Von Erhard Stammberger-Riemer
Am 24. Oktober wurde bekannt, dass die neue Regierungsmehrheit im Koalitionsvertrag vereinbart hatte, die Mehrwertsteuer auf Übernachtungsleistungen zu senken und Restaurantleistungen (vorerst) wie bisher zu besteuern. Zunächst fast nur von der Hotelfachwelt registriert, wurde branchenintern und in Internet-Foren wie die Xing Xpert Gruppe HOTELIER sofort über die Umsetzbarkeit z.B. hinsichtlich der Frühstücksleistungen diskutiert. Die breite Öffentlichkeit interessierte sich jedoch herzlich wenig dafür. Erst als am 10. November der von der Regierung verabschiedete Gesetzentwurf ins Internet gestellt wurde, ging ein Aufschrei durch das Land.
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Ausgerechnet der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in der HSH-Affäre nicht gerade glücklich mit Steuermilliarden agierend und inzwischen auch in seiner Partei nicht mehr so innig geliebt, tat sich dabei im wahrsten Sinne des Wortes lautstark hervor. Er, so die Wiedergabe in der Presse, kenne niemanden, der diese Regelung sinnvoll finde. Dabei hat sein Bundesland einen weit überdurchschnittlichen Marktanteil im Inlandstourismus. In mehreren Regionen des Landes zwischen Nord- und Ostsee ist Tourismus die Haupteinnahmequelle seiner Landeskinder, und das Geld stammt gerade nicht von vorsteuerabzugsberechtigten Gästen.
Seit dem Wutausbruch des Herrn Carstensen in Berlin gelten Hoteliers unter weit gehender Ausblendung von Sachargumenten als die zukünftigen Hauptabnehmer neuester Modelle von Porsche und Maserati. Niemand, auch nicht sonst sich so schlau gebende Ökonomen, interessierte sich dafür, dass die Hotelbranche international sehr wettbewerbs- wie kapitalintensiv ist, dass fast sämtliche Nachbarländer zum Teil erheblich niedrigere Mehrwertsteuersätze für Hoteliers kennen.
Das Bild der Branche in der öffentlichen Meinung ist ohnehin durch realitätsferne Illusionen verzerrt. Wer außer dem Statistischen Bundesamt nimmt wahr, dass das Beherbergungsgewerbe sehr kleinteilig strukturiert ist? Von den rund 42.000 Betrieben erzielen fast 27.000 einen Umsatz von weniger als 200.000 Euro, nicht einmal 3.000 schreiben mehr als 1 Million Euro im Jahr in die Bücher. Was davon an Gewinn, der reinvestiert werden kann, übrig bleibt, ist in den meisten Fällen traurig wenig; alle Betriebsvergleiche wissen ein Lied davon zu singen. Banken geben sich zugeknöpfter denn je, wenn es um Finanzierungen geht. Den deutschen Hoteliers wird immer noch vorgehalten, nicht so viel für die Qualität ihres Produktes in Hardware und Service zu investieren wie ihre ausländischen Mitbewerber. Ihnen aber die gleichen steuerlichen Rahmenbedingungen zu gewährleisten, damit investiert werden kann, gilt nunmehr landesweit geradezu als Resultat Vaterland-verratender Lobbyarbeit
Der Wettbewerb in der Hotellerie wird zunehmend über Ausstattung und Ambiente der Häuser, vor allem der Zimmer geführt. Selbst der Budget-Gast erwartet Design und Qualität bei Bett und Bad, auch wenn er auf Minibar und Zimmertelefon verzichtet. Die Härte des Wettbewerbs wird jeden Hotelier zwingen, auf die Steuerersparnis entweder durch Investitionen in das Haus (nicht den Porsche), in die Mitarbeiter oder durch Preissenkungen zu reagieren. In allen drei Fällen kommt die Steuersenkung beim Gast an.
Wenn, wie absehbar, die Mehrheit der Hoteliers sich für Investitionen entscheidet, würden je nach Rechenmodell bei Finanzierung aus dem Cash flow mindestens eine halbe Milliarde Euro an Investitionen jährlich generiert, größtenteils zu Gunsten mittelständischer Handwerksbetriebe. Bei fremdfinanzierten Investitionen ist der kurzfristige Effekt für die labile Konjunktur noch erheblich erfreulicher. Durch die damit verbundene Förderung des Deutschlandtourismus sind Folgeumsätze in Gastronomie, Handel, Verkehr und Freizeiteinrichtungen und damit Steuereinnahmen durch Umsatzsteuer und gesicherte wie neue Arbeitsplätze abzusehen. Wer das zu Ende denkt, sollte vorsichtig sein, die Mehrwertsteuersenkung als unnützes „Steuergeschenk“ zu bezeichnen.
Man hat noch nie von einem Wutausbruch namhafter Politiker gehört, weil z.B. Flugbenzin nicht besteuert und damit geschäftliche wie private Flugreisen erheblich subventioniert werden. Die bevor stehende Mehrwertsteuersenkung ist ein Beitrag für mehr Marktgerechtigkeit im Tourismus des grenzenlosen Europa. Es gibt auch keinen Grund für Eifersüchteleien anderer Branchen oder gar der Restaurant- und Kneipenbesitzer. Die gastgebende Branche und ihr Verband sollten sich von Politikern und anderen selbst ernannten Gralshütern des Staatssäckels nicht auseinander dividieren lassen.
Der Gesetzentwurf, der nun am 18. Dezember noch den Bundesrat passieren muss, lässt noch Fragen in der Ausführung offen. Bereits in Aussicht gestellte Durchführungsverordnungen werden hoffentlich schnell Klarheit bringen. Mit Veranstalterpartnern und Firmenkunden müssen faire Regelungen gefunden werden. Gleichwohl ist die Senkung der Mehrwertsteuer auf Beherbergungsleistungen eine eindeutige Stärkung des Tourismusstandorts Deutschland und sichert Betrieben und Arbeitsplätzen eine stabile Zukunft.
11. Dezember 2009 / Erhard Stammberger-Riemer (1) berät Hotels und Ferienanlagen in ganz Deutschland vornehmlich in den Bereichen Projektentwicklung, Strategie und Finanzierung.
Blog
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Gastbeitrag – Plädoyer für eine überfällige Steuersache
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Lindner Hotels AG – Überraschender Wechsel: Marc Bacon wird neuer Marketing Direktor
(Düsseldorf, 09. Dezember 2009) Paukenschlag bei 1: Nach nur rund einem halben Jahr im Amt wird Marketingchef 1 abgelöst. Nachfolger ab 01. Januar 2010 ist Marc Bacon (34).
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Mit dem Touristikkaufmann Marc Baton kommt ein Experte aus den Bereichen E-Business und CRM zu Lindner. In den vergangenen elf Jahren sammelte er vor allem in Sachen Kundenmanagement, Kundenbindung und Dialogmarketing, aber auch Mobile Marketing Erfahrungen. Seine Kompetenz verbindet strategische Stärken mit umfangreichen IT-Kenntnissen. Diese Expertise konnte er in den vergangenen Jahren als Berater und Angestellter namhafter Unternehmen im Tourismussegment einbringen. Darunter Valamar Hotels & Resorts und Arabella Starwood. Bei Letzterem war er als Manager E-Business für Customer-Relationship-Marketing- und E-Business-Projekte verantwortlich.
Auch zahlreiche Industrieunternehmen und Dienstleister zählen zu seinen Berufs- und Berater-Stationen. So leitete er bei Adidas als Director CRM / E-Marketing für die Region EMEA u. a. die Entwicklung eines europaweiten CRM-Programms. Zuvor war er auf Agenturseite für die Jamba GmbH als Projektmanager für die Konzeption und Umsetzung von Produkten im mobilen Umfeld verantwortlich. Zu den weiteren beruflichen Tätigkeiten von Marc Bacon zählen Projektleitungen für Deutsche Messe AG, für Metro Cash & Carry und die DEVK. Auch hier lag sein Fokus jeweils in der Konzeption und Umsetzung von Customer-Relationship- und Direktmarketing-Maßnahmen. Zuvor beriet Marc Bacon bei Micros-Fidelio diverse Kunden bzgl. der Installation und Anwendung von POS-Systemen. Vor seinem Eintritt bei Lindner war Marc Bacon Managing Director der international tätigen Agentur Fullsix. -
Dehoga-Bundesverband/IHA: Einheitliche Hotelsterne in Europa – Start für „Hotelstars Union“
(Berlin, 10. Dezember 2009) Endlich Einklang: Die Hotelverbände aus Österreich, Schweden, der Schweiz, Tschechien, Ungarn und Deutschland führen ab dem 1. Januar 2010 ein harmonisiertes Hotelklassifizierungssystem in ihren Ländern ein. Zur Vereinheitlichung der Hotelsterne gründen sie eine „Hotelstars Union“. Dazu wird am 14. Dezember in Prag ein Vertrag unterzeichnet. Die einheitlichen Hotelsterne sollen dem Gast mehr Transparenz und Sicherheit bringen. Damit gewinnt ein leidiges Branchenthema an Fahrt. Lange waren die zum Teil höchst unterschiedlichen Kriterien für die Hotelklassifizierung auch von den Hoteliers kritisiert worden. In Deutschland sind rund drei 75 Prozent aller Hotels Dehoga-klassifieriert; unter den Luxushotels sind es nur rund die Hälfte. Das ebenso wichtige Gütesiegel „Q“ für Servicequalität wird bislang nur rund 1.800 Hotels geführt.
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Vila Vita Hotels: Neues Tophotel an der Ostsee geplant
(Marburg, 07. Dezember 2009)
Baubeginn ist im nächsten Jahr: Die kleine, aber sehr feine Hotelgruppe 1 plant ein Seminarhotel in Mecklenburg-Vorpommern. Gegen Ende 2011 soll das exklusive Hotel an der mecklenburgischen Seenplatte eröffnet werden. Dies berichtet die Onlinausgabe von “1”. Bauherr ist Vila Vita-Eigner Deutsche Vermögensberatung (DVAG). Weitere Einzelheiten sind noch nicht bekannt.
Mit dem Neubau erhöht sich die Zahl der Vila Vita Hotels auf sechs. Vor 30 Jahren wurde das erste Seminarresort im Burgenland eröffnet. Das Haus in Dinklage gibt es seit 20 Jahren, das Tophotel in Marburg seit zehn Jahren. Das Leading Hotel an der Algarve läuft ebenfalls seit einem Jahrzehnt.
Wie “Top hotel” weiter berichtet, wurde nun das Vila Vita Pannonia in Österreich um ein Nachhaltigkeitskonzept erweitert. Neben einem Biomasse-Heizkraftwerk wird im Dezember ein „Energieturm“ mit Seminarlounge eröffnet. Ganz im Zeichen des Managementtrends „Green Hotelier“ gibt es auch ein didaktischen Konzept mit Umweltausstellung und Kinderaktion: für jede gesammelte PET-Flasche erhalten die jüngsten Gäste „Energiepunkte“, die sie einlösen können.
Gut angelaufen sei der neue Spezialitäten-Shop im Marburger Haus, schreibt “Top hotel”. Ausgewählte Weine, Öle und Spezialitäten zum Kochen werden unter der Eigenmarke „Vila Vita Essentials“ angeboten. Die Waren stammen aus eigener Produktion im Landgut in Portugal. Eine kleine Trattoria soll zum Verweilen einladen und Küchenchef Bernd Siener gibt jedem Samstag Tipps für die Gourmandise. -
Gastropolitik-Befragung – Streit um Mehrwertsteuersenkung: Vertrauen in die Politik schwindet
(Berlin, 04. Dezember 2009) Trotz Bekräftigung aus der Regierung schwindet das Vertrauen in die Politik: In Sachen Mehrwertsteuersenkung für Hotelübernachtungen erwartet nicht einmal mehr die Hälfte der Hoteliers eine Umsetzung des im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Vorhabens zum Jahreswechsel. Knapp jeder Vierte rechnet sogar damit, dass das umstrittene Vorhaben ganz scheitert. Dies ist Ergebnis einer aktuellen “Gastropolitik”-Umfrage unter 277 Hotelentscheidern, die in der Onlineausgabe von “1” veröffentlicht wurde. Nur jeder Fünfte hofft auf eine Senkung irgendwann nach dem 1. Januar 2010. Damit hat der heftige politische Streit um die Steuersenkung zu einer gewissen Enttäuschung in der Branche geführt.
Doch die klare Mehrheit der Hoteliers (76%) läßt keinen Zweifel daran, dass die in Aussicht gestellte Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent eine sehr hohe Bedeutung für ihren Betrieb hat. Eindeutig ist auch die Forderung nach einer Ausweitung auf die Gastronomie, die bislang leer ausging: 82 Prozent der Befragten fordern auch eine Steuersenkung für die leidgeprüften Restaurants, Kneipen und Bars. Experten benennen den Bedarf nach einer Steuerentlastung in der Gastronomie als wesentlich höher als in der Beherbergung. Doch die zähen Koalitionsverhandlungen hatten gezeigt, dass der avisierte Kompromiss von CDU/CSU und FDP nur eine Teillösung eben für die Hotellerie möglich machte. Die Cheflobbyisten vom Dehoga-Bundesverband und Hotelverband Deutschland (IHA) hatten stets ihre Position für eine Mehrwertsteuersenkung für das gesamte Gastgewerbe bekräftigt.
Die Unsicherheit, ob die im sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz vorgesehene Steuersenkung auch im Bundesrat durchsetzungsfähig ist – bislang verweigert Schleswig-Holstein die dringend benötigte Zustimmung – führt zur einer unverhohlenen Enttäuschung mit der Politik der neu gewählten Bundesregierung. Nur jeder Fünfte zeigt sich zufrieden mit der bisherigen Umsetzung des Koalitonsvertrages. Über ein Viertel ist weniger zufrieden und knapp ebenso viele sind gar nicht einverstanden mit dem politischen Ränkespiel.
Dagegen fällt die Bewertung der Lobbyarbeit des Dehoga umso positiver aus: Rund 60 Prozent gaben die Schulnoten Drei (Befriedigend) bzw Zwei (gut) und knapp 18 Prozent sogar eine Eins (sehr gut).
Die politische Unterstützung schlägt deutlich zugunsten der FDP aus. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden über 54 Prozent der befragten Entscheider die Liberalen ankreuzen. CDU/CSU bekämen nur rund 19 Prozent der Stimmen, obwohl auch die Unions-Länderfürsten von Bayern und Baden-Württemberg mit Nachdruck die Mehrwertsteuersenkung forderten und eine Bundesratsinitiative einbrachten.
Daten zur aktuellen Befragung:- 277 Teilnehmer, davon 86% Entscheider aus der Hotellerie
- Alter: 56% der Teilnehmer sind zwischen 40 und 59 Jahren alt, 32% zwischen 25 und 39
- 83% der Befragten (bzw. ihr Betrieb) sind Mitglied im Dehoga, 17% im IHA
“Gastropolitik” ist ein Panel für Meinungsforschung in Hotellerie und gehobener Gastronomie. Regelmäßig werden Onlineumfragen zur politischen Meinungsbildung durchgeführt.
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Mehrwertsteuer-Debatte: Abstimmung im Bundestag pro Hotel-Steuersenkung nicht in Gefahr
(Berlin, 03. Dezember 2009) Die erste Hürde ist zu schaffen: Das sog. Wachstumsbeschleunigungsgesetz, das u.a. die Senkung der Mehrwertsteuer für Hotelübernachtungen von 19 auf sieben Prozent vorsieht – steht morgen früh zur Abstimmung im Bundestag an. Ab 9h wird über den 1 von CDU/CSU und FDP beraten. Eine Probeabstimmung in den Fraktionen ergab eine klare Mehrheit für das umkämpfte Vorhaben, wie die Onlineausgabe der Hotelmanagement-Fachzeitschrift “1” berichtet. Damit wird eine wichtige Hürde genommen. Schwieriger scheint die Abstimmung im Bundesrat am 18. Dezember, da bislang Schleswig-Holstein seine Zustimmung verweigert; doch deren Stimmen sind für die Mehrheit unbedingt erforderlich.
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Wellness Aphrodite und Family Cup 2009: Auszeichnung der besten Wohlfühlhotels
(Rust/Landsberg, 03. Dezember 2009) – Im Rahmen einer spektakulären Gala zeichnete der 1 Ende November die besten Familien- und Wellnesshotels im deutschsprachigen Europa aus. Als Zeichen höchster Wohlfühlleistung wurde die begehrte Wellness Aphrodite in acht Kategorien und der Family Cup in sechs Kategorien verliehen. Basis für diese wichtigen Branchen-Awards sind die siebte Auflage des Buches „Ausgewählte Wellnesshotels zum Wohlfühlen“, das vom FREIZEIT-VERLAG LANDSBERG zusammen mit dem Deutschen Wellness Verband e.V. herausgegeben wird, und die 2. Ausgabe des Buches „Ausgewählte Familienhotels zum Wohlfühlen“.
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Im imposanten „Teatro dell’ Arte“ im Europa-Park Rust wies Hausherr Thomas Mack vor rund 300 Gästen auf die hohe Wertigkeit dieser Awards hin. Umrahmt von einem einzigartigen Show-programm führten der aus dem Bayerischen Fernsehen bekannte Moderator Michael Sporer zusammen mit seiner charmanten Co-Moderatorin Christine Landua durch den Abend. Eines der Highlights war die Vorstellung der schönsten Hotelmitarbeiterin des „Top hotel Beauty Awards 2009“: Es ist die 23-jährige Patricia Merchioretti, Hotelfachfrau im Europa-Park Rust. Als Preis erhielt die Schönste ein Wochenende im noblen Hotel Adlon, Berlin.
Große Familie: Auszeichung der besten Wellnesshotels im Europapark Rust
Verliehen wurde die Wellness-Aphrodite in den Kategorien Wellness-Küche, Fitness & Sport, Beauty & Spa, Innovation, Ökologie / Nachhaltigkeit, Medical Wellness, Spa Personality und Gesamtkonzept. Aus jeweils vier nominierten Hotels wurden im Vorfeld von einer Fachjury die acht Sieger gewählt.
Wellness-Küche
Der Name Althoff bürgt für außergewöhnliche Küchenleistungen. Daher verwundert es nicht, dass auch im Seehotel Überfahrt in Rottach-Egern Kulinarik eine wichtige Rolle spielt. Mit seinem Gourmetrestaurant erlangte das Leading Hotel of the World erst kürzlich sagenhafte 19 Punkte im „Gault Millau“. Doch auch in den übrigen Hotelbereichen werden die Gäste mit vorzüglicher und vor allem gesunder Kost verwöhnt. Verantwortlich dafür zeichnet Küchendirektor Walter Leufen, der bereits im Schloss Bensberg und im Breidenbacher Hof Düsseldorf wirkte.
Gleichfalls nominiert waren das Ebner’s Waldhof Fuschl am See (A), das Wellnesshotel Auerhahn am Schluchsee (D) und das Hotel Zum Kurfürsten in Bernkastel-Kues (D).
Fitness & Sport
Die Sonnenalp in Ofterschwang ist ein Paradies für Gäste, die ihren Wellnessurlaub gern aktiv gestalten. Die Palette an Sportangeboten ist daher ebenso umfangreich wie professionell betreut: Ob Reiten, Golfen, Armbrustschießen, Wandern, Walken oder Skifahren – die Sonnenalp geht individuell auf die Wünsche und Neigungen ihrer anspruchsvollen Klientel ein. Im Indoorbereich sorgt das Rainbow-Fitnessteam dafür, dass die körperliche Bewegung die gewünschten Ziele erreicht. Ein Sportmediziner und ein Orthopäde übernehmen die ärztliche Betreuung. Ein höchst professionelles Angebot mit Vorbildcharakter und daher preiswürdig für die Wellness Aphrodite.
Vorgeschlagen für die Aphrodite waren des Weiteren das Freizeit In Göttingen (D), das Seehotel Fontane Neuruppin (D) und das Sporthotel Stock Finkenberg (A).
Beauty & Spa
Die Wellness-Aphrodite ging in dieser Kategorie an das Posthotel Achenkirch in Tirol und seinen »Versunkenen Tempel«, einer Oase der Stille. Dieser detailverliebte Bereich besticht durch seine mystische Atmosphäre, die deutlich von der Kultur Fernen Ostens geprägt ist. Hier hat sich der bekennende Asienfan Karl Reiter junior einen Traum erfüllt und einen Ort der Spiritualität und Reinigung geschaffen.
Nominiert waren außerdem das A-Rosa Travemünde (D), das Falkensteiner Hotel Bad Waltersdorf (A) und der Mooshof in Bodenmais (D).
Innovation
Das Hotel Bornmühle in Groß Nemerow wurde in diesem Jahr zum Gewinner in der Kategorie Innovation gekürt. Mithilfe einer technischen Anlage wird die Luft im Fitnessbereich mehrfach gefiltert und zusätzlich mit Stickstoff versetzt, sodass eine alpine Umgebung simuliert wird.
Angewendet wird diese Höhentrainingssimulation unter anderem bei Diabetes und Asthma-beschwerden. Eine spannende Innovation, die auch für Sportler interessant sein dürfte.
Nominiert waren außerdem die Wutzschleife in Rötz-Hillstett (D), das Hotel Sackmann in Baiersbronn (D) sowie das Kurfüstliche Schlosshotel Weyberhöfe in Sailauf (D).
Ökologie / Nachhaltigkeit
Das Naturhotel Waldklause in Längenfeld hat sich inzwischen eine große Fangemeinde aufgebaut. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen von einem außergewöhnlichen Konzept, das Ökologie und Nachhaltigkeit kompromisslos in den Mittelpunkt stellt. Dabei müssen Gäste auf Komfort und Design keineswegs verzichten. Das Naturhotel verbindet Ötztaler Ursprünglichkeit und Moderne auf einzigartige Weise. So besteht das Haus vornehmlich aus Holz, Glas und Stein, die Zimmer haben ihren eigenen Quellwasserbrunnen und die Küche reicht gesunde Köstlichkeiten aus Tirol.
Vorgeschlagen für die Aphrodite in der Kategorie „Ökologie / Nachhaltigkeit“ waren auch das Bio-Hotel Daberer in Dellach (A), das Bio-Hotel Eggensberger in Füssen (D) sowie Theiner’s Garten in Gargazon (I).
Medical Wellness
Der Alpine Palace in Hinterglemm erhält die Wellness Aphrodite in der Kategorie Medical Wellness, weil das Angebot ebenso schlüssig wie professionell erscheint. Zielgruppe des Hauses sind nicht nur gesundheitsbewusste Individualgäste, sondern auch Unternehmen, die ihren Beschäftigten eine betriebliche Gesundheitsvorsorge in exklusivem Ambiente bieten wollen. Es gibt Programme für Diabetiker und Maßnahmen zur gesunden Gewichtsreduktion. Aber auch Stressmanagement gehört zu den Offerten, die sich wachsender Nachfrage erfreuen.
Die weiteren Nominierten: das Neue Holzapfel Bad Füssing (D), der Steirerhof Bad Waltersdorf (A) und das Kneippianum Bad Wörishofen (D).
Spa Personality
Nicole Praß-Anton ist in der deutschen Wellnesslandschaft eine Ausnahmeerscheinung. Ihre Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen, ihre Probleme und Blockaden zu erkennen, ihre unver-gleichlich sympathische Art machen sie zu einer tragenden Säule im Spa- und Wellnesskonzept des Bollants im Park. Trotz umfangreicher Managementaufgaben ist ihr der persönliche Kontakt zu den Gästen wichtig. Die von ihr entwickelte NIAN-Massage birgt die Gefahr, vor lauter Glückseligkeit alles Weltliche zu vergessen. Die Jury gratuliert Nicole Praß-Anton zur Wellness Aphrodite in der neuen Kategorie „SPA Personality“.
Ebenfalls vorgeschlagen waren Harald Binder aus dem Falkensteiner Bad Waltersdorf (A), Angelika Elsener aus dem Lenkerhof in Lenk (CH) sowie Birgit Lambert vom Seehotel Überfahrt Rottach-Egern (D).
Gesamtkonzept
Dietmar Müller-Elmau hat in der bayerischen Bergwelt mit seinem Schloss Elmau ein Hideaway geschaffen, das seinen Namen zu Recht trägt. Es ist ein Ort des Rückzugs und zugleich ein Ort der Begegnung – mit Kunst und Kultur und mit Menschen aller Altersgruppen. Kinder fühlen sich hier ebenso glücklich wie ruhesuchende Manager oder Naturliebhaber und Sportfreaks. Der Perfektionismus, den Dietmar Müller-Elmau hier erkennen lässt, ist einzigartig und der Jury die Wellness Aphrodite in der Königskategorie „Gesamtkonzept“ wert.
Nominiert waren zudem das Brenner’s Park-Hotel & Spa Baden-Baden (D), das Ermitage Golf Schönried/Gstaad (CH) und die Bleiche in Burg-Spreewald (D).1
Der Family Cup 2009 wurde in den Kategorien Küche, Innovation, Logis, Freizeit-Programm, Kinderbetreuung und Gesamtkonzept vergeben. Nominiert wurden in jeder Kategorie drei Hotels.
Küche
Der Family Cup 2009 in der Kategorie Küche ging in diesem Jahr an das Hotel Bareiss (D) in Baiersbronn. Hier spielt das kulinarische Erlebnis eine zentrale Rolle. Dabei sollen nicht nur die Erwachsenen auf ihre Kosten kommen, sondern auch und besonders die Kinder. Ihnen möchte das Team um Küchenchef Claus-Peter Lumpp die wunderbare Vielfalt von gesunder und ausgewogener Ernährung näherbringen. Lobend hob die Jury hervor, dass sich das Hotel für das Projekt „Miniköche“ engagiert. Diese Initiative fördert Kinder, die Spaß am Kochen haben. Nachwuchsarbeit par excellence.
Die weiteren Nominierten in dieser Kategorie waren: Hotel Sonngastein, Bad Gastein (A) und das Hotel Hohenwart, Schenna (I).
Innovation
In dieser Kategorie setzte sich das Familotel Feldberger Hof in Feldberg (D) durch. In beeindruckender Weise beweist das Haus, dass man mit neuen Energietechniken nicht nur Enormes für den Umweltschutz tun, sondern auch bares Geld sparen kann. Durch die Investition in ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk und neue Technologien wurde der Feldberger Hof zum ersten klimaneutralen Hotel Deutschlands, senkte seinen CO2-Ausstoß um 90 Prozent und seine Energiekosten um jährlich 100.000 Euro. Dieses Engagement hat Vorbildcharakter nicht nur für die Branche, es setzt auch ein Zeichen bei den jungen Gästen, die dadurch verstehen lernen, bewusst mit Ressourcen umzugehen.
Vorgeschlagen für den Family Cup in dieser Kategorie waren zudem das Hotel Almhof in Gerlos (A) und das Alpenresort Schwarz in Mieming (A).
Logis
Es wunderte niemanden, dass in dieser Kategorie das Hotel Matamba im Phantasialand Brühl die Trophäe ergatterte. Ein Logis-Erlebnis der besonderen Art ist hier garantiert. Die Einrichtung der Zimmer versprüht den wilden Charme des schwarzen Kontinents. Helle Stoffe, dunkle Möbel und afrikatypische Accessoires und Deko-Elemente tragen zu der perfekten Illusion ebenso bei wie tropische Pflanzen, original Masken und Skulpturen aus Kamerun, sanften Klänge und aromatischen Düfte.
Die weiteren Nominierten: das Familotel Landgut Furtherwirt in Kirchdorf (A) und das Erlebnishotel Post in Unken (A).
Freizeitprogramm
Das Hotel Filzmooserhof in Filzmoos (A) erhielt den Family Cup 2009 in der Kategorie Freizeitprogramm. Ein derart ausgefeiltes Freizeit- und Ferienprogramm findet man selten.
Dabei überzeugen die Angebote nicht nur durch ihre Vielfalt, sondern besonders durch ihre außergewöhnlich hohe Qualität. Speziell hervorzuheben ist das Anliegen des Hauses, Kinder vom Computer wegzulocken und ihnen die Natur wieder nahe zu bringen. Das gelingt in erster Linie durch ein attraktives Freizeitprogramm, das mit immer neuen Attraktionen gespickt wird.
Gleichfalls nominiert waren das Familotel Ebbinghof in Schmallenberg und das Hotel Lagant in Brand (A).
Kinderbetreuung
Unter tosendem Applaus konnte das Familotel Sonnenpark in Willingen (D) den Wettbewerb für sich entscheiden. Denn nach Meinung der Jury ist die Kinderbetreuung in diesem Hotel kaum zu toppen. Bis zu 12 Stunden werden die Kinder im Sonnenpark von bestens ausgebildeten Mitarbeitern betreut. Ob im eigenen Baby-Hallenbad, im nagelneuen Abenteuerland oder beim Ponyreiten. Stets sind die aufmerksamen Betreuer mit Rat und Tat zur Stelle. Eltern erhalten hier eine Rund-um-die Uhr-Unterstützung beim Versorgen ihrer Liebsten. „First-Class“ lautet das Urteil der Jury.
Weiterhin nominiert waren das Hotel Reiter’s Avance in Bad Tatzmannsdorf (A) sowie das Falkensteiner Hotel Lido Ehrenburger Hof (I).
Gesamtkonzept
In der Königsklasse konnte das Märchenhotel Bellevue in Braunwald (CH) die Jury eindeutig überzeugen. Hier darf es ruhig ein wenig Villa Kunterbunt sein. Dazu gehört auch, dass ein „Märliunggle“ seit über 30 Jahren jeden Abend eine Geschichte erzählt. Das Märchenhotel ist ein Beweis dafür, dass ein Haus ganz auf Kinder eingerichtet sein kann und Eltern trotzdem nicht auf Luxus und Komfort verzichten müssen. Die nagelneuen Fünf-Sterne-Suiten sind eine gelungene Kombination aus stilvollem Luxus und familienfreundlichem Wohnen. Noch in diesem Jahr entsteht zudem ein spektakulärer Wellnessbereich auf dem Panoramadach. Inhaberehepaar Lydia und Martin Vogel nahmen die Trophäe sichtlich bewegt in Empfang.
Die weiteren Nominierten in der Kategorie Gesamtkonzept waren: das Familotel Sonnwies in Lüsen (I) sowie das Familotel Die Seitenalm in Radstadt (A). -
Neue Dorint GmbH: Elke Schade wird abberufen
(Köln, 03. Dezember 2009) Überraschend kommt das nicht: Elke Schade soll die Geschäftsführung der 1, Köln, abgeben. Die Abberufung bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrates, der morgen tagt.
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Nachfolger sollen Michael Göldner, Direktor des Dorint Pallas Hotels in Wiesbaden, und Olaf Mertens, Dorint-Beauftragter des Gesellschafters E&P Holding, werden. Die Direktoren der 36 Hotels wurden vom Eigentümer per eMail über bevorstehende Veränderungen informiert.
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Studie: Mangelnde WC-Hygiene schreckt Gäste ab
Gastro-Klos haben nicht unbedingt den besten Ruf: WC-Hygiene in der Gastronomie muss groß geschrieben werden. 87 Prozent der Frauen und 74 Prozent der Männer legen großen Wert auf überzeugende Sauberkeit in den Örtlichkeiten. Dies ist Ergebnis einer Forsa-Umfrage unter 500 Deutschland, die im Auftrag von „00 null null WC Frische-Siegel“, eine Marke des Erkrather Unternehmens SC Johnson, durchgeführt wurde.
1Die oftmals schmutzige und unhygienische Realität der WCs in Restaurants, Bars und Kneipen hat dazu geführt, dass sich inzwischen nicht nur Männer sondern auch Frauen die alte WC-Frage stellen müssen: Sitzen oder Stehen? Not macht erfinderisch: Von der Sauberkeit auf Gastronomietoiletten nicht so ganz überzeugt, geben dann auch knapp zwei Drittel der Damen (60%) an, dass sie sich nicht direkt auf das WC setzen. Weitere 26 Prozent legen erst Toilettenpapier unter, bevor sie sich niederlassen. Aber auch die Herren entwickeln “Vermeidungsstrategien”. Von ihnen nimmt ein Drittel (33%) nicht direkt auf der Toilette Platz und jeder Zweite (51%) vermeidet den Direktkontakt mit der WC-Brille durch Auflegen von Toilettenpapier.
Der erste Eindruck zählt: Wenn es um konkrete Missstände auf Gastronomietoiletten geht, stören sich aber beide Geschlechter gleichermaßen (89%) an unangenehmen Gerüchen. 85 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen beschweren sich zudem über fehlendes Toilettenpapier in öffentlichen Toiletten.
Um die verbesserungswürdige WC-Hygiene zu fördern, können nun Gäste nun auf dem Bewertungsportal 1 neben den Eindrücken zum Essen, der Atmosphäre und der Freundlichkeit in Lokalen auch die Toiletten bewerten. Die besten WCs werden mit dem „00 null null WC Frische-Siegel“ ausgezeichnet. Aus den als besonders schmutzig bewerteten Toiletten werden WCs ausgewählt, denen „00 null null“ ein komplettes Makeover gönnt.
UV-Test deckt Hygienemängel auf
„Das Thema WC-Hygiene ist immer eine sehr heikle Angelegenheit, und für den Gast stellt sich häufig die Frage: Wurde hier richtig sauber gemacht?“, erinnert Ulrich Jander von der 1. „Man sollte darauf achten, dass man eine Toilette mit dem entsprechenden Desinfektionsmittel reinigt“, erläutert der Rüsselsheimer Sicherheits- und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. „Bei unseren Tests setzen wir stichprobenartig ein Messverfahren ein, das den Bakterienanteil auf dem Deckel anzeigt. Dieses Verfahren ist elektronisch, bekannt ist auch eine andere Form der Messung, der sogenannte Abklatsch.“
Eine andere und einfache Testvariante ist der Einsatz von UV-Licht. So kann überprüft werden, ob die Mitarbeiter eine ordentliche Reinigung durchgeführt haben. „Mittels eines Spezialstiftes, dessen Markierung unsichtbar ist, nehmen wir am Vorabend eine Kennzeichnung auf der Toilette im öffentlichen Bereich vor. Am nächsten Vormittag kontrollieren wir unter Zuhilfenahme von UV-Licht, ob unsere Markierungen noch vorhanden sind. Hiermit lässt sich ganz einfach feststellen, ob gereinigt wurde oder nicht“, so Jander. Die Ergebnisse dieser Tests sind einfach erschreckend und niederschmetternd, wenn man erkennen muss, dass keine ordentliche Reinigung erfolgt ist. Häufig sind diese Arbeiten an Fremdfirmen abgegeben. Vom Reinigungspersonal wird nur kontrolliert, ob die Objekte optisch sauber aussehen, und dann wird nichts gemacht. „Fazit: Wer lieber auf der sicheren Seite sein möchte, sollte mit Desinfektionstüchern versorgt eine öffentliche Toilette benutzen“, rät Jander. -
Schweinegrippe: Was Arbeitgeber jetzt tun müssen
Sicherheitsberater Ulrich Jander rät zu Pandemieplan gegen massiven Arbeitskräfte-Ausfall
Rüsselsheim, 18. November 2009
Die Grippe hat Deutschland voll erfasst: Während viele noch über Schutzimpfungen diskutieren, steigt die Zahl der Erkrankten wöchentlich um über 10.000 an. Bislang sind laut Robert-Koch-Institut 20 Todesfälle im Zusammenhang mit einer H1N1-Infektion zu beklagen. Da Betriebe in der Gastronomie und Hotellerie als besonders gefährdet gelten, sind umfangreiche Schutzmaßnahmen für Gäste und Mitarbeiter dringend nötig. „Ohne Pandemieplan kann ein Betrieb bei einem massiven Ausfall an Arbeitskräften plötzlich stillgelegt sein“, warnt Ulrich Jander. Der Sicherheitsexperte und Inhaber des Beratungsunternehmen ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst, Rüsselsheim, macht bereits seit Monaten auf die Gefahren bei der Schweinegrippe hin.
Folgende grundlegende Maßnahmen sollten von den Gastbetrieben ab sofort umgesetzt werden:- Ausreichend Desinfektionsmittel zur Händereinigung muss allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen.
- Mitarbeitern muss die Möglichkeit zu einer Grippeschutzinfektion gegeben werden.
- Mitarbeiter in sensiblen Arbeitsbereichen, z.B. Küche, sollten bei ersten Anzeichen einer Erkältung einen Mundschutz tragen.
- Führungs- und Fachkräfte müssen regelmäßig auf den sorgsamen Umgang mit Hygiene aufmerksam gemacht werden.
- Überprüfen Sie jetzt ihr HACCP-Konzept, um letzte Schwachstellen zu erkennen.
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„Einen hundertprozentigen Schutz vor Schweinegrippe gibt es nicht“, so Jander. Aber durch Beherzigung einiger Maßnahmen kann die Infektionsgefahr erheblich reduziert werden. Um bei weiterer Grippeausbreitung einem massiven Ausfall an Arbeitskräften entgegen zu wirken, empfiehlt der Sicherheits- und Hygieneberater einen so-genannten Pandemieplan aufzustellen. Dazu kann eine Checkliste des Robert-Koch-Institutes unter 1 als PDF-Dokument kostenfrei bezogen werden.
„Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter und auch die Gäste gehört zu den Fürsorgepflichten eines Arbeitgebers“, konstatiert Jander. Dazu gehöre auch, die Sorgen und Ängste im Team ernst zu nehmen. Zwar dürfen Arbeitnehmer aus bloßer Vorsorge nicht einfach zu Hause bleiben. Aber bei Mitarbeitern mit Risikohintergrund sollten zeitlich begrenzte Ausnahmen gelten oder interne Umbesetzungen vorgenommen werden. „Zur Fürsorge zählt auch Sensibilität beim Thema Schutzimpfung“, so Jander. Zwar sei eine Impfung gegen Schweinegrippe grundsätzlich zu empfehlen, aber hinsichtlich möglicher Nebenwirkung nicht bei jedem sinnvoll. „Wer sich nicht impfen lassen kann, sollte möglichst wenig in intensiven Kontakt mit anderen Menschen stehen“, so Jander.
Weitere Informationen für Unternehmen zum Thema Schweinegrippe sind auf den Webseiten des Robert-Koch-Institutes abrufbar: 1
Weitere Hintergrundinformationen:
Bundesgesundheitsministerium – Tipps zur Vorbeuge bei der Arbeit (1)
Kampagne „Wir gegen Viren“ des Robert-Koch-Institutes )
Flyer mit Hinweisen und Verhaltenstipps gegen die Schweinergrippe in 11 Sprachen )
Ulrich Jander ist Sicherheitsberater und Fachberater für Brandschutz und Risk Management. Zusammen mit seiner Frau Martina leitet der die Unternehmen GQH Gesellschaft für Qualitätssicherung im Hotel und ASD Arbeitsmedizinischer & Sicherheitstechnischer Dienst. Der gelernte Bankkaufmann und Verwaltungsfach-Ingenieur ist u.a. Sachverständiger für Arbeitssicherheit und Brandrisikomanagement. Der 51-Jährige lebt in Rüsselsheim bei Frankfurt/Main.