Author: holedo_wp_admin

  • Hotelverband Deutschland (IHA) – Gegengewicht zu hrs.de: IHA-Chef Luthe regt „Hotelwiki“ an

    (Berlin, 26. Januar 2012) Ein „Hotelwiki“ als Ausweg: Markus Luthe, Chef des Hotelverbandes Deutschland (IHA), bringt ein von der Hotellerie selbst geschaffenes, zentrales Onlineverzeichnis als Gegengewicht zu preisdrückenden Buchungsportalen wie hrs.de und übermächtigen Online Travel Agencys (OTA) ins Gespräch. „Warum bauen wir als Hotellerie also nicht mit vereinten Kräften eine umfassende Hoteldatenbank, gleichsam einen weltweiten ‚HotelWiki’?“, schreibt Luthe in seinem 1. „Dort wären u.a. eine eineindeutige Hotelidentifizierung, Stammdaten, GPS-Koordinaten, Bildmaterial und vor allem Deeplinks zur (unverprovisionierten) Buchungssite eines jeden Hotels gepflegt (!) zu hinterlegen und aufzufinden“, so sein Vorschlag.
    Die Zeit seit reif, so Luthe: „Wir benötigen diesen gemeinsamen Kraftakt der Branche – weltweit, unverzerrt, neutral.“ Das Projekt könnte in die Form einer Stiftung gegossen werden.
    Die Hotellerie müsse ein vitales Interesse daran haben, Monopolbildung in den immer stärker zusammenwachsenden Märkten der Buchungsmittler, Bewertungsanbieter und Suchmaschinen zu verhindern. Hierfür müssten die Markteintrittsschwellen für Dritte wie Agenturen, App-Entwickler, Buchungsdienstleister, Channel Manager, Online-Händler, Suchmaschinen, branchenfremde Ideenschmieden, Garagen-Start-Ups und viele denkbare weitere Marktteilnehmer so niedrig wie möglich gehalten werden. „So kann realer und latenter Wettbewerbsdruck durch Alternativen erzeugt werden, der dem Abschöpfen von Monopolrenten nachhaltig vorbeugt“, notiert Luthe.
     
    Der Aufbau eigener Buchungssysteme der Hotellerie sei angesichts der Marktgegebenheiten und leidvoller Erfahrungen der Vergangenheit aber kaum das Instrument der Wahl, so vielversprechend sich neue Ansätze wie z.B. der von roomkey.com auch anhören. Und auch der Google Hotelfinder werde das „Heldenepos vom ‚Weißen Ritter’ nicht auf den Spielplan setzen“, so Luthe.

  • hrs.de – VDR: Geschäftsreisende befürchten höhere Übernachtungskosten – Arcotel will raus

    (Frankfurt am Main/Wien, 26. Januar 2012) Eine Woche danach sitzt der Groll tief: Die von hrs.de angekündigte Änderung der AGB und Erhöhung der Provisionen auf 15 Prozent ruft den Geschäftsreiseverband 1 auf den Plan. Man beobachte die Marktentwicklungen mit Sorge, heißt es aus Frankfurt/Main. Unterdessen kündigt Arcotel-Chef Manfred Mayer den Abschied seiner Kette von hrs.de an. Der Protest gegen hrs.de manifestiert sich in der nun von über 700 Befürwörtern gestalteten Facebook-Seite „1“.
    „Ein Markt ist gesund, wenn alle Teilnehmer in der Situation sind, ein wenig an der Schraube zu drehen und so Regulierungen vornehmen können. Die Tendenz geht aber dahin, dass einige Wenige eine übergroße Marktmacht haben und diese Position nutzen, um Preise zu diktieren“, sagte VDR-Präsident Dirk Gerdom. „Der VDR möchte nicht generell Preisveränderungen kritisieren“, so Gerdom. „Uns geht es darum, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen Anbietern und Kunden herrscht. Aktuell geht die Entwicklung in einigen Bereichen aber in Richtung Anbietermarkt.“
    Entsprechend hatten der Zusammenschluss von hrs.de und hotel.de und die daraus resultierende starke Marktposition in der Reisebranche bereits im Vorfeld für Spekulationen über die Konsequenzen gesorgt. „Unsere Mitglieder befürchten jetzt natürlich steigende Übernachtungskosten, denn eine Anhebung der Provision von durchschnittlich 13 auf jetzt 15 Prozent kann von den Hotels wohl kaum kostenneutral aufgefangen werden.“
    Arcotel will weg von hrs.de
    Manfred Mayer, Chef der Wiener Hotelkette 1, gibt ein Signal: „Dass hrs.de nun auch noch die Provision erhöht hat, spiegelt das schiefe Machtverhältnis wider. Wenn Buchungsportale weiterhin derartige Aktionen umsetzen, werden die Hoteliers gezwungen, nach Alternativen zu suchen”, so Mayer. Damit steht der Abschied der neun Hotels umfassenden Kette beim größten Buchungsportal, zu dem auch hotel.de und – für Österreich sehr wichtig – tiscover.com an.
    „Derartige Buchungsportale sind grundsätzlich ein guter Distributionskanal. Wir bekommen darüber viele Buchungen. Selbstverständlich gehört die erbrachte Leistung angemessen vergütet. Wenn aber wenige Buchungsportale den Markt beherrschen, wird es für uns Hoteliers kritisch“, so Mayer. Laut „Branchenreport 2011“ des Hotelverbands Deutschland (IHA) hatte hrs.de schon vor Übernahme von hotel.de in Deutschland einen Marktanteil von 38,8 Prozent. „Durch die weitere Monopolisierung einiger weniger Marktführer wird es immer schwieriger unsere Interessen durchzusetzen. Denn letztendlich ist es kein Geheimnis, dass wir über Internet-Vertriebskanäle einen wesentlichen Teil unserer Buchungen generieren – das weiß auch die Anbieterseite“, konstatiert Mayer.

  • HOTELIER TV & RADIO: Exklusiv-Interview mit Marcus Wiesner, Vorstandschef der MICE AG, zur Insolvenz

    1Januar 2012 – Marcus Wiesner, Gründer und Vorstandschef der MICE AG, Deutschlands größtem Tagungsdienstleister, steht im Exklusiv-Interview mit HOTELIER TV & RADIO Rede und Antwort: Wie kam es zur Insolvenzanmeldung der MICE AG, die Mitte Januar die Branche überraschte – und wie kann es weitergehen?
    Hören Sie das Interview:
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  • Ich pfeife auf HRS

    25. Januar 2012 – Aus der Gerüchteküche
    Unwahr ist, dass sich etliche Hoteliers am nächsten Montag beim Hotelkongress in Berlin spontan zusammen tun wollen, um mit lauten Trillerpfeifen den Auftritt von HRS-Chef Tobias Ragge niederpfeifen wollen.
    Jedoch wurde unlängst eine Hotelpolizei-Trillerpfeife mit dem Aufdruck “Ich pfeif’ auf HRS” gesichtet…

  • hrs.de: IHA erwägt kartellrechtliche Prüfung

    (Berlin, 25. Januar 2012) Schwere Geschütze: In die Auseinandersetzungen um die AGB-Änderungen bei hrs.de schaltet sich der Hotelverband Deutschland (IHA) aktiv ein. Man lasse Sachverhalt derzeit gründlich und sorgfältig unter Hinzuziehung externen Sachverstandes kartellrechtlich prüfen, heißt es aus Berlin. Ob es zu einem Verfahren vor dem Bundeskartellamt kommt, bleibt fraglich. Zwar gilt hrs.de mit seiner Mehrheitsbeteiligung an hotel.de und dem Tochterportal tiscover.com als marktbeherrschend in Deutschland und Österreich, doch ein nötiger kumulierter Gesamtumsatz von 500 Millionen Euro wird Hinweisen zufolge nicht erreicht.
    Allerdings ist ein amtliches Verfahren theoretisch möglich: Würde sich herausstellen, dass hrs.de „eine mißbräuchliche Ausnzutzung der marktbeherrschenden Stellung“ betreibe könnte ein Verwaltungsverfahren gestartet werden. In der Regel würden in diesen Fällen Gespräche mit den Unternehmen ausreichen, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamts. Allerdings könnten auch Preissenkungen verfügt oder in Spitzenfällen Bußgelder verhängt werden.
    Ob die bloße Ankündigung, das Kartellamt anrufen zu wollen, die Geschäftsführung von hrs.de beeindruckt, wird allgemein bezweifelt. Unterdessen wächst der Protest unter den Hoteliers weiter. Zu beobachten ist eine steigende Anzahl an harrschen Blog- und Foren-Kommentaren, in denen Vertragskündigungen avisiert werden. Die Facebook-Gruppe „1“ – eine Initiative des Hamburger Hotelmarketing-Experten Christoph Biallas – hat nun über 600 Befürworter.

  • ADA Cosmetics: Neue Dispenser-Generation im Hotelbad

    (Kehl/Baden, 25. Januar 2012) 1 hat es erfunden und zwar bereits vor 30 Jahren: das allererste Dosiersystem für Pflegeprodukte im Hotelbad, Wellness- und Hygienebereich. Jetzt bringt Europas führender Hersteller von Hotelkosmetik die zweite patentierte Spender-Generation unter dem Namen „Smart Care System“ auf den Markt.
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    Das neue Dispenser-System soll sich ohne Effekthascherei, zurückhaltend, und gradlinig in das individuelle Badezimmer-Ambiente harmonisch einfügen. Verbessert wurde das High-Tech-Ventil: Nun soll nichts mehr nachtropfen. Zum Start ist „Smart Care System“ mit der aquamarinblauen Spa-Pflegelinie „Hydro Basics“ befüllt. Zur Auswahl stehen darüber hinaus noch zwei „grün“-zertifizierte Serien: „Eco by Green Culture” mit dem Umweltsiegel der EU und die Ecocert-zertifizierte Linie „Floraluxe”. Die neuen Dispenser gibt es auch in edlem Lichtgrau mit der Hotelkosmetik von Bogner.
    Flakons und Halterungen bestehen aus voll recyclingfähigem PP-Random, sind frei von Kadmium, Blei, Quecksilber und CMR-Zusatzstoffen und damit konform mit den Vorschriften des Umweltsignets der EU. Im Vergleich zu kleineren Flakongrößen spart bereits die Produktion der Spender rund 40 Prozent an Material ein. Durch die punktgenaue Dosierung soll der Gast zudem weniger Pflegemittel verbrauchen. Im Vergleich zu Kleinportionen lassen sich die Kosten zwischen 30 und 50 Prozent senken.
    Die Halterungen für die Dispenser (selbstklebend oder zum Anschrauben) gibt es aus Kunststoff in den Farben Weiß, Silbermatt und Silberglanz. Der Flakon lässt sich rasch wechseln.

  • Mövenpick Hotel Berlin: Neubesetzungen im Executive Team

    (Berlin, 25. Januar 2012) Das Mövenpick Hotel Berlin nahe dem Potsdamer Platz besetzt zwei Schlüsselpositionen neu: Nina Tillack (27) wird die Aufgaben von Ulrike Thierer (32), Direktor Sales & Marketing,  übernehmen, die sich ab dem 10. Februar 2012 in die Elternzeit verabschiedet. Nicole Tenbensel (34) ist seit dem 2. Januar 2012 neue Revenue Managerin des Vier-Sterne-Plus-Hauses.
    Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für das Mövenpick Hotel Berlin am Potsdamer Platz von besonderer Bedeutung. Von den insgesamt 93 Mitarbeitern des Hotels sind rund ein Viertel Eltern, die zusammengezählt bereits seit 112 Jahren für das Vier-Sterne-Plus Hotel tätig sind. „Für eine zukunftsfähige Wirtschaft sind familienfreundliche Bedingungen am Arbeitsplatz unabdingbar. Familienfreundlichkeit kann nur funktionieren, wenn nicht nur die Kunden, sondern auch die Mitarbeiter geschätzt werden“, so GM Frank Hörl.
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    Ab dem 10. Februar übernimmt Nina Tillack (27) die Aufgaben von Ulrike Thierer (32), Director Sales & Marketing, die sich auf ihre Elternzeit freut. Nina Tillack unterstützt Ulrike Thierer seit dem Jahr 2009 im Sales & Marketing-Bereich des Mövenpick Hotel Berlin. Seit dem 1. Oktober 2011 zeichnet die gebürtige Berlinerin als Assistant Director of Sales & Marketing verantwortlich. Im Jahr 2007 beendete Tillack ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im Hilton Hotel Berlin. Im selben Jahr sammelte sie Auslandserfahrung im Front Office im Park Plaza Riverbank Hotel in London. Von 2007 bis 2009 studierte sie Business Administration in Hotel Management auf der Hotelschool The Hague in Den Haag, Niederlande mit Bachelor-Abschluss.
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    Nicole Tenbensel (34) ist seit dem 2. Januar 2012 neue Revenue Managerin des Mövenpick Hotel Berlin. Zuvor war sie rund drei Jahre im Marriott & Renaissance Hamburg als Area Reservation Sales Manager beschäftigt. Weitere berufliche Stationen waren das Hilton Bonn als Yield Manager, die Intercontinental Hotel Group als Cluster Reservation Manager für die Hotels in Köln und Düsseldorf sowie Auslandserfahrungen in Galway, Irland. So beispielsweise im Ardilaun House Hotel als Front Office Supervisor und im Jurys Inn als Senior Service Receptionist. Die gebürtige Bocholterin schloss im Jahr 1999 ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau im SportSchloss Velen, Münsterland ab.

  • Das Erste: Die Schattenseite der Luxusdampfer

    (München, 25. Januar 2012) Kreuzfahrten sind “in”. Und das nicht mehr nur für die ältere Generation: Immer mehr junge Leute gönnen sich den Luxus auf dem Meer, all inclusive. Die Reisen mit den Luxusdampfern boomen weltweit.
    Doch für die Angestellten dieser Hotels auf See ist das Leben an Bord alles andere als paradiesisch. Autorin Melissa Monteiro hat undercover als Bedienung auf einem Kreuzfahrtschiff angeheuert. Hautnah bekommt sie die unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu spüren. 16-Stunden-Tage, schlechte Bezahlung, keinerlei soziale Absicherung, Mini-Behausungen unter Deck – so leben und arbeiten die meisten all derjenigen, die es den Touristen während ihrer Kreuzfahrt bequem machen. All das hat Melissa Monteiro mit versteckter Kamera gedreht. Nach 5 Monaten musste sie ihren Job aufgeben – aus gesundheitlichen Gründen.
    Monteiros Film ist ein erschütterndes Dokument des harten Jobs auf See. Er zeigt aber auch die Tricks der Angestellten, wie sie mit der Schattenseite der Luxusdampfer gewitzt und kreativ umgehen.
    Eine Reportage von Melissa Monteiro am 4. Februar 2012, 15.30 Uhr im Ersten
    Bearbeitung: Ingrid Terhorst
    Redaktion: Sabine Bohland (WDR)
    Die ursprünglich angekündigte Sendung “Exclusiv im Ersten: Gefahr auf dem Acker” entfällt.

  • HRS-GF Ragge: 50 Kündigungen von Hotels nur „geringe Resonanz“

    (Köln, 24. Januar 2012) Das ist wie Öl ins Feuer gießen: Tobias Ragge, Geschäftsführer von hrs.de, sagte nun, die bislang erhaltenen 50 Vertragskündigungen durch Hotels stellen für ihn eine „geringe Resonanz“ dar. Trotzdem nehme er jede Kündigung ernst. Die zahlreichen Protestschreiben scheinen den Sohn des Firmengründers nicht zu beeindrucken. Er wolle sich auf die Fakten konzentrieren und sich nicht ein einer „emotionalen Debatte verzetteln“.
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    Unterdessen wurde bekannt, dass der Hotelverband Deutschland (IHA) eine kartellrechtliche Prüfung der AGB-Änderung beim größten Hotel-Buchungsportal in Deutschland anstrengen möchte. Hrs.de ist auch Mehrheitsgesellschafter von hotel.de und tiscover.com und hat dadurch in Deutschland und auch in Österreich eine marktbeherrschende Stellung. Die für den 1. März angekündigte Änderung der AGB und damit Erhöhung der Buchungskommissionen auf 15 Prozent hat zu landesweites Proteststürmen in der Hotellerie gesorgt.

  • Aktualisiert — AGB-Änderungen bei HRS: Harte Knebel für Hotels – Raten für 12 Monate einstellen – 30 Euro Gebühr bei Gästebeschwerden – 500 Euro Kaution

    UPDATE (Köln, 23. Januar 2012) Immer mehr Ärger um hrs.de: Das machtvolle Kölner Hotelbuchungsportal wirft mit seiner zum 1. März geplanten Änderung der AGB weitere Fragen auf. Es droht den Hotelpartnern nicht nur eine Erhöhung der Buchungsprovision auf 15 Prozent, sondern auch eine weiter gehende Abgabe der Marktmacht. So verpflichten sich die Hotels auf eine „Einstellung der standardmäßigen Rate (z.B. HRS-Rate) für mindestens zwölf Monate im Voraus“.
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    Provisionserhöhung laut AGB von hrs.de (gültig ab 1. März 2012)
    „HRS erhält als Vergütung für jede realisierte Buchung eine Kommission in Höhe von:
    15% auf Einzelreservierungen
    13% auf Gruppenreservierungen
    10% auf Veranstaltungsreservierungen
    3 % für Buchungen über ggf. zur Verfügung gestellte „widgets“
    sowie etwaige gesondert vereinbarte Aufschläge (etwa für „Top Rankings“)“
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    Mit der Festlegung der HRS-Rate und gleichzeitiger Verpflichtung zu Ratenparität nehme man sich ja die Möglichkeit, im Yield Management zu arbeiten, monierte ein namhafter Luxushotelier gegenüber dieser Fach-Illustrierten. Hrs.de verpflichte die Hotels nämlich dazu, „die mindestens gleich günstigen Preise und Preisbedingungen“ zu erhalten, die das Hotel „auf anderen Buchungs- und Reiseplattformen im Internet und den eigenen Vertriebskanälen anbietet“. Das bedeutet unabänderliche Ratenparität, was für etliche Hotels nicht immer Sinn macht. Es geht noch weiter: Hrs.de dürfe „in Bezug auf die Verfügbarkeit nicht schlechter behandelt“ werden als als andere Vertriebskanäle, heißt es in den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Auf anderen Vertriebskanälen noch verfügbare Zimmer müssten immer auch bei hrs.de verfügbar gemacht werden, heißt es.

    UPDATE – Stellungnahme von hrs.de dazu:
    “Um bei einer Neuaufnahme bei hrs.de freigeschaltet zu werden, muss das Hotel die standardmäßige Rate für 12 Monate im Voraus einstellen. Danach kann das Hotel seine Raten und Verfügbarkeiten jederzeit aktualisieren. Der Hotelier hat die Preishoheit, bleibt unabhängig und flexibel. Die Hotelpartner bestimmen alleine, wie viele Zimmer zu welchem Preis über hrs.de angeboten werden. Der Tagespreis bei hrs.de kann jederzeit der aktuellen Belegungssituation und dem Marktumfeld angepasst werden. Grundsätzlich empfehlen wir unseren Hotelpartnern möglichst lange im Voraus buchbar zu sein, damit es auch von dem mittel- und langfristigen Geschäft mit längeren Vorausbuchungsfirsten profitieren kann.”

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    „Inwieweit es HRS tatsächlich möglich ist, in die Preisgestaltung des Hoteliers auf seiner eigenen Homepage oder den eigenen Buchungskanälen einzugreifen und dem Hotelier die Preispolitik vorzuschreiben, wird derzeit überprüft.“ – Aus einem Schreiben des Dehoga Niedersachsen an Mitgliedsbetriebe
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    Weiteres Ärgernis sind die Extragebühren bei Gästebeschwerden. Hrs.de fordert von den Hotels eine Erstattung, wenn Ansprüche der Gäste erfüllt werden müssen. Das betreffe laut AGB „etwaige Mehrkosten für Alternativunterkünfte bei vom Hotel abgelehnten Buchungen sowie Zusatzkosten wie Telefon oder Taxi“. In jedem Fall will hrs.de eine „Bearbeitungsgebühr in Höhe von derzeit 30 Euro“ berechnen.

    UPDATE – Stellungnahme von hrs.de dazu:
    “Hrs.de gibt keinen eigenmächtigen Rabatt an Kunden. Ausschließlich die Hotels können den Kunden einen Rabatt einräumen, indem sie beispielsweise restriktive Raten, Firmenraten, Wochenend- oder Promotionraten einstellen. Über die Teilnahme an den Ratenprogrammen und die Höhe der Rabatte entscheidet allein der Hotelier.”

    Alle Hotels müssen nun die Kommissionen per elektronisches Lastschriftverfahren abbuchen lassen. Einzige Alternative sind laut den neuen AGB Kreditkarten-Abbuchungen. Der Portalbetreiber kann auch Sicherheitsleistungen in Höhe von 500 Euro verlangen, wenn „Zahlungsschwierigkeiten in der Vergangenheit aufgetreten sind oder zukünftig zu erwarten sind“.
    Bei Hotelbewertungen von Nutzern von hrs.de hat das Hotel bei Korrekturen künftig neue Hürden zu überwinden. Wird eine unwahre Tatsachenbehauptung eines Gastes bei hrs.de veröffentlicht, muss das Hotel mit entsprechenden Belegen (Fotos oder Zeugenaussagen) gegenüber hrs.de eine Löschung oder Kommentierung nachweisen. „Die Beweislast für die Unrichtigkeit der Tatsachenbehauptungen einer Bewertung liegt beim Hotel“, heißt es dazu in den AGB. Und: Ein Anspruch auf Veröffentlichung der Hotelkommentare bestehe nicht. Zudem behaltes sich sich hrs.de künftig vor, Hotels mit schlechten Bewertungen oder/und anhängigen Gerichtsverfahren zu sperren oder aus dem System zu nehmen.
    Die neuen AGB treten durch „stillschweigende Zustimmung“ in Kraft: „Ihre Zustimmung zu den neuen AGB gilt automatisch als erteilt, wenn Sie für die Zeit nach dem 1. März 2012 noch Zimmer bei HRS einstellen oder verfügbar halten. Sollten Sie den Änderungen schriftlich per Post an HRS – Hotel Reservation Service Robert Ragge GmbH, Blaubach 32, D-50676 Köln oder per E-Mail an 1 widersprechen, gilt dies als Kündigung Ihres HRS-Vertrages mit Wirkung zum Änderungsdatum.“