börse vor. Über 80% der Helios-Aktien halten zwei Private-Equity-Fonds. Der Betreiber schätzt seine Einnahmen 2007 auf 117 Mio. Zl.
    Die erste Transaktion führte jedoch Cinema City durch, als sie die Kette Kinepolis übernahm. Neue Komplexe von Cinema City entstehen in dem Handelszentrum Galeria Mosty in Plock, in Bydgoszcz (Bromberg), Zielona Gora (Grünberg), Bytom (Beuthen), Bielsko-Biala (Bielitz-Biala), Gdansk (Danzig) und Krakow (Krakau). Vereinbart wurde bereits der Bau von neun Objekten bis 2011.
    Einnahmen der Kinos aus Kartenverkäufen (in Mio. Zl)

    2003 2004 2005 2006 2007
    324 465 334 460 482

    Quelle: Boxoffice
    Die Zahl der Kinobesucher erreichte 2007 mit rund 32,6 Mio. eine neue Rekordhöhe, die aber nur geringfügig (+1,8%) über der von 2006 mit rund 32 Mio. lag. Branchenkenner schätzen den Zuwachs in den modernen Kinokomplexen, der zu Lasten der traditionellen Kinos ging, dabei allerdings auf 15%. Eine besonders hohe Zunahme um 21,4% verzeichnete Cinema City mit 11,9 Mio. verkauften Karten (2007).
    Künftig erwarten die Betreiber weitere Steigerungen, wenn zum Beispiel auch Kleinstädter die Möglichkeit haben werden, in Multiplexen zu Film-Premieren zu gehen. Die Einnahmen der Kinos aus Kartenverkäufen stiegen laut Boxoffice 2007 um 4,6% auf 481,6 Mio. Zl (rund 134,2 Mio. Euro, 1 Euro = 3,59 Zl).
    Mit den steigenden Besucherzahlen gewinnt auch die Kinowerbung an Bedeutung. Die Betreiber nahmen damit 2007 rund 70 Mio. Zl ein (einschließlich Tauschgeschäfte und Eigenwerbung), was einem Zuwachs um 20% entspricht. Diese Angaben macht MiMP unter Berufung auf die Gesellschaft New Age Media, die die Ketten Cinema City, Kinoplex und Helios bedient. Für 2008 erwartet New Age Media einen genauso hohen Zuwachs der Kinowerbung.
    Multikino und Silver Screen hatten bereits im Oktober 2007 vereinbart, gemeinsam die Ausstrahlung von Werbespots zu verkaufen. Bisher gehen die Polen laut Helios durchschnittlich erst 0,85 Mal jährlich ins Kino und bezahlen dabei durchschnittlich 3,60 Euro pro Eintrittskarte. In Westeuropa liegen diese Angaben bei 2,1 Mal für je 6,20 Euro.
    Einige traditionelle Warschauer Kinos der Firma Max-Film werden modernisiert und neu gestaltet wie das “Praha” auf der rechten Weichselseite. Das “Wars” und das “Skarpa” in zentraler Lage werden von zum Fonds BBI Development NFI gehörenden Investorgesellschaften umfunktioniert. Neben kleinen Kinosälen sollen dort moderne Wohnungen und Räumlichkeiten für Büros und Dienstleistungen geschaffen werden. Diese dürften frühestens gegen Ende 2008 übergeben werden. (B.R.)

  • Baugeschäft im Oman: Arabia Light

    Quelle: bfai, Februar 2008
    Überschaubarer Markt für Einsteiger geeignet / Von Martin Böll

    Der Bauboom am Golf wirkt ansteckend: Auch das Sultanat Oman hat seine Tore geöffnet und private Immobilienprojekte erlaubt. Überall gibt es neue Wohn- und Tourismusprojekte in großem Stil. Auch wenn das Auftragsvolumen im Sultanat nur einem Bruchteil des Geschäfts in den benachbarten Vereinigten Arabischen Emiraten ausmacht – für neue Unternehmen in der Region birgt das Land interessante Einstiegschancen: Der Markt ist übersichtlicher, das Tempo etwas langsamer und die Wege sind kürzer. (Kontaktanschriften)
    Seit Dezember 2006 heißt das neue Zauberwort “integrierte Tourismusanlage”. Der Sultan des Landes hat ausländischen Anlegern den Erwerb von Eigentum in ausgewiesenen Tourismusgebieten erlaubt. Quasi über Nacht ist Oman in das Blickfeld von Anlegern und Baulöwen gerückt.
    Abgesehen vom rechtlichen Aspekt kann der Oman noch etwas bieten, was andere Golfstaaten nie gehabt oder längst verloren haben: Eine malerische Küste und einen Rest von arabischem Flair. Weiß getünchte niedrige Häuser, Palmen und eine sichtbare, traditionell gekleidete Bevölkerung – ein starker Kontrast zum hektischen Verkehrschaos und den beengten Betonschluchten der benachbarten VAE.
    Immobilien: Das bislang größte Projekt ist die Medina Al Zarqa, die Blaue Stadt, eine 35 qkm große Wohn- und Tourismusanlage am Meer, 90 km nordwestlich von Oman. Binnen 15 Jahren sollen 15 Mrd. bis 20 Mrd. US$ verbaut werden. Die Fünf-Sterne-Unterkünfte können jährlich 2 Mio. Touristen aufnehmen, die Villen 200.000 Dauerbewohner. Der Masterplan kommt von Foster & Partner. Entwickler ist die Al Sawadi Investment and Tourism Co. (ASIT), Bauunternehmer eine Partnerschaft der griechischen Aktor und der türkischen Enka.
    Hinzu kommt in der Hauptstadt Muskat das “Mega Resort” The Wave, eine künstliche Insel und Strandanlage mit Golfplatz, vier Luxushotels, Yachthafen, Appartements und Villas. Die größten Aufträge gingen bislang an Carillion Alawi, Al Turki Enterprises, Al Mashrikia-Travo und Bauer Spezialtiefbau. Hinter dem Projekt stehen die Waterfront Investments der omanischen Regierung, der National Investment Fund (omanischer Pensionsfond) und die VAE-Gruppe Majid Al Futtaim. Weitere genehmigte Tourismusprojekte sind der Muscat Golf and County Club (Bauunternehmer: Larsen & Toubro), Omagine (Consolidated Contractors Company), das Barr al Jissah Resort und das Salam Resort in Yiti.
    Flughäfen: Damit die erwarteten Touristenmassen auch ins Land kommen können, plant die Regierung sechs neue Flughäfen und die Erweiterung der bestehenden in Muskat und Salalah. Standorte der neuen Landebahnen sind Sohar, Al Duqm, Ras Al Had, Adam, Haima und Shaleem. Berater für die Erweiterung des Flughafens in der Hauptstadt ist die Airport de France Ingenierie.
    Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftsliberalisierung ist die Erkenntnis, das die Öl- und Gasvorräte des Landes begrenzt sind und die Regierung dringend alternative Einkommensquellen braucht. In diesem Zusammenhang ist der Fremdenverkehr nur eines von zwei neuen Standbeinen. Das andere ist der verarbeitende Sektor.
    Industrie: Hauptstandort der industriellen Ambitionen ist die kleine Hafenstadt Sohar, wo 12 Mrd. $ in verschiedene Industriekomplexe gesteckt werden, darunter ein Aromaten-Komplex, eine Stahlfabrik, eine Polypropylen-Anlage, Methanol- und Düngemittelprojekte sowie eine Aluminiumschmelze. Zweiter Industrieplatz ist Salalah, wo die Octal Holding Co. 300 Mio. $ für einen Chemiewerk und die Oman Oil Co. eine Methanolanlage bauen. Dazu gehören ein Kraftwerk und eine Wasserentsalzungsanlage.
    Schifffahrtshäfen: Parallel zu den Industrieansiedlungen werden die Häfen der beiden Standorte ausgebaut und Freizonen eingerichtet. Zum dritten Hafenstandort wird Duqm in der Al-Wusta-Region ausgebaut. Die Regierung wünscht sich dort eine neue Raffinerie, ein Kraftwerk sowie einen Schifffahrtshafen mit Trockendock.
    Strom und Wasser: Den für die Wirtschaftsentwicklung notwendigen Strom und die damit zusammenhängenden Wasserentsalzungsanlagen sollen private Investoren liefern. Früher als andere Länder der Region hat Oman auf Independent Water and Power Projects (IWPPs) gesetzt, darunter das kürzlich bekanntgegebene 800 Mio.-$-Vorhaben Barka II/Rusayl und IWPPs in Salalah. Im Rahmen des ersten Projekts wird ein neues 678 MW-Kraftwerk nebst Wasserentsalzungsanlage für 26,4 Mio. Gallonen Wasser/Tag gebaut und das bestehende 665 MW-Rusayl-Kraftwerk übernommen. Das geplante IWPP-Salalah soll einmal 400 MW Strom und 15 Mio. Gallonen Wasser/Tag liefern.
    Straßen: Anlässlich seines 37. Nationalfeiertags Mitte November 2007 gab Oman mehr als 50 Infrastrukturprojekte mit einem Gesamtwert von 934 Mio. $ bekannt. Grünes Licht gab es für den auf 483 Mio. $ veranschlagten Hafen von Duqm, einen 2. Projektabschnitt für den Fischereihafen von Sohar, einen 3. Abschnitt für dessen Industriehafen, den Bau einer strategisch wichtigen Straße in Dhofar sowie andere Straßenbauvorhaben.
    “Für deutsche Unternehmen, die noch nicht in der Region vertreten sind, könnte Oman ein Interessantes Einstiegsland sein”, sagt Manfred Steffen, stellevertretender Delegierter der Deutschen Wirtschaft und AHK-Repräsentant für Oman. “Hier kennt jeder jeden und die Wege sind kurz.” Nicht umsonst ist das Sultanat deshalb auch ein bevorzugtes Zielland für deutsche Delegationsreisen. Nirgendwo sonst in der Region, kann man so direkt und unkompliziert mit Regierungs- und Industrievertretern ins Gespräch kommen und – bei aller regionalen Gegensätzlichkeit – ein Gespür für jenen Teil der Welt bekommen.
    Ideale Bedingungen gibt allerdings auch im Oman nicht: Wie in alle anderen Staaten der Arabischen Halbinsel auch trifft die Baunachfrage auf ein viel zu kleines Angebot. Es fehlt an Stahl, an Zement und an Arbeitern. Die Regierung will deshalb vorerst die Vergabe von Aufträgen strecken. Angesichts der hohen Inflation bleibt wohl noch abzuwarten, ob sich alle Projekte in vollem Umfang realisieren lassen.

    Auftraggeber/Projekt Mio. $ Berater/Hauptauftragnehmer Dauer
    Insgesamt 20.469
    davon:
    The Wave Phase 1 360 OBM/Al Turki; Al Mashrikia-Travo 05/07-02/09
    .Phase 2 1.600 OBM/n.o. 09/08-10/12
    Alfa International/Omagine 1.600 n.o./CCC 02/08-02/12
    OMTC/Salalah Straßen u. Hafen 582 Conser; Consulting Ingeneering; Nespak/National Construction; Hani Archirodon 09/05-03/10
    .Muscat Expressway 350 Parsons/Galfar Engineering 09/05-09/09
    .Sohar Flughafenerw. 300 Hamza Associaters/n.o. 07/08-12/12
    .Seeb u. Salalah Flughäfen 1.200 COWI-Larsen/n.o. 05/08-06/11
    OTDC/Convention Centre 500 Geo-Resources/n.o. 10/08-10/11
    .vier Hotels in Muskat 2.600 n.o./n.o. 07/08-10/10
    .Interconti Hotelerweiterung 800 Geo-Resources/n.o. 10/08-10/11
    .Jabal Al Akhadar Hotel 150 n.o/n.o. 11/08-11/10
    .Duqm Beach Hotel 300 KEO International/n.o. 03/08-03/11
    ASIT/Blue City Phase 1 1.900 Atkins/Aktor-Enka Insaat 04/06-04/11
    Sama Dubai/Shinas Omani Resort 1.900 Curie & Brown/n.o. 03/08-12/12
    Al Madina Real Estate/Tilal Al Khuwair 1.000 Design Inc/PT Adhi Karya (Persero) Tbk 06/07-03/09
    Majan Gulf Properties/Khasab Resort Musandam 780 Marzougi & F Nassif Associates/n.o. 05/08-12/12
    .Majan Logistic City Sohar 200 Marzougi & F Nassif/n.o. 05/08-02/11
    .Sohar Residential Commercial and Tourism 172 Marzougi & F Nassif/IGDC 09/06-09/09
    Port Services/Hafenerw. Muskat 400 WorleyParsons/n.o. 03/08-08/11
    Radiance/Green Acres 500 n.o./n.o. 03/08-03/13
    OMNE/Duqm Port 690 Daewo/CCIC-STFA-Jan de Nul 10/07-05/10

    n.o. = noch offen
    Quelle: ProLeads
    Kontaktanschriften: 
    The German Industry & Commerce Office Dubai
    Manfred M. Steffen
    P.O. Box 7480, Dubai, United Arab Emirates
    Tel.:             00971/43 97 00 01       , -2, -4; Fax: -3
    E-Mail: 1, Webseite: 1
    Oman Tourism Development Company (OTDC)
    PO Box 479, Muttrah 114, Oman
    Tel.:             00968/24 77 37 00       , Fax: -24 79 39 29
    E-Mail: 1, Internet: 1
    Oman Ministry of National Economy (OMNE)
    PO Box 881, Muscat 100, Oman
    Tel.:             00968/24 69 89 00       , Fax: -24 69 84 67
    E-Mail: 1, Internet: www.moneoman.gov.om
    Oman Ministry of Transport & Communication (OMTC)
    PO Box 684, Muscat 113, Oman
    E-Mail: 1, Internet: www.motc.gov.om

  • Neue CHD Expert-Studie über Gastro-Rauchverbot: Immer mehr Gastronomen erleiden hohe Verluste

    Quelle: Pressemitteilung, 26. Februar 2008
    58 Prozent vermelden Umsatzrückgang – Über 40 Prozent haben Gästeschwund von mehr als zehn Prozent – Erneute Befragung von 620 Gastronomen in Niedersachsen und Baden-Württemberg
    Hamburg, 26. Februar 2007
    Die Verluste weiten sich aus. Sechs Monate nach Einführung des Rauchverbotes in der Gastronomie in den ersten Bundesländern wird deutlich: der Rückgang an Gästen, deren Verweildauer und Getränkekonsum fällt stärker als erwartet aus. 58 Prozent der Gastronomiebetriebe in Niedersachsen und Baden-Württemberg – hier gilt das Gastro-Rauchverbot seit Anfang August 2007 – haben einen Umsatzverlust erlitten. Über 40 Prozent der Betriebe verzeichneten sogar einen Umsatzrückgang von mindestens zehn Prozent, in vielen Fällen sogar weit darüber. Dies geht aus einer aktuellen Studie* des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert / Marktplatz Hotel hervor. Im Februar wurden 628 Entscheider der speisen- und getränkeorientierten Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg telefonisch befragt. Die Quotierung nach Marktsegmenten erfolgte entsprechend den Gesamtmarktanteilen: Befragt wurden 289 Restaurantbetreiber und 296 Kneipenwirte sowie 43 Bar- und Lounge-Betreiber. Die vorliegende Studie ergänzt die gleichartige Untersuchung von November 2007.
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    „Das Rauchverbot wirkt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Gastronomieformen aus: speiseorientierte Betriebe sind am geringsten betroffen“, sagt Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert. „Bei den Bars sind es allerdings bereits zwei Drittel, die nach einem halben Jahr des Nichtraucherschutzgesetzes teilweise erhebliche Einbußen bei der Gästezahl zu verkraften hatten.“ Insgesamt gilt: Es wird weniger ausgegangen und die Gäste verweilen kürzer. „Die meisten rauchenden Stammgäste haben keine Lust darauf, wie Schuljungen vor die Tür geschickt zu werden, um miteinander eine Zigarette zu genießen“, resümiert Lambracht. Die soziale Funktion vieler Kneipen und Bars geht damit ein Stück weit verloren.
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    Der Getränkeabsatz stottert stark: Beim Bier- und Spirituosenkonsum sind die Einbußen mit 47 bzw. 43 Prozent in allen Gastronomieformen eklatant. Kneipen sind davon besonders betroffen, während Restaurants mit alkoholfreien Getränken noch etwas ausgleichen können. „Kurzum: Den Gästen schmeckt das Bier nicht mehr so wie früher – eine Zigarette und Pils waren bisher für viele eine Einheit“, kommentiert Lambracht.Der Getränkeabsatz stottert stark: Beim Bier- und Spirituosenkonsum sind die Einbußen mit 47 bzw. 43 Prozent in allen Gastronomieformen eklatant. Kneipen sind davon besonders betroffen, während Restaurants mit alkoholfreien Getränken noch etwas ausgleichen können. „Kurzum: Den Gästen schmeckt das Bier nicht mehr so wie früher – eine Zigarette und Pils waren bisher für viele eine Einheit“, kommentiert Lambracht.
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    * Die Studie „Die Folgen des Rauchverbots – Sechs Monate Erfahrungen mit dem Nichtraucherschutzgesetz in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“ (113 Seiten) wurde unabhängig erstellt und ist für 3.050 Euro zzgl. MwSt. erhältlich bei: CHD Expert / Marktplatz Hotel GmbH, Tel. (04263) 301 300, info@chd-expert.de.
    Untersuchungsergebnisse (Auswahl) im Detail:
    Auswirkungen des Gesetzes auf die Verweildauer der Gäste
    Gravierend macht sich das Nichtraucherschutzgesetz bei der Verweildauer der Gäste bemerkbar. Nicht nur bei den Stammgästen sondern bei allen Gästegruppen verkürzt sich der Aufenthalt im gastronomischen Betrieb deutlich bis eklatant. Nur etwa die Hälfte der Betriebe hat keine Veränderungen festgestellt. Positive Signale bewegen sich im Promillebereich. Besonders Ein-Raum-Betriebe stellen verkürztes Verweilen fest. Selbst bei den Familien wird dies berichtet, wenn auch auf niedrigerem Niveau als bei den anderen Gästegruppen.
    Auswirkungen des Gesetzes auf den Getränkekonsum der Gäste
    Weniger Gäste und geringere Verweildauer müssen konsequenterweise Auswirkungen auf den Getränkekonsum haben. Mittlerweile berichten in allen Betriebstypen ca. 40 bis 50 Prozent von erheblichen Einbußen in den Getränkekategorien und das nicht nur bei den Alkoholika. Aus den Kneipen wird der stärkste Rückgang beim Konsum von Fass-oder Flaschenbier berichtet. Knapp 40 Prozent aller Betriebe stellen eine Verringerung fest und allein 34 Prozent einen deutlich niedrigeren Absatz von Fassbier, der „Brotmarke“ der meisten Kneipen. Aber auch bei allen anderen Getränkekategorien gibt es erhebliche Einbußen. Da Kneipen naturgemäß praktisch ausschließlich vom Getränkeverkauf leben, sind mit diesen Einbußen auch erhebliche und im Einzelfall existenzbedrohende Umsatzveränderungen verbunden.
    Schlechtes Jahr für Gastronomie
    Das vergangene Wirtschaftsjahr entwickelte sich für die Gastronomie in Niedersachsen und Baden-Württemberg zum Teil sehr negativ. Gründe dafür sind neben der Einführung des Rauchverbotes auch die verregnete Sommersaison. In Baden-Württemberg erlitt die getränkeorientierte Gastronomie einen realen Umsatzrückgang von -3,7 Prozent (im Vergleich mit 2006). Bei den speisenorientierten Gastronomiebetrieben fiel der Umsatzverlust mit real -0,2 Prozent moderat aus. (Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg). In Niedersachsen musste die getränkeorientierte Gastronomie im vergangenen einen Umsatzrückgang von rund 13 Prozent hinnehmen. In der speiseorientierten Gastronomie fiel das Minus mit -2,0 Prozent auch noch deutlich aus. (Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Statistik).
    Statement von Thilo Lambracht: Erwartungen an Getränkelieferanten steigen
    Unter den besonders vom Rauchverbot betroffenen Gastronomen macht sich zunehmend Resignation breit. Über 90 Prozent sind von der bisherigen Unterstützung ihres Branchenverbandes und Lieferanten eher enttäuscht. Dazu ein Statement von Gastronomie-Experte Thilo Lambracht: „Die ‚Verlierer‘ unter den Gastronomen, also diejenigen mit mittleren bis hohen Umsatzverlusten, erwarten von ihren Lieferanten – Brauereien und Getränkefachgroßhändler – eine aktive Beratung bei der Veränderung des Gastronomiekonzepts (21% der Befragten). Die Ratlosigkeit ist so groß, dass die bisherigen Maßnahmen aus eigener Kraft nicht intensiviert werden. Ebenso besteht der Wunsch nach Unterstützung bei Marketingmaßnahmen (28%). Der Erwartungsdruck an die Getränkepartner wird weiter ansteigen, da sich bei der Umsatzentwicklung bisher keine Trendwende abzeichnet.“
    Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
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  • Deutsche lieben La Dolce Vita: Italien löst Österreich als beliebtestes Urlaubsland ab

    Quelle: GfK, 22. Februar 2008
    Ein Teller Spaghetti, ein gutes Glas Rotwein und ein lauer Sommerabend auf der Piazza: Das entspricht dem Traumurlaub vieler Deutscher. Italien überholte im Tourismusjahr 2006/2007 Österreich als liebstes Auslandsreiseziel der deutschen Reisenden. Außerdem steigt die Nachfrage nach Kultur- und Gesundheitsreisen. Das sind die aktuellen Ergebnisse des GfK-TravelScope der GfK Panel Services zum Reiseverhalten der Deutschen.
    Insgesamt verreisten die Deutschen rund 126 Millionen mal mit mindestens einer Übernachtung. 60 Millionen dieser Reisen (47,7 Prozent) führten aus Deutschland hinaus zu internationalen Zielen. Mit insgesamt 14,7 Prozent wählten sie dabei Italien als Zielgebiet, vor Österreich (14,2 Prozent) und Spanien (13,6 Prozent), so lautet die Bilanz für den Zeitraum zwischen November 2006 und Oktober 2007, dem so genannten Tourismusjahr.

    Die Deutschen werden ihrem Titel als “Reise-Weltmeister” immer wieder gerecht, denn von rund 35 Millionen Haushalten leisteten sich immerhin zwei Drittel einen Urlaub. Viele fahren immer kürzer in die Ferien. Durchschnittlich werden nur noch 9,7 Nächte an einem Ort verbracht – im Jahr 2004 waren es noch 10,1 Nächte. Gerade die Kurzurlaube mit einer bis drei Übernachtungen standen im vergangenen Jahr nicht mehr so hoch im Kurs. Die Zahl sank von 48,3 Millionen auf 47,3 Millionen Reisen. Besonders zurückgegangen sind die Kurztrips ins Ausland, und zwar um 3,5 Prozent von 11,3 Millionen im Tourismusjahr 2005/2006 auf 10,9 Millionen Reisen im Jahr 2006/2007. Wenn die Deutschen für wenige Tage in die Ferne reisen, besuchen sie am liebsten die österreichischen Nachbarn (29,4 Prozent), Italien (14,6 Prozent) und die Niederlande (10,6 Prozent).

    Dafür hat Spanien mit seinem reichhaltigem, kulturellem Erbe und dem warmen Mittelmeer den klaren Vorteil, klassisches Hauptreiseland zu sein. Es verbucht einen Marktanteil von 16,1 Prozent bei langen Auslandsreisen – vor Italien (14,7 Prozent) und Österreich (10,8 Prozent).

      

    Reisen an die Nord- und Ostseeküste nehmen zu 

    Für viele Deutsche gilt aber immer noch: “Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah”. Von den insgesamt 126 Millionen gebuchten Reisen im Tourismusjahr 2006/2007 fand gut die Hälfte (52,2 Prozent) innerhalb Deutschland statt. Davon profitierte insbesondere die Nord- und Ostseeküste, die insgesamt ein Zuwachs von 1,6 Prozent der Reisen verzeichnete. Die Reisen in die Alpenregion nahmen hingegen um 6,9 Prozent ab. Insgesamt sank jedoch die Zahl der Reisen dem allgemeinen Inlandstourismustrend folgend leicht um knapp 1 Prozent auf insgesamt 126 Millionen Reisen. Dafür sind die Deutschen bereit, ihre Urlaubskasse großzügiger aufzufüllen: 1.534 Euro gaben sie im Tourismusjahr 2006/07 pro Haushalt und Jahr aus. Das waren knapp 1 Prozent mehr als im Vorjahr. Sowohl bei  Pauschalreisen mussten die Urlauber einen Preisanstieg von 3,2 Prozent, wie auch bei den so genannten “Baustein”-Buchungen um 1,1 Prozent verkraften.

      

    Im Urlaub zählt Qualität 
    Bei der Wahl ihres Feriendomizils setzten die Bundesbürger im vergangenen Tourismusjahr auf Qualität. Gerade bei längeren Aufenthalten über vier Nächte entscheiden sich immer mehr für ein Luxushotel der 4- und 5-Sterne-Kategorie. Für einen Teil der Deutschen haben die schönsten Tage im Jahr noch immer eine hohe Priorität. Sie sind daher gerne bereit zu investieren.

      

    Kultur- und Gesundheit im Trend 
    Und was machen die Deutschen in ihrem Urlaub? Zwar fahren immer noch 23,7 Prozent der Deutschen in den traditionellen Badeurlaub, doch reisen sie mittlerweile zu 28,4 Prozent auch mit dem Ziel, Kulturen und Städte kennenzulernen. Der Trend zu Gesundheits- und Wellnessreisen sowie zu Kreuzfahrten ist ungebrochen und verzeichnet Wachstumsraten über 10 Prozent. Allerdings bewegen wir uns hierbei immer noch auf einem vergleichsweise niedrigem Ausgangsniveau: 4,2 Prozent Marktanteil für Wellness und 1,4 Prozent für die Kreuzfahrer. Des Weiteren ergaben die GfK-Untersuchungen, dass die Deutschen immer weniger ein Rundum-Sorglospaket in Form einer Pauschalreise buchen. Vielmehr stellen sie sich aus unterschiedlichen Bausteinen eine individuelle Reise zusammen. Der allgemeine gesellschaftliche Trend hin zu mehr Individualität ist damit auch in der Tourismuswirtschaft stark zu erkennen.

      

    Das Buchungsmedium Internet wächst weiter 
    Für die Buchung nutzen die Gäste immer mehr und vor allem immer häufiger das Internet. Schon bei den Vorbereitungen der Urlaubspläne ist dieses Medium mittlerweile in weiten Teilen der Bevölkerung eine feste Größe. Bei der Buchung selber rückt es mittlerweile zum zweit wichtigsten Medium nach den Reisebüros auf. Der über das Internet generierte Umsatz für vorab gebuchte Reiseleistungen beläuft sich inzwischen auf 7,5 Milliarden Euro (ohne e-Mail-Buchungen). Dies ist zwar nur knapp die Hälfte dessen, was stationär im Reisebüro an Leistung gebucht wird. Insgesamt jedoch wuchs der Umsatz der über das Internet gebuchten Reisen um 7 Prozent im letzten Jahr. Dieser Zuwachs wurde vor allem durch die Reisenden verursacht, die zuvor bereits Erfahrungen bei Internetbuchungen gesammelt hatten.

    Für die Studie GfK-TravelScope werden kontinuierlich das Urlaubsreise-, Buchungs- und Informationsverhaltens sowie die Reiseabsichten in Deutschland erhoben. Insgesamt werden pro Jahr rund 160.000 Interviews in  20.000 Haushalte und vier Wellen pro Jahr zum Reiseverhalten geführt.

    Weitere Informationen: Roland Gassner, GfK Panel Services Deutschland, Tel. +49 (0) 911 395-4535, 1

  • Ausländische Hotelgesellschaften erobern China

    Quelle: bfai, 19. Februar 2008
    Zahlreiche Neueröffnungen bis 2010 / Lieferchancen für Anbieter von Gebäudetechnik und Hotelausstattung
    Ausländische Hotelgesellschaften dominieren in China das Fünf-Sterne-Segment. Sie benötigen nicht nur moderne Gebäudetechnik, sondern auch hochwertige Haushaltwaren oder Sanitärkeramik, die sie oftmals importieren. Daraus ergeben sich umfangreiche Lieferchancen für die Zukunft, denn zwischen 2008 und 2010 werden mehrere Hundert Häuser ihre Tore öffnen. Die meisten entstehen außerhalb der Boomregionen im Landesinneren. Auch die Sonderverwaltungsregion (SVR) Macau zieht zahlreiche Investoren an.
    Wer nach China reist, kann bereits jetzt in einem der zahlreichen Hotels ausländischer Ketten übernachten. Nach Angaben der China National Tourism Administration (CNTA) waren Anfang 2008 über 40 internationale Gesellschaften im Land vertreten. Sie betrieben mehr als 500 Häuser. Zumeist handelt es sich um Fünf-Sterne-Hotels, die in den wichtigsten Zentren des Landes gelegen sind.
    Dort treten sich die Anbieter aber bereits auf die Füße. Insbesondere in Beijing dürfte sich die Situation zuspitzen. Pünktlich zum Beginn der Olympischen Spiele 2008 eröffnen dort zahlreiche Häuser. Ähnlich sieht die Lage künftig in Shanghai aus. Dort lockt die Weltausstellung 2010 zahlreiche Hotelgesellschaften an und treibt das Zimmerangebot weiter in die Höhe. Die ausländischen Ketten konzentrieren sich daher mittel- und langfristig auf die sogenannten Second-Tier Cities. Dabei handelt es sich um Metropolen mit mehreren Millionen Einwohnern im Landesinneren beziehungsweise außerhalb der ökonomischen Zentren.
    In diesen Städten besteht ein teilweise enormer Nachholbedarf nach Fünf-Sterne-Häusern. Getrieben wird die Nachfrage einerseits von der anziehenden ökonomischen Entwicklung des Hinterlandes, denn in den Boomregionen steigen die Produktionskosten rasch an und Unternehmen verlagern ihre Fertigung. Zudem gewinnt der Inlandstourismus stark an Bedeutung. Immer mehr Chinesen können sich eine Flugreise leisten und erkunden das eigene Land. Dabei wollen viele nicht mehr nur in einfachen Herbergen absteigen.
    Mehrere Hundert Hotels ausländischer Gesellschaften dürften zwischen 2008 und 2010 in China ihre Tore öffnen. Wie die Pläne der großen internationalen Ketten zeigen, werden in ganz China Expansionen in Angriff genommen.
    Einen Investitionsschwerpunkt bildet die Sonderverwaltungsregion (SVR) Macau. Seit der Liberalisierung des Spielbankensektors haben US-amerikanische Gesellschaften einen zweistelligen US$-Mrd.-Betrag in riesige Kasino-Hotel-Komplexe gepumpt. Im Herbst eröffnete das 3.000 Zimmer große “Venetian” seine Tore. In unmittelbarer Nachbarschaft entstehen zahlreiche weitere Hotels. Bis 2011 sollen rund 20 Vier- und Fünf-Sterne-Häuser kommen.
    Besonders aktiv in China ist die US-amerikanische Starwood-Gruppe. Sie will alleine bis Ende 2009 knapp 40 Hotels der Marken Westin, Four Points, Sheraton und Meridien eröffnen. In Guangzhou, der Provinzhauptstadt Guangdongs, plant die Gesellschaft gleich ein halbes Dutzend Luxushotels. Im ehemaligen Kanton gab es – obwohl die Region zur reichsten des Landes gehört – bis 2007 kein einziges Fünf-Sterne-Haus nach westlichem Standard.
    Damit soll nun Schluss sein. Bis 2010 werden in der gesamten Provinz nach Angaben der Guangdong Provincial Tourism Administration zwischen 40 und 50 Luxushotels entstehen. Die meisten von ihnen werden in Guangzhou gelegen sein, denn die benachbarten Metropolen wie Dongguan oder Shenzhen sind bereits bestens ausgestattet.
    Im nur wenige Kilometer entfernten Hongkong ist die Hotelkonjunktur derweil flau. Die Anzahl der verfügbaren Zimmer dürfte sich zwischen 2008 und 2010 nur geringfügig erhöhen. Die Branche leidet unter den stark gestiegenen Mieten und Grundstückspreisen, die einen Hotelbetrieb immer unrentabler machen. Anfang 2008 wird das erst 1993 fertiggestellte Ritz Carlton sogar abgerissen.
    Die französische Accor-Gruppe ist ebenfalls ein wichtiger Mitspieler in China. Sie unterhält nicht nur Luxushotels, sondern auch zahlreiche Häuser der sogenannten Tourismusklasse. Insgesamt will der Konzern nach eigenen Angaben bis 2010 über 62 neue Hotels mit insgesamt 25.000 Zimmern im Reich der Mitte eröffnen. Anfang 2008 unterhielt er “nur” 50 Häuser mit 15.000 Zimmern.
    Auch die Mariott-Gruppe blieb nicht untätig. Sie plant bis 2010 die Eröffnung von 20 neuen Häusern, und zwar ausschließlich im Premiumsegment. Der Konkurrent Shangri-la visiert bis 2011 rund 12 zusätzliche Luxushotels in der Volksrepublik an. Seine Strategie zielt jedoch nicht so stark aufs Hinterland wie die der Wettbewerber. Anlässlich der Weltausstellung 2010 in Shanghai sollen dort drei zusätzliche Hotels auf den Markt kommen.
    Hotelprojekte in China (Auswahl) *)

    Akteur Geplante Neueröffnungen Regionale Schwerpunkte
    Starwood (Westin, Sheraton, Four Points, Meridien) Bis 2009: 38 Häuser, bis 2011: 41 Häuser Guangzhou, Tianjin, Macau Hainan
    Accor (Novotel, ibis, Mercure, Sofitel) Bis 2010: 62 neue Häuser mit 25.000 Zimmern Landesinnere
    Intercontinental Group (Holiday Inn, Intercontinental, Crown Plaza) 58 Hotels im Jahr 2008 k.A.
    Shangri-la Bis 2011: 12 neue Häuser Shanghai
    Mariott Bis 2010: 20 neue Häuser k.A.
    Mandarin Oriental Bis 2010: 4 Häuser Südchina
    Hyatt 2008: 3 Häuser  

    *) einschließlich Hongkong und Macau
    Quelle: Unternehmensangaben

    Die Investitionspläne bieten umfangreiche Geschäftsmöglichkeiten für die verschiedensten Zulieferbranchen, denn die Häuser sollen internationale Standards in Sachen Komfort und Sicherheit erfüllen. Einheimische Produkte können den hohen Ansprüchen dabei nicht immer genügen. Wer einmal in China sein Zimmer inspiziert, dürfte feststellen, dass zahlreiche Artikel von ausländischen Anbietern stammen.
    Auch die Einkaufschefs der großen Hotelketten bestätigen, dass auf ihren Bestelllisten viele westliche Namen auftauchen. Lieferchancen gebe es einerseits auf dem Gebiet der Gebäudetechnik. So benötigen die oft mehrere Hundert Meter hohen Häuser eine moderne Sicherheits- und Überwachungstechnik. Auch im Bereich Klimatisierung und Beleuchtung bekommen oftmals internationale Systemanbieter den Zuschlag.
    Weitere Chancen ergeben sich bei der Ausstattung der Zimmer, aber auch der Hotelküchen. Vor allem die Restaurants benötigen hochwertiges Porzellan und Besteck, das zudem belastungsfähig und einfach zu reinigen sein muss. Produkte aus Europa erfreuen sich daher besonderer Beliebtheit. Auch bei der Ausstattung mit Kochgeschirr und Elektrogeräten besteht Bedarf an Importartikeln.
    In den Badezimmern der Hotels kommt nach Angaben eines Branchenkenners überwiegend ausländische Sanitärkeramik zum Einsatz. Chinesische Konkurrenzprodukte seien zwar nahezu zehnmal billiger als Einfuhren, dafür müsse man sie allerdings auch nach wenigen Jahren wieder austauschen.
    Positiv für deutsche Zulieferer wirkt sich aus, dass in den meisten Luxushotels internationales Personal im Verwaltungs- und Gastronomiebereich arbeitet. In vielen Fällen stammen der Küchenchef oder der General Manager sogar aus Deutschland. Das erleichtert die Kontaktaufnahme. Zudem dürften ihnen zahlreiche Marken- und Nischenanbieter aus ihrem Heimatland, die ansonsten in China wenig bekannt sind, geläufig sein.

  • Indiens Hotellandschaft wird vielfältiger

    Quelle: bfai, 19. Februar 2008
    Angebot an Budget-Hotels und Serviced Apartments wächst 
    Die indische Tourismusindustrie leidet nach wie vor unter einem Mangel an Übernachtungsmöglichkeiten. Die Hotelpreise in den Metropolen Delhi, Mumbai und Bangalore zählen inzwischen zu den höchsten der Welt. Vor allem bei großen Messen werden die Hotelzimmer knapp. Geschäftsreisende und Langzeitbesucher loten daher Alternativen aus, um ihre Reisekosten zu drücken. Speziell für diese Kundengruppe sollen in den nächsten Jahren immer mehr Budgethotels und Service-Apartments errichtet werden. (Kontaktanschrift)
    Der indische Tourismussektor hat seit Jahren mit steigenden Besucherzahlen und nicht ausreichenden Übernachtungsmöglichkeiten zu kämpfen. Insbesondere in der Hauptreisezeit von September bis März und während wichtiger Messen sind die Hotels in den Großstädten schnell ausgebucht. Und das, obwohl die Zimmerpreise inzwischen zu den höchsten weltweit gehören. Ganz vorne liegt die IT-Metropole Bangalore, wo laut einer Studie der Unternehmensberatung Indus View die Übernachtung in einem Doppelzimmer mit Preisen zwischen 350 und 500 US$ zu Buche schlägt. Auf Rang zwei folgt Mumbai mit Raten von 250 $.
    Seit 2004 haben sich die durchschnittlichen Übernachtungspreise in Delhi, Mumbai, Banglore, Kolkata und Chennai nahezu verdreifacht. Die Federation of Hotel & Restaurant Associations of India (FHRAI) erwartet bis 2010 keine Entspannung bei den Zimmerpreisen. Im Gegenteil: In den nächsten drei Jahren sollen die “Average Room Rates” (ARR) zwischen 15 und 20% per annum zulegen, in Mumbai sogar um 30%, so eine Prognose des Verbandes. Lediglich für Bangalore erwartet FHRAI einen moderaten Anstieg um 5%.
    Die Belegungsquote der Hotels lag im Finanzjahr 2006/07 (1.4. bis 31.3.) bei 74% und soll bis 2009/10 auf über 80% steigen. Erst ab 2010, so die Einschätzung der FHRAI, werden die Zimmerpreise wieder sinken. Bis dahin sollen eine Reihe großer Hotelvorhaben in den Metropolregionen des Landes fertiggestellt sein. Das Investitionsvolumen der bislang angekündigten Expansions- und Greenfieldprojekte beläuft sich laut FHRAI auf rund 2 Mrd. $.
    Nach Branchenschätzungen gibt es in ganz Indien derzeit etwa 110.000 Zimmer im Markensegment, also Unterkünfte, die in eine der sechs Sternekategorien (Ein Stern bis Fünf-Sterne-Deluxe) beziehungsweise die Sparte “Heritage Hotel” fallen. Zum Vergleich: London alleine hat 90.000 Zimmer in diesen Kategorien zu bieten, New York 75.000. FHRAI schätzt den Bedarf bis 2010 auf zusätzlich 125.000 Übernachtungsmöglichkeiten, alleine in Mumbai fehlen schätzungsweise 10.000 Zimmer, so der Verband.
    Kein Wunder, dass angesichts des knapper werdenden Angebots und steigender Zimmerpreise die Suche nach alternativen Unterbringungsmöglichkeiten wächst. Vor allem Geschäftsreisende, die etwa 80 bis 90% der Hotelgäste in den Metropolen ausmachen, setzen verstärkt auf preisgünstige Budget-Hotels und bei längeren Aufenthalten auf Service-Apartments.
    Bislang ist das Angebot in den beiden Kategorien zwar noch gering und auf die indischen Großstädte beschränkt. Doch das Potenzial – insbesondere von Budget-Hotels – wird von Branchenbeobachtern positiv eingeschätzt. Die Unternehmensberatung HVS International geht davon aus, dass etwa die Hälfte aller bis 2012 errichteten Hotelzimmer in Budget-Hotels der Kategorien 3- und 4-Sterne fallen werden. Grund für diese positive Entwicklung ist die Tatsache, dass immer mehr internationale sowie die großen indischen Hotelketten diese Klientel bedienen möchten.
    Insgesamt sollen bis 2015 etwa 40 Unternehmen aus dem Hotelgewerbe Budget-Unterkünfte auf dem Subkontinent eröffnen. Mit derzeit elf Häusern ist die zur Tata Group gehörende Roots Corp. mit ihrer Marke “Ginger” führend in diesem Segment. Abgesehen von Bangalore befinden sich die Hotels in aufstrebenden Tier-2-Städten wie Pune, Vadodara und Haridwar. Das Unternehmen möchte in den nächsten Monaten weitere sieben Häuser eröffnen, darunter auch in der Hauptsstadt New Delhi. Bis Ende 2008 sollen insgesamt 30 neue Hotels mit einer Bettenkapazität von 3.000 den Betrieb aufnehmen.
    Das indische Unternehmen Fortune Park Hotels beabsichtigt laut Presseinformationen, bis 2012 insgesamt 60 Unterkünfte im Budgetbereich zu eröffnen. Den Investitionsbedarf beziffert die Firma auf 1,3 Mrd. indische Rupien (iR; 22,5 Mio. Euro; 1 Euro = 57,65 iR). Doch nicht nur indische Hotelketten engagieren sich in diesem Segment. Die französische Accor Group möchte künftig mit seinem Brand “Formule 1” auch auf dem Subkontinent vertreten sein und kooperiert bei ihrem Markteinstieg mit Emaar MGF.
    Neben den Budget-Hotels etablieren sich zunehmend auch Service-Apartments, die vor allem auf das Klientel der Langzeitgeschäftsreisenden abzielen. Laut FHRAI fallen rund ein Fünftel der Hotelgäste in diese Kategorie. Der Verband schätzt daher den Bedarf an komplett eingerichteten Wohnungen alleine in den vier Metropolen auf mindestens 600 Einheiten. Die Übernachtungspreise liegen im Schnitt 50% unter denen von Fünf-Sterne-Hotels.
    Laut einer Untersuchung des Branchenmagazins “Jaaydaad” unter Anbietern von Service-Apartments in der Hauptstadtregion liegen die Tagesmieten je nach Größe, Ausstattung und Lage des Objektes zwischen 3.000 iR (Studio-Apartment) und 5.500 iR (zwei bis drei Schlafzimmer). Die Preisspanne für die Anmietung von einer Woche reicht von 21.000 bis 45.000 iR, für die monatliche Nutzung von 50.000 bis 300.000 iR.
    Das Interesse der Bau- und Immobilienbranche an der Entwicklung von Service-Apartments wächst. Nach Angaben der Delhi Development Authority (DDA) liegen derzeit 30 Anträge zum Bau von entsprechenden Unterkünften vor. In den angrenzenden Städten Noida und Gurgaon wurden bereits 40 beziehungsweise 50 Genehmigungen erteilt. In der Hauptstadtregion ist die Situation besonders dringlich, da hier 2010 die “Commonwealth Games” stattfinden und laut Stadtverwaltung bis dahin 30.000 zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden müssen. Darüber hinaus befinden sich derzeit Projekte in Bangalore, Chennai und Hyderabad im Bau.

    Kontaktanschrift:
    Federation of Hotel & Restaurant Associations of India (FHRAI)
    B-82, 8th Floor, Himalaya House, 23,Kasturba Gandhi Marg, New Delhi – 110 001
    Tel.:             0091 11/23 31 87 81       , Fax: -23 32 26 45
    E-Mail: 1, Internet: 1

  • Rheinland-Pfalz: In kleinen Gaststätten darf vorläufig weiter geraucht werden

    Ein erster Durchbruch: In Rheinland-Pfalz darf in inhabergeführten Ein-Raum-Gaststätten, die neben dem Wirt keine Beschäftigten haben, vorerst weiter geraucht werden. Dies entschied nun der rheinland-pfälzische Verfassungsgerichtshof in Mainz. im Folgenden die Erklärung des VGH:
    Das durch § 7 des Nichtraucherschutzgesetzes Rheinland-Pfalz vom 5. Oktober 2007 angeordnete Rauchverbot in Gaststätten wird bis zur Entscheidung über die Verfassungs­beschwerden insoweit einstweilen ausgesetzt, als es sich auch auf ausschließlich inhabergeführte Ein-Raum-Gaststätten ohne Beschäftigte erstreckt. Diese Gaststätten müssen am Eingangsbereich deutlich sichtbar auf eine Raucherlaubnis hinweisen. Die übrigen Vorschriften des Gesetzes können am 15. Februar 2008 in Kraft treten. Dies ent­schied der Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz in Koblenz im Verfahren über mehrere Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung. 
    Nach dem Nichtraucherschutzgesetz sind Gaststätten grundsätzlich rauchfrei. Aus­nahmsweise können Betreiber einer Gaststätte in abgetrennten und entsprechend gekennzeichneten Räumen das Rauchen erlauben. Gegen das Nichtraucherschutzgesetz haben fünf Betreiber von Ein-Raum-Gaststätten, deren bauliche Anordnung nach ihren Angaben die räumliche Abtrennung eines separaten Raucherbereichs ausschließt, Ver­fassungsbeschwerden eingelegt. Sie rügen eine Verletzung ihrer Berufsfreiheit und ihres Eigentumsrechts: Mindestens 80 % ihrer Stammkundschaft seien Raucher. Infolge der gesetzlichen Neuregelung müssten sie mit gravierenden Umsatzrückgängen rechnen, die sie in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten. Ein weiterer Beschwerdeführer, der keine Gaststätte betreibt, fühlt sich als Raucher durch das Rauchverbot in seinem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit verletzt. Sämtliche Beschwerdeführer haben Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt, mit der das Inkrafttreten des Gesetzes zum 15. Februar 2008 vorläufig ausgesetzt werden soll. Die Anträge der Gaststätten­betreiber hatten Erfolg. Der Antrag des Rauchers wurde abgelehnt. 
    1. Die Betreiber von Ein-Raum-Gaststätten verfügten aufgrund der örtlichen Gegeben­heiten nicht über die Möglichkeit, einen von dem rauchfreien Gastraum abgetrennten Raucherbereich einzurichten. Zugleich sei es ihnen verwehrt, sich – unter entsprechend deutlich sichtbarem Hinweis an etwaige Nichtraucher – für ein Gestatten des Rauchens zu entscheiden. Deshalb beeinträchtige das Rauchverbot sie tendenziell stärker als die Besit­zer von Gaststätten, in denen aufgrund ihrer Größe Raucherräume eingerichtet werden könnten. Ob diese wirtschaftlich voraussichtlich gravierende Ungleichbehandlung gerechtfertigt sei, werde erst später in den Hauptsacheverfahren über die Verfassungs­beschwerden geklärt. Bei der jetzt zu treffenden Entscheidung seien deshalb unabhängig von den Erfolgsaussichten in der Hauptsache die Nachteile für die Beschwerdeführer durch das Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes am 15. Februar 2008 gegen die Folgen abzuwägen, die durch die vorläufige Aussetzung der die Ein-Raum-Gaststätten betreffenden gesetzlichen Regelungen eintreten würden. Diese Folgenabwägung falle zugunsten der Betreiber kleiner Ein-Raum-Gaststätten ohne Beschäftigte aus. 
    Trete das Nichtraucherschutzgesetz auch für Ein-Raum-Gaststätten vor der Entscheidung über die Verfassungsbeschwerden in Kraft, könnten den Betreibern schwere und praktisch nicht wieder gut zu machende wirtschaftliche Nachteile entstehen. Ihre Prognose, sie müssten angesichts eines Raucheranteils von mindestens 80 % unter ihren Stammkunden mit wirtschaftlichen Konsequenzen rechnen, die zur Bedrohung oder gar Vernichtung ihrer beruflichen Existenz führen könnten, sei nachvollziehbar dargelegt. Nach markt­forschungsgestützten Angaben des Deutschen Hotel- und Gaststättenverban­des e.V. hätten vergleichbare, schon in Kraft befindliche Rauchverbote anderer Bundes­länder zu teilweise erheblichen Umsatzeinbußen für Ein-Raum-Gaststätten geführt. Dies gelte vor allem auch angesichts zunächst gleichbleibender vertraglicher Verpflichtungen aus Bier­lieferungsverträgen und Pachtzinsvereinbarungen. Sie könnten zu einer rapiden Ver­schlechterung der wirtschaftlichen Situation einer nicht nur geringen Zahl von Ein-Raum-Gaststätten innerhalb eines kurzen Zeitraums führen. Ein effektiver Grundrechts­schutz der Betroffenen im Verfassungsbeschwerdeverfahren spreche deshalb dagegen, zunächst die Widerlegung oder den tatsächlichen Eintritt der prognosti­zierten existenzgefährdenden Situation abzu­warten. Im letzteren Fall käme der Grund­rechtsschutz in der Hauptsache wegen irreparabler Nachteile zu spät. 
    Demgegenüber seien die Nachteile, die mit dem Erlass einer einstweiligen Anordnung verbunden seien, weniger gewichtig. Zwar verfolge der Gesetzgeber mit der Einführung der Rauchfreiheit in Gaststätten das verfassungsrechtlich legitime Ziel, insbesondere Familien mit Kindern, Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen und Jugend­lichen den Besuch von Gaststätten zu ermöglichen, ohne sie einer Passivrauchbelastung auszusetzen. Gleichzeitig bezwecke er, die gesundheitliche Gefährdung der Beschäftigten in Gaststätten zu verringern. Für den angesprochenen Personenkreis seien jedoch die Folgen der kurzfristig zunächst fortbestehenden Möglichkeit, in Ein-Raum-Gaststätten zu rauchen, begrenzt. Dies gelte gerade für inhabergeführte Gaststätten, die keine weiteren Personen beschäftigten. Denn Familien mit Kindern und Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen gehörten nicht typischerweise zum Gästekreis solcher kleinen Ein-Raum-Gaststätten mit erfahrungsgemäß hohem Raucheranteil. 
    Das vorübergehende Festhalten an der bisherigen Rechtslage für Ein-Raum-Gaststätten begründe daher noch keine Nachteile, die möglicherweise existenzgefährdende Konse­quenzen für die betroffenen Gastwirte aufwiegen würden. Voraussetzung hierfür sei aller­dings, dass die inhabergeführten Ein-Raum-Gaststätten, in denen bis zur Entscheidung über die Verfassungsbeschwerden das Rauchen zugelassen werden könne, an ihrem Eingang deutlich sichtbar als nicht rauchfreie Gaststätten gekennzeichnet würden. Nicht­raucher könnten so vorab eine selbständige und bewusste Entscheidung treffen, ob sie eine solche Gaststätte aufsuchen wollten. 
    2. Der Antrag des Rauchers auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sei abzulehnen, weil das vorgesehene Inkrafttreten des Nichtraucherschutzgesetzes für ihn keine beson­ders schweren, praktisch nicht wieder gut zu machenden persönlichen Nachteile begründe. Bis zur Entscheidung über seine Verfassungsbeschwerde habe er angesichts der verbleibenden Möglichkeiten zu rauchen lediglich eine Beeinträchtigung seiner all­gemeinen Handlungsfreiheit in einem Grenzbereich hinzunehmen. 
    3. Der Verfassungsgerichtshof weist in seinem Beschluss ausdrücklich darauf hin, dass mit der Entscheidung über die Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung keine Aussage über die Erfolgsaussichten der Verfassungsbeschwerden verbunden ist.
    Beschluss vom 11. Februar 2008, Aktenzeichen: VGH A 32/07 u. a.

  • Gastro-Rauchverbot: 17 Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht


    Das Rauchverbot setzt den Gastronomen in ganz Deutschland immer stärker zu. Stammgäste bleiben aus, Raucher konsumieren weniger, die Investitionen für neue Abluftanlagen in Raucherzimmern oder Raucherzelten vor der Tür sind immens. Ganz klar: Der“Gastro-Friedhof“ füllt sich – die Zahl der Pleiten und Betriebsschließungen häufen sich. Mittlerweile haben insgesamt 17 Gastronomen Klage gegen das Rauchverbot beim Bundesverfassungsgericht (BVG) eingereicht. Wann mit einer Entscheidung z.B. über eine Musterklage zu rechnen ist, wird noch immer nicht bekannt gegeben. Die Nerven liegen blank – auch bei den rauchenden Gästen.
    Von Carsten Hennig
    Der Auftakt in der juristischen Auseinandersetzung um die „Freiheit der Raucher“ geriet zur Niederlage. Die Klage eines qualmenden Verbrauchers aus Hessen auf Aussetzung des Rauchverbotes in seinem Bundesland beschied das BVG negativ. Ob dies als Signal für die anhängigen Verfassungsbeschwerden der Gastronomen zu werten ist, darf noch bezweifelt werden – das Bundesverfassungsgericht lehnte die Verbraucherklage zunächst ab. In der Sache selbst – ob das Rauchverbot Grundrechte berührt – gab es noch kein Votum.
    Wie hoch und dauerhaft die Verluste in der Gastronomie in Folge des Rauchverbotes ausfallen, ist noch nicht klar. Ende Februar will das internationale Marktfoschungsinstitut CHD Expert (1) eine neue Studie dazu veröffentlichen. Im November vergangenen Jahres hatte eine erste CHD-Erhebung in Baden-Württemberg und Niedersachsen ergeben, das die Umsatzrückgänge bis zu 40 Prozent ausfielen. Die mit Spannung erwarteten Zahlen spielen bei den Klagen eine gewichtige Rolle – schließlich wollen die Gastronomen damit den Eingriff in die unternehmerische Freiheit belegen. In den Landesverbänden des Deutschen Hotel- und Gaststätten-Verbandes (Dehoga) hilft man sich derweil mit Mitgliederumfragen: das Thema Rauchverbot gehört – neben den steigenden Energie- und Personalkosten – zu den größten Sorgen der Gastronomen und Hoteliers.
    Das Thema Rauchverbot in der Gastronomie ist in ganz Europe „heiß“. In der EU-Administration erwägt man sogar eine Ausweitung zu einem generellen Rauchverbot in der Öffentlichkeit. Was von nichtrauchenden Konsumenten begrüßt werden mag, missfällt den Gastronomen auch anderswo. Auch allen Teilen Europas wird von zum Teil starken Umsatzrückgängen und weiter gesunkenem Fassbier-Verbrauch berichtet. Doch: Eindeutige Zahlen gibt es bislang nicht. Trotz der Bemühungen der Gastro-Lobbyisten in Brüssel sind keine vergleichbaren Studien zu beschaffen. Ist das Wohl der Gastronomen nicht so wichtig?
    Bayern: Sturm im Wasserglas?
    In Bayern gehen die Uhren bekanntlich anders – auch beim Rauchverbot. Im Herbst vergangenen Jahres entschied das Präsidium des Bayerischen Hotel- und Gaststätten-Verbandes ( BHG) einmütig, für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie (!) zu votieren. Folglich verabschiedete der Landtag ein Gesetz, der das Qualmen sogar in Festzelten – also auch auf dem weltberühmten Oktoberfest – verbietet. Ein Proteststurm der Wiesn-Wirte und zahlreicher anderer Gastronomen hob an – so wurde ein Interessensverein zur Lobbyarbeit gegründet und schon mal ein Demonstrationszug gestartet. Doch an der Spitze des Gastro-Branchenverbandes gibt man sich gelassen. Von massenhaften Austritten lauteten die Gerüchte – davon kann keine Rede sein. Auf Nachfrage von hotelier.com wurden lediglich 102 Mitgliedskündigungen wegen der Positionierung beim Thema Rauchverbot bis heute registriert. „Das sind weniger als ein Prozent der Mitglieder“, so BHG-Sprecher Frank Ulrich John. Dagegen gab es auch Befürworter: Man habe sogar 40 Neuzugänge begrüßt – die Gastronomen traten ein, weil sie die eindeutige Position des Verbandes für ein einheitliches Gastro-Rauchverbot unterstützen. Das waren wohl alles Nichtraucher.
     

    Über den Autor: Carsten Hennig ist langjähriger Fachjournalist mit Spezialisierung auf Hotellerie, Gastronomie und Touristik. Er leitet u.a. das internationale Internetmagazin hotelier.com (). Das Thema Rauchverbot in der Gastronomie begleitet und analysiert er bereits seit mehreren Jahren. Kontakt: 1.

  • Tophotelprojects.com: 12 neue Tophotels in Frankfurt/Main bis 2011

    Quelle: Pressemitteilung tophotelprojects.com/CHD Expert, 07. Februar 2008
    Vier- und Fünf-Sterne-Hotelmarkt wächst um über 2.500 Zimmer
    Mit dem Start für das Grand Hyatt im Europaviertel erhält der Hotelmarkt Frankfurt/Main ein neues Musterprojekt. Das 405-Zimmer-Haus wird von Vivico/Feuring entwickelt und soll Ende 2011 die ersten Gäste empfangen. Der 165 Meter hohe Turm ist das derzeit größte Hotelprojekt in der Mainmetropole und wird das zweite Grand Hyatt Hotel in Deutschland sein. Dies geht aus der Datenbank tophotelprojects.com hervor. Die Onlinedatenbank der internationalen Marktforschungsgruppe CHD Expert bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie in allen wichtigen Hotelmärkten weltweit.
    Die drei größten vier- und Fünf-Sterne-Hotelprojekte in Frankfurt/Main
    (Stand: Februar 2008):
    1. Grand Hyatt, Osloer Strasse (Europaviertel)
    405 Zimmer
    Betreiber: Global Hyatt
    Eröffnung: Ende 2011
    Weitere Informationen: Projekt des Hotelentwicklungs-Joint venture Vivico/Feuring Group; 2.500 Quadratmeter Konferenzfläche; 1.000 Quadratmeter Wellness- und Fitnessbereich; dann sechstes Hyatt-Hotel und zweites Grand Hyatt in Deutschland
    2. Solis Hotel, zentrale Lage nahe der Museummeile
    348 Zimmer
    Betreiber: West Paces Hotels Group
    Eröffnung: im Laufe 2008 geplant
    Weitere Informationen: Konferenzhotel im Vier-Sterne-Standard; Solis ist eine neue Hotelmarke von Ex-Ritz-Carlton-Chef Horst Schulze; derzeit gibt es zwei Solis Hotels weltweit
    3. Hotel am Thurn & Taxis Platz, zentrale Lage an der Zeil
    284 Zimmer
    Betreiber: N.N.
    Eröffnung: voraussichtlich Mitte 2009
    Weitere Informationen: Hotelbetrieb im Turm des viel beachteten Immobilienprojektes „Frankfurt Hoch Vier“ (Projektentwickler: Bouwfonds/Meyer Bergman) an der Hauptwache, das im Frühjahr 2009 eröffnet werden soll; der Hotelturm wird 90 Meter hoch sein (25 Geschosse, 20,500 Quadratmeter Bruttogeschoss-fläche)
    „Der Hotelmarkt Frankfurt/Main scheint noch Luft zu haben: in den nächsten vier Jahren kommen 2.583 neue Zimmer hinzu“, sagt Rolf W. Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von CHD Expert / Marktplatz Hotel. „Im Vier-Sterne-Segment kommen sechs neue Häuser hinzu, im Fünf-Sterne-Bereich fünf neue Hotels.“ Zu den wichtigsten Hotelprojekten in Frankfurt/Main zählen auch das Hilton Airrail Center am Flughafen (247 Zimmer, Eröffnung Anfang 2009) oder das Mandarin Oriental Hotel am Opernplatz (165 Zimmer, Eröffnung 2011 geplant). Der Hotelmarkt Frankfurt/Main zählt derzeit insgesamt rund 300 Hotelbetriebe, davon 32 Vier- und neun Fünf-Sterne-Hotels. Die Anzahl der Betten aller Häuser liegt bei rund 30.000.
     
    Über den Hotelmarkt Frankfurt/Main
    Der Tourismus in „Mainhattan“ boomt. Die Zahl der Besucher stieg im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent (gegenüber dem Vorjahr) auf 3,3 Millionen an. Bei den Übernachtungen gab es 2007 ein Plus von 5,5 Prozent auf insgesamt 5,3 Millionen. Dies geht aus einem Bericht der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt hervor. Mit einem Anteil von über 46 Prozent ist die Zahl der ausländischen Gäste in Frankfurt/Main im deutschlandweiten Vergleich die „internationalste Stadt“; dies ist im wesentlichen auf die Ankünfte am Flughafen zurück zu führen.
    Die Hotelumsätze der Finanz- und Messestadt sind im wesentlichen durch Geschäftsreisende (rund 70%, ein Viertel der Übernachtungen sind Tagungsbesucher) geprägt. Die Durchschnittsrate der Vier- und Fünf-Sterne-Hotels betrug zuletzt 111 Euro und ist damit immer noch höher als in München, Hamburg, Köln und Stuttgart (Angabe: Immobilienberatung Dr. Lübke, 2006).
    Über tophotelprojects.com
    Welche neuen Hotels kommen national und international auf den Markt? Mit 1 behalten Zulieferer, Ausstatter und Berater stets den Überblick. Die Onlinedatenbank von CHD Expert / Marktplatz Hotel bietet aktuell über 1.500 Neubauprojekte der Vier- und Fünf-Sterne-Hotellerie; in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aktuell rund 380 Hotelprojekte der Drei-, Vier- und Fünf-Sterne-Kategorie erfasst. „Bei der Recherche achten wir stets auf die Authentizität der Quellen“, so Andreas Rohde, Sales Manager tophotelprojects.com. Bei allen Daten-erhebungen wird ein streng gefasster Kriterien- und Recherchekatalog eingehalten. Die Datensätze umfassen neben Betreiber und Ketten- oder Gruppenzugehörigkeit auch wichtige Hintergrundinformationen wie Architekten und Baupartner – alles mit voll-ständiger Adresse und Ansprechpartner.
    Über CHD Expert: Die Geschäftsbereiche reichen von Marktforschung über Direktmarketing bis zu Data Management. Die Firmenphilosophie steht unter der Überschrift „Wissen und machen!“. Das Unternehmen wurde 1997 als Marktplatz Hotel GmbH gegründet und gehört seit rund sieben Jahren zur international agierenden CHD Expert Group mit Niederlassungen in allen wirtschaftlich bedeutenden Ländern Europas sowie USA und Kanada. CHD Expert gehört zu den Preferred Partners des Hotelverbandes Deutschland (IHA). Der Kundenkreis umfasst namhafte Unternehmen u.a. aus den Bereichen Food & Beverages, Ausstattung und Medien.
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